Was tun bei Wasserschaden / Schimmel und ständigen Vertröstungen durch den Vermieter (kündigen)?

... komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Ja, man kann (und sollte) in einem solchen Fall eine angemessene Frist setzen. Die Dachdecker sind jetzt vermutlich alle randvoll und somit würde ich keine Frist unter 4 Wochen vorschlagen. Verstreicht auch diese Frist fruchtlos, habt ihr - für meine Begriffe (ich bin kein Anwalt) - ein Sonderkündigungsrecht und könnt fristlos raus mit allen dazugehörigen Schadenersatzansprüchen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von bwhoch2
10.08.2016, 11:21

Nein, das ist nicht richtig.

Man hat das Recht einer Mietminderung bis zu 100 %, wenn durch den Schimmelbefall die Wohnung nicht bewohnbar ist. Mit der eingesparten Miete kann man sich in der Zwischenzeit woanders einmieten.

(wir haben nahezu im ganzen Haus eine Luftfeuchtigkeit von 60-70%),

was nicht unnormal hoch ist. Zwar schon hoch, aber nicht zu hoch und in Anbetracht des feuchten Sommers durchaus normal. Ggf. müßtet ihr die Unbewohnbarkeit gutachterlich feststellen lassen.

Mein Vorschlag: Vereinbart eine Mietminderung um 50 % bis zur vollständigen Reparatur des Daches und der Beseitigung des Schimmelbefalls. Vereinbart auch eine Frist bis 30. September für die Ausführung der Arbeiten und wenn bis dahin nichts passiert ist, Mietminderung 100 % und Kündigung des Mietvertrags. Auf die drei Monate Kündigungszeit kommt es dann nicht an, denn der Vermieter hat sowieso keine Einnahmen bei 100 % Minderung.

0

wenn es für euch die Traumwohnung ist, würde ich versuchen, mit dem Vermieter irgendwie überein zu kommen. Einen "auf Krawall" machen, hätte wohl nur für euch Nachteile.   

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung