Frage von kloklohi, 80

Was tun gegen Angst vor nervösem Pferd?

Hallo Zusammen, ich reite seit 1 1/2 Jahren in einer Reitschule, die supergut, sauber und artgerecht ist. Die Pferde und Ponys sind alle brav. Aber wenn ich ein bestimmtes Pferd reite (einen Haflinger Wallach), dann ist er immer super nervös. Schon beim Putzen, er tänzelt die ganze Zeit nervös hin und her, stampft hart mit den Hufen auf (vorallem wenn ich sie auskratzen möchte). In der Halle schüttelt er sich die ganze Zeit und geht in einem Buckel-Galopp durch. Früher war er nie so. Hat es damit zu tun, dass ich sofort in ,,Panik" gerate, wenn ein Pferd nervös ist? Und was soll ich tun, gegen diese ,,Panik"? Wie kann ich die Hufe von ihm richtig auskratzen, ohne dass er tritt? Ich muss ihn nächstes mal wieder reiten, da ich ja nicht nur die braven Pferde reiten kann/darf/möchte. Danke für hilfreiche Antworten!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von LegendenTraum, 73

Es ist ja meistens so, dass ich deine Angst auf das Tier überträgt. Hattest du schon bei der ersten Begegnung Angst/ Respekt von ihm? Ist er bei anderen Reitern auch so? 

Allerdings kann es auch sein, dass er entweder zu wenig Bewegung hat oder dich etwas testen will. 

Ich würde mal etwas länger Zeit mit dem Pferd verbringen. Vielleicht mal etwas früher kommen und mit Vertrauensübungen arbeiten. Wenn meine RB wieder mal solche Phasen hat, dann longiere ich ihn vor dem Reiten etwas ab; da kann er richtig mal die Sau raus lassen (ist übrigens ein guter Trick vor allem im Winter :o) ). Wenn das immer noch etwas zu wenig ist, dann geh mal mit ihm spazieren und beobachte ihn da, wie er sich aufführt. Immer wieder stehen bleiben und vielleicht auch mal belohnen und kuscheln. 

Wenn immer wieder der Reiter (aus der Sicht des Pferdes) gewechselt wird, dann kann das auch zu Unsicherheiten oder "trotzigem" Verhalten führen. 

Gib ihm und vor allem dir Zeit! :) Ich wünsche dir ganz viel Glück! 

Kommentar von kloklohi ,

Nein im Gegenteil. Beim ersten mal an der Longe war er Top und super entspannt, beim Zweiten mal in der Halle hat meine Reitlehrerin gesagt, dass ich in Memphis mein neues Pferd gefunden habe. Beim dritten mal war es ganz gut, doch er hat einmal die Hütchen umgeworfen. Doch beim letzten mal, habe ich mich nicht mal mehr getraut, ihn anzutraben oder gar aufzusteigen! :( :0

Kommentar von LegendenTraum ,

Ui :/ das tut mir Leid :( 

aber wie schon oben geschrieben; wenn er ein Fünkchen Angst von dir spürt, kann sich das auf ihn übertragen. 

Um dir selbst wieder den Mut zu geben, frag doch deine Reitlehrerin, ob sie dich mit ihm wieder an die Longe nehmen kann. Denn wenn er dort abspinnt, dann hat deine Reitlehrerin noch zusätzlich die Kontrolle und dir kann nichts passieren. 
Übt vor allem an den Grundbausteinen: Sicherheit und Vertrauen. Das eine geht nicht ohne das andere. Manchmal geht es schneller als erwartet, manchmal braucht es etwas mehr Zeit.
 Finde dich selbst wieder auf ihm und versuche zu akzeptieren, dass er es nicht böse mit dir meint :) Versuche dich zu entspannen, dass es nicht einfach ist weiss ich. Aber kümmere dich intensiv um ihn und um dich. Probiere, ihn irgendwie zu verstehen. Sobald du ein Erfolgserlebnis hast, geht es wieder bergauf, glaub mir :) Das kann vielleicht ganz wenig sein; er blickt dich süss an oder gibt dir eine sanfte Kopfnuss. Nimm jedes kleine gute Erlebnis als Ansporn, dann wird es gut gehen :) 

Ich drücke dir weiterhin die Daumen :o) !

Antwort
von sukueh, 80

Selber versuchen, möglichst ruhig zu bleiben. Ist nicht leicht. Man geht ja schon mit dem Gefühl hin, "jetzt macht er gleich wieder das und das". 

Diese vorauseilenden Befürchtungen sollte man ausblenden. 

Ich würde mal mit den Leuten im Stall reden, woran das liegen kann, dass er jetzt so reagiert. Ist etwas besonderes vorgefallen, vielleicht kann dich jemand beim Umgang mit dem Pferd beobachten und dir Tipps geben...

Kommentar von kloklohi ,

ja, man darf die gerte auch nicht hinten benutzen, sonst geht er ab. Er hatte einen schlechten Vorbesitzer

Antwort
von LyciaKarma, 66

Ist er bei anderen auch so?

Ja, das liegt unter anderem daran, dass er deine Angst spürt und sich fragt, was hier so gefährlich ist, dass du Angst hast - deswegen hat er vorsichtshalber selber Angst und ist fluchtbereit.  

Versuch mal, in deinem Kopf mit Bilder zu arbeiten. Stell dir ganz deutlich vor, wie er mit gesenktem Kopf ganz entspannt am Putzplatz steht und sich die Hufe auskratzen lässt und sowas. Mir hat das sehr geholfen.

Wenn er buckelt, frag mal nach, ob der Sattel passt und/oder ob er Schmerzen hat. 

Kommentar von kloklohi ,

Er ist total brav beim Satteln/Sattelgurt anlegen, das ist echt unnormal aber nur dabei;)

Antwort
von DCKLFMBL, 79

Am besten abklären lassen ob er irgendwelche schmerzen hat.

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