Frage von Freakinorange79, 89

Was tun gegen Angst vor dem Blutabnehmen?

Hallo!

Der Titel verrät eigentlich schon mein Problem. Ich muss am Mittwoch zu einer Blutabnahme und mache mich verrück wegen meiner Angst davor. Ich habe Angst, dass mir schlecht wird, wenn ich mein Blut sehe oder spüre, wie es entnommen wird und ich habe Angst, dass ich quasi aus Angst, während der Blutabnahme meinen Arm wegziehe oder so etwas. Wenn so etwas passiert, wäre das sehr schlimm? Und was kann ich tun gegen meine Angst?

Antwort
von Negreira, 33

Ich verstehe Dich sehr gut! Und solche wie wir sind gar nicht selten, falls Dich das beruhigen sollte. Ich sterbe 1000 Tode vor jeder intravenösen Spritze oder Blutabnahme. Leider bin ich sehr krank, so daß ich häufiger als mir lieb ist, zum Arzt muß.

Dabei kann ich durch mein Studium selbst diesen ganzen Kram und weiß, daß man eigentlich gar keine Angst haben muß, weil es wirklich harmlos ist. Im Laufe der Jahrzehnte habe ich mir angewöhnt, den "Blutsaugern" während des Pieksens von meiner Phobie zu erzählen.Meistens ist man dann so abgelenkt, daß man es gar nicht so mitbekommt. Jemand, der diese Angst nicht hat, kann da gar nicht mitreden. fast alle sind besonders freundlich und vorsichtig.

Du kriegst das hin, auch wenn Dir meine Antwort nicht wirklich weiter hilft. Im übrigen kannst Du mal hier auf GF unter verwandte Fragen suchen, dann siehst Du, wie viele Menschen es noch mit diesem Problem gibt.

Kommentar von Freakinorange79 ,

Ich danke dir für diese Antwort! 

Das werde ich definitiv machen. Bin sowieso eine ziemliche Labertasche, dann ist der Tipp echt hilfreich, haha :D 

Lg,

Freakinorange79

Antwort
von magnum72, 34

Du brauchst vor der Blutabnahme wirklich keine Angst haben. Heute zu Tage ist das nicht mal mehr schmerzhaft. Die Kanülen (Nadeln) sind heute durch ein Laser cut Verfahren so scharf das die Haut den Einstich kaum noch wahrnimmt.Du must dich auch vor dem Anblick deines Blutes nicht fürchten denn du musst ja nicht hinschauen. Die Leute die Blut abnehmen machen das Täglich und die merken auch wenn dir dabei flau wird. Am besten sagst du gleich zu Anfang wie du darüber denkst. Dann werden sie dir auch noch mal alles erklären . Glaube mir hinterher wirst du drüber lachen. Übrigens ich musste vor ein paar Jahren 2 Jahre lang einen Blutverdünner einnehmen. Da musste ich JEDE Woche zum Blutabnehmen und ich hab das auch geschafft.Also Kopf hoch und los.😉

Antwort
von ede45, 20

Du solltest nicht so viel Angst vor der eigentlichen Blutabnahme haben. Das ist nur ein kleiner piks und das war’s (wenn es eine erfahrene routinierte Person macht und kein Anfänger). Bei der Blutabnahme gibt es etwas viel schlimmeres bzw. bedrohlicheres welches aber nicht weh tut. In ständiger
Regelmäßigkeit sehe ich Blutabnahmen die den Tatbestand einer
Körperverletzung erfüllen zum Beispiel das Abtasten der Vene NACH
der Desinfektion mit unsterilen kontaminierten Handschuhen bzw.
Fingern. Die meisten sprühen das Desinfektionsmittel auf die Haut
und warten aber dann nicht die vorgeschriebenen 30 Sekunden
Einwirkzeit ab sondern wischen das Desinfektionsmittel mit einem
Tupfer gleich wieder ab. Weiterhin tasten sie mit ihren Finger noch
einmal die Vene bevor sie in die Vene stechen. Es ist vollkommen egal
ob die Person dabei Einmalhandschuhe trägt oder nicht, denn sie hat
in der Zwischenzeit schon wieder so viele Dinge angefasst die mit
Keinem belastet sind und diese sich dann am Finger oder Handschuh
befinden (Staugummiband, Unterleg bzw. Stützkissen, Ablage, Stuhl,
Griffe von Schubladen oder Kühlschrank, die Hand des Patienten
usw.). Wenn sie danach auf die desinfizierte Haut die Vene abtastet,
bringt sie wieder Keime auf die Haut die dann beim punktieren
(stechen) mit in die Haut oder Vene geschoben werden können. Also
kann man sich in diesem Fall auch die vorherige Desinfektion der Haut
sparen. Sie ist damit überflüssig bzw. unwirksam geworden. Manche nehmen überhaupt kein Desinfektionsmittel sondern nur einen trockenen Tupfer oder auf dem Tupfer ist so wenig Desinfektionsmittel das man sich das Desinfektionsmittel auch gleich sparen kann. Ich habe auch schon Fälle gesehen, wo die Person mit ihrer Hand die Nadel etwas verbogen hat damit sie gerader in die Vene kommt. Das diese Nadel dann nicht mehr steril ist und die Bakterien und Viren so in die Vene gelangen leuchtet wohl jeden ein. Auch der Tupfer der nach der Blutabnahme auf die Punktionsstelle gelegt wird ist oft mehrfach mit unsterilen Fingern oder Handschuhen angefasst worden, so dass sich auch hier wieder sehr viele Keime auf dem Tupfer befinden die dann auf die offene Wunde gelegt werden. Auch eine kleine Punktionsstelle ist eine offene Wunde und muss auch so behandelt werden. Man sollte dann zu mindest den Tupfer noch einmal mit Desinfektionsspray behandeln bevor man ihn auf die Punktionsstelle legt. Manchmal wird nach der B-Abnahme mit dem Tupfer schon auf die Punktionsstelle gedrückt obwohl die Nadel noch in der Vene ist. Man darf aber erst drücken, wenn die Nadel herausgezogen wurde. Oft wird auch nicht auf die richtige Reihenfolge (Farbe) der Blutröhrchen geachtet welches dann den Befund ungenau machen kann oder der Pat. macht zu lange eine Faust. Dann steigt der Kaliumwert weil Blutkörper platzen und Kalium freisetzen. Der Arzt vermutet dann bei der Auswertung eine Nierenerkrankung. In Wirklichkeit war es nur ein Blutabnahmefehler. Um einen Eisenmangel (z.B. bei einer Anämie) festzustellen darf nicht nur das Serumeisen gemessen werden sondern auch das Ferritin. Im Ferritin befindet sich nämlich unser gespeichertes Eisen welches man dazu zählen muss. Aber weil das ein Laie alles nicht weiß, moniert dies auch keiner und keiner merkt bzw. weiß was da gerade alles falsch gemacht wurde und welche Bakterien und Viren er gerade in die Haut oder Vene bekommen hat. Dies geschieht in Deutschland jeden Tag tausendfach. Wir können nur froh sein, dass ein gesunder Mensch so ein gutes Immunsystem hat welches die meisten Bakterien und Viren erfolgreich bekämpfen kann. Gefährlich wird es aber dann, wenn ein Mensch kein gutes Immunsystem hat oder sein Immunsystem gerade geschwächt ist (alte Menschen, kranke Menschen, verletzte Menschen, Menschen mit Chemotherapie, Allergiker usw.). In diesem Fall kann eine harmlose Blutabnahme fatalen Folgen haben die bis zu einer Sepsis führen kann. Genauso
schlimm ist es, wenn ein Mensch durch eine Blutabnahme mit einem MRSA infiziert wird den er dann nicht wieder eliminieren kann. Dabei wären doch all diese Fehler so einfach zu verhindern. Natürlich werden Menschen bzw. Patienten jeden Tag mit Bakterien, Viren, Pilzen usw. infiziert bzw. angesteckt (Krankenhaus, Arztpraxen, Ambulante Praxen, Zahnarzt, Einkaufzentren, Theater, Konzerte usw.) aber rechtfertigt dies eine unhygienische Blutabnahme? Dies stellt ein Eingriff in den Körper dar. Vieles lässt sich nicht vermeiden, aber einiges schon.



Antwort
von Panikgirl, 33

Du brauchst überhaupt keine Angst zu haben - das ist wirklich nur ein kleiner Piekser - ehrlich. Kann mich noch zurück erinnern, was ich als kleines Mädel Angst davor hatte - herrjeh. Sass mit meiner Mom und einem Bruder im Wartezimmer und war am heulen - lacht* Mein Bruder erheiterte die Stimmung im Wartezimmer und meinte: Schwesterchen, wenn Du nicht aufhörst zu flennen, dann wirst Du notgeschlachtet.............Ziemlich gemein - aber das half, weil ich nicht mehr ängstlich sondern sauer war ;-) Scherz beiseite. Ich habe festgestellt, dass ich mir lieber im Sitzen statt im Liegen Blut abnehmen lasse - weil mir im Liegen davon urigerweise schwindlig wird. Ich schaue sogar hin, sobald der Pieks vorbei ist...........muss jeder selbst merken, was ihm besser bekommt. Du wirst später drüber lachen

Antwort
von Latilufimali, 40

Augen zu und zur Seite schauen! Ist nur n kleiner pikser und dauert keine 5 sek. Dir wird etwas Blut entnommen und alles ist gut:) Passieren kann dir nichts bleib einfach ruhig... Stell dir mal vor du müsstest am offenem Herzen operiert werden :D da ist doch ne Blutabnahme nichts dagegen :)

Antwort
von mareenal, 38

Sag dem Arzt dass du angst hast er beruhigt dich

Antwort
von mareenal, 41

Na ja Blutabnehmen ist sicher, wenn du Blut nicht sehen kannst mach die Augen zu. Da musst du durch. Es ist auch nur ein kurzer Moment ☺

Antwort
von slie1988, 40

Nimm jemanden mit, der dich beruhigen kann. Du solltest keine Angst davor haben, denn es ist nur etwas Blut und nichts mehr. Am Besten einfach nicht hinsehen und durch. 

Kommentar von Koala41 ,

Hahaha. "Und durch"! Wo durch? Durch den Arm? xD

Antwort
von Koala41, 37

Hi.

Ich weiß dass es Leute gibt die kein Blut sehen können und alle diese Leute tun mir Leid. Ich denke dass du es deinem Arzt/Ärztin vorher sagen solltest dass du Angst vor dem Blut nehmen hast. Ich denke der Arzt wird ein Mittel kennen, wie du die Blutabnahme so schmerzlos wie möglich hinter dich bringst. Sorry, dass ich keinen besseren Rat weiß.

Lg, Koala41

Antwort
von Matermace, 35

Schlimm wäre das nur wenn die Nadel schon nah dran ist, Verletzungsgefahr für dich und den Punktierenden.

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