Frage von Schnoofy, 1.038

Was tun Muslime aktiv, um den Missbrauch ihrer Religion durch den IS zu verhindern?

Ständig liest man, dass der IS nichts mit dem Islam zu tun hat, sondern diese Religion nur für seine terroristischen Ziele missbraucht. Ist es deshalb nicht im Interesse aller Muslime und deren Vereinigungen weltweit, sich gegen den IS zur Wehr zu setzen? Auf welche Art und Weise können sich Muslime dagegen wehren, dass ihre Religion durch den IS in den Schmutz gezogen wird, und was tun sie wirklich dagegen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von uyduran, 1.020

Ich finde diese Frage sehr gut.

Zunächst muss man sich die Situation der hier lebenden Muslime vor Augen halten: Sie fühlen sich in der Opferrolle, denn sie bekommen natürlich (vor allem auch durch Internetkommentare) das religionskritische bis antiislamische Klima der Gesellschaft mit. Sie fühlen sich mit ihren religiösen Ansichten also nicht akzeptiert, für sie ist es wie ein Angriff auf den Fortbestand ihrer Religion und konservativer Werte, die in diesem Gesellschaftskreis nach wie vor mit einer gewissen Ehrfurcht und großem Respekt betrachtet werden. Folglich sehen sie sich berufen, genau diese (vermeintlich bedrohten) Werte zu verteidigen. Daraus ergibt sich eine Selbstwahrnehmung, die auf einer prinzipiellen Opferrolle sowie einer Verteidigungshaltung fußt. "Westliche" und liberale Werte werden im Umkehrschluss direkt intuitiv als Gefahr und Bedrohung angesehen und bestmöglich abgeblockt - statt auf eine Vereinbarkeit solcher Werte mit dem Islam zu bauen. Leider gelingt es nur den wenigsten, für eine solche Synthese zu plädieren. Der Großteil hat das einfache Schwarz-Weiß-Denken, bei dem alles "Westliche" als Feindbild gilt und alles "Konservativ-Religiöse" als zu schützendes Gut betrachtet wird. Alle verbalen Angriffe auf letzteres sind natürlich ein sehr wunder Punkt und werden vehement abgestritten und verteidigt. Der IS ist da ein ganz heikles Thema, denn er sorgt natürlich maßgeblich dafür, dass die negative Wahrnehmung des Islam, die Assoziation mit Religion und Terrorismus, manifestiert wird. Den Muslimen ist es deshalb extrem wichtig, klar zu machen, dass der Islam an Greueltaten wie denen des IS nicht Schuld ist. Der gut gemeinte, jedoch etwas unglücklich formulierte Satz "Das hat mit dem Islam nichts zu tun", hat sich inzwischen ja bewährt. Ich nenne ihn deswegen unglücklich, weil er das falsche Signal setzt und somit an seiner eigentlichen Intention vorbei geht. Für Nichtmuslime wirkt es so, als würden die Muslime die Taten des IS gar nicht wirklich verurteilen, sondern bloß den Kopf des Islam aus der Schlinge ziehen wollen. Und wenn man es ganz genau nimmt, dann ist der Satz sachlich auch nicht ganz korrekt. Natürlich, der IS handelt nicht wirklich islamkonform, weil er die Glaubensinhalte absolut setzt, die ihnen passen und die Inhalte ignoriert, auf die das nicht zutrifft. Dennoch muss man anerkennen, dass auch solche radikalen Gruppierungen mit ihrer ultrakonservativen und abstrakten Interpretation der Schriften ein Teil der islamischen Gemeinschaft und somit des Islam sind. Diese Kritikfähigkeit fehlt vielen Muslimen. Da der als bedroht empfundene konservativ-sunnitische Islam für sie per se unantastbar ist, wird eine solche Denkweise nicht zugelassen. Lieber verweist man auf "die Medien", die den Islam zum Feindbild deklarieren und "den Westen", der die IS-Terroristen erst so stark hat werden lassen. Unter gewissen Anhaltspunkten sind diese Vorwürfe natürlich nicht falsch, nur schließen sie eben den erstgenannten Fakt, dass der IS durchaus mit dem Islam "zu tun hat", nicht aus. Es liegt also eine grundverschiedene Haltung zwischen der muslimischen Gesellschaft und der nichtmuslimischen Gesellschaft vor, die zu Missverständnissen, Kommunikationsstörungen und Anfeindungen führt.

Dennoch kann man nicht sagen, dass sich die muslimische Gesellschaft aus ihrer nun mal vorhandenen Haltung heraus nicht bemüht hätte, sich vom IS zu differenzieren. Ich erinnere an die "#notinmyname"-Aktion auf Twitter und Facebook und an all die Muslime, die auch auf die Straße gegangen sind. Leider wird die muslimische Gesellschaft in Deutschland überwiegend von konservativen Verbänden repräsentiert, was die genannte Haltung und deren Wahrnehmung in der Öffentlichkeit natürlich verstärkt.

Ich plädiere für eine Reform der Auslegung des Islam. Die größtenteils praktizierte Auslegung ist längst nicht mehr zeitgemäß, raubt den islamischen Schriften also ihre Aktualität und steht dem Entwicklungsprozess des Islam im Weg. Auch bietet eine reaktionäre Auslegung eher Nährboden für Terrorismus. Leider ist es schwierig, die archaischen Strukturen aufzuweichen, die Rechtslehre zu reformieren und die theologischen Fakultäten in Ländern wie Saudi-Arabien und dem Iran, wo sich die einflussreichen Islamgelehrten befinden, zu erneuern. Die Konservativen wehren sich aus Angst vor einer Entmythologisierung und Säkularisierung des Islam sowie dem Verlust eigener politischer Macht vehement gegen jegliche Reformationsversuche. Die muslimische Gesellschaft muss endlich verstehen, dass eine Reform der theologischen Fakultäten kein Angriff auf den Islam, sondern ein Angriff auf die Strukturen ist, die dem Islam Schwierigkeiten bereiten. Und genau gegen die muss rebelliert werden.

Kommentar von uyduran ,

Zum letzten Absatz noch einen Satz, den der Islamwissenschaftler Fazlur Rahman bereits 1982 aussprach: "Der Bedarf an einer wissenschaftlich-kritischen Auseinandersetzung mit der intellektuellen Vergangenheit des Islam ist umso dringender, als wir heute dazu neigen, diese Vergangenheit zu verteidigen, als sei sie unser Gott."

Kommentar von earnest ,

Und ich finde diese Antwort sehr gut. 

Es ist der wohl nachdenklichste und klügste Beitrag, den ich zu diesem Themenkreis je auf GF gelesen habe.

Kommentar von Schnoofy ,

Meine volle Zustimmung.

Kommentar von AhluSunna39 ,


"Ich plädiere für eine Reform der Auslegung des Islam. Die größtenteils praktizierte Auslegung ist längst nicht mehr zeitgemäß"

Was bildest du dir eigentlich ein?

Der Koran ist Zeitlos, und ist für die ganze Menschheit entsandt worden.
Diese Botschaft ist kann und wird nicht geändert werden!
Allah sagt im Koran, dass keiner es schaffen wird diese Botschaft zu ändern. wie ihr es mit den Christentum, oder der Thora gemacht habt.


Wenn du den Koran nicht so akzeptierst wie er ist, hast du mit den Islam nix zutun!

Kommentar von Tuehpi ,

Was bildest du dir eigentlich ein?

Na, du bildest dir aber auch eine Menge ein. Fundierte Bildung z.B.

Die Auslegung, oder auch exegese, arabisch Tafsīr zu Reformieren bedeutet nicht die Botschaft des Korans zu Verändern. Sondern die Zugrunde liegende Botschaft verständlich zu machen und zu interpretieren. 

Und genau das passiert mit dem Koran bereits seit dem 2 muslimischen Jahrhundert ( Also ungefähr um die Zeit 700 - 800 n. Chr). Bist also ein wenig spät dran dich über so etwas zu echauffieren. Gelinde gesagt. 

Kommentar von uyduran ,

Der Koran ist Zeitlos, und ist für die ganze Menschheit entsandt worden. Diese Botschaft ist kann und wird nicht geändert werden!
Allah sagt im Koran, dass keiner es schaffen wird diese Botschaft zu ändern. wie ihr es mit den Christentum, oder der Thora gemacht habt. Wenn du den Koran nicht so akzeptierst wie er ist, hast du mit den Islam nix zutun!

Ergänzend zu dem, was Tuhepi bereits geschrieben hat:

Wenn Du Dich mit dem Islam so gut auskennen würdest, wie Du mit Deiner überheblichen Polemik behauptest, dann solltest Du wissen, dass es traditionellerweise 14 verschiedene Lesungen des Korans gibt, also verschiedene Rezitationsweisen, die sich in der Aussprache und bestimmten Wortformen unterscheiden. Jeder professionelle Koranleser musste alle 14 kennen und unterscheiden können. Darin war eine Vielfalt der Interpretationen enthalten. Aus Sicht des christlichen Prinzips (ein Text, eine Wahrheit) erschien das rückständig. Die Muslime bemühten sich deswegen irgendwann ebenfalls darum, Eindeutigkeit in ihren Text zu bringen und die Vieldeutigkeit des Korans zu unterdrücken. Unter diesem Blickpunkt betrachtet könnte man das Wort "konservativ" also ganz anders verstehen, nämlich so, dass ein an die Tradition orientiertes Islamverständnis erst recht für eine Reform der Auslegung plädiert.

Darüber hinaus ruft Gott uns Muslime im Koran eindeutig dazu auf, unsere Vernunft zu benutzen:

Sure 8,24: "Siehe, die schlimmsten Tiere für Gott sind jene, die taub und stumm sind und nicht hinterfragen."

Sure 13,4: "Auf der Erde gibt es Ländereien, aneinandergrenzend, Weingärten und Getreidefelder, Palmen mit Einzel- und Doppelstämmen, getränkt aus einer Wasserquelle. In der Ernte geben wir den einen den Vorzug vor den anderen. Darin sind, wahrlich, Zeichen für die Menschen, die fähig sind, zu denken und zu begreifen."

Der Gelehrte Al-Qindi, der im 9. Jahrhundert die Interpretation des Islam prägte, sagte: "Der Mensch ist allein durch den Gebrauch seiner Vernunft fähig, die Wahrheit des Propheten, die dieser sowohl in der Offenbarung als auch in seinem Glauben erhielt, zu beweisen."

Die Islamwissenschaftlerin und Arabistin Meryem Sebti sagt: "Gott wendet sich mit Zeichen an die Menschen: Die schriftlich fixierten Zeichen sind die Offenbarungstexte, die nicht schriftlich fixierten Zeichen sind die Schöpfung selbst, das Firmament, die Tiere, alles was im Kosmos ist. Der Mensch hat einen exklusiven Status, insofern er allein über die Fähigkeit verfügt, diese Zeichen zu deuten. (...) Von der reinen Koranlektüre aus gesehen, lässt sich die Rechtmäßigkeit eines vernunftgeleiteten Zugangs nicht leugnen."


Die von Dir genannte Botschaft des Koran muss also vom Menschen erst mal richtig gedeutet und verstanden werden. Würden wir heute mit dem Koran so umgehen, als sei er uns eben erst offenbart worden - und genau darauf läuft es hinaus, wenn man den historischen Islam verwirft - so wären wir gar nicht imstande, ihn zu verstehen. Im religiösen Sinn ist der Koran zweifellos so zu behandeln, als würde er dem Geist eines jeden Gläubigen offenbart. Doch derart offenbart werden kann er nur, wenn er auch richtig verstanden wird. Und dafür wiederum gilt es, seine rechtlichen und gesellschaftlichen Aussagen in ihrem geschichtlichen Zusammenhang zu sehen.



Kommentar von ramay1418 ,

"Religion ist Opium für das Volk." Der Satz gilt immer noch - und ist wahrscheinlich aktueller denn je. Er gilt vor allem für die Dummen.

Genau das ist der Grund, warum kein Moslem sich wirklich gegen den IS wehrt oder mal sagt: "Das ist doch alles Mist, was ihr macht. So dumm kann ein normaler Mensch eigentlich gar nicht sein!" 

Ob der Koran für alle Menschen gilt, muss erst noch bewiesen werden, schließlich ist der Islam die jüngste der drei monotheistischen Religionen, also ein "Teenie", sprich, große Klappe, nichts dahinter. Die anderen beidne (Judentum, Christentum) haben sich ihre Hörner ja schon abgestoßen. 

Und dann gibt es noch die sehr viel älteren Naturreligionen oder z. B. den Buddhismus und den urjapanischen Shinto. Mit welcher Berechtigung sprichst Du denen ihre Daseinsberechtigung ab? 

Kommentar von uyduran ,

@ramay1418: Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, worauf genau Du genau hinaus willst. Dass sich "kein Moslem wirklich gegen den IS wehrt" ist schlichtweg Nonsens, da im Irak und in Syrien hauptsächlich Muslime vom IS getötet werden und sich diese natürlich zur Wehr setzen. Die irakische und syrische Armee beispielsweise dürfte größtenteils aus Muslimen bestehen, ebenso die kurdische YPG und Peschmerga. Auch lehnt die überwiegende Mehrheit der Muslime weltweit den IS ab. Wie von mir aber bereits erwähnt, weigert sich ein Großteil dieser einzusehen, dass die orthodoxe Auslegung des Islam sowie die konservativen und politisierten Machtstrukturen der einflussreichen Geistlichen damit zusammenhängen und ein großes Problem für die (muslimische) Welt darstellen.

Wie Du darauf kommst, dass ich dem Buddhismus oder den Shinto ihre Daseinsberechtigung abspreche, ist mir schleierhaft. Überhaupt frage ich mich, was das mit diesem Thema hier zu tun hat.

Kommentar von Pitpit1234 ,

Solch Leute wie Du sind der Sand im Getriebe, des Fortschritts, was die Reform der Auslegung des Islams, betrifft. Mir fehlen die Worte.

Kommentar von uyduran ,

@Pitpit1234: Das war an AhluSunnah39 gerichtet, oder?

Kommentar von Agentpony ,

Schöne Antwort. Ich glaube aber, HIER müssen wir deutlich weiter gehen:

...in Ländern wie Saudi-Arabien und dem Iran, wo sich die einflussreichen Islamgelehrten befinden, [...] wehren sich [...]vehement gegen jegliche Reformationsversuche.

Langfristig ist die einzige Chance der Muslime in Europa auf einen vernünftigen Dialog der, daß man sich von diesen verkrusteten Strukturen trennt, und zu einem Europäischen Islam findet. Das schließt auch die ideologische Nabelschnur in die Türkei ein.

Man könnte sich hierbei durchaus Beispiele bei den Maßnahmen holen, mit denen sich die europäische Kirchen, Reformation wie Gegenreformation, das römische Diktat aufgebrochen haben.

Kommentar von uyduran ,

Langfristig ist die einzige Chance der Muslime in Europa auf einen vernünftigen Dialog der, daß man sich von diesen verkrusteten Strukturen trennt, und zu einem Europäischen Islam findet. Das schließt auch die ideologische Nabelschnur in die Türkei ein.

Definitiv wäre das wünschenswert. Aber ich habe so meine Zweifel, ob das funktionieren wird. Ednan Aslan, Professor für islamische Religionspädagogik an der Universität Wien, sagte einmal: "Kritische Debatten, die vor 800 Jahren in Bagdad geführt wurden, sind heute undenkbar, weil viele Muslime sie als unislamisch betrachten. Gegenwärtig wird eine aufklärerische Perspektive nicht zugelassen, als könnten wir einen Islam mit europäischer Prägung nicht leben. Das macht mir Angst.". Genau darin liegt ein großes Problem, dass nämlich eine reformorientierte Perspektive im Keim erstickt wird, weil sie (in Anspielung auf die Selbstwahrnehmung als Opfer und Verteidiger) mit dem säkularen westlichen Feindbild gleichgesetzt wird. Es gibt natürlich positive Beispiele, wie beispielsweise der Liberal-Islamische-Bund, wie eine Lamya Kaddor. Größtenteils wird der Islam in Deutschland jedoch von Einrichtungen repräsentiert, die selber einem konservativen Ideal folgen. Und vor allem, gänzlich vom Ausland gesteuert werden. Der größte Verband z.B., die DITIB, die in enger Verbindung mit der türkischen Regierung steht und Imame, die kein Wort Deutsch sprechen, direkt aus der Türkei nach Deutschland sendet.

Ich beobachte es so, dass die muslimische Gesellschaft hierzulande bereits viel stärker "verwestlicht" ist, als sie es gemäß ihrer Selbstwahrnehmung für möglich hält. Der Lebensstil, also das Konsumverhalten in etwa, die digitale Kommunikation, das Schönheitsideal und viele weitere Aspekte unserer Gesellschaft wurden längst unbewusst übernommen. Auch in moralischer Hinsicht. Nur orientiert man sich noch immer an einem stockkonservativem Ideal, das als hoch und heilig angesehen wird und im Prinzip absolut nicht kompatibel mit der realen Lebenswelt ist und auch gar nicht dem verbreiteten Lebensstil der hiesigen Muslime entspricht. Solange es aber kaum Einrichtungen und Autoritäten gibt, die eine reformorientierte Auslegung öffentlich vertreten und für Muslime transparent begründen, wird diese Haltung, die Liberalisierungsprozesse als vom Westen gesteuert und als Bedrohung des Fortbestands der Religion empfindet, nicht abnehmen. Dieser große Paradigmenwechsel ist ohne die entsprechende Lobby - meiner Bewertung nach - nicht zu schaffen.

Kommentar von earnest ,

Hinweis: AhluSunnah39 "ist inaktiv!"

Antwort
von Goodnight, 378

Es ist sicher nicht im Interesse aller Muslime. Trotzdem kann jeder  einzelne etwas tun und viele tun das auch. Sie verhalten sich korrekt und sind angenehme Mitmenschen. Schon das allein ist eine grosse Macht und arbeitet für die Muslime. Unser Beitrag ist es, das auch wahrzunehmen und zu unterscheiden.

Kommentar von julib5432112345 ,

Im ernst? Jeder Muslime, der kein Islamist ist, hat was gegen den sogenannten IS! Glaubst du das es normale Katholiken gibt die den sexuellen Missbrauch der Katholischen Kirche okay finden?

Kommentar von Goodnight ,

Hast du was eingeworfen oder was..?!

Antwort
von Panazee, 739

Ist es denn die Aufgabe jedes friedlichen Muslimen aktiv gegen die Spinner vorzugehen?

Ich bin z.B. ein Anhänger des Utilitarismus im Sinne von "Was allen nutzt kann nicht schlecht sein" und "Das Glück vieler wiegt schwerer als das Glück eines einzelnen". Muss ich jetzt aktiv gegen Menschen vorgehen, die ihn pervertieren und meinen, dass es angemessen ist, wenn 99 Leute sterben müssen um 100 Leuten glücklicher zu machen? Ich muss mich auf Nachfrage davon distanzieren, aber ich muss doch nicht aktiv dagegen vorgehen. Zumindest nicht mehr oder weniger als jeder andere Mensch auf diesem Planeten.

Antwort
von furkansel, 866

Es gibt zum Beispiel in Deutschland den tag der offenen moscheen wo besucher eingeladen werden um so Missverständnisse auszuräumen etc. Es gibt auch aktionen zum beispiel statements von Verbänden oder in berlin fand auch eine Fahrrad tour mit imams, rabbinern und pfarrern/priestern statt wo sie zsm Fahrrad fuhren.

Kommentar von Engelchen1213 ,

Dürfen an dem Tage der offenen Moschee auch Frauen teilnehmen und eine Moschee betreten? Würde sehr gerne mal mit einem geistlichen über den Islam reden, doch da ich eine Frau bin habe ich da Hemmungen, weil mir das Bild der unterdrückten Frau mit weniger Rechten im Kopf umherschwirrt, so wie es die Medien halt immer wieder zeigen und verbreiten.

Kommentar von furkansel ,

Ja, natürlich. ich glaube der tag findet immer am tag der deutschen Einheit statt. musst du mal googeln. und welche Moschee in deiner Stadt daran teilnimmt. da gehst du dann hin und da gibt es dann Führungen für Besucher, wo man selbstverständlich auch fragen stellen kann. bei der şehitlik camii in berlin zum beispiel kann man auch so an gewöhnlichen Tagen an Führungen mit Anmeldung teilnehmen.

Antwort
von Nirakeni, 853

Ein deutliches Zeichen ist doch, dass sie vor dem IS fliehen. Es werden auch Stimmen laut, in dem sie se "Prediger" in den Moscheen ablehnen, weil diese radikal und im Sinne des IS predigen. Es gibt auch Konflikte in deren Familien, weil ihre heranwachsenden Kinder davon beeinflusst werden, obwohl die Eltern demokratisch und weltoffen leben. Einige Sprecher der Muslime haben den Mut öffentlich gegen die Manipulation anzugehen. Vielleicht haben die einfachen Leute Angst ihre Meinung laut zu sagen. Die Religion hat ja einen großen Stellenwert bei ihnen. Viele (gerade Frauen), die sich emanzipiert haben werden von den Fanatikern bedroht und diskriminiert. Wie Rechtsanwältinnen, Buchautorinnen, Polizistinnen usw.

Antwort
von Ontario, 336

Es wäre evtl. nicht verkehrt, wenn sich die Muslime mal auf die Strasse begeben würden und gegen den Missbrauch ihrer Relgion durch die IS zu protestieren. Dann würden sie offen zeigen, wozu sie stehen. Das würde vielleicht  zum besseren Verständnis beitragen. So aber bleibt es dabei, dass ab und zu, Vertreter dieser Religion sagen, dass sie mit dem Tun der IS nicht einverstanden sind. Das aber reicht aus meiner Sicht nicht.

Antwort
von ramay1418, 209

NICHTS! Zumindest nicht viel, denn einen Aufschrei der Muslime gibt es nicht - und von einer starken, gemeinsamen Front gegen diese Idioten hört und sieht man auch nichts. 

Kommentar von PTSIslam ,

Kurden kämpfen aktiv gegen IS

Kommentar von ramay1418 ,

Stimmt! Aber die meinte ich nicht, denn auch ich würde kämpfen, wenn ich angegriffen und es um mein Leben gehen würde. 

Es ging mir mehr um die grundsätzliche "Verdammung" des IS als langfristige Strategie. Und da hört und sieht man leider sehr wenig, zumindest hier bei uns. Welcher "religiöse" Führer verteufelt den IS medienwirksam und erklärt, dass diese Dummbeutel eben nicht ins Paradies eingehen? 

Aus religösen Motiven andere Leute umbringen, nur weil die nicht so leben wollen, wie die Ziegenfi**er und Teppichrutscher, die in ihrem Denken 600 Jahre zurückliegen; gegen diese Denke sollte von Seiten der Muslime hier in DE vorgegangen werden, mit aller Härte des Wortes, aber natürlich nicht des Schwertes. 

Überhaupt: Welche Jungfrau wartet schon auf den Armleuchter, der sich von so einer Gruppierung anwerben lässt, sich manchmal selbst in die Luft sprengt und nur in Spurenelementen an ihr vorbeifliegt? 

Und wer hier den IS (eine terroristische Vereinigung) unterstützt, gehört entweder ins Gefängnis oder ausgewiesen. 

Antwort
von 1988Ritter, 498

Diese Frage steht in Richtung des Islam schon seit längerem im Raum. Bislang sind da ausser Papiererklärungen wenig bei rumgekommen. Was mich persönlich massiv stört, es wird nur noch von IS gesprochen. Ähnliche Untaten wie IS begehen:

  • Tablighi Dschamaat
  • Milli Görüs
  • Hizb-ut-Tahrir
  • Hisbollah
  • Hamas
  • El Schabab
  • El Kaida Maghreb
  • El Kaida Irak
  • El Kaida arabische Halbinsel
  • El Kaida Afghanistan und Pakistan
  • Deutsche Taliban Mudschahhidin
  • Ansar El-Islam
  • Abu Sajaf
  • Abu Nidal
  • Al-Aqsa-Brigade
  • Al Nusra
  • Al Takfir
  • Al Hijra
  • Babbar Khalsa
  • Gamma´a al Islamyya
  • Bocu Haram

........was dann aber auch nur ein Auszug aus einer langen Liste ist.

Kommentar von Schnoofy ,

Danke, teilweise sind die Organisationen mir zumindest namentlich bekannt, aber bei weitem nicht alle.

Kommentar von Agentpony ,

Sehe ich auch als schäbige Taktik an, abzüglich derer, denen man die Nachrichten einprügeln muss, bevor die sich überhaupt mal fürs Zeitgeschehen interessieren.

Der IS hat den islamischen Extremismus nun wirklich nicht erfunden.

Kommentar von earnest ,

Aber die Perversion auf die Spitze getrieben.

Kommentar von 1988Ritter ,

....nein...die Perversion haben die nur öffentlich gemacht und dokumentiert!!!

Kommentar von GreenWorldPeace ,

Hamas versucht ja nur ihr Landzu verteidigen !

Antwort
von HarryKlopfer, 51

Ja, deine Frage hat es in sich, und wenn ich mir die dazugehörigen Kommentare so durchlese, dann wird es mir teilweise schwindelig. Mitreden kann ich da kaum. Dennoch meine ich, dass deine Frage und die ganze Diskussion darüber ihren Sinn verfehlt. Sie verfehlt meines Erachtens deswegen ihren Sinn, weil sie eher Mauern (zwischen Moslems und Andersgläubigen) errichtet anstatt Brücken zu schlagen. Mit gegenseitigen Angriffen, Vorwürfen und Beschuldigungen, selbst wenn sie wahr sein sollten, erreichen wir nichts - eher das Gegenteil. Und Brücken schlagen erscheint mir in dieser enorm schwierigen Zeit weltweit notwendiger denn je.

Antwort
von catchan, 432

Warum sollen sich die Muslime die Ablehnung von IS immer und immer wieder bezeugen?

Von Christen wird das nicht gefordert. Ich kann mich an keine Forderungen erinnern, als die Kirche wegen Missbrauchsfälle in Kritik stand. Als Karholik wurde man nicht aufgefordert sich von den Missbrauchsfällen zu distanzieren. 

Warum also wird mit zweierlei Maß gemessen? Jeder Mensch soll gleich behandelt werden. 

Muslime haben genauso viel Angst vor der IS wie jeder andere auch. Muslime sind allerdings diejenigen, die am häufigsten Opfer der IS werden. Das darf auf keinen Fall vergessen werden!

Einen Missvrauch der eigenen Religion kann man auch nicht verhindern. Auch du Fragesteller kannst nichts gegen fundamentale Christen oder Atheisten machen. 

Kommentar von woflx ,

Von Christen wird das nicht gefordert. Ich kann mich an keine Forderungen erinnern, als die Kirche wegen Missbrauchsfälle in Kritik stand. Als Karholik wurde man nicht aufgefordert sich von den Missbrauchsfällen zu distanzieren. 

Was absolut abwegig wäre. Keiner, dem diese Fälle vorgeworfen wurden, hat sich auch nur im Entferntesten darauf berufen, im Auftrag oder im Sinne der Kirche oder zur Ehre Gottes gehandelt zu haben. Was freilich niemanden davon abgehalten hat, aus diesem Anlaß zum Rundumschlag gegen die Kirchen generell auszuholen.

Kommentar von Gegengift ,

Hinterm Mond ist´s halt doch am Schönsten.

Wie mediengesteuert kann die Wahrnehmung eigentlich sein, fragt man sich?

In Uganda wird öffentlich zum Mord an Homosexuellen aufgerufen. 85% dort sind Christen. Das arme Afrika erlebt einen regelrechten Christen-Boom. Nirgendwo wächst das Christentum rasanter als in Afrika. Angefeuert von enormen Missionierungsprojekten der westlichen Kirchen. Sowohl aus Europa durch die katholische Kirche als auch den USA durch radikale Evangelikale und Pfingstler. Kürzlich war der Papst wieder in Afrika und hat die Christen zu noch mehr Missionierungseifer aufgerufen. Kritische Berichterstattung? Fehlanzeige - eher noch das Gegenteil.

Seit Jahrzehnte zieht die LRA in Afrika mordend, plündern, brandschatzend, vergewaltigend und folternd übers Land. Die kämpfen dort unten für die Errichtung eines christlichen Gottesstaates. Distanzierung der Kirchen? Medieninteresse?

Vor ein paar Tagen hat wieder ein radikaler Christ in den USA ein Blutbad an einer Frauenklinik angerichtet. Berichterstattung? Na ja zumindest wahrnehmbar. Immerhin. Im Gegensatz zu den Massakern in Afrika.

Die Medien machen deine Realität. Aber die Realität bleibt trotzdem die gleiche. Und in der Realität wäre der Syrien Konflikt nebenbei genauso bedeutungslos, wie jeder andere Bürgerkrieg, von dem wir nicht betroffen sind.

Dabei ist der IS und das Ausmaß der Radikalisierung ein direktes Produkt der illegalen und völkerrechtswidrigen Praktiken der USA, Russland und Europa im Nahen Osten seit Jahrzehnten.

Kommentar von catchan ,

Die Kirche hat sich nun mal jede Menge Fehler geleistet. Dennoch entschuldigen sich die Christen nicht unentwegt dafür und distanzieren sich davon. Genaueres dazu kannst du in dem Kommentar von Gegengift nachlesen.

Für was sollen sich die Muslime eigentlich entschuldigen? Dafür, dass sie vergewaltigt, ermordet und unterdrückt werden, weil ihre Auffassung vom Islam lt. IS falsch ist? Man sollte sich immer ins Gedächtnis rufen, welcher Religion die meisten Opfer des IS angehören. 

Muslime hier haben genauso viel Angst vor dem Terror wie wir anderen auch. Wenn man mit ihnen normal und vernünftig spricht (keine Scheuklappen aufhat), bekommt man schnell mit, dass die meisten von ihnen nichts mit dem Terror á la IS zu tun hat. 

Es gibt Terroristen und es gibt normale Menschen, die den Terror fürchten. Eine andere Aufteilung erscheint mir unsinnig.

Kommentar von Effigies ,

Auch du Fragesteller kannst nichts gegen fundamentale Christen oder Atheisten machen.

Also ich kann. ;o)

Kommentar von catchan ,

Jetzt bin ich beeindruckt, falls du das wirklich schaffst.

Wie machst du das?

Antwort
von TideKit, 66

Du kannst dich nicht von einem Gläubigen verlangen dass er ständig alles in Bewegung setzt um sich von Verdrückten zu distanzieren.

Jeder klar denkende Mensch sollte wissen, dass der Islam damit nichts zu tun hat. Die Muslime sind wegen diesen Verrückten den anderen Menschen auf dieser Welt keine Erklärung schuldig.

Antwort
von Pitpit1234, 16

Die Antworten von uyduran kann und muss ich von Anfang bis Ende, unterschreiben. Da gibt es nichts mehr hinzu zu fügen. Er hat die Probleme beim Namen genannt und Lösungswege aufgezeigt. Das wird natürlich noch dauern, bis dieser ultrakonservative Knies aufgeweicht wird um Änderungen zu erreichen. Anders wird es aber nicht funktionieren. Da ist Geduld gefragt. Ich bin guter Dinge. Die Muslimen, die ich kenne, sind schon so. Natürlich hat der IS was mit dem Islam zu tun. Islamischer Staat. Der name sagt es doch schon. Allerdings hat der Koran nichts mit dem Irrsinn des IS zu tun!! Das ist der Punkt. Gerne würde ich weiterschreiben, um die einzelnen, von uyduran, aufgeführten Punkte zu unterstreichen. Wie schon geschrieben. Von Anfang bis Ende.

Antwort
von himako333, 279

  Du versuchst zu vermittelt,  die Entstehung des IS  hat eine  rein religiöse Ursache  & wird  von der überwiegend Zahl der  Moslems weltweit gebilligt. 

 Du solltest berücksichtigen,  dass die Entstehung des IS  politisch ideologisch, national, ethnisch motiviert ist und nicht nur religiös!

Genauso wenig wie Du , solltest Du Christ sein z. Bsp. dem Klu-Klux-Klan sie Zugehörigkeit zum Christentum verbieten kannst, kann ein Moslem IS- Mitgliedern  den Zugehörigkeit zum Islam entziehen!

Religiöse Analphabetismus, egal in welcher Religion ob Jude, Christ, Moslem , Hindu ,  Buddhist  artet häufig in der Entladung von Gewalt aus. 

Die vielen, vielen friedlichen Religionsanhänger in Kollektivschuld zu nehmen ist unlauter und dient dazu die wirklichen Ursachen/Gründe zu verschleiern, ist ein Mittel des ideologischen Klassenkampfs, ist  eine gefährliche Vereinfachung, der naive politisch ungebildete Leute aufsitzen oder Leute gezielt einsetzen um ihre machtpolitischen Ziel durch zu setzen.

Auch  säkulare Staaten ,  oder  Staaten--- Gruppen--  die den Atheismus huldigen sind oftmals u.a. eine Ursache von Gewalt und Terror.

Die meisten Religionsanhänger sind weitgehend friedlich, ebenso wie viele Säkularisten & Atheisten.

m. frdl. Gruß ;)h

Kommentar von earnest ,

Deinen ersten Satz, himako, empfinde ich als Unterstellung.

Um es noch genauer zu sagen: um eine üble und ungerechtfertigte Unterstellung.

Nirgends in der Fragestellung kann ich z.B. erkennen, daß der Fragesteller auch nur suggerieren möchte, die Mehrheit der Muslime billige die Verbrechen der selbsternannten "Gotteskrieger".

Kommentar von himako333 ,

lt. dem Satz  O-T Fragesteller/in .. ...Ist es deshalb nicht im Interesse aller Muslime und deren Vereinigungen weltweit sich gegen den IS zur wehr zu setzen?

d.h. doch. es  sollen sich Muslime von ihrer Schuld, auch dem Islam anzugehören reinwaschen!

Kommentar von earnest ,

Du hast entweder nicht genau gelesen - oder aber dein eigenes Urteil in die Sätze des Fragestellers hineingelesen. 

Und, jetzt mal ganz deutlich: Liegt es denn nicht WIRKLICH im Interesse all der Millionen friedliebender Muslime dieser Welt, sich von diesen Verbrechern zu distanzieren?

Kommentar von himako333 ,

hat sich bis heute die buddhistische Welt für  die  Kamikaze-Zen- Buddhisten entschuldigt? ..

 oder schau bitte, zum besseren Verständnis, unter die wertvollen Antworten  von catchan

 

Kommentar von earnest ,

Mit deinem ersten Satz lenkst Du ab. 

Und was die "wertvollen Antworten von catchan betrifft", da gestatte ich mir, den Wert anders zu beurteilen als du. Und mit dieser Aussage beziehe ich mich auch auf das Diskussionsverhalten von @catchan.

Auf die meines Erachtens entscheidende Frage in meinem letzten Satz hast Du nicht geantwortet.

Kommentar von himako333 ,

nein, ich bemühe mich das Bild rund zu machen 

dazu ... Auf die meines Erachtens entscheidende Frage in meinem letzten Satz hast Du nicht geantwortet...

doch habe ich, aber erläutere es gerne näher:::

es wird  Zeit das endlich mal zur Kenntnis genommen wird  das nach islamistischen Anschlägen regelmäßig  muslimische Verbände  den Terrorismus verurteilen! 

Das neben 33 internationalen muslimischen Verbänden .. nicht erst seit dem  11. September 2001... auch hier sich die Moscheen+ regionalen Organisationen/ Dachverbände  davon distanzieren, neben  den weit über 100 Imanen/ islamische Gelehrten  die öffentlich dies bekundet haben , da kommen dann noch all die vielen Wissenschaftler und sonstige prominenten Einzelpersonen zu , die alle auch unter  anderem  Moslem sind!

m.l. G. ;)h

Kommentar von earnest ,

Auf die entscheidende Frage hattest du nicht an DIESER Stelle geantwortet, himako.

Du kannst nicht erwarten, daß man alles im Kopf hat, was du an anderer Stelle geschrieben hast.

Und, was z.B. die Golfstaaten und Saudi-Arabien betrifft, scheint in dieser Sache meines Wissens Funkstille zu herrschen. Kein Wunder, denn da gibt es eine ganze Reihe von Unterstützern der IS-Verbrecher ...

Kommentar von himako333 ,

habe das  noch nie an anderer Stelle geschrieben ..

zur Ergänzung Deines letzen Satzes.. es unterstützen alle den IS die denen Öl und Antiquitäten abkaufen, oder Geiseln freikaufen, die denen Waffen dalassen oder neue verkaufen..

dies hat die UNO in einer  Resolution im Febr. 2015 für nicht akzeptabel befunden & deswegen  alle UN- Mitglieder aufgefordert selbiges einzuhalten! Es wurde bei Verstoß auch mit Strafmaßnahmen gedroht.

aber leider sprudelt die Finanzeinnahmequelle des IS ja weiter :(

Kommentar von earnest ,

In dieser Einschätzung sind wir uns völlig einig!

Kommentar von earnest ,

-edit: als eine üble und ungerechtfertigte Unterstellung

Antwort
von GravityZero, 295

Die Frage ist, ist es wirklich ein Missbrauch? Man kann alles was im Koran steht auf viele Arten auslegen und meistens herrscht ein Gleichgewicht oder die Auslegung sind friedlich gegenüber anderen. Der IS legt diese Schriften auf eine sehr radikale Art aus...So ist das mit den meisten Religionen. Zur Not kann ich was in der Bibel steht auch so auslegen dass Gott will ich solle Andersgläubige bestrafen oder töten. Deswegen ist Religion auch so ein schwieriges Thema. Keiner weiß was die richtige Auslegung gibt und wahrscheinlich gibt es auch gar keine. In den Medien distanzieren sich muslimische Gemeinden aber oft von dieser Gewalt und trauern mit den Opfern. Das geht aber nur wenn man weit genug von diesen IS Idioten entfernt ist...

Kommentar von Suboptimierer ,

Den Verdacht hatte ich auch schon. Religion ist so eine Art Deckmantel. 

Bin ich friedlich, suche ich mir das Friedliche an Religionen und freu mich, dass ich ein "gutes Leben" führe. 

Bin ich aufrührerisch, suche ich das Aufrührerische in der Religion, welches meine Aufruhr rechtfertigt.

Ein Tier-Ethiker würde z. B. bestimmt auch etwas für sich finden, obwohl es so etwas zu der damaligen Zeit noch nicht gab.

Kommentar von Dahika ,

aber klar doch. ;-)  Mohammed selbst hat gesagt (kein wörtliches Zitat) soviele Getreidekörner du deinem asilen (reinrassigen) arabischen Pferd gibst, soviele Tage im Fegefeuer (oder so) werden dir erlassen. Er ist der Begründer der Zucht des Araberpferdes. Das steht im Koran. Sure al adiat.
Da ich ein Araberpferd besitze, auch wenn ich keine Muslima bin, dürfte ich also schneller ins Paradies kommen. Oder erst recht nicht?, da ich als Nicht-Muslima ein arabisches Pferd besitze? ;-)

Mohammed war übrigens Katzenliebhaber.

Kommentar von DonkeyDerby ,

Na, da wollen wir mal hoffen, dass jetzt nicht alle asilen Araberpferde verfetten und Hufrehe bekommen, nur weil der Besitzer seine Zeit im Fegefeuer reduzieren will...

Antwort
von nilsens, 443

Wer hat eigentlich den Is gegründet? Wer steckt eigentlich dahinter? Wenn man das wüsste, könnten die Muslime einen Weg finden, den IS zu verhindern.

Kommentar von BatteriiieFan ,

der IS wurde von der USA gegründet und auch finanziert....

deutschland finanziert den IS unter anderem auch und exportietr waffen 

Kommentar von KickGenerator66 ,

Deutschland verkauft keine Waffen an den IS... Wüsste gerne, wo du diese Information her hast. Wir verkaufen unsere Waffen an alle möglichen Orte auf der Welt und an mehr oder wenige unentschiedene Rebellengruppen, wodurch diese Waffen auf uns "zurückschießen" können, aber nicht an den IS.

Kommentar von Effigies ,

Die Gründer des IS sind ehemalige irakische Offiziere die nach dem Sturz Sadam Husseins in den Untergrund gegangen sind.

Antwort
von Mj8424, 221

Wieso können eigentlich die Moscheen, in denen sogenannte Hassprediger auftreten nicht geschlossen werden? Ist der Islam so unorganisiert, dass es da keine Kontrolle gibt?

Werden sie vielleicht sogar geschlossen und die Leute treffen sich woanders? Ich bin da nicht so informiert.

Antwort
von SkinBlackaWhite, 16

Gegenfrage: Was hast du aktiv gegen Kony und Breivik gemacht?

Antwort
von BloodmoonY, 260

Es gibt kein Missbrauch sondern nur verschiedene Aufassungen. Die Fassung vom IS ist genau so richtig oder falsch wie die der europäischen Muslime. Das zu leugnen ist Unsinn, der IS und Co bedient sich dem Koran und hat auch genau daraus seine religiöse Legitimation wenn man das mal so nennen will. Es ist eben eine andere, radikale Aufassung vom Islam, aber kein Missbrauch sondern einfach das hirnlose Befolgen des Korans.

Muslime können sich davon distanzieren das sie diese Aufassung nicht vertreten. Ansonsten
müsste mansich eher Fragen was man als normaler Mensch aktiv dagegen tun kann.

Kommentar von BloodmoonY ,

Das sollte heißen "Muslime können dich davon distanzieren und sagen das sie so eine Aufassung (wie die vom IS) nict vertreten.

Antwort
von TitusPullo, 173

Muslime können garnichts tun denn es sind Menschen wie du die selbst dem IS glauben schenkt. Zu behaupten das im Namen einer Religion zu tun kann jeder Psychopath, ihm dann aber noch zu glauben.....

Kommentar von earnest ,

Aber sicher kann jeder Muslim etwas tun: sich zum Beispiel klar und eindeutig von den IS-Verbrechern distanzieren. Und sich ebenso klar und eindeutig von den gewalttätigen Passagen im Koran distanzieren.

-upps: Dopplung aufgrund eines technischen Fehlers des Systems

Kommentar von TitusPullo ,

Die distanzieren sich doch, nur weil sie es nicht öffentlich zeigen heisst es nich das es so ist. Wie hast du dich denn distanziert als ein deutscher ein Flugzeug in ein Berg gerammt hat?

Kommentar von HarryKlopfer ,

Vielleicht tun das die allermeisten ja auch - heimlich und nicht öffentlich. Da sehe ich keinen wesentlichen Unterschied. Es kann durchaus eine oder sogar mehrere Ängste dahinterstehen, warum es nicht öffentlich gezeigt wird. Diese "gemäßigten" Moslems... was heißt eigentlich gemäßigter Moslem? Ein anständiger oder einer, der nicht zu den "schlimmsten" Moslems gehört? Also nein, nennen wir ihn anstandshalber einen friedlichen Moslem...Diese friedlichen Moslems  haben genauso Angst um ihr Leben, wie alle anderen Gläubigen in der Welt auch, nicht wahr?! Und jetzt verlangst du, eamest, dass diese friedlichen Moslems sich von IS-Verbrechern öffentlich distanzieren sollen. So, als ob jeder einzelne für diesen Terror direkt oder indirekt mitverantwortlich wäre. Ehrlich gesagt, eamest, ich würde das auf keinem Fall tun, wenn ich ein friedfertiger Moslem wäre. So oder so nicht. Meine Familie und meine Angehörigen wäre mir wichtiger als alles andere. Andererseits gehe ich als Deutscher auch nicht auf die Straße demonstrieren, weil Nazis Anschläge oder gar Morde an ausländischen Mitbürgern verüben. Das heißt aber eben nicht, dass mir solche Anschläge egal sind. Hast du, eamest, schon mal öffentlich gegen diese NSU- Verbrecherbande demonstriert? Und selbst wenn du hast: Geändert hast du damit nichts! Kein NSU-ler wird zu dir kommen und wird sich bei dir bedanken. Im Gegenteil - er wird mit dir etwas ganz anderes vorhaben unter Umständen.

Antwort
von SummerTrip, 80

Wieso sollen Muslime etwas dagegen tun? bzw. sich von der ISIS distanzieren? um sich von etwas zu distanzieren, muss vorhger eine gewisse nähe bestanden haben, aber die gab es zwischen Muslimen und ISIS nicht.

Kommentar von earnest ,

Die Berührungspunkte liegen in den zur Gewalt gegen "Ungläubige" aufrufenden Passagen im gemeinsam heiligen Buch, dem Koran.

Antwort
von Kalivero, 112

Das ist eine schwierige Frage! Um mal eine Gegenfrage zu stellen... was konnten unsere Vorfahren, die Deutschen, denn damals tun, um Hitler und den 2. Weltkrieg zu vermeiden? Da die Muslime ähnlich wie Andersgläubige vom IS verfolgt werden, können sie wohl kaum etwas ausrichten gegen den IS. Vielmehr Aufmerksamkeit sollte man allerdings auf die Finanziers des IS richten, denn in den muslimischen Ländern muss es ja etliche (ich nenn sie mal) Sponsoren geben, die den IS finanziell unterstützen. Diese Leute sind eigentlich die Wurzel allen Übels, weil sie den Terror mit Geld unterstützen und der IS ohne sie niemals so gefährlich sein könnte.

Antwort
von sasukeuchia97, 127

Meiner Meinung nach ist Religion gefährlich, in ein 2000 Jahre altes Buch kann man so einiges Reininterpretieren, außerdem sind die dort beschriebenen Werte wohl kaum noch Zeitgemäß und angebracht.

Wie viele Radikale Christen und Islamisten gibt es die basierend auf der "Heiligen" Schrift gräultaten verüben. 

Spiritualität und/oder ein Gottesglauben meine ich damit NICHT. Die meisten Angehörigen der großen Religionen sind unbestreitbar nicht Teil dieser weil sie sich kritisch damit auseinandergesetzt haben, sondern weil sie in diese Kultur hineingeboren wurden und von Kind auf Indoktriniert wurden.

Antwort
von biliboy022, 85

Z.b solche Fragen wie deine mit "IS hat 0.000% mit Islam zutun oder Cihad oder weiss Gott was" beantworten bin selber eher strenger moslem und ich habs würklich nicht nötig meine "Ungläubigen" Schulfreunden ins Luft zu jagen. (Kannst gerne präzise Fragen stellen versuche Sie so gut wie möglich zu beantworten)

Antwort
von Mignon2, 276

Die Verbände leisten Aufklärungsarbeit, können aber Hasspredigern leider nicht das Wort verbieten.

Kommentar von Nirakeni ,

Ja, warum eigentlich nicht unsere Regierung?

Kommentar von Tuehpi ,

Weil unser Grundgesetz im Art. 4 die freie Religionsausübung gewährt und und in Art. 5 die freie Meinungsäußerung. Wenn alles in einem gewissen Rahmen bleibt müssen wir damit leben das jemand erzählt das Ungläubige das böse sind. Sicher, gefallen muss es uns nicht. Und das kann man auch zur Sprache bringen, unter der exakt selben Rechtsgrundlage. Aber der Staat hat da erst einmal die Finger herauszuhalten. Und das ist auch gut so. 

Kommentar von GoimgarDE ,

Soso sie leisten Aufklärungsarbeit.
Würde eine Westliche Zeitung heute Karikaturen des Propheten zeigen würden morgen:
-Millionen "gemäßigte" Muslime auf der Straße stehen.
-Flaggen brennen
-Botschaften brennen/gestürmt werden
-Morddrohungen gegen die Verlagsmitarbeiter ausgesprochen werden.

Bei Zeichnern geht das mit dem "das Wort verbieten" scheinbar, wieso also dann nicht im selben Ausmaß bei dem IS?
Also wo sind die Proteste im selben Ausmaß, nach Terroranschlägen? Sind Morde im Namen eures Glaubens also weniger schlimm und Sünde als ein paar Zeichnungen?

Antwort
von SaraxChampion, 93

ich bin selber Muslimin und finde es traurig das vile denken das Is was mit islam zu tun hat... dabei hat das nix mit dem zu tun ich bobardiere kine menschen machen kann ma da nix wichtig ist es das man den Is von islam trennt.

Kommentar von earnest ,

Es ist auf diesen Seiten nun oft genug dargelegt worden, daß die IS-"Gotteskrieger" durchaus etwas mit dem Islam zu tun haben ...

Antwort
von blumenkanne, 46

sie kämpfen gegen den is und sind tausendfach dafür gestorben. was tun christen um gegen fanatiker zu kämpfen? in der regel nicht viel. was also ist das für eine komische frage.

Antwort
von earnest, 150

Zu wenig - meiner Ansicht nach.

Es täte ALLEN gut, insbesondere den Millionen friedliebenden Muslimen dieser Welt, wenn hier in der GESAMTEN muslimischen Welt eine klare und deutliche Distanzierung von den Verbrechen der selbsternannten "Gotteskrieger" erfolgen würde.

Ich fände es auch schon gut und angebracht, wenn sich die zahlreichen Muslime, die sich auf GF zu Wort melden, hier mit konstruktiven Gedanken im Sinne eines friedlichen Miteinanders äußern würden. 

P.S.: Ich stelle fest, daß hier offenbar jemandem meine Antwort nicht gefallen hat. Sie ist verschwunden. 

Gruß, earnest


Antwort
von yagmur11, 174

Hmm was ist das denn für eine Frage. Sobald was schlimmes passiert wo Leute es im Namen des Islam machen muss also gleich jeder Muslim laut schreiend sich Distanzieren und etwas unternehmen ?!
Also was sicher viele Muslime tun, aber nicht jeder mitbekommt ist bittgebete zu sprechen, Menschen versuchen aufzuklären aber so viel mehr kann man ja dann auch nicht machen. Eine Frage, was erwartet ihr den von uns ( Muslimen ) was wir tun ?

Kommentar von GoimgarDE ,

Würde eine Westliche Zeitung heute Karikaturen des Propheten zeigen würden morgen:
-Millionen "gemäßigte" Muslime auf der Straße stehen.
-Flaggen brennen
-Botschaften brennen/gestürmt werden
-Morddrohungen gegen die Verlagsmitarbeiter ausgesprochen werden.

Also wo sind die Proteste im selben Ausmaß, nach Terroranschlägen? Sind Morde im Namen eures Glaubens also weniger schlimm und Sünde als ein paar Zeichnungen?

Dann haltet doch auch bei Karikaturen eure Füße still.

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