Frage von darinka711, 33

Was tun für gesunde Haare?

Was sind gute Tipps für gesunde Haare (ohne spliss oder ausgetrocknete stellen oder strohig,ausgefranzten stellen ) Haushaltsmittel,gutes shampoo oder oder ?

Antwort
von karinili, 11

Ich habe selbst fast hüftlange und sehr gesunde Haare.

Ich wasche die Haare alle 2-3 Tage mit Shampoo (benütze seit ca 2 Jahren von Urtekram entweder das Lavendel- oder das Rosenshampoo; sind biologisch, keine Chemiebomben, sehr mild und nicht sonderlich teuer). Allerdings wasche ich wirklich nur die Kopfhaut und spüle den Rest nur aus. Einmal die Woche benütze ich zusätzlich Conditioner in den Längen (Rose-Conditioner von Urtekram).

Wichtig ist vor allem Spitzenschneiden (das mache ich alle 1-2 Monate), damit sich kein Spliss bildet bzw dieser ausgeschnitten wird. Bei dieser Gelegenheit mache ich auch meist natürliche Haarmasken aus 3 EL Olivenöl, einem Ei, Salbeitee und Henna (ich töne meine Haare mit Henna). Wenn man sehr trockenes, sprödes Haar hat, sollte man sich das wahrscheinlich öfter machen.

Hitze kommt mir nur äußerst selten an mein Haar. Sprich Glätten/Hitzelocken nur wenn wirklich ein wichtiges Event, wie ein Ball oder Hochzeit ansteht. Föhnen tue ich auch nur in Ausnahmefällen, wenn ich im Winter die Haare zum Beispiel nicht anders trocken bekommen würde, wobei ich hier niemals ganz trocken föhne und die Haare stattdessen zu einem Zopf flechte, damit ich die Restfeuchte nicht auf der Haut spüre.

Zum Schlafen lasse ich meine Haare entweder offen, oder flechte sie ebenfalls zu einem Zopf, damit ich am nächsten Tag nicht so viel bürsten muss (meine Haare filtzen sehr leicht).

Antwort
von luciuslenius121, 21

Weiß nicht, ob das was für dich ist, aber ich probiere gerade "no poo" aus - seit einer Woche. Dabei wäscht du dir die Haare nur noch mit Wasser oder evtl. mit selbst gemachten Zusätzen, aber nicht mit Shampoo. Man vertraut darauf, dass die Kopfhaut das Gleichgewicht selbst herstellt, was durch die Verwendung von Shampoo, Conditioner, etc. oft durcheinander gebracht wird. Kannst es ja mal googeln ;)

Kommentar von darinka711 ,

funktioniert das ? 😀

Kommentar von luciuslenius121 ,

Wie gesagt, ich bin ja gerade erst am Anfang, ich habe gelesen, das Ganze zeigt seine Wirkung erst nach ca. 6 Wochen, und ich habe das ja nun erst eine Woche versucht. Viele schreiben, dass die Haare am Anfang schlimmer aussehen, also fettig, trockene Spitzen, usw. weil sich die Haare an die Umstellung erst gewöhnen müssen. Aber ich will es auf jeden Fall weiterversuchen, weil mich das irgendwie überzeugt hat. Damit die Haare zwischendurch nicht so fettig aussehen, verwende ich einfach Babypuder und binde sie zum Zopf, und bisher ist es gar nicht schlimm ;)

Expertenantwort
von Andreas Schubert, Haarpflege-Experte, 3

Um das im Detail und abgestimmt auf Deine Haare zu beantworten, fehlen alle Informationen zu Deinen Haaren (Haartyp, Haarqualität, Haarzustand, Haarlänge, bisherige Behandlungen, u.s.w.)

Allgemeingültige Maßnahmen/Regeln gibt es natürlich definitiv und wer sich daran hält, sollte normalerweise niemals wirkliche Haarprobleme haben.

- beim Haarewaschen wirklich nur den Kopf/die Ansätze waschen/massieren ... für die Haarlängen und -spitzen reicht der Schaum beim Ausspülen völlig aus und wer mehr Schaum in den Haarlängen vermisst, streicht den während dem Shampoonieren höchstens mal sachte und absolut gradlinig mit den fingern vom Kopf aus durch die Haarlängen.

- Niemals die Haarlängen und -spitzen rubbeln .... schon gar nicht in nassem Zustand

- nur Bürsten mit Naturborsten und echte Horn- oder Holzkämme verwenden

- nie zu heißes Wasser verwenden ... je kühler, desto besser

- übermäßige Hitze generell vermeiden (nicht heiß fönen, u.s.w.)

- Bürsten, Kämme, etc. auch regelmäßig reinigen

- keine Haargummis mit Metallstücken verwenden

- auf Seiden- und/oder Satinkissen schlafen. Darauf reibt sich das Haar im Schlaf nicht auch noch unnötig

- Vitamin- und Mineralienmängel vermeiden

- mind. 2 - 2,5 Liter Wasser pro Tag trinken

- Stress vermeiden

- regelmäßig nachschneiden lassen, dann müssen wirklich immer nur die Spitzen oder eben eventueller Spliss geringfügig beschnitten werden und nicht mehr.

Für die Haarspitzen-Pflege sind diese 4 leichten, reinen Naturöle geeignet
... und auch wirklich ausschließlich die reinen Naturöle: Macadamia-,
Jojoba-, Mandel- und Arganöl (ein paar Tropfen zwischen den Fingerkuppen
verteilen und sachte/sanft bei trockenem Haar an die Spitzen geben.

Je trockener das Haar, desto anfälliger für Bruch und Spliss - deshalb
empfiehlt sich spätestens ab Schulterlänge die Haaransatzwäsche, die dem
Haar auf lange Sicht hektoliterweise austrocknendes Wasser erspart:

Ein hochwertiges Naturshampoo (z.B. "Shampoo & Duschbad Basis von
SANOLL) aus einer Auftrageflasche (1:10 mit Wasser verdünnt) bei 
trockenem Haar scheitelweise den Ansätzen entlang auftragen und dann 
ganz normal shampoonieren (und immer NUR auf dem Kopf!)

Durch das Verdünnen machst Du aus einem hochwertigen Naturshampoo für
8,50 EUR (200 ml) eines für 0,85 ... günstiger geht's schon nicht mehr
und mit einem Naturshampoo quälst Du Dein Haar (und auch Deine Kopfhaut)
weder mit chemischen Rückständen, die es auf Dauer nur stumpf, kraftlos,
fettend, spröde, bruchanfällig machen, noch mit chemischen Tensiden.

Wenn es Dir bei der Ansatzhaarwäsche zu wenig schäumt (ist nur Gewohnheitssache), emulgierst Du mit ganz wenig Wasser nach.

Es gibt natürlich auch noch andere, richtig gute, nachhaltige und
unbedenkliche Shampoos/Pflegeprodukte wie z.B. MARIAS Organic Care,
Schönes Sein, Oliebe, Herbanima, CulumNatura, u.s.w.   . . . an einem konkreten Beispiel musste ich aber mal eben die Kalkulation vorrechnen.

Bei den Shampoos von MARIAS ist zudem nicht einmal Zuckertensid im Einsatz  ...  das ist zwar auch 100% natürlich, aber wir haben jetzt im Betrieb
von Sanoll auf MARIAS umgestellt, weil ca. 5% unserer Kundinnen davon
ein leichtes Jucken auf der Kopfhaut bekommen.    Es gibt halt
mittlerweile recht viele Allergieren  ..... unter Anderem übrigens auch
gefördert durch sehr viele herkömmliche Chemie-Shampoos ... und nicht
nur von denen aus Drogerien und Supermärkten, denn auch Friseurmarken
wie Paul Mitchell, Redken, Kerastase, Schwarzkopf, Wella & Co.
tragen keinen "Heiligenschein".

Mischst Du auf Vorrat, dann koche das Wasser vorher ab und lass es
auskühlen. Dann sind die Keime darin abgetötet und können sich über Tage
in der Flasche nicht vermehren .... und sie kommen nicht auf die
Kopfhaut.

Und wenn Du natürlich geschmeidges und glänzendes Haar züchten
willst, beherzigstDu nicht nur eine gesunde Ernährung und den stabilen
Flüssiegkeitshaushalt Deines Körpers, sondern auch die sogenannten
täglichen 100 Bürstenstriche:

Für die Bürstenstriche verwendest Du (und reinigst sie auch immer
gründlich) idealerweise idealerweise die "KOST Kamm Wildschweinbürste
mit 7 Reihen" (gibt es z.B.über amazon für 35,00 - 37,00 EUR.  Nicht nur
die Borsten zählen zu den besten für Kopfhaut und Haare . .. die
Bauweise der Bürste lässt zu, dass Du sie direkt am Bürstenkopf führen
kannst und so den Druck auf den Kopf besser regulieren kannst. Außerdem
entfällt so die "Hebelwirkung" mit dem  Anfassen am Griff und somit geht
das bei  50 - 60 oder mehr Bürstenstrichen nicht auf die Handgelenke.

So verteilst Du das Talg von Deiner Kopfhaut in die Haarlängen und Haare
brauchen Talg für deren Geschmeidigkeit und Glanz  ... unter Anderem
dafür produziert Dein Organismus diesen Stoff.

Wichtig!  Immer mit Druck über die Kopfhaut bürsten ... vom Ansatz
über den Kopf bis zum gegenüberliegenden Ansatz und in die Haarlängen
hinaus ... und das in 2 - 3 Runden um den gesamten Kopf.

So solltest Du dann immer geschmeidiges Haar haben, das weniger bis
gar nicht "bruchanfällig" ist und mit max. 3 - 4 Spliss-Schnitten pro
Jahr locker auskommen können.

Wenn Du sonst noch Fragen zur Haarpflege hast,  schreib mich einfach
direkt an (nicht hier in den Kommentaren/Antworten ... da schaue ich nur
selten nach, denn ich beantworte relativ viele Fragen und muss ja
"nebenbei" auch noch unsere Kundinnen rund um den Kopf happy machen).

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