Hallo zusammen,
wir haben folgendes Problem: Bei uns im Garten kommt an den verschiedensten Stellen Bambus durch. Nur das wir diesen nicht gepflanzt haben. Ich habe eine Nachbarin schon darauf angesprochen, die Bambus in ihrem Garten hat und sie gebeten, doch mal prüfen zu lassen, ob ihr Bambus evtl. wild treibt. Ihre Antwort war nicht sehr freundlich. Zumindest fühlt sie sich nicht verantwortlich und schiebt es auf einen anderen Nachbarn, der wohl auch Bambus stehen hat. Ich habe diesen Nachbarn zwar noch nicht angesprochen, vermute aber, dass die Reaktion ähnlich sein wird.
Aus Erzählungen einer Freundin, die dasselbe Problem hatte, weiß ich, dass Bambus sich überall hin seinen Weg sucht und es wird wahrscheinlich nicht mehr lange dauern und die ersten Triebe kommen durch unseren Rasen. Wir laufen viel Barfuß und Ihr könnt Euch vorstellen, dass das nicht ungefährlich ist.
Was kann ich tun, um die Nachbarn von Ihrer Pflicht zu überzeugen? Muss ich da den Anwalt einschalten und wenn ja wie sind die Aussichten. Ich habe ehrlich gesagt, nicht das Geld, um hohe Anwaltskosten zu tragen.
Habt Ihr Erfahrungen oder Tipps wie man mit der Situation umgehen kann?
Vielen Dank für Eure Antworten im Voraus. LG Bessi

Du brauchst doch nur auf Deiner Seite des Zauns Wachstumssperren in den Boden zu treiben. Dann ist es vorbei mit den Wildausläufern. Deswegen gleich einen Anwalt zu bemühen finde ich etwas übertrieben.

Das nennt sich Natur. Dagegen soll es Vorschriften geben? Lächerlich!
Masoud53 am 23. Juni 2009 09:21 DH,Manche sind sehr resistent!!
Das ist ja mal eine nette Antwort...Scheinbar bist Du Dir des Problems was Bambus angeht überhaupt nicht im klaren. Wenn es einfach nur darum ginge, etwas wegzuschneiden, hätte ich kein Problem der Natur ihren freien Lauf zu lassen.
Wenn man dieser Argumentation folgen möchte, braucht aucniemand sich um Disteln oder Brennesseln zu kümmern. Lassen wir der Natur doch einfach ihren Lauf.
Jeder ist eben so lange frei, wie er die Freiheiten anderer nicht einschränkt. Und ich möchte auch keinen Garten voller Bambus.
Sehe ich genauso :-). Leben und leben lassen, aber immer mit Rücksicht auf seine Mitmenschen. Sowas nennt man wohl soziales Verhalten ;-).
du liegst ganz richtig, dass die bambustriebe durchkommen werden,wir haben nämlich dasgleiche problem.und vor allem, wenn das einmal losgeht dann wird es ziemlich schnell echt schlimm und barfusslaufen fast unmöglich, tut sauweh! eigentlich müssten die nachbarn das problem auch selbst haben, es sei denn, sie haben in richtung ihres eigenen gartens eine sperre eingegraben-gibts aus metall und kunststoff - und das sollte man unbedingt machen. grundsätzlich MÜSSTEN die nachbarn das problem beheben aber wenn die sich komplett stur stellen, dann könntest du dir höchstens überlegen an der gartengrenze selbst so eine sperre zu setzen. ist natürlich eine zumutung, aber bevor sich das alles ewig hinzieht und du einen bambuswald im garten hast vielleicht die einfachere lösung...
DollyPond am 23. Juni 2009 10:59 dem stimme ich auch zu. bevor du dich langwierig über gerichte mit deinen nachbarn auseinandersetzen musst, ist es sicher klüger, die sache soweit möglich selbst in die hand zu nehmen. dann kannst du fröhlich und entspannt in deinem garten barfusslaufen und hast keine zusätzlichen ärger mit deinenen uneinsichtigen nachbarn.
Entferne doch einfach die Triebe,wenn Du mit Deinen Nachbarn in Frieden leben willst. Pflanzen hinterlassen keine Visitenkarte.
So einfach ist das nicht, mit der Entfernung der Triebe. So viel ich weiß, kann man den Bambus nur ziehen und das ist nicht so einfach, je nachdem wo der Ursprung zu suchen ist. Unsere Beete sind schon total verwurzelt.
In der Tat bildet Bambus heftige Ausläufer.
Helfen könnte der Nachbar sich da, indem er den Bambus in einem Kübel versenkt.
Ich würde den Nachbarn, der nicht durch ein freundliches Gespräch reagieren möchte, schriftlich auffordern, Abhilfe zu schaffen. Der nächste Schritt wäre dann zum Anwalt, von da zum Schiedsmann... Aber das verbessert ja nicht die Nachbarschaft. - Du kannst Dich auch mal beim Anwalt beraten lassen und den Brief von ihm abfassen lassen. Muß der Nachbar ja (erst mal) nicht wissen, daß Du Dir einen Rechtsbeistand genommen hast.
Aber wenn Du einmal die Wurzeln bei Dir im Boden hast, wird der wohl auch noch eine ganze Weile fleißig ausschlagen...
http://www.ra-kotz.de/bambus.htm
hier geht es genau um dein Problem
Nicht so ganz. Da geht es um das Einkürzen der Pflanzen - hier geht es um die unterirdischen Ausläufer, die dort wohl keine Rolle gespielt haben.

was hat der Nachbar mit eurem Garten zu tun???Überall fallen Samen und bilden Triebe,gehst du dann zu jedem Baum und fragst ,ob er es sein lässt,tut er nicht!!!
Leider geht es hier nicht um einen harmlosen Baum oder um ein paar Samen, die in Nachbars Garten fallen. Da würde ich mich erst gar nicht bemühen hier zu schreiben. Vielleicht merkst Du hier im Verlauf der Diskussion, mit was wir es hier tatsächlich zu tun haben...
Hallo Bessi, erstmal kommts drauf an, in welchem Bundesland Du wohnst, da jedes sein eigenes Nachbarschaftsrecht hat. Erkundige dich doch mal bei der Stadtverwaltung nach den entsprechenden Vorschriften. In Ba-Wü wirst hier aber voraussichtlich nicht weit kommen, da musst dann leider doch zum Anwalt gehen und dich beraten lassen, wenn beide Nachbarn uneinsichtig sind. Gruß
Um deine Gesundheit musst du keine Angst haben. Die Triebe des Bambus sind anfangs sehr weich.
Wenn sich die Nachbarn weiterhin nicht zu dem Thema äußerngibt es nur den Weg der Klage.
Meine Eltern hatten auch mal Zoff mit ihrer Nachbarin, da ging es zwar nicht um Bambus, sondern um Steine, aber naja... Mein Vater hat die 2 oder 3 Mal angesprochen und als nix getan wurde, hat er nen Anwalt eingeschaltet und da hats aufeinmal geklappt.
Ich hab selber Bambus, welcher trotz Wurzelsperre überall rauswuchert. Ich reiß die Triebe immer aus der Erde und schneid sie einfach ab. Dein Nachbar wird wohl seinen Bambus nicht freiwillig entfernen.
Da kannst Du gar nichts machen.
Mein Vermiter hat sich diesbezüglkich mit mir angelegt, lediglich wenn der Garten verwildert ist besteht bedingt eine Haftung.
Dessen Rechtsanwalt ist mit Ach und Krach bei mir aufgelaufen und nach dem dritten Schriftwechsel fühlte er sich, als hätte er mit Mike Tyson geboxt.
Der Rechtsanwalt hat rund 200 Euro gekostet.
Na toll, eigentlich sollte der Vermieter doch selbst daran interessiert sein, dass sein Garten nicht total verwildert und nicht mehr richtig zu nutzen ist. Na ja ein paar Jahre weiter und er wird die Quittung schon kriegen. Nur bringt Dir das leider nichts.
Nee - für alle möglichen Pflanzen gibt es im Nachbarschaftsrecht Regeln. So darf man z.B. auch Brombeeren nicht beliebig an die Grenze zum Nachbarn setzen. Verständlich für Brombeeren, die Ausläufer bilden, unsinnig für die relaltiv neuen dorenenlosen Brombeeren, die das nicht tun.
"Nur" Wachstumssperren in den Boden treiben - Du weißt auch nicht wirklich, wovon Du sprichst, oder?
Warum soll denn der Nachbar nicht seinen Garten aufgraben. Der will doch den Bambus!
Sehr richtig...außerdem kostet das ja auch Geld und viel Arbeit und dann, wenn man keinen Fachmann beauftragt, kann man sich immer noch nicht sicher sein, dass man dem Bambus Herr geworden ist.