Frage von doener199, 40

Was tun bei Stress auf neuer Arbeit?

Hallo, Ich mach gerade eine Ausbildung und habe den Betrieb gewechselt weil ich im ersten nichts gelernt habe und bin seit einer Woche im neuen Betrieb. Dort darf ich zwar mehr machen aber die Kollegen beschweren sich nur weil ich Fehler mache oder Nachfrage wenn ich etwas nicht verstanden habe. Was aber daran liegt das ich im alten Betrieb nichts gelernt habe. Kann mir jemand sagen was ich am besten tun kann. Ich habe jetzt schon nach einer Woche keine Lust mehr zu arbeiten.

Antwort
von teafferman, 10

Solche Situationen gibt es auch als Ausgebildete. Mein Tipp über die besonderen Tipps bezogen auf die Tatsache, dass Du eben noch in der Ausbildung bist:

Schreibe so oft es geht mit. Auf diese Weise hältst Du die Anweisung schriftlich fest, kannst nachlesen. Und durch die Schreiberei lernst Du tatsächlich leichter. Und zuhause gehe die Sachen gerade zu Beginn noch mal durch und lege Dir nach und nach ein Nachschlagewerk an. 

Ansonsten lasse Dich auf gar keinen Fall von diesen Nötig-Habenden aus dem Konzept bringen. Es ist anstrengend. Ich weiß. 

Nimm es nicht persönlich. Denn nimmst Du es persönlich, gibst Du diesen Menschen Macht über Dich. Diese Macht steht ihnen aber nicht zu. In der Regel sind es arme Kreaturen die irgendwo ihren Frust loswerden müssen und sich nicht trauen, ihn da hinzutragen, wo er her kommt. 

Ich habe in D schon üble Kollegen gehabt. Mir hat da dieser Text sehr geholfen. Lese ihn täglich vor der Arbeit, in der Pause und bei Bedarf gehst Du lieber auf WC und liest ihn da noch mal. 

1. Leben

Nur für heute werde ich mich bemühen, einfach den Tag zu erleben - ohne alle Probleme meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.

2. Sorgfalt

Nur für heute werde ich größten Wert auf mein Auftreten legen und vornehm sein in meinem Verhalten: Ich werde niemanden kritisieren; ja ich werde nicht danach streben, die anderen zu korrigieren oder zu verbessern... nur mich selbst.

3. Glück

Nur für heute werde ich in der Gewissheit glücklich sein, dass ich für das Glück geschaffen bin ... nicht nur für die andere, sondern auch für diese Welt.

4. Realismus

Nur für heute werde ich mich an die Umstände anpassen, ohne zu verlangen, dass die Umstände sich an meine Wünsche anpassen.

5. Lesen

Nur für heute werde ich zehn Minuten meiner Zeit einer guten Lektüre widmen. Wie die Nahrung für das Leben des Leibes notwendig ist, ist die gute Lektüre notwendig für das Leben der Seele.

6. Handeln

Nur für heute werde ich eine gute Tat vollbringen - und ich werde es niemandem erzählen.

7. Überwinden

Nur für heute werde ich etwas tun, wozu ich keine Lust habe. Sollte ich mich in meinen Gedanken beleidigt fühlen, werde ich dafür sorgen, dass niemand es merkt.

8. Planen

Nur für heute werde ich ein genaues Programm aufstellen. Vielleicht halte ich mich nicht genau daran, aber ich werde es aufsetzen. Und ich werde mich vor zwei Übeln hüten: vor der Hetze und vor der Unentschlossenheit.

9. Mut

Nur für heute werde ich keine Angst haben. Ganz besonders werde ich keine Angst haben, mich an allem zu freuen, was schön ist. Und ich werde an die Güte glauben.

10. Vertrauen

Nur für heute werde ich fest daran glauben – selbst wenn die Umstände das Gegenteil zeigen sollten –, dass die gütige Vorsehung Gottes sich um mich kümmert, als gäbe es sonst niemanden auf der Welt.

Nimm dir nicht zu viel vor. Es genügt die friedliche, ruhige Suche nach dem Guten an jedem Tag zu jeder Stunde, und ohne Übertreibung und mit Geduld

Kommentar von teafferman ,

Meine Gedanken und Anregungen zu diesem als "Nur für Heute" in vielen Variationen genutzten Text möchte ich hier extra hinsetzen. 

1. ist nach meiner Erfahrung Übungssache. Im Bedarfsfall ersetze das Wort heute durch das Wort jetzt. 

2. Tatsächlich handelt es sich um die Einladung, die Mitmenschen machen zu lassen, Was sie wollen. Und die eigene Energie in sich selbst zu investieren. - Damit habe ich schon Kolleginnen - vor allen Dingen - in wutverzerrte Schreiereien gebracht. Und ihnen auf diese Weise geholfen, über sich selbst Auskunft zu geben. 

3. Vielleicht siehst Du einen sauberen Arbeitsplatz. Das kann tatsächlich Glück sein. Wenn wir es nur zulassen wollen. Oder Du siehst das schöne Wetter draußen. Dann kannst Du Dich freuen, später noch ein Stück davon zu erhaschen. Auch das kann Glück sein. Glück sind fast nie die großen Dinge. Es ist allerdings eine Übungssache, zu dieser Erkenntnis zu kommen. 

4. Die einzelnen Punkte führen tatsächlich zu einem angenehmeren Realismus, denn sie verändern nach und nach Deine Sichtweise ins Positive. 

5. Vielleicht wird es Dir gerade für den Anfang gut tun, ein Positiv-Tagebuch zu führen. Denn sicherlich braucht es Dein Selbstwert. Dann lese dieses eben zehn Minuten. Oder die Ausbildungsordnung, den Ausbildungsplan.... . Nutze diese zehn Minuten, um außer der vorgegebenen Reihe an Deiner Zukunft zu arbeiten. Mit dem Kopf. 

6. Ich finde es immer wieder eine sehr große Herausforderung, frustrierten Menschen ruhig und gelassen zu begegnen - und dann auch noch, ohne dabei arrogant zu wirken. 

7. Dann frage Dich, ob dieser Mensch das Recht hat, auf diese Weise Macht über Dich auszuüben. Später mögen Deine Gedanken dazu andere sein. Jetzt magst Du diesen von mir vorgeschlagenen Gedanken gut gebrauchen können. 

8.Diesen Punkt bespreche unbedingt mit Deinem Ausbildungsleiter. Ruhig auch öfter bei Bedarf. Hast führt zu Fehlern, Unentschlossenheit 

9. Das ist ein schwieriges Thema. Ich habe bei missmutigen, arroganten, auskunftsunwilligen Kollegen mir immer wieder leise gesagt: "Deinen Frust darfst Du für Dich behalten." Es gehört tatsächlich eine ganz große Portion Mut dazu, sich von den von Dir beschriebenen Aggressionen innerlich zu distanzieren. Und sei dazu nötig, hier und da mal auf WC zu verschwinden, in Ruhe zu atmen und an Was Schönes zu denken. 

10. Störe Dich nicht an so Ausdrücken wie "gütige Vorsehung Gottes". Tatsächlich leben wir im Vergleich zu anderen Ländern unter guten Umständen. Auch wenn Deine jetzt unhübsch sind. 

Du bist noch jung. Du hast jetzt die Chance, aus dieser durchaus großen Herausforderung eine ganz große Menge für das weiter Leben zu lernen. Das wirst Du jetzt nicht sehen, vielleicht nicht mal verstehen. Glaube mir aber, ich schreibe aus Erfahrung. 

Expertenantwort
von lenzing42, Community-Experte für Arbeit, 13

Setz dich mit dem Ausbildungsberater der für deine Ausbildung zuständigen Kammer (HWK?) in Verbindung und bitte ihn um Vermittlung.

Die Adresse der Kammer findest du auf der Rückseite deines Ausbildungsvertrages.

Frag aber ausdrücklich nach dem Ausbildungsberater, denn der ist dort der einzige, der sich um die Belange der Azubis kümmert.

Antwort
von Snowhazedollz, 21

Erklär deinem Chef mal die Situation und die sollen dich da richtig einarbeiten . Schließlich machst du eine Ausbildung und die müssen dich da unterstützen. Frag was du alles falsch gemacht hast und versuch es richtig zu machen. Und hab mehr Motivation. Aller Anfang ist schwer. Also viel Glück.

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