Frage von MarkusKapunkt, 377

Was treibt Menschen an, sich einer fundamentalistischen Religion anzuschließen?

In vielen Beiträgen hier in diesem Forum findet sich fundamentalistisches Gedankengut: - Ein User fragte gerade eben, ob er in die Hölle kommt, weil er als Grundschüler seiner Mutter gegenüber etwas schlechtes über den Heiligen Geist gesagt hat. - Ein anderer User stellt ständig die Frage, wie es ihm gelingen kann, das Evangelium zu verbreiten und seine Freunde von seinem Glauben zu überzeugen, um sie vor der Hölle zu retten. - In einer anderen Frage ging es darum, ob es für Allah okay sei, von seinem Bruder 2€ ungefragt zu leihen, weil er das Geld für die Schule brauchte. Er bekam in einer Antwort zu hören, dass dies Diebstahl sei und hart bestraft werden müsse, schließlich steht im Koran, dass man Dieben die Hand abhacken soll. - Die Frage, was man persönlich gegen seine Lustgedanken machen kann, obwohl man schon gesundheitliche Probleme vom vielen Fasten hat, taucht auch immer wieder auf. - Andere User erkundigen sich nach Heilmitteln für ihre Homosexualität und werden von anderen Usern als gottlose Sünder und als Gräuel beleidigt und ihnen mit Hölle und Verdammnis gedroht. - Von den ständigen Fragen nach der Beweisbarkeit der Evolutionstheorie hat wohl jeder schon einmal eine gelesen. - In einer Meiner Fragen, in der es darum ging, ob man Extremismuis nicht wie auch die Volksverhetzung strafrechtlich verfolgen sollte, antwortete mir ein User, dass von seinem Islam (ich wusste nicht, dass der jemandem gehört) nicht mehr viel übrig bleiben würde, wenn er nicht mehr sagen dürfe, dass laut Quran nur der Islam die einzig richtige Religion sei, und alle anderen in die Hölle kämen.

Warum ist in unserer Gesellschaft so viel Platz für diese Menschen? Warum werden solche Beiträge nicht zensiert, obwohl sie reinste Hetze sind? Und was treibt die Menschen überhaupt an, so eine menschenverachtende Gesinnung zu entwickeln und sich einer fundamentalistischen Religion anzuschließen? Ich kann es nicht verstehen, kann mir das jemand erklären? (Psychologisch, Theologisch, Soziologisch - egal!)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von vanillakusss, 40

Also, der radikale Islam, den manche so verteidigen, der wird oft aus purer Dummheit gelebt. Oder anders gesagt, bildungsschwache Menschen, die nicht viel kennen, "verstehen" den als Lebensbereicherung.

Was man nicht vergessen darf, es wird viel mit Angst gearbeitet, mit irgendeinem Blödsinn, der schlimme Strafen verspricht wenn man sich nicht ganz genau an den Koran hält.

Andere wieder (Männer) finden sich im islamischen Glauben gut aufgehoben. Der Mann hat das Sagen, immer und die Frauen haben zu kuschen. Weil sie minderwertig sind..... Es gibt genug Männer, die das super finden und es deswegen auch so daran festhalten. Leider wird das auch von den Müttern so weiter gegeben. Die Söhne der Familie sind die Paschas, die Mädchen werden verhüllt und unterdrückt.

In anderen Glaubensrichtungen geht es zivilisierter zu aber auch da wird mit Bestrafung und Brennen gearbeitet wenn man sich nicht sofort dem "einzig wahren Glauben" anschließt.

Ich habe hier, im Haus, Baptisten, Adventisten und Zeugen Jehovas gehabt. Alle wollten mich für ihre Gemeinde gewinnen aber alle haben es nett gemacht.

Als ich, als junge Frau mit kleiner Tochter, mitten im Winter nach Bayern wollte, ging es nicht. Die Nacht davor hatte es stark geschneit und ich hatte noch Sommerreifen drauf. Ja, da stand ich dann und wusste nicht weiter. Es war der 31. Dezember, ich kam nicht mehr an Winterreifen. Aber die Adventisten im Haus haben rum telefoniert und man hat mir echt Winterreifen gebracht! Für wenig Geld und sie wurden mir auch noch aufgezogen. Von wildfremden Menschen.

Der Zusammenhalt in der Gemeinde ist echt stark, das beeindruckt schon und man ist nett, man lädt ein, man kümmert sich usw. Viele werden so aufgefangen, die regelmäßigen Treffen, die Leute der Gemeinde können schnell zum Familienersatz werden.

Eine frühere Arbeitskollegin war psychisch krank, es ging ihr aus verschiedenen Gründen nicht gut und sie ist weit von ihrer Familie weggezogen, bewusst. Sie hat sich dann einer freikirchlichen Gemeinde angeschlossen weil sie einfach keinen hatte. In ihrer Gemeinde hat sie alles gefunden was sie bei ihrer Familie nicht bekommen hat und sie ist glücklich und zufrieden damit.

Nicht jeder Glaube ist schlecht. Er wird erst schlecht wenn er radikal wird.

Kommentar von vanillakusss ,

Danke für den Stern.

Antwort
von rotesand, 89

Hallo!

Ich kann dazu etwas erklären, das mir vor ca. 10-11 Jahren passiert ist: Ich traf in der Fußgängerzone einer deutschen Großstadt einen damals schon 80 Jahre alten Mann aus Thüringen, der sich nach der Wende den Zeugen Jehovas anschloss & mir recht anschaulich davon berichtet hat. Er erklärte mir absolut plausibel, dass er nach der Wende sich verloren fühlte, keinerlei Achtung mehr erfuhr, alles verloren hatte was ihm mal wichtig war & bei den Jehovas dann wieder neuen Halt bekam, sich verstanden und aufgenommen/akzeptiert fühlte. Es war ein sehr emotionales Gespräch, das mir auch im Nachhinein sehr zu Herzen ging!

Ich denke noch heute an diesen alten Mann & denke, dass seine Situation ziemlich gute Antworten auf diese Frage gibt: Ich würde nicht behaupten, die Jehovas seien fundamental im Sinne des hier thematisierten usw., aber viele sehen sicherlich persönliches Scheitern, Orientierungs- und Perspektivlosigkeit, Frustration oder Einsamkeit als Beweggrund an, sich solchen radikalen fundamentalistischen Vereinigungen/Religionen anzuschließen. 

Da spielt weniger der Glaube eine Rolle, sondern das "sich akzeptiert fühlen", das man im wirklich wahren Leben da draußen eben nicht bekommt oder nie bekommen hat.

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Schöne Erklärung. Ich danke Dir!

Kommentar von rotesand ,

Sehr gerne!

Mich hat das Gespräch mit dem alten Mann damals sehr berührt. ich war damals ca. 14/15, wir waren auf Klassenfahrt im Landschulheim & ich traf den Mann in der Fußgängerzone, als er Schriften verteilte.. habe mich mit ihm unterhalten, weil er mir einfach leidtat, aber ich glaube, das Gespräch hat ihm gut getan. Er hat sich richtig gefreut, dass er mir das erzählen konnte.

Er war übrigens echt der einzige freundliche Mensch, der mir in dieser Stadt in Baden-Württemberg begegnet ist, zusammen mit einem Opa aus Bayern, der mich nach dem Weg zu einem Denkmal fragte.

Antwort
von Rosenblad, 114

Befragt man die Entwicklungspsychologie so werden erste Kausalitäten sichtbar: Die Phase der späten Adoleszenz und frühe Adultität zeichnet sich als eine massive Umbruchära im Leben eines jungen Menschen aus – bisherige Einzelpositionen wie Identität, erste Strategien und Konzepte, frühe Wertausrichtungen, erste Zielformulierungen, Bedeutungszuweisungen und Sinnstiftungen, Autonomieausrichtungen, Verantwortungsfragen, Lebensorganisation und Dispositionen (die mehr und mehr über die Peer-Beziehungen geführt werden, da die Eltern stark außen vor bleiben), erste Lebenskonzepte und Entwürfe müssen in adultstabile und adultkonforme „Systeme“ (von Identitäts-, Werte-, Strategie-, Wissens-, Überzeugungs-, Ziel-, Sinnsysteme usw.) überführt werden.

Als Einzelpersönlichkeitsausweisung geht es darum erste Bausteine für eine spätere Souveränität, Professionalität und Autorität zu gewinnen um eigene Sozialsysteme (wie das einer eigenen Familie), Berufssysteme, Verwirklichungs- und Handlungssysteme und die eigene Stellung in der Gesellschaft aufbauen und ausfüllen zu können. Dies erfordert einen ungeheuren psychischen und sozialen Kraftakt bei dem es familiärer, sozialer und gesellschaftlicher Halterungen bedarf.

Halterungen und Sicherungen die bei vorhandenen Leerstellen, Lücken und v.a. Brüchen bei solchen Fragen wie Vertrauensangeboten, Orientierungslinien, Ordnungsgrößen, Sinnbeständen und sozialen Implementierungen (wohin gehöre ich, zu wem gehöre ich) zu massiven Persönlichkeitsauslenkungen führen. Die extremistischen Sozialpathologien liefern leider für Jugendliche starke Klammern und Halteösen – suggerieren in ihren stark geschlossenen Gruppenstrukturen solche Faktoren wie Commitment, Geborgenheit, Zugehörigkeit, Identität, Überlegenheit, Selbstwertgefühle usw. und bedienen damit eine Klaviatur von vorgelegten Codierungen, Erwartungen, Überzeugungen, Emotionen, Zielen, Werten, Selbstregulierungsinhalten zur Identifizierung und Introjizierung (der Übernahme und Verinnerlichung der Ansichten der „Gruppe“ als wären es die eigenen), die die Gesellschaft nicht oder nur brüchig anbieten kann.

„Wo Menschen keine Chance mehr haben auf soziale und politische Teilhabe, wo sie sich dauerhaft benachteiligt sehen ohne die Möglichkeit, ihre eigenen Anliegen vorzubringen oder etwas an ihrer sozialen Lage zu verändern, wächst dem Politik-Philosophen zufolge die Anfälligkeit für Antworten, wie sie der Dschihad bietet: nämlich die Antwort der brutalen, vermeintlich ziellosen Gewalt. Eine entfesselte Gewalt, wie man sie aus dem Faschismus kennt und wie sie auch vom "Islamischen Staat" zelebriert wird.“ (Jürgen Manemann)
Die drohende Verwüstung der eigenen psychischen „Landschaft“ durch Hoffnungs-, Halt- und Identitätslosigkeit wird über solche kollektivpathologische Konstruktionen (wie politisch- oder religiös-ummantelten Organisationen und Gruppen) gleichsam überkompensiert in ein Art Boderline-Gebilde das über Symbole, Gewaltexzesse und Normierungen noch verstärkt wird. Der Einzelne wird entpersonalisiert und quasi neu konfiguriert als ein Ich im Wir, dass dabei das was ursprünglich gesucht wurde nicht mehr vorhanden ist (die eigene Identität zur Gruppenidentität wurde) geht im Rausch o.g. Exzesse und einer Scheinkompensation unter. Der Mensch wird zum Gefangenen dessen was er sein wollte und nun nur noch in einem ganz eng gespannten (Kollektiv)Rahmen sein kann – wenn er diese Entwicklungsdegeneration merkt ist es in aller Regel schon zu spät.

Kommentar von Rosenblad ,

Ein Nachtrag: Eine Frage die ich nicht beantworten kann, liegt in der Tatsache begründet das aus dem Religionsgebäude des Islam sich eine derartige Kollektivpathologie in Form massiv extremistischer und ideologisch sehr tief liegender "Anbieter" solcher Scheinkompensationen für Jugendliche heraustreten konnten.

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Das ausgerechnet der islamistische Extremismus besonders attraktiv für diese benachteiligten jungen Menschen ist, könnte dann nach deiner Theorie daran liegen, dass besonders Muslime oft Benachteiligungen erfahren, oder? Ein muslimisch klingender Name auf einem Bewerbungsschreiben wird oft eher aussortiert als ein deutschklingender, habe ich vor kurzem erst wieder in einem Sozialbericht gelesen. Wenn es also vor allem junge Muslime sind, denen die wirtschaftliche Unabhängigkeit und eigene Entfaltungsmöglichkeit vorenthalten wird, dann können sie in fundamentalistischen Lagern Leidensgenossen, Akzeptanz und vor allem Rückhalt finden.

Bei fundamentalistischen Freikirchen sind es aber oft auch Jugendliche mit dem Hintergrund eines hohen Bilungsniveaus (wie ich sie selbst oft kennengelernt habe). Viele haben Abitur und studieren sogar. Wo liegt bei ihnen die Erklärung? Sie sollten sich durch eine in ihrem späteren Leben zu erwartende Souverenität, Professionalität und Autorität eigentlich nicht so leicht beeinflussen lassen.

Kommentar von kayo1548 ,

"
Das ausgerechnet der islamistische Extremismus besonders attraktiv für
diese benachteiligten jungen Menschen ist, könnte dann nach deiner
Theorie daran liegen, dass besonders Muslime oft Benachteiligungen


Muss nicht sein;

einige die Taten im Namen einer solch extremistischen Gruppierung machen sind nicht unbedingt gläubig sondern erhoffen sich durch die Identifizierung oder Beitritt eine Form von Status, Zuspruch, Macht etc;

d.h. das wäre letztendlich etwas ganz ähnliches wie bei einer Sekte; oder das ganze kann auch passiver erfolgen, dass man einfach den Namen zu Aufmerksamkeitszwecken nutzt.

Man sieht das ja auch gut daran, dass viele Extremisten in Europa erst später konvertiert sind; also waren da erst diese ganzen Faktoren und dann die Konvertierung und der Anschluss (praktisch als Folge);

daher sollte man das "Muslim sein" nicht als kausalen Einstiegspunkt betrachten.

Auf das was du hinaus willst trifft tendenziell eher in Gebieten zu, in denen es tatsächlich einen muslimischen Anteil gibt der dann radikalsiert wird.

Solche Spannungen gibt es z.b. auch im Osten (wie z.b. auch China); wobei diese Spannungen natürlich nicht zwangsläufg zu einem Beitrtitt oder Identifizierung einer bestimmten radikalen Gruppierung führen.

Man muss dann halt auch berücksichtigen, dass bei einem das Individuum und bei der anderen eine Volksgruppe im Vorderund steht, wobei letzteres natürlich auch massive Ausiwkrungen auf das Individuum an sich hat.

"
Ein muslimisch klingender Name auf einem Bewerbungsschreiben wird oft
eher aussortiert als ein deutschklingender, habe ich vor kurzem erst
wieder in einem Sozialbericht gelesen

"

Mag in D sicher im Einzelfall auch der Fall sein;

es braucht aber nicht einmal einen objektiven Grund dafür; ein gewisses subjektives Bild (beispielsweise aufgrund persönlicher Erffahrungen) reicht dafür aus und kann sich verselbständigen.

Sicher kann das dann  im Einzelfall auch in Zusammenhang mit psychischen Störeungen stehen; da eine Untersuchung wäre sicher sehr interessant.

"
Viele haben Abitur und studieren sogar. Wo liegt bei ihnen die Erklärung? "

Mit Bildung hat das wenig zu tun;

bei diesem mitunter hoch emotionalen und subjektiven Komponentne spielt Bildung kaum eine Rolle.

Anfangs aus einre noch recht neutralen Perspektive mag eine gute Bildung vielleicht vor Falschinformationen o.ä. schützen, aber je nach persönlicher Verfassung wird man auch dafür später anfällig.

Daneben geht es ja nicht immer um etwas, das direkt falsifizierbar wäre.

Kommentar von Rosenblad ,

In Ihrer Replik wird deutlich, dass Sie ein vollständiges Erklärungsmodell erwartet hatten – das sich für eine solche Gesamtanalyse diese (virtuelle) Plattform als ungeeignet erweist dürfte vorauszusetzen sein.
Mir ging es lediglich um eine ontologische Momentaufnahme für diese „Übergangszeit“ die sich für den jungen Menschen als extrem instabil erweisen kann. Jegliche entwicklungshemmende oder fördernde Prodromi – genetischer, pathologischer, empirischer, sozial-familiärer oder peristatischer (Umweltfaktoren, Milieu, „Begegnete“) Formation und Ausprägung blieben an dieser Stelle ausgeblendet.

Dem Hinweis auf Intelligenz kann ich nur damit begegnen, dass der Wirkungsgrad dieser psychischen Zustandsgröße bezüglich von Entwicklungsstabilisierungen oder Destabilisierungen lediglich als Randbedingung aber nicht als Hauptbedingung abzubilden wäre. Bindung, Sicherheitszuflüsse, Geborgen, Vertrauen, die Entwicklung von Autonomie, Ipsativität (einem stabilen Selbst, von Selbstkonzepten und Identitätsaussagen) oder Generizität sind hierbei die expliziten Voraussetzungen – wobei jeder einzelne Entwicklungsbruch, Störung oder Aversion sich selbstreferentiell (selbstverstärkend) auf die weitere Entwicklung auswirkt.

Im Falle der angezeigten Ansprache bezüglich freikirchlicher Engführungen für die Entwicklungsverläufe sind natürlich die personenkonkreten Verwerfungen und Störungen nicht vom Schreibtisch aus zu begründen, aber wie so viele Instantiierungsgrößen (Mutter, Vater, Geschwister, physischer oder psychischer Missbrauch, Milieu, Kulturinhalte/Traditionen und Habituationen bis hin zu gesellschaftlichen Inflationseinwirkungen) kann auch und gerade der Aspekt der Religion in seinen- besonders in der Familie- , installierten Dogmen, Normen und sozialen Restriktionen, traumatisierende Verursachungen aufweisen                Denken sie an einen dogmatisch strengen Vater oder umgekehrt der junge Mensch will seinen Vater „gefallen“ und versucht die Religion des Vaters gleichsam gegen seine eigene Persönlichkeitsarchitektur (Interessen, Neigungen, Antriebe) zu leben oder kann dem Vater nicht genügen.

Die Beispiele resp. Zugangslinien zu solchen Verwachsungen sind so komplex wie es das psychische System insgesamt manifestiert – Korrelationen, Dependenzen und Interferenzen können die Störungen weiter intensivieren und zu Komorbiditäten führen.

Das gerade auch das Vorkommen Religion sich möglicherweise aversiv auf Entwicklungsverläufe dramatisch auswirken kann liegt nach meinen Dafürhaltung in der zu starken Zuweisung dem eine solche Institution (Institutionen sind „…auf Dauer gestellte soziale Ordnungen, wobei sich die Dauerhaftigkeit aus äußerlichen festen Verhaltenserwartungen, internalisierten informellen Normen und Konventionen, formalen Regeln bzw. gesatztem Recht oder legitimierten Leitideen ableiten kann. (…..) Im letzteren Fall erfolgt die Konkretisierung durch die Ausdifferenzierung von Handlungsmaximen bzw. Rationalitätskriterien und ist häufig mit der Ausbildung von komplexeren Rechtsvorschriften und Organisationsstrukturen verbunden.“ (Karl Ulrich Mayer / Martin Diewald „Die Institutionalisierung von Lebensverläufen“, S.522) als Lebensgröße (z.B. zur Bewältigung von negativen Kontingenzbrüchen, zur Orientierung, als Identitätsersatz usw.) zugeschrieben bekommt.

Mein Haupteinwand gegen die Überdimensionierung der Religion liegt aber in deren einseitiger Aufnahme und Aufbereitung des psychischen Moments der Religiosität als – man verzeihe mir den Begriff – intimer Bestandteil menschlicher Entwicklung. Anders formuliert Religion ist ein „Fertigprodukt“, generiert von Personen (von oft Menschen in einer völlig anderen geschichtlichen und kulturellen Epoche der Menschheit) die ganz eigene Strebungen, Strategien und Lebensentwürfe aufwiesen (z.T. mit, um es vorsichtig zu formulieren,  psychischen Idiosynkrasien) – so ein Prokrustesbett kann eine Passung für den Einzelnen oder ein Kollektiv (z.B. ein Familie) aufweisen, muss es aber nicht zwangsläufig und kann sich in ein pathologisches Gegenteil verwandeln. Von daher ist es oft nicht verwunderlich das sich der Einzelne oder die jeweilige Kollektivgruppe (oder Konfession) "paßbare" und "machbare" Lehrbezüge rezipiert und andere negiert oder ideologisch uminterpretiert.

Antwort
von Suboptimierer, 144

Ich denke, die meisten Mitglieder fundamentalistischer Religionen sind in ihre Religion hinein geboren worden. Dann gibt es noch einen Teil, der verzweifelt Halt sucht, "egal" was in der Gemeinschaft vermittelt wird. Hauptsache derjenige findet eine Gemeinschaft.

Religionen, aber auch Atheismus ist wie bei Mitgliedschaften bei Versicherungen und Banken. Die Leute wechseln sie ungerne und selten. Das Umfeld ist nicht unentscheidend für die Wahl. Es bestimmt den Rahmen, in dem man überhaupt wählen kann.

________________________

Hetze hier auf GuteFrage kannst du melden. Der Support wird da drüber schauen und entscheiden, ob die Meldung berechtigt war. Wäre dies der Fall, wird der Beitrag gelöscht. In bestimmten Fällen kann das sogar zur Sperrung der User führen.

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Habe ich bereits versucht, bis ich dann selbst für 24 Stunden gesperrt wurde. Ich habe nur auf die beleidigende Unterstellung, ich sei wegen meiner offenen Haltung und Toleranz für Homosexuelle nur ein "halber Christ", erbost geantwortet, dass jeder, der andere wegen ihrer Sexualität in die Hölle schicken will, zwar kein halber Christ, sondern ein ganzer (...) sei. Was in den Klammern steht, kannst du dir sicher denken - man hat mich dafür einen Tag lang mundtot gemacht. Zensur findet statt, ja, aber manchmal bist du der Hund, manchmal aber auch der Baum.

Kommentar von Suboptimierer ,

Zensur ist staatlich. Davon weiß ich hier nichts.

Dein Beitrag wird gelöscht, wenn (...) beleidigend oder hetzerisch ist, ganz gleich ob es gerechtfertigt ist oder nicht oder ob du dich nur verteidigst oder nicht.

Jeder Beitrag stellt einen Fall für sich dar.

Wenn du dich verteidigst, musst du dich in deiner Verteidigung an die Regeln halten.

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Tja das ist so eine Sache mit der Rechtfertigung... Ich verwendete übrigens das Wort "Voll!diot", was mir ja nun auch leid tut. Ich weiß ja, dass dieses Wort zu den Beliedigungen übelster Sorte zählt und der Nutzer, der sich damit ertappt gefühlt hat, sich danach sicher den grausamsten seelischen Qualen ausgesetzt gefühlt hat. Wahrscheinlich sind deshalb sehr viele Tränen vergossen worden, deshalb werde ich das jetzt auch niemals wieder tun. Auch nicht, wenn mir jemand eine sogar noch schlimmere Beleidigung entgegenbellt (auch wenn es die sicherlich gar nicht gibt, unvorstellbar!).

Kommentar von Suboptimierer ,

Welche Schlüsse du ziehst, musst du wissen. Oder versuchst du mir irgendwie ein schlechtes Gewissen zu machen? Ich habe damit doch gar nichts zu tun.

Kommentar von Hooks ,

Markus, Du übersiehst hier, daß es einen Unterschied macht, ob man Gottes Wort zitiert, oder ob man etwas will.

Antwort
von itsgreat, 150

Viele Menschen, die in ihrem Leben so keine Erfüllung sehen, weil sie alleine sind oder sonstwas sehen in solchen - ich nenne es mal Sekten - eine Familie, eine Gemeinschaft und fühlen sich etwas zugehörig.

Außerdem ist es sehr bequem sich alles einfach zu machen: Gott hat die Welt geschaffen und so ist es nun, basta. Kein Hinterfragen nötig.

Viele wurden so erzogen oder besser gesagt indoktriniert. Sie haben vielleicht Angst sich dem was ihre Eltern ihnen beibrachten abzuwenden.

Und viele sind einfach schwache Perönlichkeiten, die den Sinn des Lebens suchen und den nächst besten vertrauen, die ihnen einen solchen anbieten. Ich will nicht sagen Veganer seien grundsätzlich so, aber viele davon wollen ja auch die ganze Welt davon überzeugen, dass ihre Lebenseise das ulitmativ richtige ist etc. - wenn du etwas gefunden hast, das dich begeistert, dann neigt man dazu es allen aufzuzwingen, manche mehr manche weniger.

In deren Fall ist das dann die Religion, bei anderen Verschwörungstheorien etc.

Der Grund, warum das nicht zensiert wird, ist einfach der, dass wir in Deutschland freie Meinungsäußerung haben und egal wie bescheuert es für uns klingt - die dürfen das sagen und glauben.

Antwort
von eleteroj, 110

ein kurzer Blick in die Statistik ergibt schon mal sicher eine erste Aufklärung: 92% der bekennenden sunnitischen Moslems sind in einer Moslemfamilie aufgewachsen; lediglich 8% der bekennenden sunnitischen Moslems sind Konvertiten. Was soziologisch noch zu untersuchen wäre: wie hoch ist der Anteil weiblicher Konvertiten mit moslemischem Partner (der also Anpassungsdruck ausübt).

Bei den christlichen Gläubigen liegt die Zahl der erfolgreich  missionierten bei ca 20%, die der Säuglingsgetauften bei ca 80%.

Da jede Religion ein irrationales Glaubenssystem transportiert, sind die Motive zur Konversion nicht Ergebnis rationalen Schliessens aufgrund hinreichender Bewertung von Sachargumenten. Es sind irrationale, oft tief unterbewusst gesteuerte Entschlüsse, und als solche Gegenstand psychologischer Forschung. Man kann also zwar vieles vermuten, warum jemand sich überhaupt welcher Religion anschliesst, aber gesichterte wissenschaftliche Studien gibt es dazu leider noch nicht.

Eine erster Einblick in die Problematik:

Richard Dawkins - "Der Gotteswahn" Berlin, 2007 Ullstein TB

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Danke für diese Zahlen. Genau nach solchen Antworten habe ich gesucht. :-)

Kommentar von Hooks ,

Ja, da siehst Du die Problematik. In Religionen wird man hineingeboren, zum lebendigen Retter findet man nur selbst.

Es gibt nur "Gotteskinder" aus eigenem Entschluß, Gott hat keine Enkel.

Antwort
von Kerstin96, 135

Zuerst mal: Ich finde deine Frage sehr interessant, befürchte jedoch, dass dies die falsche Website ist um hier zu diskutieren, da einer großer Teil der aktiven Nutzer noch sehr jung ist. 

Ich glaube, es gibt sehr viele verschiedene Gründe die Leute antreiben, eine Religion radikal auszuüben. Vor allem wird ein Halt in der Religion gesucht. Womöglich können sie diesen Halt nicht in der Familie oder im Freundeskreis finden, werden gemobbt oder haben keine Chancen am Arbeitsmarkt/in der Schule. Da gibt es hunderte von möglichen Faktoren, weshalb dieser Halt geschwächt oder gar nicht erst vorhanden ist. 

Der "theologische Anhaltspunkt" ist meines Erachtens bei sehr vielen nur Nebensache. Man sieht das ja bestens bei jungen Männern die für den IS sympathisieren und nicht wissen, was im Koran steht. 

Antwort
von marylinjackson, 60

Vielleicht lässt sich das auch mal biologistisch erklären, warum der Mensch extrem und böse wird. So, wie Genome die Sexualität, Erbkrankheiten oder das Essverhalten bestimmen sollen.

Den äußeren und schädlichen Einfluss für das auffällige extreme Verhalten sehe ich aber noch als vordringlich.

Kommentar von Hooks ,

Biologistisch?

Also man kann es auch wirklich übertreiben mit der Anhängung von " - istisch" an gewöhnliche Adjektive!

Kommentar von marylinjackson ,

Dieses Adjektiv biologistisch ist schon alt und kommt vom Biologismus.

Der Begriff „Biologismus“ wurde durch den Philosophen Heinrich Rickert (1863 – 1936) in seiner Schrift „Lebenswerte und Kulturwerte“ (1911/12) geprägt.

Antwort
von Fairy21, 96

Bei manchen trifft einfach die  Begründung "Macht" zu.

Wenn jemand(A) einem anderen (B) bei dem kleinsten Vergehen/bei jeder Kleinigkeit mit der Hölle droht und der andere aus Unwissenheit Angst bekommt.

Dann fühlt sich A mächtig gegenüber B.

Anderen  und auch sich selbst glaubwürdig vorzugeben, :Man wüsste was der Wille Gottes oder von einem anderen höheren Wesen ist. 

Gibt einem  das Gefühl "mächtig" sein.  

Denn dann stellt  man sich mit Gott oder diesem Wesen gleich. 

Man steht mit ihm auf einer Stufe. 

Gott oder dieses Wesen gilt ja bei vielen  als mächtigste Macht der Welt. 

Antwort
von Maeeutik, 121

Vermutl hat jeder erst einmal einen persönlichen Grund.

Auffällig ist allerdings, Islam und Koran waren in jüngerer Vergangenheit kein auffälliges Thema in unserer Gesellschaft. Aber es waren nicht die Flüchtlinge des IS, die Islam und Islamismus zum Alltagsthema werden liessen. Offenbar fehlte in der Vergangenheit der Funke, mit dem der Feuereifer gezündet werden konnte und die Parolen der AfD übernahmen diese Aufgabe.

In der BRD ist Religion Privatsache. Obwohl man in der Bibel viele Textstellen findet die frauenfeindlich / undemokratisch sind, hat man das hierzulande überwunden.

Der Islam beharrt auf dem Wortlaut des Koran und des Propheten. Es dürfte noch ein weiter Weg sein bis möglichst viele erkennen, die Sharia verträgt sich nicht mit GG.

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Diesen Weg hatte der Islam in der Vergangenheit bereits beschritten. Schon im Frühmittelalter wurde an den islamischen Bildungsstätten in Bereichen geforscht, die erst in den letzten zwei Jahrhunderten wieder Aufmerksamkeit bekamen. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass der Islam in jener Zeit die toleranteste Religion überhaupt war und dass Bildung und Forschung nur in den Ländern möglich war, die islamisch waren. Das gesamte Wissen der Antike, das uns heute noch verfügbar ist, stammt aus islamischen Ländern. Islamische Wissenschaftler entwickeln das heute überall angewendete Dezimalsystem der Zahlen. Islamische Naturforscher entdeckten die Evolution und sogar die Abstammung des Menschen vom Affen bereits viele hundert Jahre vor Charles Darwin.

Kurz- Der Islam ist es nicht, der so eine Geisteshaltung, wie ich sie in meiner Frage kritisiere, erzeugt. Das tut die Gesellschaft, wenn sie Fundamentalisten frei wirken lässt. Ein Christ, der die Bibel wortwörtlich auslegt, ist genau so gefährlich, wie ein Moslem, der das mit dem Quran tut - Aber wenn beide sich zusammensetzen und Toleranz als oberstes ihrer Ziele verstehen, dann sind sie imstande, sehr viel fruchtbares zu leisten, trotz (oder sogar wegen?) ihrer Religion.

Kommentar von marylinjackson ,

Das ist zu dick aufgetragen, dass das gesamte Wissen der Antike, das uns heute noch verfügbar ist, aus islamischen Ländern stamme. Die Griechen hatten bereits eine uralte Schriftkultur, erst viel später, ab 400 u.Z. gab es dann auch eine  Arabische Schrift . Die Wissenschaftler, die ihre Werke ins Arabische übersetzten, waren meist Perser, Griechen und Juden. Selbst ihre Namen wurden arabisiert.

Kommentar von Hooks ,


Ein Christ, der die Bibel wortwörtlich auslegt, ist genau so gefährlich, wie ein Moslem,

Ein Christ ist ein Nachfolger von Jesus Christus, und der hat befohlen: "Liebt Eure Feinde!" und "Achtet den andern höher als Euch selbst!" - was ist daran gefährlich?

Kommentar von marylinjackson ,

Es ist ja das Evangelium eine Gute Nachricht für alle Christen. Nicht das Alte, sondern das Neue Testament sollte ihre Richtschnur für ihr Handeln sein.. 

Gefährlich sind die Christen höchstens in Sekten wie Führer Jim Jones mit seiner Sekte Peoples Temple.

Mit der Toleranz im Islam ist es nicht weit her.

Kommentar von DonkeyDerby ,

@Hooks: Die "wörtliche" Auslegung des Neuen Testaments hat in der Vergangenheit schon zur Rechtfertigung von Gewalttaten gedient, Stichwort Compelle intrare: http://www.gavagai.de/re/HHD2020.htm

Kommentar von marylinjackson ,

Da steht aber auch drin:

"Gewalt zum Schutz der Religion war seit dem 19. Jahrhundert – stark eingeschränkt – nur noch in katholischen Staaten durchsetzbar  Erst im Zweiten Vatikanischen Konzil 1964-1965 setzte sich auch in der katholischen Kirche die Religionsfreiheit – zumindest offiziellerseits – durch".

Kein Zwang im Glauben? Das sind immer nur Worte, die Gedanken sind frei.

Kommentar von Hooks ,

Das gibt das NT aber nicht her. Die Aussage geht eindeutig woandershin.

Antwort
von JanfoxDE, 15

Das liegt daran das die Menschen die daran glauben Angst vor der Auslöschung ihrer Existenz haben. Denn sie können sich nicht selbst davon überzeugen, das nach dem Tod sie erlöschen sind.

Antwort
von FLUPSCHI, 132

Also meistens Liegt es an der Armut da manche keine andere Lösung haben vertrauen sie auf Gott und die Welt aber Leider gibs idealistische Glauben die Blodsinn sind wie Selbmord usw

Ps ich glaube nicht an Gott falls die Frage kommt weil jeder lebt für sich selbst und entscheidet fur sich selbst und das wird auch immer so bleiben :)

Kommentar von FLUPSCHI ,

Armut ist nicht das meiste problem aber es ist ein Bestandteil und weil Viel aus dem Eltern an die Kinder weiter gegeben wird

Antwort
von Nitra2014, 101

Religion soll den Menschen eigentlich Hoffnung geben, aber wenn man mit seinem Leben nicht zurecht kommt und eine fixe Idee entwickelt, dann zieht man seine Kraft nicht aus dem Glauben an Gemeinsamkeit, Frieden, Liebe, sondern aus dem Egoismus - mein Glaube ist der Einzige, der zählt.

Ich halte von Religion überhaupt nichts, da es zu oft als Ausrede für die schlimmsten Gräueltaten in der Menschheitsgeschichte verwendet wird. Der Glaube an Gott an sich ist etwas Gutes, solange er nicht missbraucht wird, um andere auszugrenzen, zu bestrafen oder mit Gewalt an sich zu binden.



Antwort
von whabifan, 75

Leute die so krass nach einer Religion leben wollen einfach ein einfaches Leben führen ohne sich anzustrengen. Das ist einer der Punkte der Religion wenn sie strenggläubig gelebt wird einfach ausmacht. Der Mensch will sich nicht anstrengen, deshalb lebt er einfach nach einer Religion.

Antwort
von ragglan, 30

Nicht die Religion an sich ist fundamentalistisch (wobei dieses fundamentalistisch, nicht gleich extremistisch ist) ... sondern der Mensch gestaltet sich seinen Weg. 

Antwort
von nowka20, 16

auch solche menschen haben ein recht auf leben und freie meinungsäußerung

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Die Freiheit und die Rechte der einen enden aber dann, wenn sie die Freiheit und Rechte der anderen beschneiden wollen.

Kommentar von nowka20 ,

genau, dann hau denen auf die flossen, den freiheit heißt: in ketten tanzen (konfuzius)

Antwort
von Lisa2808Twitter, 99

Diese Menschen haben einfach falsche Bilder im Kopf. Falsche Glaubensbilder können zu vielen Falschen Entscheidungen führen(z.b.beim IS wegen den Terroranschlägen für Allah) Diese Menschen denken wirklich ihre Religion ist die richtige und wollen das mit allen Mitteln durchsetzen. Die Fragen werden nicht gesperrt weil es halt Anscheinend nicht gegen die Richtlinien verstößt.

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Ich habe vorhin eine ähnliche Frage gestellt, allerdings sie nicht so offen gelassen. Ich wollte darin die Argumente der Fundamentalisten selbst hören - aber meine Frage wurde gelöscht. Zensur findet also statt, aber offenbar nicht am richtigen Ende.

Kommentar von Hooks ,

Sie findet an allen Enden statt.

Antwort
von fricktorel, 28

Viele Menschen leben in einer Art "Käfig", in welchen sie vom "Gott dieser Welt" (Offb.12,9) gefangen gehalten werden (Röm.7,23; 2.Tim.2,26).

Gottes Sohn gab sein Leben, um uns davon zu befreien (Röm.6,23).

Dazu ist "Glaube" nötig (Hebr.11,1; 1.Joh.5,4).

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community