Frage von NewHorizon,

Was tun, bei Unentschlossenheit in der Berufsfindung und Berufswahl?

Mein Sohn und wir als Eltnern haben Schwierigkeiten, mein Sohn kann keine Entscheidung treffen, welchen Beruf er aus üben will. Was soll er machen, was sollen wir tun. Eines ist sicher, ihm interessieren einige Berufe in der Mediengestaltung (Kameramann, Mediengestalter Bild/Ton oder Digital/Print, Fotograf, Hörfunk) oder er kann sich auch vorstellen im kaufmännischen zu arbeiten. Er will jetzt eine Ausbildung machen, zu einer teueren Privatschule für Medien kann er nicht gehen. Er hat schon einige Praktikas gemacht in allen erwähnten Medienberufsbereichen. Er sagt, "seine Prioritäten sind im kreativen Bereich, der Medienbereich ist schon mein Ding, wie Werbeagenturen, Fernsehen, Foto, Film, Bild, Ton, Musik, Hörfunk, TV." Das merken wir auch als Eltern, er kann sagenhafte Fotoaufnahmen machen, er hat Bilder auch schon verkauft und Wettbewerbe gewonnen. Aber ich und mein Sohn bezweifeln, dass Fotograf noch Zukunft hat bzw. sicher ist um gutes Geld zu verdienen. Er hat auch schon Berufstests gemacht, die sein gewünschten Bereich bestätigen. Nun weiß er nicht (wir als Eltern wissen das auch nicht mehr) was er genau machen will (Mediengestalter, Fotograf etc.) Was sagt ihr dazu, wer kann helfen, habt Ihr Ratschläge?     

Antwort von vincent,
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Wendet Euch doch mal an, biz.de, und laßt euch dort beraten.

Kommentar von NewHorizon ,

Mein Sohn war da schon 100 mal, er sagt "wenn man genau weiss in welchen Bereich man will, haben die gar keine Ahnung. Das Biz ist für Leute die überhaupt nicht wissen was sie wollen. Und informieren sich da nur, um später nicht arbeitslos zu werden oder auf irgendwelchen Maßnahmen vom Amt zu landen oder in Schulen die sie nicht wirklich interessieren, später mit der Berufswahl was zu tun haben, herum zu hühnern"

Kommentar von rudelmoinmoin ,

das wiederspricht 100% deine frage  >deine zitate<

"wenn man genau weiss in welchen Bereich man will" ist er nicht

>Unentschlossenheit in der Berufsfindung und Berufswahl?<
Kommentar von NewHorizon ,

Ja Du hast ja teils recht "rudelmoinmoin", also es ist schwierig auszudrücken. Ich sage mal so, er weiss ganz genau das es der Medienbereich sein soll, aber das genaue Berufsbild, der genaue Beruf (die genaue Berufsbezeichnung) die ist ihm bislang unklar und da kommt er nicht weiter, er tut sich vielleicht auch schwer damit, weil er Angst hat später dann in diesem Bereich nichts zu werden, oder auf der Stelle zu tanzen (schlechtes gehalt, keine Festanstellung sollte er in der Selbstständigkeit keine Fortschritte machen, etc.) Schließlich ist er schon über dreißig, weil er schon eine Ausbildung hat, aber in diesem bereich sieht er keine Chancen mehr und auch keine Erfüllung!

Antwort von inamuc,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Das Problem kann ich gut verstehen - mir ging es ähnlich nach dem Abi. All die Möglichkeiten erschlagen einen schier. Es ist toll, dass man all diese Möglichkeiten hat - aber gleichzeitig wächst die Angst, womöglich die falsche Entscheidung zu treffen. Und oft ist es eben genauso, wie Du beschreibst, dass das, was man eigentlich gerne machen würde, keine besonders guten Berufsaussichten hat.

Trotzdem würde ich Deinem Sohn raten, dass er sich für das entscheiden soll, was ihm sein Gefühl sagt, da ich denke, dass man nur in dem richtig gut sein und glücklich werden kann, was einem auch liegt. Es hilft doch nichts, sich für immer und ewig zu verbiegen, und dann sein Leben lang zu sagen "hätte ich doch nur". Wenn man gut ist in dem, was man tut, und mit Einsatz und Euphorie dabei ist, dann denke ich, dass man auch einen Job finden wird.

Eine gute Alternative für Euren Sohn könnte vielleicht ein Medientechnik-Studium sein. Dort lernt er nochmal verschiedene Bereiche genauer kennen und kann sich dann für einen entscheiden. Immer gut ist, als Sicherheit etwas BWL hinzuzunehmen (entweder ist das im Studium sowieso bereits mit integriert, oder man belegt selbst noch Kurse). Das macht sich im Lebenslauf immer ganz gut und öffnet im Notfall die Tür für alternative Jobs, z.B. in der Marketing-Abteilung von Unternehmen, wo ja auch kreative Leute gebraucht werden. So kann man notfalls die Zeit überbrücken, während der man noch auf der Suche nach seinem eigentlichen Traum-Job ist.

Viel Glück!

Antwort von Scaramouche59,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Also grundsätzlich sind Ratschläge meist mehr "Schläge", als sie Rat bieten.

Und dann wirkt die Frage auch wie die Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau - größtmöglichen Spaß (Befriedigung) bei möglichst Null Risiko. Davon mal abgesehen, dass sich Berufsbilder in sich selbst innerhalb einer Generation mehrfach verändern, ist auch die Idee der Suche nach etwas Endgültigem problematisch. Das früher oder später nur auf Frust hinaus laufen kann.

Mir scheint hier eher ein psychologisches Problem vorzuliegen, dass auch keine Fach- und/oder Berufsberatung lösen kann. Eurem Sohn scheint mir am ehesten damit geholfen, sich darüber Gedanken zu machen, was ihn eine Entscheidung zu fällen behindert. Möglicher Weise bedauert er seine ursprüngliche Berufswahl, in der er nun kein Fortkommen mehr sieht.

Es ist müßig sich über die eigenen Entscheidungen der Vergangenheit zu grämen, statt sich vielleicht einzugestehen einen Fehler gemacht zu haben und angesichts dessen nach vorn zu schauen, wenn's denn überhaupt ein Fehler war.

Da fällt mir eine Weisheit einer Kollegin ein: "Wir suchen uns stets die Berufe und Tätigkeiten, in denen wir am meisten lernen können." Demnach könnte es auch sein, dass er in seinem ursprünglichen Berufsfeld "ausgelernt" hat und nun was neues ansteht.

Vielleicht ist es aber auch grundsätzliche Angst vor der Zukunft in existentieller Hinsicht. Keine Ahnung. Wie gesagt, ich würde mich an seiner Stelle an einen Coach und/oder Therapeuten wenden. Mit Coach meine ich einen echten Coach, keinen verkappten Fachberater, der mit Ratschlägen Schaumschlägerei betreibt. Ein guter Coach hiflt, wie ein Therapeut auch, selbst Lösungen zu finden, denn darum geht es im Leben letztendlich - für sich selbst (eigene Entscheidungen inklusive) die Verantwortung zu übernehmen und zu tragen.

Als Eltern tut ihr gut daran, ihn aus euren Fittichen zu lassen. Er ist mit 30 ein absolut erwachsener Mensch. Auf keinen Fall Vor- und oder Ratschläge erteilen. Helft ihm, sich selbst zu orientieren, zu finden und last but not least zu entscheiden.

Und by the way: Nichts ist beständiger, als die Veränderung.

Antwort von ragglan,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

er kann sich um praktikas bemühen. nach einer woche kann er schon man sehen, ob er vielleicht eine weitere woche sich den beruf anschauen möchte und kann das praktikum, wenn die stelle das auch möchte verlängern ... so könnte er auch auf einen zukünftigen ausbilder stossen. ähnlich wie eine bewerbung die stellen anschreiben, die ihm gefallen könnten und darim um die möglichkeit eines praktikums bitten.

Kommentar von ragglan ,

sehe grad, er hatte ja schon praktikas. dann liegt es wohl an seiner eigenen traute. was traut er sich selbst zu, wo glaubt er bringt er nicht bloss talent mit, um sich dort durchzusetzen? denn  im grunde hat jeder einzelne für sich die chance aus seiner zukunft was zu machen, nicht der berufszweig ist dabei entscheident. in der gosse kann man auch mit berufen landen, die sehr gute prognosen haben.

Antwort von SamantaSalzig,
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ooooohh! das problem kenn ich ja soooo gut! ich bin zwar erst 8e klasse, aber da müssen wir ja schon das profil wählen (Naturwissenschaftlich o. sprachlich)! Und das wirkt sich ja meistens auf die berufsentscheidung aus bzw. auf die berufswahl o. auch andersrum! tja und ich habs so gemacht, dass ich erst mal geguckt hab, was meine stärken sind und was ich gerne mach und mag. dann hab ich recherchiert und gefragt und was nich alles und dann hab ich mich erst entschieden. ich hab auch viele programme, die von der schuele aus gingen, in anspruch genommen. das hat es mir sehr leicht gemacht!

viel glück!         LG Sam

Antwort von LouisaNeroli,

Wenn er sich nicht sicher ist was er genau will sollte er sich vllt. eine ausbildung suchen die möglichst viel von dem umfasst was ihn interessiert, ich kenne das berufsbild des mediengestalters zwar nicht genau, aber wenn Fotographie ein bestandteil der ausbildung ist könnte er später immer noch umschulen oder sich in der richtung weiterbilden und spezialisieren, viele leute im medienbereich kommen aus anderen branchen und viele die aus dem bereich kommen machen nicht genau das was sie gelernt haben.

Antwort von Zwuckelle,

Ein GUTER Fotograf hat immer Zukunft, würde ich jetzt sagen.

Leider ist es heutzutage eher so, dassman sich nicht immer aussuchen kann, wo man am Ende landet.

Mediengestalter wäre doch auch nicht schlecht.

Kommentar von NewHorizon ,

In der Mediengestaltung verhält es sich ähnlich, dass man nicht weiss wo man landen kann (sagt mein sohn, dass hat er von einigen schon in dieser Branche gehört)

Kommentar von Zwuckelle ,

Das ist aber in ALLEN Berufen so!

Keiner hat die Sicherheit, wie und wo es weitergeht!

Kommentar von sophl89 ,

Das ist auch so, Mediengestalung ist total überlaufen, weils irgendwie ein neuer "Trend-Beruf" geworden ist. Jeder glaubt kreativ zu sein und lernt den Beruf:D von daher gibts viele Arbeitslose Mediengestalter.

Es gibt schon Berufe die mehr zukunft haben als andere!

Kommentar von NewHorizon ,

Ja, da kann ich erzählen, dass mein Sohn mir berichtete, es gibt sehr viele im Mediengestalter als Kameramann und etc. die Hartz4 sind und keine Stelle finden. Und wenn sie sich dann Selbstständig machen wollen müssen Sie sehr hohe Summen für ein kleines Kamerastudio hinlegen, ganz zu schweigen häufiger umzuziehen, welches auch mit Kosten verbunden ist. Mein Sohn meinte, so etwas geht in die hunderttausende, ist das wirklich so? Eine Fernsehkamera soll ca. 30.000 Euro kosten. Wenn das so ist, na dann kann man sich nicht wundern, dass kreative Menschen unentschlossen und eingeschränkt werden.

Antwort von abibremer,

wer bisher NUR die schule(n?) kennengelernt hat, weiß logischerweise ÜBERHAUPT NICHT, was arbeit bedeuted und hat ausser ansatzweise vom lehrerberuf keine ahnung. nun bricht eine "berufsberatungsmaschinerie" über den suchenden ein, er bekommt vielleicht ein paar brauchbare anregungen, ist letztlich aber genauso schlau wie zuvor! der weg zu MEINEM traumberuf: gefühlte hundert anläufe in diversen berufsfeldern, dann unzählige diverse arbeitsplätze bis sich dann die kraftfahrerei als das richtige herausstellte. nach vielen jahren doch noch was "ordentliches" mit 28 jahren begann ich eine ausbildung zum speditionskaufmann, beendete die gut und wurde vom betrieb übernommen. hat sich ALLES bezahlt gemacht und war gut so. meine empfehlung für unentschlossene: einfach mal rumgucken und ausprobieren!!! viel glück dabei.

Antwort von DerHans,

In der letzten Zeit war es ja leider so, dass die jungen Leute nehmen mussten was sie bekommen konnten. Scheinbar ändert sich das jetzt langsam. Er soll sich wirklich intensiv um einen Beruf in seinem Wunschbereich suchen. Kostenlos arbeiten (soenánnte Praktika" führen leider nur zum nächsten kostenlosen Praktikum. Darauf sollter sich grundsätzlich nicht einlassen

Antwort von schildi,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

warum sollte Fotograf keine Zukunft haben er kann sich ja immer weiterbilden bloß anfangen muss er erst einmal

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