Frage von Wuschel93, 48

Was tun bei unklarer Kündigungsfrist?

Hallo,

hab mal eine Frage zum Thema Kündigung. Mein Freund hat jetzt in einer anderen Stadt einen neuen Job angenommen und ich möchte mich jetzt auch dort bewerben. Das Problem ist, dass ich zwar meine jetzige Kündigungsfrist kenne (6 Wochen zum Monatsende), es aber in der Praxis immer anders gehandhabt wird. Von daher kann es sein, dass ich schon nach 2-3 Wochen aus dem Vertrag gelassen werde und die Frist gleich ab Kündigungsdatum zu laufen beginnt und nicht erst ab Ende des Monats. Das ist zwar positiv, da ich so eher anfangen könnte, jedoch hätte ich bevor ich kündige schon gern einen neuen Arbeitsvertrag in der Tasche, dazu müsste ich aber mit dem neuen Arbeitgeber schon den Arbeitsbeginn festlegen.

Ist es hier besser nach mündlicher Jobzusage erstmal das Gespräch mit dem jetzigen Chef zu suchen um die Kündigung zu bereden oder doch erst nach unterschriebenem Arbeitsvertrag (wobei man dann hier die 6 Wochen Kündigungsfrist festlegen müsste)? Vielen Dank schonmal =)

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeitsrecht & Kündigung, 25

Wenn im Arbeitsvertrag sechs Wochen Kündigungsfrist zum Monatsende vereinbart sind, braucht man das nicht noch einmal festlegen.

Wenn Du mit einer Frist von sechs Wochen zum Monatsende kündigst kann der AG diese nicht einseitig kürzen. Ob er Dich früher aus dem Vertrag "lassen" will oder nicht kann Dir egal sein.

Solltest Du nicht selbst früher gehen wollen, brauchst Du mit dem AG nichts bereden. Du gibst Deine Kündigung zum Monatsende fristgerecht ab und das war's.

Kommentar von SatsujinShin ,

Das stimmt nicht ganz, es kommt immer drauf an wie lange man in dem Betrieb ist. Das wurde Staalich festgelegt. :)

Liebe Grüße von

Satsujin(Kim)^-^

Kommentar von Familiengerd ,

Das stimmt nicht ganz

WAS soll denn da angeblich "nicht ganz" stimmen?!?!

An der Antwort von Hexle2 ist alles richtig!

Kommentar von Hexle2 ,

 Das wurde Staalich festgelegt. :)

In welchem Staat? 

Antwort
von DerHans, 11

Jeder normale Arbeitgeber weiß, dass neue Mitarbeiter sich an ihre Kündigungsfrist zu halten haben. Niemand erwartet, dass der neue Mitarbeiter bei seinem jetzigen Arbeitgeber vertragsbrüchig wird.

Daher kann man den Eintrittstermin an das Kündigungsdatum anpassen.

Wo soll das Problem liegen? 

Deinen restlichen Urlaubsanspruch kannst du dann für den Umzug verwenden.

Antwort
von DarthMario72, 22

Wenn vertraglich 6 Wochen zum Monatsende festgelegt sind, dann hat man sich daran zu halten.

und die Frist gleich ab Kündigungsdatum zu laufen beginnt und nicht erst ab Ende des Monats

Das ist beides falsch. Sie beginnt am Tag nach Zugang beim AG zu laufen.

Willst du früher aus dem Vertrag, musst du mit deinem AG über einen Aufhebungsvertrag verhandeln.

Antwort
von SatsujinShin, 26

Frag deinen Chef ob ihr ein Arbeitsauflösungvertrag machen könnt. Ich denk er hat erstmal was dagegen, aber wenn du ihm alles Erklärst würd er sicher zusagen. Da ich denke das dein Chef dir nicht im Weg zu deinem Glück steht. Biete an das du den Urlaub nicht nimmst und ihn auch nicht Bezalt haben willst da hat er auch was davon.

Liebe Grüße von

Satsujin(Kim)^-^

Kommentar von Familiengerd ,

Biete an das du den Urlaub nicht nimmst und ihn auch nicht Bezalt haben willst da hat er auch was davon.

Ds ist falsch! Da hat der Arbeitgeber möglicherweise überhaupt nichts von!

Auf den zustehenden gesetzlichen Urlaubsanspruch kann nicht - weder vertraglich "freiwillig" noch erzwungen - verzichtet werden; d.h.: Selbst bei vertraglich vereinbartem Verzicht kann der Arbeitgeber anschließend seinen Anspruch einfordern!

Auf eine solche vertragliche Vereinbarung kann sich der Arbeitgeber also nicht verlassen!

Kommentar von SatsujinShin ,

Der Arbeitnehmer nicht der Arbeitgeber.

Nach der Auflösung kann der Arbeitnehmer nur die Auszahlung beanspruchen. Aber wenn man ein Gewisses vertrauen in der Person hat und viel von Ihr hält. Denk ich dass Sie das nicht machen wird. 

Kommentar von Familiengerd ,

Der Arbeitnehmer nicht der Arbeitgeber.

???

Kommentar von Hexle2 ,

???

@Familiengerd, so geht es mir auch.

Kommentar von Familiengerd ,

Korrektur:

Verzicht kann der Arbeitgeber anschließend seinen Anspruch einfordern

Das muss selbstverständlich Arbeitnehmer heißen!

Meintest Du das mit "Der Arbeitnehmer nicht der Arbeitgeber."??

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