Frage von johannati, 148

Was tun beim Ausritten, die an Pferdeweiden entlangführen?

Hallo ihr lieben. Letztens beim Ausreiten, als ich an einer Weide lang geritten bin und die Pferde angaloppiert kamen, lief meiner mit und über die Straße. Es war mein erster Ausritt mit ihm und vorher ließ er sich sehr gut händeln. Ich wollte fragen ob ihr wisst wie ich händeln kann, da ich ja nicht immer die beim ausreiten Pferfeweiden auslassen kann. Danke schon mal in vorraus. :)

Antwort
von trabifan28, 44

Puh... was da in den Antworten bzw. Kommentaren bereits für heftige Diskussionen ausgebrochen sind...

Allerdings ist mir gerade etwas unverständlich, warum sofort losgeschimpft wird du könntest nicht reiten, das Pferd macht was es will, du warst alleine im Gelände etc. Woher nehmen die denn die Infos? Ich kann beim besten Willen nichts dergleichen aus deiner Frage rauslesen.

Klar sollte man nicht unbedingt alleine raus gehen, wenn man mit dem Pferd das erste Mal ins Gelände geht. Gerade wenn es junge Pferde sind die noch nicht so viel kennen oder sogar Pferde die noch nie im Gelände waren... Mit meinem 5-jährigen bin ich auch erst mit 2 anderen raus. Aber selbst da - ich muss ehrlich zugeben, ich war da noch kein einziges Mal draußen mit ihm - ist er wie selbstverständlich vorne weg, ganz gechillt. Natürlich hat er geschaut, aber das ist ja normal und nicht weiter schlimm.

Meiner ist mir auch schon mal losgesprungen, weil Kühe auf der Wiese angelaufen kamen... Meine Isi Stute ist mir bzw. uns schon etliche Male richtig durchgegangen... dann nimmst du eben beim nächsten Mal die Zügel gleich einbisschen mehr auf, machst ihn schön auf dich aufmerksam und gut ist. Wenn er wieder meint er muss losrennen, dann kannst ruhig mal ordentlich reinlangen, sowas braucht er sich gar nicht angewöhnen.

Und bevor jetzt gleich auf mich "eingeprügelt" wird, weil ich ihr dazu rate das Pferd mal ein bisschen mehr anzupacken - mit ein bisschen "dutzi dutzi" wird der Gaul da sicherlich nicht hören.

Wenn ein Pferd wirklich durchgeht, dann kannst du auch noch so eine "Ausstrahlung" haben. Wird dir aber im Endeffekt auch nicht viel bringen.

Reitunterricht ist natürlich auch wichtig. Aber woher sollen wir wissen, ob du nicht schon Unterricht nimmst?

Genau aus dem Grund - weil ich eben nicht mehr weiß als in deiner Frage steht - werde ich hier nicht irgendwelche Anschuldigungen usw. raushauen.

Kommentar von Urlewas ,

Von der FS kommt sbsolut keine Rektion. Möglicherweise wurde die Frage nur aus Langeweile gestellt,  und die Antworten sowieso nicht gelesen - sollen die anderen sich ruhig die Köppe einschlagen.

Die heftigen Reaktionen kommen einfach daher, dass es eben einfach wirklich sehr gefährlich ist, wenn jemand im Öffenrlichen Raum mit einer  halben Tonne Lebendgewicht unterwegs ist, ohne eine Ahnung zu haben, was man un einem Problemfall tun kann. 

Wenn es sich nur um ein kurzzeitiges Ausscheren des Pferdes handeln würde, welches die Reiterin gut wieder in den Griff bekommt, würde sie ja hier nicht fragen. 

Leider könmte ich Dir unzählige Beispiele nennen, was alles passieren kann, wenn sich beim Reiten jemand nicht genügend seiner noch unzureichneden Kompetenz vewußt ist.

Antwort
von lastunicorn007, 23

Zum einen sollte das nächste Mal mindestens ein anderes Pferd mitkommen, welches im Gelände sicher und gelassen ist (so wie ich deine Frage gelesen habe warst du bei dem Ausritt alleine (?)). Dadurch wird deinem Pferd mehr Sicherheit vermittelt und falls dir etwas passieren sollte ist jemand da, der helfen / Hilfe holen kann.

Außerdem solltest du erstmal in der Reithalle/ auf dem Platz reiten, bis du weißt wie du dein Pferd in verschiedensten Situationen händeln kannst, denn man kann in solchen Situationen nicht jedes Pferd gleich anpacken. Manche lassen sich besser kontrollieren wenn man die Zügel aufnimmt und Paraden gibt, andere brauchen einen längeren Zügel und festen Sitz, usw. Und auch wenn es hier schon eine Menge Diskussionen darüber gab: du scheinst dein Pferd noch nicht genug zu kennen, bzw. reiterlich nicht besonders gut mit ihm klar zu kommen. Natürlich erschreckt sich jedes Pferd mal, jedoch sollte man sein Pferd schon im Griff haben wenn ein Paar andere Pferdchen meinen rumrennen zu müssen. Und selbst wenn nicht sollte man es schaffen sein Pferd nach ein paar Schritten wieder zur Ruhe zu bekommen. Ich persönlich finde jedenfalls dass dies oberste Priorität hat wenn man in möglicherweise gefährlichen Gebieten (nahe liegende Straße) reitet.

Ich empfehle dir auch mit deinem Pferd viel am Boden zu arbeiten und ein gesundes Vertrauens-& Respektsverhältnis aufzubauen, damit Pferdi weiß, dass es sich in gruseligen Situationen auf dich verlassen und ruhig bleiben kann, aber auch damit es weiß dass du als "Leittier" sagst wann losgerannt wird. Denn so wie ich es in deiner Frage gelesen habe schien es nicht so als ob dein Pferd sich erschreckt hat, sondern eher als ob es entschieden hätte, ein bisschen mit den anderen Pferden herum zu tollen...

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde, 40

Als erstes möchte ich darauf hinweisen, dass Du jeden Versicherungsschutz verlierst, wenn Du allein ( warst Du allein?) mit einemmPferd ausreitest, welches nicht als Verlasspferd bekannt ist.

 Ich würde Dir raten, den Deutschen Reitpass zu machen. Da gehört auch das zu den Prüfungsaufgaben, ein Pferd von der Gruppe weg zu galoppieren und umgekehrt durchzuparieren, wenn andere Reiter kommen. Das kann man im vorangehenden Lehrgang  unter fachkundiger Aufsicht üben.

Auch wenn mich jetzt hier einige erwürgen möchten: ich wäre sowieso dafür, dass der Reitpass  verpflichtend wäre, um sich mit einem Pferd im öffentlichen Raum bewegen zu dürfen.

So, wenn ich nun trotz allem eine Gefahrenstelle kenne, wo ich nicht sicher bin, ob das mir anvertraute Reittier mir hier größere Probleme bereitet, gibt es auch die Möglichkeit, vorher abzusteigen und erst weit weg von Straße, der Gefahrenquelle ( in dem Fall der Koppeln) und fernab der nächsten Spaziergänger wieder aufzusitzen. Und  wenn ich  dazu erst mal einen Kilometer laufen muss, und dann noch mal nen halben, bis ich eine Aufstiegshilfe gefunden habe, dann brauche ich eben zum  Reiten gute Wanderschuhe.  




Antwort
von Pataraca, 41

Wenn du das erste mal mit dem Pferd ausreiten warst, hat es dich eventuell nur getestet. Falls du das Pferd an sich noch nicht lange kennst versuche ein gesundes Vertrauens-/Respektverhältniss zu gewinnen. Vielleicht kennt auch jemand im Stall das Pferd besser und kann dir helfen. Dann setze dich immer wieder kontrolliert dieser Situation aus. Am Anfang vielleicht vom Boden aus und mit ein/zwei Mitreiterinnen, damit dein Pferd andere Pferde dabei hat, an denen es sich orientieren kann.

Antwort
von Clara240, 26

Ihn am besten unter Kontrolle haben...Paraden geben...mir passierts auch öfter neben Pferdeweiden dass sie "schneller" ist

Antwort
von Minifefee, 16

Soweit ich das weiß:
Wenns irgendwie geht zu zweit ausreiten
Einen möglichst großen bogen um weiden machen (du kannst auch neben dem weg oder so reiten)
Schauen das du so schnell wie möglich vorbei kommst (aber auch nicht unbedingt im galopp...)
Wenn du dich unwohl fühlst SOFORT absteigen (und das möglichst schnell ohne lang stehen zu bleiben) und führen und erst später wieder aufsteigen

Weiden können sehr gefährlichsein,also pass auf!

Ich hoffe ich konnte dir helfen,ich hab mir die anderen Kommentare nicht durchgelesen also hoffe ich das es keine wiederholung ist
Deine MiniFeFee

Kommentar von lastunicorn007 ,

Was kann an Weiden denn so gefährlich sein? Das hab ich ja noch nie gehört

Kommentar von Urlewas ,

Lastunicorn, das gefährliche an Weiden ist, dass sich darauf befindliche Tiere so verhalten, dass sich das Pferd, auf dem man sitzt, unwiderstehlich zum Mit - oder Davonrennen animiert fühlt. 

Um das zu beherschen, müssen Pferd und Reiter gut ausgebildet sein, sonst kann das leicjt unter dem nächsten Lastwagen enden... 

Kommentar von Minifefee ,

und es gab in meiner Umgebung,einen Unfall (nicht ich!!!) wo während dem vorbei reiten ein Pferd ausgebühst ist und auf die Pferde mit Reiter eingeschlagen haben das ein Pferd eingeschläfert werfen musste! Es war aber auch viel Dummheit von den Reotern mitdabei aber naja... man weiß eben nie wie die Pferde sind...

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde, 82

du solltest reiten lernen.

das pferd trägt dich spazieren.

du hast zu wenig einwirkung. nimm bitte reitunterricht und reite erst wieder aus, wenn der reitlehrer sein okay gibt - und allein bitte überhaupt nicht.

wenn dein pferd macht, was es will, ist es seiner gutmütigkeit zu verdanken, dass bisher nichts passiert ist.

Kommentar von skjonii ,

Sich vor angaloppierenden Pferden zu erschrecken und nicht von Anfang die Coolness selbst zu sein würde ich nicht unbedingt als "machen was es will" bezeichnen. 

Mit der Brechstange rein hauen nur weil das Pferd nervös ist, ist definitiv auch keine Lösung. 

Kommentar von Baroque ,

Ich brauch da keine Brechstange. Nur reiterliches Vermögen, dann muss ich mit Hilfen da gar nicht hinlangen. Wenn ich mit meiner ganzen Person eine Ausstrahlung gegenüber dem Pferd habe, die ihm sagt, dass es die anderen Pferde nichts angehen, wird es da nicht mitmachen. Das hat nichts mit Kraft oder Härte oder so zu tun, sondern mit dem, was früher "Pferdekenntnis" hieß und jetzt "Horsemanship" genannt wird.

Kommentar von ponyfliege ,

ich bezeichne das als "machen was es will."

es ist nämlich für einen ungeübten reiter saugefährlich. auch gutmütige pferde machen durchaus was sie wollen. zum beispiel das "erschrecken" spiel spielen.

und wer reiten lernen und reitunterricht nehmen als "mit der brechstange reinhauen" bezeichnet, bei dem stimmt im kopf was nicht. reiten lernen ist nämlich nichts schlimmes. es ist die voraussetzung zum ausreiten.

ich habe den kommentar nur deshalb nicht als "off topic" bzw. "beleidigung" gemeldet, weil der kommi darunter von baroque mir zu wertvoll ist, als dass er einfach flöten gehen sollte.

überhaupt, skjonii, es ist ganz schön dreist, ohne ahnung zu haben, so einen shice zu kommentieren.

Kommentar von skjonii ,

und wer reiten lernen und reitunterricht nehmen als "mit der brechstange reinhauen" bezeichnet, bei dem stimmt im kopf was nicht.

hab ich doch überhaupt nicht gesagt. 

Ich hab auch nie gesagt, das sei nicht gefährlich, sein Pferd nicht unter Kontrolle zu haben. 

Und mir ist auch absolut schleierhaft inwiefern du dich von dem Kommentar persönlich beleidigt fühlst...?

Natürlich musst du als Reiter dem Pferd ein Gefühl von Sicherheit etc. vermitteln und auch im Endeffekt derjenige sein, der sagt wo es lang geht. 

Das heißt aber doch noch lange nicht, dass ich von einem Pferd, das zum Ersten Mal im Gelände ist, erwarten kann dass es in so einer Situation, die die tiefsten Instinkte des Pferdes anspricht, hundert Prozent entspannt bleibt. Das ist doch einfach völlig realitätsfern. Und dann sagen "es macht was es will" und sich dann womöglich mit aller Konsequenz durchsetzen wollen ist doch einfach nicht der richtige Ansatz.  

Kommentar von xXlaraleinXx ,

Mal wieder erstaunlich wie direkt mit dem Knüppel auf alle eingeschlagen wird... Ich finde es ganz schön dreist ohne Ahnung von den Reitkünsten der TE sie direkt als unfähig zu betiteln... wenn hier irgendjemand behauptet, ihm sei ein Pferd wegen herrausragend tollen Reitkünsten und geballter Ausstrahlung noch nie durchgegangen, der lügt aber sowas von dermaßen xD wenn hunderte von Kilos etwas machen wollen, da kann der Reiter auch einen affentanz aufführen und es wird nichts bringen. Selbst unsere spitzensportler oder irgendwelche Profis sind nicht immer Herr der Lage... werden die auch gleich als nicht bereit eingestuft? Anstatt dem Mädchen mal gute Tipps zu geben, wird direkt nur die “du kannst es nicht“ Rüge ausgepackt xD

Kommentar von ponyfliege ,

richtig. 

mit der brechstange geht das nicht.

wenn man mit einem pferd das erste mal ins gelände geht, dann macht man das unter KEINEN UMSTäNDEN allein, sondern nimmt jemanden auf einem zuverlässigen pferd mit.

mir geht es vorwiegend um die sicherheit der fragestellerin.

sie bringt sich in gefahr, wenn sie keinen reitunterricht nimmt.

fertig. das ist keine rüge. es ist lediglich ein DEUTLICHER hinweis. mit der erfahrung, dass andeutungen nicht verstanden werden. also lieber direkt.

Kommentar von xXlaraleinXx ,

Sehe es so wie skjonii. wir sollten in diesen Situationen dem Pferd beistehen und ihn den richtigen weg mit Ruhe zeigen... nicht in dem man alle Instinkte massiv unterdrückt und es total unterwürfig und hilflos macht. Warum sollte ein Pferd nicht mal schauen dürfen? nur so kann es ja von sich aus lernen mit bestimmten Situationen umzugehen. Reite ich jedoch immer nur stur dran vorbei, weil ich es als Mensch eben kann, dann wird es immer und immer wieder glotzen und auf die eine Sekunde warten wo der Mensch mal nicht 100% achtsam dabei war. So bekommt man nur ein ständig angespanntes Pferd was einfach nie lernen durfte sich trotz seltsamen Dingen zu entspannen.

Kommentar von skjonii ,

Dir geht es vorwiegend darum, jeden der anderer Meinung ist als du (oder eben eine Frage stellt) als dreist oder inkompetent darzustellen. 

Einerseits sagen "ein Pferd ist nie berechenbar und es ist immer gefährlich" und andererseits jede (natürliche!) Reaktion des Pferdes auf seine Umgebung als absolutes Fehlverhalten des Tieres zu betiteln (was dir persönlich wahrscheinlich nie passieren würde) erschließt sich mir leider überhaupt nicht.

Kommentar von CarosPferd ,

Also ich verstehe unter kontrolliertem reiten und auch 'unter Kontrolle haben': nicht das Pferd zusammenzu ziehen und ihm keinen Blick nach rechts oder links zu erlauben. 

Verstehe nicht wie man bei 'lerne mehr reiten', das Pferd 'hilflos und unterwürfig' machen interpretieren kann...

Selbstverständlich darf ein Pferd nachschauen, auch jedes Pferd macht mal einen Satz. Da kann keiner was gegen tun.

Aber was nunmal gar nicht geht ist, dass das Pferd mitgelaufen ist, so wie ich die Frage verstanden habe auch über die Straße. Soviel Kontrolle sollte doch da sein, dass man das verhindern kann. Wenn man mit so einer Reaktion noch nicht so gut umgehen kann sollte man Unterricht nehmen, sicherer in der hilfengebung und reaktionsschneller werden, mehr Gefühl für das Pferd entwickeln und dann langsam (mit erfahrenen mitreitern und erfahrenen Pferden) geländeerfahrung sammeln. Und vorher absolut überhaupt nicht alleine ausreiten Zur Sicherheit aller.

Kommentar von xXlaraleinXx ,

woher habt ihr eigentlich die tatsachen das sie alleine ins Gelände ging und keinen reitunterricht nimmt? Ich für meinen Teil kann das nirgendwo lesen

Kommentar von ponyfliege ,

aus einem grossteil der anderen antworten spricht die angst davor, keine punkte zu bekommen.

wer die wahrheit nicht vertragen kann - und zwar einfach und mit klaren worten geschrieben, gehört generell nicht aufs pferd.

wenn ihr doch alles könnt und alles besser wisst - warum stellt ihr dann hier fragen?

zumal sich die fragestellerin mal wieder dezent raushält.

Kommentar von CarosPferd ,

Es behauptet ja auch niemand dass sie keinen Unterricht nimmt..., 

Der Rat war weiter beständig guten Unterricht zu nehmen..., sich weiterzubilden dass unter anderem auch eine bessere Kontrolle gegeben ist.

Kommentar von ponyfliege ,

ich meinte auch nicht deinen kommi.

manchmal landet das zeug bei mir nicht, wo es hinsoll. entschuldige bitte.

Kommentar von CarosPferd ,

:p 1 zu 1 grade genauso, ich meinte das gar nicht über deinen Kommentar, sondern über xxlaraleinxx (woher habt ihr eig [..] dass sie keinen reitunterricht nimmt?) ,

 dazu wollte ich das mit dem Unterricht und weiterbilden schreiben 🙈 

Kommentar von ponyfliege ,

wir meinen beide dasselbe.

wenn man unterricht nimmt, wartet man gewöhnlich, bis bei einem neuen pferd der reitlehrer das okay gibt mit dem ausreiten.

Antwort
von skjonii, 76

Geh am Besten zunächst nur an Wiesen vorbei, die nicht direkt an der Straße gelegen sind. Wenn er das nicht kennt, ist ja nicht schlimm wenn er das erst noch lernen muss. 

Sein Verhalten ist ja erstmal ganz natürlich und ich würde auch nicht zwangsläufig sagen, dass das an mangelnden reiterlichen Fähigkeiten liegt. 

Ich würde einfach zwischendurch mal stehen bleiben, ihn schauen lassen und loben wenn er ruhig bleibt. Aber wie gesagt, nur an Stellen, wo du zur Not auch ausweichen kannst und nicht an der Straße.

Kommentar von ponyfliege ,

jau...

stehen bleiben, kucken lassen UND dafür loben.

damit zieht man sich ein pferd heran, dass bei jedem dreck guckig wird, und mit dem man hinterher überhaupt nix vernünftiges anfangen kann, weils dauernd stehenbleibt und die schnute in die gegend streckt.

ein pferd, auf das man einen ungeübten reiter setzt, sollte weder guckig sein, noch unkontrollierbar losrennen.

klar. bei wendy funktioniert das. aber wendy ist nicht das reale leben.

dein vorschlag kann tödlich ausgehen.

Kommentar von Baroque ,

Nur an Wiesen (ich nehme an, Du meinst Pferdekoppeln, weil sonst gibt es das Problem ja nicht) vorbei gehen, die nicht an der Straße sind ... ok, das könnte kompliziert werden, da man normal immer schaut, dass Zäune von Koppeln nicht direkt an Spazierwegen sind, wo tausend Sonntagsspaziergänger was unverdauliches zu den Pferden rein werfen. Eventuell kann sie sich das nicht direkt aussuchen.

Das Verhalten ist natürlich, WENN das Pferd die Führungsrolle hat. DANN aber sollte man es gar nicht reiten, da ist ja Führen auf der eigenen umzäunten Anlage schon gefährlich genug. Eigentlich sollte man vor Kontaktaufnahme mit dem Pferd, bevor man es anfasst, zeigen, dass man die Führungsrolle selbstverständlich übernimmt. Ansonsten ist es einfach nur mangelnde reiterliche Fähigkeit und höchst gefährlich - leider auch für Dritte.

Loben, wenn er ruhig bleibt. Also für das, was ich eigentlich als selbstverständlich voraussetzen würde, lobe ich. Auch eine interessante Variante, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sich was ändert an der Sache.

Blöd ist jetzt, dass das Pferd die Führungsrolle bei dem Paar schon hat, jetzt ist es viel mehr Arbeit für die Fragestellerin, sich dem Pferd als "schau mal, ich bin toll, kannst Dich mir anschließen und musst Dich um nix mehr kümmern" darzustellen. Es hat schonmal erfahren "dieser Mensch ist nicht so toll". Das macht dann mehr Arbeit. Besser wäre es, entspricht aber leider nicht mehr der Lehre, die man hierzulande sieht, wenn jeder Interessent für Reitunterricht das vorab als Basiskenntnis zu erlernen hätte. Dann käms weitaus seltener zu solchen Situationen.

Es ist nicht so, dass mein Pferd gar nix machen würde, er regt sich fürchterlich schnell auf. Aber ich bin dafür verantwortlich, was er draus macht, wenn ihm sein Herz bis in meinen Schenkel klopft, wenn ihn die Freude übermannt oder was auch immer ein Pferd ohne menschliche Hilfe zu Dummheiten verleiten könnte - und ich krieg's mit einfach nur oben sitzen ohne dass ich was tun muss hin, dass ein einzelner Sprung zur Seite reicht, dass ihm einfällt "oh, das war jetzt blöd, was ich gemacht hab, gell? Nächstes Mal passiert mir das nimmer." Und dann passiert ihm das auch nicht wieder, weil ich schon bei seinem ersten Gedanken dran sag "mach's nicht wieder, du weißt, das gehört hier nicht her." Genau das ist mein Job. Und zwar die Aufgabe mit der höchsten Priorität, erst danach kommt, wie anatomisch korrekt ich ihn reite, weil das betrifft dann unser beider Gesundheit und nicht mehr die der anderen. Deshalb muss im Reitunterricht das auch oberste Priorität haben. Wenn ich einen Waffenschein erwerbe, lerne ich auch nicht das Sichern der Waffe, wenn ich längst Meisterschaften damit gewinne, sondern als allererste Basis, bevor ich an den Schießstand oder was auch immer darf.

Kommentar von xXlaraleinXx ,

Für mich hört sich das gar nicht nach reiterlichem können an, sondern nach absoluter Unterwerfung und gefügig machen... Das Pferd ist ein fluchttier und reagiert eben oft ruckartig. Natürlich sollte der Reiter ihm in dieser Situation halt und vertrauen geben können, aber es doch nicht an jeglicher natürlichen Reaktion hindern. Und doch sollte man sein Pferd auch mal schauen lassen und es loben und nicht aus reinem Willen es an etwas vorbei zwingen. Dann kommt es gar nicht erst zum herzklopfen bis an die Schenkel und man baut vertrauen auf

Kommentar von skjonii ,

Was ist denn, wenn das Pferd bspw. vor nem Müllsack Angst hat? Was ist falsch daran, wenn Pferd sich den Sack kurz ansieht, feststellt "der beißt nicht" und die nächsten 23544 mal kommentarlos dran vorbeigeht?

Kommentar von Urlewas ,

Xxaralein, dann sollte man eben mit dem Pferd den geschützten Raum seiner Herde nicht verlassen. Es kann jedenfalls nicht sein, dass man die Sicherheit für sich selbst, andere Passanten und schließlich ja auch das Pferd selber ausser acht läßt. Weiö man ein wenig spazieten reiten möchte ohne dem Pferd Herzklopfen zu verursachen.

Wenn ich solch löbliche Ansprüche habe, muss ich eben Vertrauensübungen bis zur Perfektion absolvieren, ehe ich das umzänte Grundstück verlasse.

Kommentar von xXlaraleinXx ,

Na dann hätte sich Baroque nicht als absoluter machthaber mit voller Autorität gefühlt... Das geht wohl nicht xD

Kommentar von ponyfliege ,

das pferd ist nicht wirklich ein fluchttier.

das pferd verständigt sich zunächst mit den andern der gruppe.

wenn der mensch oben drauf das signal nicht lesen kann und nicht dementsprechens mitteilt "es gibt keinen grund zur flucht", wird das pferd losrennen. na klar.

die signale von pferden sind ausgesprochen subtil und das pferd "fragt" nicht 5 x nach, sondern genau EIN MAL. bekommt es keine antwort sieht es sich gezwungen zu entscheiden. und flieht.

pferde fliehen auch nicht unkontrolliert, sondern haben fluchtstrategien. in der geschilderten situation wird es mit absoluter sicherheit keine panikreaktion gegeben haben. zu der panikreaktion kam es erst durch den hilflosen reiter, der nicht wusste, wie er das pferd auch nach bereits erfolgter reaktion wieder zur ruhe bekommt.

übrigens einer der gründe, warum ich jugendlichen keinen unterricht mehr gebe - ist die ewige diskutiererei. die kann lebensgefährlich werden innerhalb der situation. die verantwortung für trotzreaktionen bin ich nicht mehr bereit zu tragen. kinder und erwachsene hingegen - gerne.

Kommentar von skjonii ,

Eine Anweisung zu hinterfragen ist nicht unbedingt diskutieren. Und aus langjähriger persönlicher Erfahrung eine andere Meinung zu haben, ist auch nicht zwangsläufig eine Trotzreaktion.

Aber mich beruhigt es, dass du offensichtlich nicht nur Pferden, sondern auch Menschen gegenüber jedwede Kritik oder persönliche Meinung im Keim erstickst. 

Kommentar von ponyfliege ,

die anweisung wird aber nicht während, sondern nach der stunde hinterfragt. erst mal wird sie befolgt.

das ding mit der "brechstange" ist auch kein hinterfragen. das ist einfach schlechtmachen einer anderen antwort, ohne sie überhaupt verstanden zu haben.

irgendwie braucht ihr samthandschuhe, um kommunikation zu verstehen, werft aber selber mit messern.

Kommentar von xXlaraleinXx ,

Oioioi... Also ich persönlich bin froh das unsere Jugend eben nicht alles als Tatsache hinnimmt, sondern eben kritisch hinterfragt und selbst drüber nachdenkt. Sowas sollte eigentlich gefördert und nicht im Keim erstickt werden... denn wie man auch hier merkt, hat man als erwachsener nicht gleich auch immer recht oder Ahnung xD Du sagst Pferde verständigen sich mit den anderen in der Gruppe. Ja da haben wir es doch... die anderen der Gruppe sind auf der koppel galoppiert, also wollte das Pferd das auch. Ich würde euch gerne in der Situation sehen wie ihr da nur mit eurer reinen Anwesenheit ohne hartes eingreifen entgegenwirken wollt xD Ich kann mir ja ganz genau vorstellen wie das ablaufen würde, aber das wäre der eben benannten knüppelmethode doch sehr ähnlich

Kommentar von CarosPferd ,

Wenn die wiesenpferde neben unserem Platz mal einen Galopp einlegen, dann reagiere ich in dem Moment wo er ansetzt um beiseite zu springen. Das verlangt Übung, aber dafür soll man ja Unterricht nehmen und Stunden auf dem Pferd verbringen.

Kreuz anspannen, Bein dran, Hand in stetiger Anlehnung lassen, außen etwas mehr dran. Ggf Inneres Bein auch etwas mehr.

Dann macht er zwar evtl noch diesen einen Satz, aber dann ist er wieder bei mir, Aufmerksamkeit bei mir. So nach dem Motto "echt kein Grund zu galoppieren? Okay, dann gucken wir uns mal an was die da machen". Und dann darf er auch mal schauen. 

Ich zeige ihm dass das nichts besonderes ist, kein Grund auszuflippen. Ich gebe ihm in dem Moment die Sicherheit und den halt. Anstatt dass er sich an den anderen Pferden orientiert.

Und da war kein am Zügel rumreißen, in den Rücken zurückfallen, wild hin und her ziehen. 

Ich weiß ja nicht wie du reitest/Unterricht bekommst laralein, bzw eher wie dir Leute erzählen dass man ein Pferd 'unter Kontrolle hat'. mir erscheint es so als ob du da leider an jemanden geraten bist der klauenreiterei veranstaltet. Also schwer in der Hand, runtergezogen, 'alles gut' solang der Kopf unten ist, egal wie. Das ist sehr schade, denn so etwas, und auch ähnliches, 'am Pferd rumknüppeln' hat echt nichts mit reiten zu tun.

Kommentar von ponyfliege ,

ja - unterricht ist immens wichtig.

zumindest sollte man wissen, dass ein pferd auch eine notbremse hat und auch kenntnis von der bedienung haben. 

die hände braucht man dafür eher nicht.

Antwort
von Veronikqe707, 66

Ich bin der Meinung, dass dies nichts mit deinem reiterlichen Können zu tun hat. Pferde sind eben Herdentiere, wenn welche laufen, laufen alle.

Am Besten reitest du erstmal an Wiesen vorbei, die nicht an der Straße gelegen sind. Reite Schritt, bleibe auch mal stehen und lobe dein Pferd. Lass ihm Zeit zum Gucken.

aber wie gesagt, solltest du erstmal nicht an Straßen vorbeireiten, da du dort nicht ausweichen kannst.

Kommentar von perledersuedsee ,

Es hat ausschließlich etwas mit reiterlichem Können zu tun.

Kommentar von Veronikqe707 ,

Gut, da kann man jetzt unterschiedlicher Meinung sein.

Kommentar von Baroque ,

Kann man, aber gesund ist das nicht, das als normal zu sehen, ich habe woanders schon geschrieben, wenn ich mit einer Waffe umgehen lerne, muss ich lernen sie zu sichern, bevor ich damit auf Meisterschaften trainiere o.ä.

Es hat einfach oberste Priorität, dass der das Pferd leitende Mensch sagt, wann gerannt wird und wann nicht und nicht irgendwelche anderen Pferde. Menschen, die sowas als normal sind, sind genau die, denen ihr Pferd aus der Hand gerissen wird, wenn sie es von der Koppel holen, nur weil ein anderes Pferd auf die Idee kommt, jetzt ein Rennen anzuzetteln. Interessanterweise sind das leider auch die, die dann einen kurzen scharf brennenden Strick ins Halfter eingeklinkt haben zum führen statt ein langes Seil so durchs Halfter zu schieben, dass sie im absoluten Notfall leicht das Pferd auslassen und das Seil behalten könnten.

Da sag ich nur, irgendein Reitlehrer hat da wohl den wichtigsten Teil seines Jobs vergessen, meistens der, den solche Leute als Anfänger hatten, denn der hätte den Grundstein legen sollen, bevor die Leut aufsitzen.

Kommentar von trabifan28 ,

Ich mische mich ja eigentlich nur ungern in eure brennende Diskussion ein....

aber woher nehmt ihr all die Informationen (dass sie alleine im Gelände war, dass das Pferd einfach macht was es will, dass sie keinen Reitunterricht nimmt usw.)?!?

Von der Fragestellerin selbst habe ich hier noch keinen einzigen Kommentar entdeckt... wahrscheinlich traut sie sich schon gar nichts mehr schreiben, wenn hier alle gleich auf einen "einprügeln". Kann ich irgendwie nachvollziehen...

Und mal ganz im ernst - ist euch noch nie ein Pferd durchgegangen? Hat sich bei euch noch nie ein Pferd erschreckt und deswegen mal einen Satz gemacht?

Ich kenne niemanden, bei dem nicht schon mal irgendsowas war. Und selbst dem besten Reiter ist sowas schon mal passiert, da bin ich mir sicher.

Wer sagt denn auch, dass sich das Pferd nicht einfach nur erschrocken hat, weil die anderen dahergaloppiert sind? So schnell kann man als Reiter meist gar nicht reagieren, wenn da um die Ecke mal ne Tüte flattert und der Gaul zuckt "fragt" das Pferd sicherlich nicht schon 10m vorher ob es jetzt erschrecken und wegspringen darf oder nicht.

Schade, dass man teilweise keine Fragen mehr stellen kann, ohne dass sofort irgendwelche Vorwürfe und Anschuldigungen kommen.

Kommentar von ponyfliege ,

ich hab mich auch schon MIT pferd voll auf die fresse gelegt... und das hat mich gelehrt, mich mal mit meinem reitlehrer auseinanderzusetzen und mir beibringen lassen, wie man das nach möglichkeit verhindert.

ich hab im gelände einen "napoleonsitz" und daher fast immer das glück gehabt, weit genug zu fliegen.

allerdings bestehe ich nach möglichkeit darauf, dass diese erfahrung des hochweitflugs nicht jeder machen muss. denn nicht bei jedem endet sowas nur mit ein paar schürfwunden

Kommentar von lovelifee6899 ,

Ich kenne absolut keinen Reiter, bei dem das Pferd im Gelände noch NIE losgerannt ist, weil es sich erschrocken hat.... Die guten Reiter haben sie nur dann sehr schnell wieder im Griff!

Kommentar von Urlewas ,

Lovelifee, der Springende Punkt ist halt der, dass man sein Pferd wieder im Griff hat, bevor man jemanden gefährdet!

Die von der FS beschriebene Situation ist jedenfalls nicht das richtige für jemand, der das noch üben muss. 

Antwort
von perledersuedsee, 86

Dann solltest du erst ausreiten, wenn du dein Pferd unter Kontrolle hast. Da scheinen deine Reitfähigkeiten für das Gelände wohl nicht ausreichend zu sein.

Antwort
von netflixanddyl, 55

Ich schließe mich ponyfliege an - nimm Unterricht mit deinem Pferd.

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