Frage von Familienerbe, 493

Was tun: Freundin des Sohnes will Zimmer allein für sich?

Ich habe meinem einzigen Sohn (über 30 Jahre, derzeit bei seinem Zweitstudium) vor einigen Jahren als Vorgriff auf sein Erbe in meiner Heimatstadt eine große Wohnung (über 100 m2) geschenkt. In dieser Wohnung habe ich das kleinste Zimmer (ca. 10 m2) mit Möbeln und Gegenständen aus meiner Familiengeschichte, die mit meiner Heimatstadt eng verbunden ist, eingerichtet. Dieses Zimmer nutze ich bei meinen Besuchen (3-4mal im Jahr) zum Schlafen, die übrige Zeit nutzt es mein Sohn als Gästezimmer für Freunde.

Mein Sohn hat seit einigen Monaten eine neue Freundin, die gerade ihr Studium im Ausland abgeschlossen hat, und hier auf Arbeitssuche ist. Aus Kostengründen wohnt sie derzeit bei meinem Sohn.

Sie möchte nun, dass ich dieses Zimmer ausräume, da sie ein eigenes Zimmer für sich braucht, in das sie sich zurückziehen kann. Ich habe angeboten, mehr als die Hälfte der Möbel und Gegenstände, die mir emotional sehr viel bedeuten, da sie eben mit der Familiengeschichte und meiner Kindheit in dieser Gegend verbunden sind, auszuräumen, um der Freundin meines Sohnes zu ermöglichen, dieses Zimmer für sich zu nutzen und zumindest teilweise nach ihren Vorstellungen einzurichten.

Nun besteht sie darauf, dass nichts von diesen alten Dingen in diesem Zimmer bleiben kann und auch mein Sohn ist nicht bereit, diese mir persönlich wichtigen Dinge anderswo in der Wohnung unterzubringen.

Ich darf allerdings das Zimmer bei Besuchen weiterhin zum Schlafen nutzen. Ich habe die neue Freundin meines Sohnes noch nicht persönlich kennengelernt, werde das aber in den nächsten Tagen, da beide in meiner Wohnung das frühere Kinderzimmer meines Sohnes als ihr Besuchszimmer einrichten werden.

Wie soll ich mich verhalten? Ist ihr Verlangen nach einem eigenen Zimmer gerechtfertigt?

Antwort
von macqueline, 155

Jetzt kommt meine Antwort als Nr. 24!

Offenbar hast du den weitverbreiteten Fehler bei der Erziehung des Sohnes gemacht, er ist nämlich recht verzogen worden. 

Wozu braucht ein 30jähriger junger Mann, ohne Broterwerb und ohne Familie, eine so grosse Wohnung? Wenn du ihm eine Wohnung stellen wolltest, wären ca. 45 qm grosszügig und angemessener gewesen. Dein Auto wird offenbar auch überwiegend vom Sohn genutzt, auf deine Kosten. Ich denke mal, das ist nicht gerade ein Dacia.

Und bei all dem wunderst du dich, wenn der junge Nichtsnutz immer mehr Forderungen stellt und den Hals nicht voll genug bekommt?

Ich hatte durch die Familie meiner Schwester erlebt, wie man es nicht machen sollte:

Die beiden Söhne meiner Schwester bekamen zum Studium zwar keine Wohnung geschenkt, weil sie in ihrer Heimatstadt Hamburg studieren konnten, aber sie bekamen je einen grösseren Audi und eine grosszügige "Apanage", sowie in den Ferien Urlaub im 5 Sterne Hotel. Angesichts dieser angenehmen Umstände und weil sie beide nicht dumm waren, war ihr Interesse an einer baldigen Arbeitsaufnahme nicht ausgeprägt, so dass sie jahrelang "studierten". Als sie dann endlich eine erste Anstellung aufnahmen, empfanden sie es als untragbar, dass ihre Vorgesetzten so viel jünger waren als sie, so dass sie die Arbeit bald wieder aufgaben, denn es ging ja auch so viel besser. Nach dem Tod ihrer Eltern standen die beiden Söhne vollkommen hilflos da und sind nach über 20 Jahren ohne Arbeit auch nicht vermittelbar.

Bei meinem Sohn war ich vielleicht etwas streng, aber er hat zügig das Abi gemacht, ich habe ihm dann ein Auslandsstudium ermöglicht, aber auch nur, weil er sich rechtzeitig um ein Vollstipendium bemüht hat und von mir nur Unterstützung für asketische Lebensführung bekam. Das Studium hat er in der kürzest möglichen Zeit beendet und sofort eine Anstellung aufgenommen.

Für eine Änderung ist es bei euch vielleicht zu spät. Die Wohnung ist geschenkt, da ist nichts mehr zu ändern, aber du kannst das Auto zurücknehmen und vor allem die monatlichen Zahlungen an ihn unverzüglich einstellen. Studiert er denn jetzt wenigstens ein Fach, das ihm einen Broterwerb ermöglichen wird, oder so etwas wie Kunstgeschichte?

Kommentar von Familienerbe ,

Nein, er studiert durchaus etwas, wovon man leben kann, doch er wollte auch noch die wissenschaftliche Seite seines Faches ausloten.

Warum die Familie bzw. auch der Name so eine große Rolle spielt, ist schwierig zu erklären, aber ich will es dennoch versuchen:

Ich habe in den letzten 20 Jahren ein Business aufgebaut. dessen Erträge von Anbeginn meinem Sohn zugeflossen sind, da er dieses Geschäft irgendwann einmal selber weiterführen wird (er wird dazu allerdings jemanden anstellen müssen, der die Kompetenz dazu hat, da er beruflich in eine andere Richtung geht). Seit einigen Jahren firmiert das Business unter einer Firma meines Sohnes, der aber dafür nicht konkret arbeitet sondern mehr oder minder nur die Eingänge prüft, sondern ich sorge für den Fortgang  - es ist gewissermaßen auch ein Hobby im beruflichen Ruhestand von mir. Das alles hatte auch den Sinn, ihm früh eine Sozial- und Krankenversicherung zu ermöglichen.

Nun kommt aber hinzu, dass dieses Business mit dem Familiennamen verknüpft ist, sodass mein Sohn eines Tages diesen weiterführen wird müssen. Damit hängt auch die Bedeutung der Familientradition und mein "Hängen" an diesem Raum und dem Inventar zusammen. 

Ein einfaches Loslassen oder Abbrechen ist also nicht so einfach bzw. nicht wirklich realistisch. Das will ja auch mein Sohn nicht! Nicht nur wegen des Geldes!

Kommentar von macqueline ,

Wenn du die Antworten und Kommentare liest, wirst du hoffentlich gewahr, dass hier niemand deine Manie bezüglich des Familiennamens versteht. Selbst bei der Familie Krupp hat man Firma und Familie getrennt. 

Loslassen oder Abbrechen ist nie leicht, vor allem nicht nach so vielen Jahren, in denen vieles falsch gelaufen ist, auch wenn du die Augen davor schliesst. Es ist aber realisierbar.

Dein Sohn wird das von dir aufgebaute Unternehmen nach deinem Ableben nicht weiterführen müssen, jedenfalls nicht wegen der "Verknüpfung mit dem Familiennamen". Ich kann mir gut vorstellen, dass das Business noch in der Woche zwischen Tod und Beerdigung verkauft wird.

Du möchtest offenbar gar nicht hören, was Unbeteiligte von eurer Situation halten. Also macht so weiter, obwohl es weder dir noch deinem Sohn gerecht wird. 

Kommentar von Familienerbe ,

Danke für deine Sichtweise, einige wie deine Antworten haben mir zumindest neue Argumente geliefert - das mit dem Verkaufen wird nicht so einfach gehen, denn man kann ja den Namen "Salzburger Nockerl" auch nicht einfach an Paderborn (sorry, mir fiel das grad ein!) verkaufen. Um diesen Vergleich weiter zu bemühen: Das Rezept steckt noch immer allein in meinem Kopf. 

Kommentar von macqueline ,

Apropos Verkaufen:

Bitburger Bier heisst zwar noch so, gehört aber jetzt einem Unternehmen, das nichts mit Bitburg zu tun hat, und so geht es vielen Biermarken in Deutschland.

Wenn es dir wirklich um den Familiennamen geht, dann wäre es vielleicht besser, einen adäquaten Menschen zu adoptieren, so lange du noch in der Lage bist, ihn entsprechend zu beeinflussen.

Antwort
von Lycaa, 198

Das ist doch ganz einfach:

Das Gästezimmer richtest Du nach Deinen Wünschen mit den Sachen ein, die bei Deinem Sohn raussollen. Im Gegenzug richtet sich Dein Sohn sein Gästezimmer so ein, wie es ihm und seiner Freundin gefällt.

So macht es doch viel mehr Sinn.

Kommentar von Lycaa ,

Also Das Gästezimmer in Deiner Wohnung, wie Du es willst, Das Gästezimmer bei Deinem Sohn, wie die zwei es wollen.

Antwort
von AmandaF, 229

Ich finde es schon mal merkwürdig, dass sie Forderungen an dich stellt, ohne dich persönlich zu kennen. Sie hat eine seltsame Erziehung genossen.

Anderseits solltest du aber auch eine Schenkung nicht an Bedingungen knüpfen. Gibt es in deinem Heimatort nicht ein Museum oder eine Heimatstube, der du diese Zeitdokumente zur Verfügung stellen kannst?

Antwort
von peterobm, 226

geschenkt, ER ist im Grundbuch eingetragen? Du kannst nur auf die Einsicht deines Sohnes hoffen. Die Freundin hat keine Ansprüche zu stellen. Dein Sohn ist der Schlüssel

Kommentar von Familienerbe ,

Das ist mir bewusst - ich sehe das aber eben nicht auf der rein rechtlichen Ebene sondern auf der moralischen. Zumal das Verhältnis zu meinem Sohn nicht nur in den letzten Jahren sehr gut war.

Kommentar von peterobm ,

das ist ausschliesslich eine Sache zwischen dir und Sohnemann. Er hat Hausrecht. Nur für 3-4 malige Schlafgelegenheit solche Ansprüche zu stellen; na ja! 

Kommentar von EdnaImmers ,

das Abhängigkeitsverhältnis war perfekt - bis die neue Freundin das Zimmer einforderte

Antwort
von Annelein69, 225

Da du die Wohnung deinem Sohn geschenkt hast,ist es auch seine Wohnung und rein theoretisch kann er natürlich von dir verlangen dieses Zimmer komplett frei zu machen.Deine Einwände verstehe ich natürlich auch.Von solchen Erinnerungen trennt man sich nicht so ohne weiteres.Hast du denn gar keine Möglichkeit diese Dinge bei dir in der Wohnung unter zu bringen?Wenn nicht,und sollte dein Sohn darauf bestehen,wirst du letzten Endes doch in den sauren Apfel beißen müßen und das Zimmer räumen müßen.Du könntest aber mal erklären warum dir diese Dinge so wichtig sind,das Mädel ist dir ja unbekannt und du ihr auch.Wenn Sie etwas Verständnis für dich hat,was ich hoffe,findet ihr vielleicht doch noch einen Kompromiss der beiden Seiten gefällt.

Antwort
von ErsterSchnee, 215

Du musst das mit Deinem Sohn klären, nicht mit ihr. IHM gehört die Wohnung. Wenn er möchte, dass sie dort ihr eigenes Zimmer bekommt, kannst du nichts machen.

Bei aller Dankbarkeit - würden meine Eltern mir eine Wohnung schenken und darin dauerhaft ein Zimmer mit ihren Sachen belegen, würde ich mich auch irgendwann querstellen!

Kommentar von ErsterSchnee ,

Stell doch die gesamten Möbel in das ehemalige Kinderzimmer deines Sohnes in DEINER Wohnung. Dann sind die Sachen nicht weg und alle sind zufrieden.

Antwort
von landregen, 3

Wenn die Wohnung geschenkt ist, dann ist es fair, sie auch als Wohnung deines Sohnes zu betrachten. Er ist über 30 - da ist es höchste Zeit, dass er sein eigenes Leben lebt und sich frei in eigener Wohnung und eigener Partnerschaft einrichtet.

Wie nahe sich die beiden stehen und inwieweit dein Sohn es als gerechtfertigt ansieht, dass die Freundin mit einzieht und auch einen eigenen Privatbereich haben möchte, das müsste eher dein Sohn entscheiden als du.

So sehr ich die Bindung an das ehemalige eigene Eigentum und an die eigene Vergangenheit sowie Möbelstücke mit Erinnerungswert verstehen kann - ich halte es nicht für angemessen, wegen dieses Geschenkes immer einen Fuß in der Tür zun Privatbereich des erwachsenen Sohnes behalten zu wollen.

Antwort
von berlina76, 196

Du hast ihm die Wohnung Geschenkt.

Wenn es keine weiteren schriftlichen Bedingungen dazu gibt(wohn und nutzungsrecht des Zimmers für dich) kann er die Wohnung nutzen wie es ihm gefällt. Dazu gehört nun mal auch das von dir veranschlagte Zimmer. 

Wenn dir der Familienfrieden lieb ist, wirst du es also räumen müssen.

Auch wenn ich selbst die Forderung ebenfals übertrieben finde. Da du sagst das sie von der Freundin und nicht von deinem sohn kommt.

Anderseits müsstest du das Zimmer sowieso irgendwann räumen. Spätestens wenn sich Enkelkinder ankündigen.

Kommentar von Familienerbe ,

Ich zahle ja auch die Betriebskosten, da mein Sohn kein eigenes Einkommen hat.

Kommentar von Andreas Starke ,

Ich habe mir jetzt nicht alles durchgelesen, aber an dieser Stelle kann ich nur sagen: Wer zahlt, bestimmt die Musik. Mache Deinem Herrn Sohn unmissverständlich klar, dass Du nur dann und nur so lange die Betriebskosten bezahlst, wie Deine Erinnerungsstücke sich in dem fraglichen Zimmer befinden. Kündige die betreffenden Einziehungsermächtigungen und Daueraufträge. Wenn diese Kosten (Grundsteuer, Hausgeld, Strom, Gas etc.) von seinem Konto abgehen, wird er sich schon "einsichtig" erweisen. Auch die Freundin ist natürlich "herzlich eingeladen", diese Kosten zu übernehmen, wenn sie dort wohnen will.

Antwort
von kim294, 230

Die Wohnung gehört deinem Sohn. Somit kann er letztlich entscheiden, was er damit macht.

Er bietet dir ja weiterhin das Zimmer zum Übernachten an.

Ich würde einfach mal das Gespräch mit der Freundin des Sohnes suchen und ihr in einem vernünftigen Gespräch erläutern, wie wichtig dir die Sachen sind.

Klingt jetzt etwas hart, aber aus ihrer Sicht ist das, was in dem Zimmer steht, vielleicht nur "Gerümpel".

Wenn du ihr die Bedeutung für dich darlegst, hat sie ja vielleicht Verständnis.

Kommentar von Andreas Starke ,

Naja. Die Macht zu entscheiden, ist aber deutlich eingeschränkt, so lange die Mutter die Betriebskosten bezahlt und der Sohn mangels eigener Mittel darauf angewiesen ist. Diese Zahlungen kann sie an Bedingungen knüpfen, z.B. an die, ihren "Krempel" irgendwo in der Wohnung zu lagern. Frei nach Al Capone: Mit einem freundlichen Wort und dem Entzug einer laufenden Geldleistung (bei Al Capone war das eine Kanone) erreicht man oft mehr als mit einem freundlichen Wort allein.

Antwort
von jovetodimama, 171

Rein rechtlich betrachtet kann Dein Sohn allein darüber entscheiden, wie die Zimmer in der Wohnung genutzt werden.

Vom sachlichen Standpunkt aus betrachtet hat die Freundin Deines Sohnes insofern einen größeren Anspruch auf das Zimmer als Du, da sie es das ganze Jahr über nutzen würde, während Du es nur ab und zu für ein paar Tage besuchsweise nutzt.

Vom zwischenmenschlichen Standpunkt aus betrachtet ist es keine gute Idee, wenn Ihr Euch auf ein "halbes Ausräumen" einigt. Die Freundin Deines Sohnes würde sich in dem Zimmer nicht zu Hause fühlen, und Du würdest bei jedem Besuch die Veränderungen bedauern.

Deshalb würde ich an Deiner Stelle - meinem Sohn zuliebe - schnellstmöglich die Sachen abholen und ein anderes kleines Zimmer damit einrichten, entweder in Deiner Wohnung oder in einem extra dazu angemieteten Raum. Eine junge Frau kann sich nicht an der Seite ihres Partners entfalten, wenn dessen Mutter ständig präsent ist, und sei es nur durch ihr Mobiliar. Abgesehen davon ist ein eigenes Zimmer ein Segen für jede Partnerschaft.

Bitte Deinen Sohn und Deine Dir noch unbekannte "Schwiegertochter", Dir auf der Suche nach einem anderen Räumchen für Dich und beim Umzug Deiner Sachen zu helfen.

Fühle Dich nicht ausgeschlossen oder "ausgebootet" und sei nicht eifersüchtig auf die "Schwiegertochter" - Du wirst nicht ausgetauscht, sondern gewinnst ein zweites Kind dazu, das ist doch schön!

Kommentar von Familienerbe ,

Ich bin nicht die Mutter sondern der Vater. Ich habe ja vorgeschlagen, diese beiden Möbelstücke in ein anderes Zimmer zu bringen, doch das lehnt mein Sohn ab, da er die Räume für sich braucht. Meine Wohnung geht leider auch nicht, da diese beiden Möbelstücke mit dem Ort und der Herkunft verbunden sind.

Im übrigen verdient er nicht nichts, sondern wird von mir monatlich mit einer größeren Summe unterstützt.

Kommentar von EdnaImmers ,

tja. - zieh dich zurück, die freundin . zahlt miete / mit der gestrichenen Unterstützung kannst du ja einen raum für die Möbel anmieten. 

Kommentar von Familienerbe ,

Die Freundin ist ja auf Jobsuche und verdient noch nichts, genau wie mein Sohn.

Kommentar von EdnaImmers ,

das ust dich nicht dein problem, dass sie keinen job hat / sie hat aber eine. kerl gefunden der eine wohnung hat und der von seindm vater unterhalten  wird und der zu ihr steht.  reicht doch für den anfang



Kommentar von Andreas Starke ,

Wenn die Freundin dann "einen Job" hat, kann sie ja die Betriebskosten übernehmen und für Deinen Sohn sorgen. Dann hast Du nicht mehr viel in der Hand, und sie kann das Zimmer bewohnen, wie sie will. Aber vorher?

Kommentar von Andreas Starke ,

Nicht nur einen Raum irgendwo anmieten, sondern sogar in der Wohnung des Sohnes. Wenn er das nicht will, wird ihn schierer Geldmangel wohl dazu bringen, diese für alle sehr einfache Lösung dann doch nicht nur zu akzeptieren, sondern sogar zu wollen ...  weil sie so einfach ist.

Kommentar von jovetodimama ,

Das verstehe ich nicht: Auf welche Weise sind die beiden Möbelstücke so mit dem Ort und der Herkunft verbunden, dass sie nur in dieser Wohnung stehen können?

Kommentar von Familienerbe ,

Das geht bis auf die Anfänge meiner Familie im 18. Jahrhundert zurück und mein Sohn ist der letzte Namensträger dieser Familie.

Kommentar von jovetodimama ,

Es sind also wirklich alte Erbstücke - Familienstücke - und Du möchtest, dass sie in der Wohnung, die Dein Sohn bewohnt, stehen bleiben. - Unter diesen Umständen und da Du Deinen Sohn in jeder Hinsicht finanziell unterstützt, obwohl er längst erwachsen ist, müssen die Möbel in der Wohnung bleiben. Schließlich kann Dein Sohn nicht den einen Teil seines Erbes freudig entgegennehmen und den anderen Teil, der ihm unbequem ist, abwälzen.

Kommentar von lindgren ,

Ich frage mich nur gerade, was passieren wird, wenn der "letzte Namensträger" den Namen seiner Frau annehmen würde.....dieses Verhalten ist ja antiquiert.

Kommentar von jovetodimama ,

Die letzten 5 Worte Deines Kommentars hättest Du weglassen können, sie werden "Familienerbe" nicht weiterhelfen.

Kommentar von lindgren ,

Das Erbe ist untrennbar mit dem "Namensweiterträger" verbunden. Im übrigen ist dem Fragesteller nicht zu helfen. Es wird wohl so weiter gehen. Er zahlt, weil er so seinen Sohn unter Kontrolle hat. Das angeblich gute Verhältnis zu seinem Sohn ist nur damit zu erklären, weil der Sohnemann mit 30 immer noch am Tropf seines Vaters hängt. Jetzt ist eine Frau da, die ihm zeigt, wo es lang geht und das gefällt dem Vater nicht.

Übrigens, gibt es auch eine Mutter dazu?

Kommentar von Familienerbe ,

Ja, es gibt eine Mutter dazu, aber die ist in diesem Fall irrelevant, da sie seit vielen Jahren ein eigenes Leben führt und getrennt von uns gelebt hat und lebt. 

Ich bin damals auch seine "Mutter" geworden, wenn man so will. Zu der Zeit ist er ja dann in meine Heimatstadt zum Studium gegangen und hat in der Wohnung seiner Großeltern gewohnt - die waren damals schon tot. Aus dieser Wohnung stammen die Erbstücke bzw. eigentlich aus unserem Haus, das wir davor besessen hatten und in dem ich aufgewachsen war. Das ist alles sehr stark mit dem Namen der Familie verbunden, wobei aus diesem Namen sich ja das Einkommen herleitet, das ihm zufließt. Er wird diesen Namen daher nicht aufgeben.

Kommentar von EdnaImmers ,

wenn du so sicher bist - dann stelle die Möbel vorübergehend woanders unter - auf dauer wird dein Sohn  die neue Freundin - die keinen Respekt vor Familientraditionen hat - durchschauen und verlassen.

Antwort
von Fishmeaker, 185

Ich finde du solltest dich darüber mal mit deinem Sohn unterhalten.

Denn sowohl ihr, als auch dir gehört diese Wohnung nicht (mehr).
Sie kann das also nicht von dir verlangen.

Dennoch verstehe von einem gewissen Standpunkt aus auch seine Freundin. Ein Rückzugsort kann für einige Menschen sehr wichtig sein.

Letzten Endes hat dein Sohn hierzu das letzte Wort.
Erkläre ihm doch, dass dir diese Möbel wichtig sind. Ich denke wirklich, dass ein vernüftiges Gespräch aller Parteien an einem runden Tisch das Beste wäre.

Vergiss bei der Entscheidung deines Sohnes aber nicht, dass es doch selbstverständlich ist, wenn er seine Wohnung auch mit seinen Möbeln einrichten möchte. Es ist nichts persönliches.

Kommentar von Familienerbe ,

Die Möbel, mit denen er bisher den Rest der Wohnung eingerichtet hat, wurden von mir bezahlt.

Kommentar von Fishmeaker ,

Was dir dennoch nicht das Recht gibt zu bestimmen, welche Möbel er in seiner Wohnung haben will.

Hättest du kein Geld und dein Sohn würde dir Mittel für Möbel zur verfügung stellen, wäre es dann für dich okay, wenn er die Möbel aussucht, die du in deine Wohnung zu stellen hast?

Jeder hat seinen eigenen Geschmack, respektiere den deines Sohnes und wahre euer gutes Verhältnis.

Antwort
von lindgren, 183

Ob es gerechtfertigt ist oder nicht, das ist einzig die Entscheidung deines Sohnes. Die Wohnung gehört ihm, also darf er auch entscheiden, was damit passiert. Und wenn er dafür ist, dass seine Freundin dieses Zimmer nutzen darf, dann ist es eben so. Nicht jedem gefallen alte Möbel.

Dir wird wohl nichts anderes übrig bleiben, deine Möbel anderswo unterzubringen. Stell dir vor, die beiden bleiben zusammen und bekommen ein Kind?

Ist denn in deiner Wohnung kein Platz dafür?


Antwort
von EdnaImmers, 164

juristisch ist die wohnung  deinem sohn - er bestimmt.sie kann nix verlangen - aber die Liebe die Liebe ......

menschlich ist das ganze Problem eine Katastrophe- und wenn dein sohn das nicht sieht und sich auch noch mit seiner neuen Liebe bei dir einrichten  will -  da nicht viel gutes zu erwarten.

nimm sein altes Kinderrzimmer in deiner Wohnung, richte es als " heimatstadt Zimmer ein und fahr vorerst nicht mehr zu ihm und dem jungen Glück - er hat ja jetzt die Freundin / das ist ihm jetzt wichtiger   und mit 30 solltest du froh sein, dass er auf eigene Füße kommt.

lass los / dann kann es sein dass es ohne ernsthaftes Zerwürfnis weitergeht 

nur er muss halt auf sein altes kinderzimmer verzichten und du auf das heimatzimmer in seiner wohnung

Kommentar von Familienerbe ,

Das mit dem auf "die eigenen Füße kommen" ist leider nicht so einfach, denn er verdient nach wie vor nichts und wird von meiner Arbeit erhalten. Und es ist auch keine Aussicht, dass er bald etwas verdienen wird, denn er macht ja jetzt noch ein Studium.

Kommentar von lindgren ,

Schau, dein Junge ist 30!! Mit 30 sind viele schon Familienväter und haben einen Beruf oder ein eigenes Auskommen. Dein Junge hat es wohl noch nicht nötig gehabt, der Papa zahlt ja. Merkst du es? Also höre einfach auf, ihn zu unterstützen. Zwinge ihn dazu, auf eigenen Füßen zu stehen. Ziehe dich zurück aus seinem Leben. Du musst loslassen. Nimm die Möbel raus aus der Wohnung und bringe sie einfach in das alte Kinderzimmer deines Sohnes unter. Es liegt einzig an dir. Wie lange willst du deinen Sohn noch finanziell unter die Arme greifen? Bis du stirbst? Er ist ein Wohlstandskind - und du/deine Frau haben ihn dazu  gemacht. Das Geld, was du für den Sohn aufgebracht hast - davon könnt ihr nun eine schöne Reise machen. Das Leben genießen.

Antwort
von Darkabyss, 223

Ich finde es von ihr persönlich ziemlich dreist und vermute, dass auch dein Sohn momentan die Rosarote Brille auf hat.

Besser ist es trotzdem erst, dass du sie persönlich kennenlernst, es sollte ja eigl. nichts Zeitkritisches sein. Ihr könnt es dann ausdiskutieren.

Antwort
von Hannibu, 166

Vom emotionalen Wert hängt hier glaube ich weniger ab, als du dir einredest... Du siehst diese Dinge nur 4 Mal im Jahr, also können sie dir gar nicht so wichtig sein. Vielleicht ist es mehr, dass dein Sohn eine Freundin hat und sich somit seine Prioritäten ändern. Falls es Möbel sind, die dir wirklich wichtig sind, dann solltest du sie in deine Wohnung stellen oder dir einen Keller suchen zum unterbringen. Du könntest auch Teile behalten, zum Beispiel alte Griffe und diese bei deinen Möbeln verwenden, als Deko in eine Schale oder Frühe legen oder ähnliches. Zeiten ändern sich und du solltest nicht an allen alten Dingen fest hängen.
Meiner Meinung nach ist die Firderung schon gerechtfertigt. Ich kann verstehen, warum man seinen eigenen Platz haben möchte, an dem man runter kommen kann.
Seltsam finde ich nur, dass ihr zwei euch noch nicht kennt und sie schon Forerungen stellt, ich denke, ich selbst hätte mich das einfach nicht getraut.

Antwort
von EdnaImmers, 122

alles auf Anfang:

willst du streit / ernsthaftes Zerwürfnis oder so weiter den zahlepapa spielen wie bisher?

kannst und willst du dich emotional von dem Sohn distanzieren?

wenn ja /neue wohnung in der Heimatstadt anmieten kaufen was auch immer/  sofort das zimmer räumen und in die neue wohnung stellen.

jegliche fianzielle zuwendung schnellstens einstellen

Schlüssel zurück geben

kinderzimmer alles  von  Möbelspedition in die wohnung des sohnes schaffen lassen

testament ändern und alles einer stiftung vermachen oder in einem seniorenstift einkaufen

von dem sohn und seiner neuen russi wirst du nix erwarten können- wenn du mal hilfe oder zuwendung brauchst 

das ist bitter - aber der junior ist dermassen zur lebensuntüchtigkeit erzogen - vielleicht ist mit einer radikalkur noch was zu retten 

Kommentar von lindgren ,

Auf den Punkt gebracht! Volle Zustimmung!

Kommentar von Familienerbe ,

Wie ich gerade in einer Antwort auf einen ähnlichen Kommentar geschrieben habe: Ich habe in den letzten 20 Jahren ein Business aufgebaut. dessen Erträge von Anbeginn meinem Sohn zugeflossen sind, da er dieses Geschäft irgendwann einmal selber weiterführen wird. Seit einigen Jahren firmiert das Business unter einer Firma meines Sohnes, der aber dafür nicht konkret arbeitet sondern mehr oder minder nur die Eingänge prüft, sondern ich sorge für den Fortgang  - es ist gewissermaßen auch ein Hobby im beruflichen Ruhestand von mir. Das alles hatte auch den Sinn, ihm früh eine Sozial- und Krankenversicherung zu ermöglichen.
Nun kommt aber hinzu, dass dieses Business mit dem Familiennamen verknüpft ist, sodass mein Sohn eines Tages diesen weiterführen wird müssen. Damit hängt auch die Bedeutung der Familientradition und mein "Hängen" an diesem Raum und dem Inventar zusammen. 

Kommentar von lindgren ,

Ich habe jetzt mal nachgedacht. Familienerbe - das was du schreibst, ist deine Sicht auf die Dinge. Deine Familientradition, deine Möbel, dein Andenken, dein Sohn, dein Geld, dein Business.

Hast du dich jemals gefragt, was dein Sohn möchte? Warum zwingst du ihm deine Tradition auf, dein Andenken? Will er überhaupt die Firma weiterführen?

Erinnerungen sind nicht an einem Ort verknüpft. Sie sind überall und jederzeit abrufbar.

Frage deinen Sohn! Frage ihn, wie er leben möchte. Und lasse ihn leben. Lasse ihn los.

Das ist das eigentliche Problem. Du lässt nicht los. Ich denke, bei dir ist einiges aus der Vergangenheit nicht aufgearbeitet.

Sag mir, ob ich Recht habe. Danke! Alles Gute und ich hoffe, du triffst die richtige Entscheidung.

Kommentar von Familienerbe ,

Mein Sohn konnte bisher immer das tun, was er wollte. Er hat die Entscheidung getroffen, die Familienwohnung aufzugeben und sich von mir eine Eigentumswohnung schenken zu lassen - als Vorgriff auf das Erbe.
Was die Vergangenheit betrifft: Diese Schenkung als Vorgriff auf das Erbe hatte den Sinn, dass meinem Sohn nicht das passiert, was mir passiert ist: dass nämlich das Erbe durch eine Erbschleicherin abhanden kommt. Mein Vater hat nach dem Tod meiner Mutter einige Jahre mit einer anderen Frau zusammengelebt und nach seinem Tod stellte sich heraus, dass sie alles Geldwertige (der Besitz mehrere Generationen war dabei versilbert worden) beiseite geschafft hat. Wenn man so will war die Schenkung der Versuch, es bei meinem Sohn anders zu machen!

Kommentar von lindgren ,

Dein Vater hatte eine Freundin, die alles versilbert hat.

Was hat das mit deinem Sohn zu tun?

Du hast mit Sicherheit keine Freundin, die bei dir alles versilbern würde? Irgendwie passt das nicht zusammen.

Hast du Angst, das dir das Gleiche passiert - besteht da die Gefahr hierzu? Hast du eigentlich bedacht (soweit ich entnehmen konnte, gehört deinem Sohn diese Wohnung alleine - ohne irgendwelche Einschränkungen), dass er und seine derzeitige Freundin diese auch verkaufen können? Er hat das Recht dazu.

Ich verstehe deine Logik nicht.


Antwort
von frodobeutlin100, 29

Da Du kein Wohnrecht oder ähnliches an der verschenkten Wohnung hast, kan Dein Sohn mit der Wohnung verfahren wie er will .. er könnte sie sogar verkaufen (dann müsstest Du Deine Sachen auch holen) ....

ich würde das mit wie Du mir, so ich Dir lösen ... hol Deine Sachen ab und richte das ehemalige Kinderzimmer Deines Sohnes damit ein ...(weil hat in deinem Haus / Deiner Wohnung nichts zu bestimmen ...)

Kommentar von Familienerbe ,

Es widerstrebt mir, eine familiäre Beziehung auf eine rein formale rechtliche Basis zu reduzieren. Das ist ja genau das, was ich vermeiden möchte. Da gäbe es im Übrigen auch einige rechtliche Möglichkeiten wie ein Servitutsrecht, aber solche Auseinandersetzungen ruinieren letztlich eine Beziehung, was ich nicht will bzw. das mein Sohn wohl auch nicht will. Und ich hoffe nach wie vor auf eine Art emotionale Vernunft bei der Freundin meines Sohnes, denn ein Beharren beschädigt ja ihre Position noch mehr, als sie das bisher schon getan hat. Der Ablauf der Schenkung, der sich ja rekonstruieren lässt, enthält eben auch eine implizite Einräumung eines Wohnrechts in diesem Zimmer.

Kommentar von frodobeutlin100 ,

Zitat:

Der Ablauf der Schenkung, der sich ja rekonstruieren lässt, enthält eben
auch eine implizite Einräumung eines Wohnrechts in diesem Zimmer.

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grundbuchrechtlich abgesichert? wenn nicht, ist es das Papier nicht wert auf dem es steht ....

aufgrund des Begriffs Servitutsrecht kommt mir gerade der Gedanke, dass das Ganze in Österreich spielt ....

Kommentar von frodobeutlin100 ,

irgendwie ist die Ganze Sache seltsam ... der Sohn ist mittlerweile 30 hat noch nie gearbeitet und lebt auf Deine Kosten (auch weiterhin offenbar) ... ganz ehrlich entweder spricht Du mal Fraktur mit junior und seiner liebsten oder Du butterst weiter Geld rein ... mit ungewissem Ausgang ...

Antwort
von Rockige, 44

Die Wohnung war eine Schenkung an den Sohn. Ihm gehört diese also alleine. Entsprechend hat er die alleinige Entscheidung darüber was wo in seiner Wohnung steht und wie genutzt wird.

Es ist ja schön wenn Eltern, mit Zustimmung ihres Kindes, in der Eigentumswohnung des Kindes ein Gästezimmer für sich selbst nach eigenem Geschmack einrichten.

Aber: Der Sohn ist ja erwachsen und hat nun aktuell eine neue Lebensphase erreicht (Freundin ist zu ihm gezogen), Nestbau. Auch sie hat nun ein Recht darauf sich wohlfühlen zu dürfen.

Die beiden müssen/ dürfen also ganz alleine miteinander ausmachen wie dieses Extrazimmer genutzt wird. Vielleicht entwickeln sie eine Idee für einen Kompromiss.

Kommentar von Familienerbe ,

Diese formaljuristische Position ist schon klar, aber in diesem Fall geht es ja um die moralische bzw. darum, dass mit dieser Schenkung die Kontinuität der Familie an diesem Ort gesichert werden sollte, denn es wurde dafür ja die bisherige Familienwohnung aufgegeben, die der Sohn während des Studiums bewohnt hat. Ich habe die Familienwohnung an diesem Ort aufgegeben und de facto an meinen Sohn weitergegeben bzw. meine Familienwohnung auf dieses eine kleine Zimmer reduziert. Es bestand kein Grund, das damals juristisch abzusichern.

Kommentar von frodobeutlin100 ,

Zitat:

Ich habe die Familienwohnung an diesem Ort aufgegeben und de facto an
meinen Sohn weitergegeben bzw. meine Familienwohnung auf dieses eine
kleine Zimmer reduziert. Es bestand kein Grund, das damals juristisch
abzusichern.

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nunja ein Grund hätte schon bestanden ... wie man jetzt sieht ...

Kommentar von Rockige ,

Der moralische Aspekt ist absolut nicht bindend. Das Objekt wurde weitergegeben und der jetzige Bewohner (Eigentümer?) entscheidet alleinig über die Nutzungsart (solange es im Rahmen der passenden Nutzung ist... also nicht grade eine Nasszelle mitten im Wohnzimmer, beispielsweise).

Eine moralische Verpflichtung gibt es absolut nicht. Ich persönlich halte auch nichts von emotionaler Erpressung a la "dank mir hast du das hier, dann lass mir doch wenigstens dieses eine Zimmer in dem ich deine Familiengeschichte so darstelle wie ICH will". Oder wie andere Eltern gerne versuchen zu bestimmen welcher Raum als Schlafzimmer, Kinderzimmer, Wohnzimmer, Büroraum genutzt wird.

Ich sehe es folgendermaßen: Wenn ein Paar zusammenzieht dann besteht das Zusammenleben aus Kompromissen. Mancher Mensch braucht auch mal einen Rückzugsort für sich selbst (ein Büroraum für die Arbeit, oder ein Hobbyzimmer, vielleicht ja auch ein Zweitbett falls sie sich entscheiden bei Bedarf getrennt schlafen zu können). Manchem reicht ein optisch abgetrenntes Eck eines anderen Zimmers, mancher möchte eine Zimmertür hinter sich schließen können. Wenn dann noch die Eltern reingrätschen belastet dies die Beziehung des Paares unnötig.

Übrigens, spätestens wenn die beiden den nächsten Schritt gehen und an Nachwuchs denken, wird aus diesem Raum wahrscheinlich ein Kinderzimmer. Da wird dann die Ahnengeschichte sowieso auf einen anderen Platz ausweichen müssen.

Antwort
von schwarzwaldkarl, 147

Es gibt hier zwei Aspekte, den rechtlichen sowie den moralischen. 

Natürlich hast Du Deinem Sohn die Wohnung geschenkt und aus dem Grund darf er hierüber verfügen. Deshalb wäre es auch legitim, dass er Dich bittet das Zimmer auszuräumen.

Jetzt kommen wir aber zum moralischen Gesichtspunkt, die Wohnung hat 100 qm und selbst wenn man das Zimmer mit seinen 10 qm abziehen würde, bliebe für die Beiden immer noch 90 qm. Wenn das nicht reicht, dann weiß ich echt nicht, aber klar offensichtlich hat die neue Freundin Deines Sohnes hier alles im Griff.

Sie benötigt das Zimmer, damit sie sich zurück ziehen kann und Dein Sohn gibt ihr auch noch Recht. Im Gegenzug wollen sie sogar noch sein ehemaliges Kinderzimmer bei Dir neu einrichten? Sorry, geht in meinen Augen überhaupt nicht. 

An Deiner Stelle würde ich den beiden folgenden Vorschlag machen, Dein Besucherzimmer bei Deinem Sohn bleibt wie es ist und genauso sein ehemaliges Kinderzimmer bei Dir. Als Alternative würdest Du notgedrungen das 10 qm - Zimmer bei ihm "auflösen", aber er hat dann ab sofort zwangsläufig kein Zimmer mehr bei Dir, weil das mit den Möbeln sowie Erinnerungen voll gestellt ist.

Nicht böse sein, bei Deinem Sohn merkt man sofort, dass er ein Einzelkind ist, dem geht es offensichtlich zu gut und seine neue Freundin passt hervorragend dazu... Dass er später nicht mehr viel zu sagen hat, liegt auf der Hand, aber so möchte er es offensichtlich.

Kommentar von Familienerbe ,

Ja, mein Sohn ist ein Einzelkind und auch seine Freundin. Da er der einzige Namensweiterträger ist und diese beiden Möbelstücke Familiengeschichte repräsentieren - ein Tisch und ein Spiegel - tue ich mir schwer, einfach den Geldhahn, wie es jemand gesagt hat, abzudrehen.

Im Übrigen ist das Verhältnis zu meinem Sohn sehr gut und auch die vorige Freundin, mit der er einige Jahre zusammengelebt hat, hat dieses Zimmer respektiert.

Kommentar von lindgren ,

Ja, wenn du es nicht anders willst, dann rede halt mit deinem Sohn. Ich merke schon, du willst dich nicht beraten lassen, sondern Bestätigung für dein Verhalten. Du bringst hier Ausreden, willst keine Veränderung. Namensweiterträger....das sagt alles. Es wird wohl eine Katastrophe werden, wenn dein Sohn den Namen seiner Frau annehmen sollte.....dann ist es wohl aus mit dem guten Verhältnis.  Oder täusche ich mich? Mach du dein Ding, wie du es denkst. Die Entscheidung liegt einzig bei dir. Dein Verhalten ist ein reines Herrschaftsverhalten über den Sohn. "Du gehörst mir, kriegst Geld dafür und musst meinen Namen weiter tragen".

Kommentar von Familienerbe ,

Ich rede die ganze Zeit mit meinem Sohn und habe mehrere Kompromisse angeboten - sie hält sich im Hintergrund und ich erfahre ihre Forderungen nur über ihn.

Es geht mir nur um die moralische Bewertung, ob man so mit der Bitte seines Vater, ihm gewissermaßen im neuen "Familienschloss" ein Kämmerchen einzuräumen, in dem er von Zeit zu Zeit die Nähe seiner Herkunft spüren kann, umgehen darf. Dieses Zimmer und seine Einrichtung sind die letzten Überbleibsel des einstigen Familiensitzes. Das weiß eigentlich mein Sohn genau und hat es bisher immer respektiert.

Hätte ich beim Kauf der Wohnung einfach eine Klausel aufnehmen lassen sollen? Man vertraut doch in so einer Situation dem Wert einer Beziehung!

Kommentar von lindgren ,

@Familienerbe. Du legst zu viel Wert auf tote Gegenstände. Überbleibsel hin oder her. Du zwingst ihm diese Dinge auf, hältst ihn in Abhängigkeit von dir. Jetzt hat dein Sohn eine Freundin und zwingt ihn dazu, los zu lassen. Sein Leben zu leben. Und das möchtest du nicht. Klar traut sich dein Sohn nicht, das dir ins Gesicht zu sagen, so läuft es über seine Freundin. Dass er ihre "Forderungen" weiter gibt, sollte dich zum Nachdenken bringen - denn würden ihm diese Forderungen nicht  gefallen, dann würde er diese nicht an dich weitergeben. Der Wert einer Beziehung hat gar nichts mit dem Wert irgendwelcher Gegenstände zu tun. Das sollte dir bewusst werden.  Es handelt sich nur um 2 !! Gegenstände, nimm sie und bringe sie in deiner Wohnung unter. Ich habe immer mehr das Gefühl, dass es nur an dich liegt. Dass du deinen Willen bekommst. Aber so läuft es im Leben nun einmal nicht. Kinder müssen/dürfen ihr eigenes Leben führen, ohne die Eltern. Ohne Forderungen der Eltern. Stelle die Zahlungen ein.

Kommentar von Familienerbe ,

Diese "toten Gegenstände" sind aber mit dem Namen der Familie verbunden, wobei ich unter diesem Namen in den letzten 20 Jahren ein Business aufgebaut habe, dessen Erträge von Anbeginn meinem Sohn zugeflossen sind, da er dieses Geschäft irgendwann einmal selber weiterführen wird - mit diesen Erträgen wurde die Wohnung finanziert und auch jetzt fließt das Geld in eine Firma unter diesem Namen. Damit hängt auch die Bedeutung der Familientradition und mein "Hängen" an diesem Raum und dem Inventar zusammen. 

Kommentar von Lycaa ,

Was ich aber immer noch nicht verstanden habe: Warum müssen diese Möbel in der Wohnung Deines Sohnes stehen, wenn bei Dir zuhause genug platz dafür da ist? 

Kommentar von schwarzwaldkarl ,

Was ich aber immer noch nicht verstanden habe: Warum müssen diese Möbel in der Wohnung Deines Sohnes stehen, wenn bei Dir zuhause genug platz dafür da ist? 

vermutlich weil die Wohnung des Sohnes einige Kilometer von dem zu Hause des Fragestellers entfernt ist. 

Der Sohn könnte z.B. in Freiburg studieren, während Papa in Hamburg oder Berlin lebt...  

Kommentar von Lycaa ,

Klar soweit. Wenn in seiner eigenen Wohnung aber doch genug Platz ist, in Form des alten Kinderzimmer des Sohnes, dann wäre es doch ein leichtes, die Erinnerungsstücke und Möbel eben dort unterzubringen.

 Daher wundert es mich, dass dies scheinbar nicht zur Diskussion steht und legt den Schluss nahe, dass es hier nicht um den Erinnerungswert als Solches geht.

Vielleicht ist es einerseits die Angst des Kontrollverlustes, wenn der FS quasi keinen Fuß mehr in der Tür des Sohnes hat. Zum anderen das Gefühl, dass die Zuwendungen finanzieller Art nicht genügend gewertschätzt werden in Kombination mit der Enttäuschung, dass Sohnemann die Familiengeschichte scheinbar nicht so wichtig ist, wie ihm selber.

Aber um die Möbel an sich geht es gar nicht.

Kommentar von Familienerbe ,

Nein, ich lebe hunderte Kilometer von meinem Sohn entfernt, nur die neue Wohnung liegt in unmittelbarer Nähe zur Wohnung meiner Eltern, und die wieder in unmittelbarer Nähe zu meinem Vaterhaus, in dem ich aufgewachsen bin. Die Familienstücke sind dabei noch älter und sind für mich also durch Generationen mit diesem Ort verbunden! Und mit persönlichen Erlebnissen an diesem Ort. An einem anderen Ort würden sie emotional nicht passen!

Kommentar von Lycaa ,

Nun, das ist etwas, das ich nicht nachvollziehen kann.

Entweder haben die Dinge eine emotionale Bedeutung, dann kannst Du diese Emotionen mit ihrer Hilfe an jedem beliebigen Ort der Welt abrufen, oder sie haben keine Bedeutung. Dann sind sie nur Ballast und Du bist besser beraten, dich  zu trennen und dich lieber ab und zu in der Nähe Deines Vaterhauses auf eine Bank zu setzen und in Erinnerungen zu schwelgen.

Die Wohnung ist ja noch nicht mal DAS Stammhaus, sondern eine X beliebige, die zufällig in der Nähe ist. Also ist "dieser Ort" ziemlich relativ zu sehen. Klingt mir eher, als wenn es in Deiner Vergangenheit Dinge gibt, die versäumt wurden aufzuarbeiten und Du lernen solltest los zu lassen.

Ich persönlich finde, dass Du nicht verlangen kannst, dass jemand anderes den Kurator für Deine Sentimentalität spielt, wenn er das nicht (mehr) möchte. 

Keiner hier weiß, welche Absprachen ihr getroffen habt, unter welchen Bedingungen Du ihn so lange finanzierst. Das müsst ihr unter Euch klären. Und ich kann verstehen, dass Du als Gegenleistung das Ein oder Andere erwartest. Das wären zum Beispiel gute Leistungen und ein zügiges, zielstrebiges Vorantreiben des Studiums. Einen Raum in der Wohnung Deines Sohnes reserviert zu bekommen, gehört meines Erachtens nach nicht dazu.

Ich werde aber das Gefühl nicht los, dass Dein Sohn Deinen Traum verwirklichen soll, nicht seinen eigenen.

Kommentar von Familienerbe ,

Es geht weniger um einen Traum, sondern um die Kontinuität einer Idee, und da hat er dadurch, dass er eine Firma gegründet hat, um das Business weiterzuführen, kundgetan, dass er diese Kontinuität möchte. Am Anfang konnte man ja nicht ahnen, dass das ein so großer finanzieller Erfolg wird, dass man damit eine Wohnung kaufen und auch sonst gut damit leben kann. Auch wenn er praktisch nur auf dem Papier diese Firma "besitzt" - sie funktioniert nur mit meinem Knowhow und meiner Arbeit. Dieses Business hat einerseits materiellen Wert, andererseits aber auch ideellen. Und der zweite ist es, der mir wichtig ist und eben im Namen, Ort und allem Drumherum begründet liegt. 

Kommentar von schwarzwaldkarl ,

Hätte ich beim Kauf der Wohnung einfach eine Klausel aufnehmen lassen sollen?


Nun, es gibt beim Notariat solche Klauseln, aber ganz ehrlich, wer bringt das beim eigenen Fleisch und Blut wirklich übers Herz? 

Natürlich wäre es in dem Fall besser gewesen, aber jetzt ist es zu spät. Du kannst es nur noch ein Mal mit einem "Vier-Augen-Gespräch" mit Deinem Sohn versuchen.

Man macht sich unweigerlich schon Gedanken welche Ansprüche manche Studentinnen haben und wer weiß, vielleicht ist sie in einem Jahr mit der Wohnung als solche nicht mehr zufrieden und möchte ein eigenes Haus... ;-)



Kommentar von schwarzwaldkarl ,

Hatte Dir auch geschrieben, dass Du es nicht falsch verstehen solltest. Auch stammt das mit dem "Geldhahn zudrehen" eher nicht von mir. Die Tatsache, dass die frühere Freundin das Zimmer als solches akzeptiert hat, unterstreicht meine These. Mir war schon klar, dass die neue Freundin ebenso ein Einzelkind ist, aber...

Dein Sohn ist über 30 Jahre und ist derzeit in seinem Zweitstudium, seine Freundin hat das Studium beendet und ist auf Arbeitssuche. Andere Paare in deren Alter und Situation wären überglücklich eine so große Wohnung zu haben. Als "Dankeschön" wird Dein Besucherzimmer geräumt. 

Es liegt einerseits eher an der neuen Freundin, aber hier müsste halt Dein Sohn auch mal ein Machtwort reden ohne wenn und aber...

Kommentar von Familienerbe ,

Ja, die vorige Freundin kam aus einem Kulturkreis, in dem Familie und Tradition hochgehalten wird.

Kommentar von EdnaImmers ,

Familienerbe - dann leb' deinen Namen / und verfüge aber  das restliche Familienvermögen so, dass nur der/ ein  Namensträger erbberechtigt ist.

uU musst du auch über Adoption nachdenken - denn, wer garantiert Dir, dass dein Enkel "Euern" Namen haben wird???  das geht nicht mehr automatisch - das musst Du auch kaufen ....



ach - es ist doch schön, dass es noch Familientradition gibt, die auch noch mit den alten Methoden durchgesetzt werden .... 

Kommentar von lindgren ,

Schlimmstenfalls - sollte die Freundin des Sohnes sehr resolut sein, stehen diese Erbstücke eines Tages auf der Straße! Oder werden verkauft.

Es geht ihm nicht einzig um das Zimmer und um die 2 Möbelstücke, es geht ihm um das Andenken und um das Hochhalten des Familiennamens, welches er nun seinem Sohn aufzwingt.

Kommentar von EdnaImmers ,

<schmunzel>  wie vermutet - der uralte Kampf; wer hat die Macht. Wenn die Freundin klug ist, wird sie erst schwanger, bevor sie die Möbel vertickt. 

Ich tippe mal, auf lange sich siegt die Freundin  - wenn sie schwanger wird und einen Thronfolger gebiert, der auch Namensträger wird - dann werden sie und  der Kindsvater  ausgesorgt haben --selbst wenn sie den Kindesvater irgendwann verlässt -  Opa hat ein großes Herz und einen größeren Geldbeutel (vermutlich)


Kommentar von Familienerbe ,

Ich denke, zwischen Andenken und Respekt besteht noch ein gewisser Unterschied. Das Problem ist ja, dass ich bisher immer davon ausgehen konnte, dass dieser Respekt vorhanden ist. Sonst hätte ich sicher in den Vertrag eine Klausel aufgenommen, die mir ein Wohnrecht auf Lebenszeit sichert. 

Kommentar von schwarzwaldkarl ,

@  Familienerbe

bin mir auch sicher, dass dieser Respekt  so lange auch vorhanden war, bis seine neue Flamme auf der Matte stand. So komisch es klingt, sie hat Deinen Sohn dann zu einem "anderen Menschen" gemacht. Derzeit musst Du darunter "leiden", morgen vielleicht Dein Sohn... 

Kommentar von EdnaImmers ,

klar ist das verhaltnis gut - du sponserst ihn ja.... 

Antwort
von lohne, 155

So etwas nennt man grobe Undankbarkeit.  Allerdings gehört die Wohnung deinem Sohn allein (nach der Schenkung). Eine sehr traurige Situation für dich. Du wirst wohl leider die Sachen wo anders lagern müssen.

Antwort
von FragaAntworta, 146

Gerechtfertigt? Warum sollte das so sein? Es ist die Wohnung Deines Sohnes, Du bist dort nur geduldet.

Antwort
von GoimgarDE, 179

Also wie sie dir gegenüber Auftritt ist dreist. Sie hat gar nichts zu verlangen. Wenn dann dein Sohn. Man kann darüber streiten ob er das Zimmer leer räumen dürfte den du hast ihm die Wohnung nun mal geschenkt. Aber das ist wenn eine Sache zwischen dir und deinem Sohn. Die Freundin hat ganz kleine Brötchen zu backen das würde ich ihr auch so sagen

Antwort
von stubenkuecken, 124

Du hast die Wohnung verschenkt und erwartest einen für dich reservierten Museumsraum. Du erwartest ewige Dankbarkeit, die offen für alle zur Schau gestellt wird. Du übertreibst. Lass den Jungen endlich sein eigenes unabhängiges leben führen.

Kommentar von Familienerbe ,

Es geht nicht um einen Museumsraum, denn dieses Zimmer ist bereits die dritte Reduktion auf einige wenige Erinnerungsstücke, die aber mit dem Ort sehr eng verbunden sind und nicht einfach anderswohin übersiedelt werden können. Sie einfach mitzunehmen macht daraus nur emotional belastete Erinnerungsstücke an die Familie.

Das Problem mit der Unabhängigkeit ist halt das, dass er bisher noch nichts verdient hat, sondern noch immer studiert - er erhält monatlich von mir einen größeren Betrag, den er zur freien Verfügung hat.

Darüber hinaus benutzt er mein Auto, das ich nur einige wenige Male im Jahr benötige, für das ich aber noch immer alle Abgaben bezahle und es ist auch auf mich zugelassen.

Kommentar von lindgren ,

Er ist 30? Dann ist es wohl an der Zeit, dass du aufhörst, ihn finanziell zu unterstützen. Er soll arbeiten gehen und sich sein Studium verdienen. Ich weiß zwar nicht, was es alles mit diesem einen Zimmer zu tun hat - aber ich habe das Gefühl, dass du dich schwer tust, los zu lassen. Er hat eine Freundin, du bist nicht mehr die Frau Nummer 1 in seinem Leben. Lasse ihn sein Leben leben und lebe du deines. Dreh den Geldhahn zu. Er ist bei Gott alt genug, ein Leben ohne dich führen zu können. Zu müssen! Vielleicht denkst du darüber mal nach. Räume dieses Zimmer aus, bringe deine Möbel woanders unter. Vielleicht in das ehemalige Kinderzimmer deines Sohnes. Erinnerungen sind nicht an Möbelstücke gebunden, sondern in deinem Herzen.

Lasse los. Lebe  du dein Leben. Du wirst sehen, alles fügt sich.

Kommentar von Familienerbe ,

Ich bin nicht seine Mutter, sondern sein Vater. Den Geldhahn einfach zudrehen widerstrebt mir.

Kommentar von lindgren ,

Ja, dass du der Vater bist, habe ich mitbekommen. Der Kommentar war auch nicht für dich. Auch wenn es dir widerstrebt, du musst es tun. Sonst wird dein Sohn immer von dir abhängig bleiben. Willst du das? Er ist 30! Oder gefällt es dir, dass er von dir abhängig ist und du am längeren Hebel sitzt? Ist es dein Ego?

Kommentar von stubenkuecken ,

Du hast das Gefühl, das er dir auf der Tasche liegt und dir dafür nicht genug Dankbarkeit entgegenbringt. 

Such das Gespräch mit deinem Sohn.

Kommentar von lindgren ,

Ja stubenkuecken. Das denke ich auch. Allerdings liegt es einzig an ihr. Sie muss loslassen. Also auch aufhören, den Sohn weiterhin finanziell zu unterstützen. Nur wer losgelassen wird, lernt auch das Fliegen.

Antwort
von robi187, 139

unter welchen bediungen  hast du geschenkt?

wer hat die verfügungsgewalt?

hat das was mehr mit ablösung zu tun? oder gar mit loslassen?

die nabelschnur sollte duchgeschitten werden und das ist immer mit schmerzen verbunden auf beide seiten?

also such nach eine lösung wie du loslassen kannst?

Kommentar von Familienerbe ,

Ich denke, mein Sohn müsste erst loslassen, indem er selber Geld verdient. Bisher finanziere ich sein Leben mit meiner Arbeit.

Kommentar von robi187 ,

tut mir leid wollte dich nicht angreifen.

ja dann höre auf ihn zu unterstützen? 2. studium must du nicht mehr helfen?

es ist normal das da konflikte enstehen?

feinfach klare sachen machen und vereinbarungen einhalten und weniger aufrechen?

Kommentar von lindgren ,

Dann denkst du falsch. Du bist derjenige, der loslassen muss. Du lässt deinen Sohn an deinem Tropf hängen. Dreh den Hahn ab und er lernt, auf eigenen Füßen zu stehen. Ganz einfach.

Kommentar von lindgren ,

Loslassen. Ein einfaches Wort – eine schwere Aufgabe. Loslassen
heisst: die Kontrolle über die Kinder aufgeben, sie «selber
machen lassen», auch wenn ihr Lebensstil völlig anders ist.
Das Mutter- und Vatersein neu definieren: als gleichberechtigte Erwachsene,
die interessiert sind, aber sich nicht einmischen, die unterstützen,
sich aber nicht ausnutzen lassen. Loslassen heisst sich abgrenzen, aus
der Wir-Verschmelzung Ich-Inseln entstehen lassen. Sich von einer Rolle
verabschieden und zu sich selbst finden. Loslassen ist ein jahrelanger,
manchmal lebenslanger Prozess. (Schweizer Familie Psychologie)

Kommentar von Familienerbe ,

Das Problem am Hahn abdrehen ist das, dass das nur funktioniert, indem ich das, was ich etwa zwanzig Jahre lang aufgebaut habe, zerstören muss. Es hängt also nicht nur der Fruchtgenuss dran, den er hat, sondern eben auch der ideelle Wert, der mir und unserem gemeinsamen Namen zukommt. Ich kann daher, wenn ich wollte, dieses Ideelle innerhalb kurzer Zeit zerstören, aber das ist eben nicht nur Meines sondern eben auch Seines! Ich kann ihn daher stärker treffen, da bei ihm ideeller und materieller Wert verloren gehen, bei mir nur der ideelle, denn auf den materiellen Wert bin ich ja nicht angewiesen bzw. der hat mir ja bisher wenig bedeutet, sonst hätte ich ihn nicht seit langer Zeit meinem Sohn zukommen lassen. Und wer denkt am Anfang einer solchen Sache schon gleich an eine Stiftung, die im Nachhinein wohl jetzt vieles leichter machten würde.

Außerdem: Wer bringt so ein Verhalten seinem Kind gegenüber übers Herz?

Kommentar von robi187 ,

ja es ist schwer, eine klare etscheidung zu treffen. ich wollte damit ja nur sagen was ich verschenkt habe darf ich eine ansprüche mehr haben? vorher überlegen? denn sonst wird es schnell unklar?

und man weis nie was alles kommen kann, schau ins geschichtsbuch?

unter loslassen gehröt für mich auch das schenken.

oder man kann auch sagen ich darf alle ereartungen der welt haben nur eine erwarung nicht? dass sie erfüllt wird.

Kommentar von EdnaImmers ,

Realisten zB, oder auch Menschen, die ihre Kinder nicht als Erfüllungverpflichtete ihrer eigenen Träume an sich fesseln.

Wieso soll der Sohn etwas schätzen, dass dem Vater im Grunde auch egal ist ...der materielle Wert hat mir wenig bedeutet - darum habe ich alles meinem Sohn zukommen lassen .....! 

Nur die alten Erbstücke sind Soooo viel wert - die müssen unbedingt in derverschenkten Wohnung stehen - die aber nix mit den Möbeln zu tun hat - außer, dass sie in der Nähe des großelterlichn/ elterlichen Besitzes ist! 

Mann oh Mann - 

Aber die Frage war ja ein voller Erfolg, was Anzahl der Antworten und Kommentare angeht!

Antwort
von Charlybrown2802, 143

du hast ihm die Wohnung geschenkt, also ist es seine und er kann machen was er will. an deiner stelle würde ich die Sachen aus dem zimmer schaffen, es stiftet nur unfrieden. du bist bestimmt schon 50 oder älter, was willst du mit den Sachen. schaff es in dein zu haus und gut ist

Antwort
von Sansibar007, 125

Nein, das geht ja gar nicht... Bescheidenheit ist auch eine Tugend! Oh man, wenns Ärger gibt, kannst du auf Undankbarkeit berufen und versuchen die Wohnung wieder zurück zu nehmen

Kommentar von Annelein69 ,

Naja,das wäre sicherlich nicht der richtige Schritt.Schliesslich ist es der Sohn und wegen ein paar Möbeln würde ich mich mit meinem Kind nicht überwerfen.

Kommentar von EdnaImmers ,

es geht ja auch nicht um die paar Möbel- es geht um die Herrschaft! 

wer regiert den Sohn / mama oder die neue ( erste?) freundin?

uraltes motiv - sehr geeignet dauerhaften unfrieden zu stiften, wenn mama nicht klug ist und taktisch geschickt loslässt- 

die liebe vergebt oft - mama hat auf lange sicht die besseren Karten 

- wenn sie loslässt und abwartet ..... 

Kommentar von lindgren ,

Leider ist es häufig eine ungute Konstellation "Mütter und Söhne". Mütter wollen die 1. Frau im Leben des Sohnes bleiben und da ist ihnen jedes Mittel recht. Traurig ist das! Sie gönnen ihren Söhnen nicht das Glück mit ihren Frauen, sondern drängen sich vor. Mit allen Mitteln.

Kommentar von Familienerbe ,

Ich bin nicht seine Mama, sondern sein Vater.

Kommentar von EdnaImmers ,

gilt auch für papas!

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