Nach 4 Jahren ambulanter und 9 Wochen stationärer Behandlung ist meine Frau mit der Diagnose "Therapieresistente Depression" entlassen worden. Viele Monate wurden Medikamente wie Trevilor, Solvex, Lamotigen, Cimbalta, Citalopram, Valproinsäure, Solian genommen. Der war immer unbefriedigend. Genauso wie 2 Psychotherapien. Was nun ?

Ernst gemeinter Vorschlag: Erstens sind die 9 Wochen vielleicht noch nicht ausreichend. Zweitens: wenn sie nun wirklich in einem weiter depressivem Zustand entlassen wird muss man ensthaft über eine EKT, Elektrokrampftherapie, nachdenken, alles andere ist Qual!
Ich halte viel von Dr. Sacher in Dortmund. Wirkt auf den ersten Blick unverständlich und abgedeht, was es aber nicht ist. Blockaden der wirbelsäule, insbesondere der Halswirbelsäule, wirken auf die Psyche. Das ist noch sehr neu und wird deshalb oft nicht anerkannt. Meiner Meinung nach ist es sehr sinnvoll. Mir hat es super geholfen und ich kenne viele Menschen die der gleichen Meinung sind!! Melde dich, wenn du weitere Infos und Unterstützung brauchst. Wünsche dir und deiner Frau Kraft, Mut und bitte nie die Hoffnung aufgeben.
Liebe Grüße!!

Grundsätzlich hat neurodoc Recht. Dennoch würde ich vorab noch eine Hypnosetherapie versuchen, die bei Depressionen gute Erfolge zu verzeichnen hat. Infos und Therapeutensuche auf der Seite der Milton Erickson Gesellschaft:http://www.meg-hypnose.de/
Hat sich schon jemand mal wirklich intensiv mit ihrer Schilddrüse beschäftigt?
Therapieresistent heißt ja eigentlich, daß auch Experten keinen Rat mehr wissen. Was soll ich also dazu sagen. Ich will einige Anmerkungen machen: - Warum stellt die Betroffene selbst nicht aktiv die Frage, wie es mit ihr und ihrer Depression weitergehen soll? (Sag`jetzt bitte nicht: Sie ist zu depressiv dazu.) - Hinweise zum Umgang mit einer Depression stehen u.a. auf meiner Seite http://hometown.aol.de/kjastich/homepage/hobbies.html - Elektrokrampftherapie ist eine Behandlungsmethode, die offenbar noch nicht ausgeschöpft ist. Sie hat meines Wissens weniger Risiken und Nebenwirkungen als eine langfristige Psychopharmakatherapie. - Welche Ideen bestehen hinsichtlich der Ursache der Depression bei der Betroffenen? (Z.B. Ausschluß körperlicher Ursachen, Probleme im Umfeld, in den Beziehungen, die nicht gelöst sind.) - Psychotherapie ist nicht gleich Psychotherapie, Klinik ist nicht gleich Klinik. Sie unterscheiden sich hinsichtlich angewandter Methoden, weltanschaulichem Hintergrund, fachlicher Ausrichtung, persönlicher Qualifikation....Vielleicht mal etwas ganz anderes versuchen? - M.E. kann man nach 2monatiger stationärer Therapie noch nicht von Therapieresistenz sprechen. - Sind die Medikamente in der Vergangenheit in ausreichender Dosis gegeben worden? - Hat sich die Betroffene mal eine Liste von Kontakten und Tätigkeiten gemacht, die ihr guttun, und das auch umgesetzt oder wenigstens umzusetzen versucht?
Hallo, ich selbst hatte eine mittelschwere Depression und auch bei mir schlugen diese Antidepressiva nicht an, erst als ich auf mich selbst gehört habe, auf meine Bauchgefühl, was mir die Depression sagen will und was mir gut tut konnte ich sie überwinden. Mir hat geholfen, fast jeden Tag 1/2 h zu joggen/walken draußen, Tageslichtlampen, autogenes Training, wo ich mir Stress- oder Angstsituationen vorgestellt habe und mich an die Hand genommen habe, mir gesagt habe, das hältst du aus, du kannst dich wehren, egal was die anderen sagen, bleib stark, oder weglaufen, atme weiter, mach weiter, aufgeben ist keine Lösung, Yoga; bei mieser Stimmung mich in die warme Badewanne zu setzen und alle schlechten Gefühle + Ängste abzuwaschen. Klavier spielen, singen, Kuscheltiere kaufen, mir vorm Spiegel 10x sagen, ich liebe mich, ich mag dich, Didi.
Aber wenn Sie der Ehemann sind, können sie auch aufmunternde Worte sagen.

Diese Diagnose nach nur 9 Wochen stationärer Behandlung ist ein Armutszeugnis, ein ärztlicher Offenbarungseid. Ich empfehle Klinikswechsel, z. B. das "Zentralinstitut für seelische Gesundheit"(ZI) in Mannheim. Oder gleich die Psychiatr. Abteil. der Univ.Klinik Heidelberg,wo auch bei entspr. Indikation Elektrokrampftherapien durchgeführt werden.
Bitte unbedingt mal die Schilddrüsenwerte checken lassen! Ich leide selbst seit fast 2 Jahren an einer postpartalen Depression und habe schon einiges an ADs hinter mir incl 5-monatigen Psychiatrieaufenhalt + 2er ambulanter Therapie. Dennoch gings mir nie wirklich gut. Durch Zufall bin ich auf das Thema Schilddrüse gestoßen und nach einigen Arztbesuchen bei Endokrinologen und Eigenrecherche im Internet wurde bei mir eine Unterfunktion diagnostiziert: die kann Depressionen, Angstzustände etc. hervorrufen und wird mit L-Thyroxin behandelt!
Was ist eine Elektrokrampftherapie?
Das, was man früher abwertend als "Elektroschock" bezeichnete. Das ist eine inzwischen auch in Deutschland akzeptierte Methode, bei der in Narkose ein epileptischer Anfall "erzeugt" wird. Dieser ist nur im EEG erkennbar, der Patient erhält Medikamente, die die Muskelkontraktion unterbinden. Die Methode hat kaum Nebenwirkungen und ist oft die einzige Rettung. Meine Erfahrung: es ist eine sehr wirksame Methode!!
Aber was bewirkt das im Körper?Ich kann nicht verstehen,wie das bei Depressionen helfen soll.Sorry,wenn ich Dich löchere,interessiert mich halt.
Die Erklärung ist schwierig. Die Therapie bist erfolgreich bei schwersten, therapieresistenten Depressionen und schwerster Form der Psychose. Was passiert ist folgendes: eigentlich nichts anderes als ein epileptischer Anfall unter höchst optimalen Bedingungen(Anästhesie) ausgelöst durch einen kurzen elektrischen Impuls an definierter Stelle. Dann entsteht eine elektrische Erregung, die sich über die gesamte Hirnoberfläche ausbreitet.Nach 1 Minute ist das vorüber, der Patient kann nach wenigen Stunden normal herumlaufen. Für eine Depressionsbehandlung werden mehrere Sitzungen gebraucht alle 2 Tage. Es gibt bestimmte Zentren, die damit erfahrung haben. Und die Erfolge sind sehr gut!
Danke,Doc.:-)Sehr interessant.
Wenn ich helfen kann..., gerne:-))