Hallo, was kann man tun, wenn trotz Lüften und Heizen die Fenster immer wieder beschlagen? Besten Dank und schöne Grüße.

So blöde es klingt: Weiter heizen und noch mehr lüften! Beschlagene Fenster liegen immer an einer zu hohen relativen Luftfeuchtigkeit und die kann man nur senken durch Heizen und Lüften.
Aber bitte richtig lüften: Alle Fenster und Türen ganz öffnen, dann fünf Minuten Durchzug, dann alles wieder schließen. Keine gekippten Fenster! Wenn möglich alle 2-3 Stunden wiederholen, bis das Problem gelöst ist, dann immer 3x täglich mit Durchzug lüften.
Bei warmen, feuchten Wetter das Lüften sein lassen und nur früh am Morgen einmal lüften.
(einzige andere Möglichkeit, falls die Fenster sehr alt und dünn sind: neue Fenster einbauen lassen -- ob es daran liegt, wirst Du ja wissen; eher unwahrscheinlich)
Wenn du zu stark heizt, dann kann die Feuchtigkeit stärker an den Fenstern kondensieren, wenn die Fenster einen schlechteren Dämmwert aufweisen als die Wände. Sei Froh, sonst würde sich die Feuchtigkeit an den Wänden abschlagen und zu Schimmel führen. Früher hatten die Fensterbänke immer eine Ablaufrille für das Kondenswasser, was heute kaum naoch gemacht wird. Die Isolierung des Hauses muß auf die Fenster und umgekehrt angepaßt werden. Zu stark isolierende Fenster bewirken auf die Dauer Schimmel an den Wänden, wenn das haus nicht entsprechend isoliert wird. Die Fenster sollten immer einen etwas schwächeren Isowert haben als die Wände! Ich würde mal die raumtemperatur überprüfen. Wahscheinlich hast Du mehr als 22 Grad. 22 Grad sollten aber ausreichend, sonst wird das Problem stärker

Versuche es mal mit einem Antibeschlagtuch, oder Spray z.B. von Sidolin.

Es gibt einerseits Geräte wie "Luftentfeuchter", andererseits gibt es Nanobeschichtungen für die Fensterscheiben, die das Beschlagen recht erfolgreich verhindern.
Was sind Nanobeschichtungen?
Kajjo am 4. November 2007 19:06 Wenn die Luftfeuchtigkeit wirklich zu hoch ist, bringen die Beschichtungen gar nichts. Die Feuchtigkeit entsteht trotzdem und ist für das Wohnklima schädlich.
Solche Beschichtungen sind eher für Autoscheiben, wo man nicht die Feuchtigkeit, sondern die Trübheit verhindern will und nach kurzer Anwärmphase dann auch die Feuchtigkeit komplett wieder entfernt wird.
Indy72 am 4. November 2007 19:16 Nunja... Wasser setzt sich vor allemauf glatten oberflächen ab, die kälter sind als die Umgbungsluft. Wennbei Ihnen trotz nicht allzu hoher Luftfeuchtigkeit die Scheibe immer noch beschlägt, dann ist das Fenster wohl schlecht isoliert. Bei modernen Fensterverglasungen passiert das kaum. Diese neuen Fensterscheiben sind schon ab Werk nano-Beschichtet. Diese Beschichtung hält einige Jahre. Nachträgliche Beschichtung durch das "Anstreichen" hält nicht so lange, hilft aber auch.
Wenn es Isolierglasfenster sind, dann ist die Qualität dieser Fenster minderwertig.
Wenn es Einglasscheiben sind, dann ist das Beschlagen nicht zu verhindern. Dann sollte der Vermieter dringends neue Fenster einbauen. Das wird zwar die Miete erhöhen, aber bei den Heizkosten zu Einsparungen führen.
Da stimmt etwas nicht mit der Wärmedämmung und der Luftzirkulation des Wohnraumes, evtl. sogenannte Wärmebrücken sind vorhanden. Normalerweise dürfte in einem ausreichend beheizten Wohnraum kein Fenster mehr beschlagen. Würde das Problem von der anderen Seite her aufrollen.
Die Fenster sind die Kältebrücke, da sie 12 Grad kälter sind als die Raumtemperatur und auch kälter als die Wände. deshalb beschlagen sie zuerst.
Wir haben dieses Problem erst, seitdem das Haus renoviert wurde. Es fand eine Dämmung statt. Dabei hat man auch eine kleine Öffnung in der Wand geschlossen. Diese Öffnung konnte von uns selber geöffnet und geschlossen werden, indem man an einer Schnur zog. Ich kann nur sagen, daß wir diese Luke sehr vermissen, denn jetzt ist es auch so, daß wir wie Kajjo beschreibt, lüften müssen. Zudem verklumpt das Salz und der Zucker in dem Vorratsschrank. Übel übel...