Frage von zippo1970, 286

Was treibt Eltern dazu, ihre Kinder rauszuschmeißen?

Ich lese hier häufig, von jungen Menschen, die von ihren Eltern, aus dem elterlichen zu Hause, rausgeschmissen wurden.

Ich bin selbst Vater, und kann mir so etwas nur schwer vorstellen. Ich kenne auch keine solchen Fälle, aus der Verwandtschaft, oder Bekanntenkreis.

Ich meine jetzt so die Altersgruppe zwischen 18 und 25. Das man einen 35 Jährigen, irgendwann vor die Tür setzt, kann ich noch verstehen. ;-)

Wäre schön, wenn ihr von euren Erfahrungen damit berichten könntet, und ein paar Gründe, oder am besten Beispiele aus dem Leben anführen könntet.

Würde mich wirklich interessieren......

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ClochardFranken, 133

Servus!

Ich wurde mit 18 Jahren rausgeschmissen. Kann man nicht so einfach erklären, da muss ich etwas ausholen.

Meine Eltern waren nicht so toll. Vater ein Alkoholkranker, cholerischer Despot. Meine Mutter eine einfache unglückliche Frau, die den Alltag nur mit einer gewissen Menge Pillen schaffte. Das Klima zu Hause, war nie wirklich gut. Mit 16 fing ich eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann an.

Ich ging morgens um 6 Uhr aus dem Haus, und kam erst abends um 20 Uhr von der Arbeit nach Hause. Irgendwann fing ich an, nach der Arbeit, statt nach Hause, erst mal in die Kneipe, oder Spielhalle zu gehen. Nachdem ich 18 wurde, gab es kein Halten mehr. Ich kam auch in der Woche nicht vor 2 Uhr nach Hause, wenn überhaupt. Ich soff und spielte, hatte Schlägereien und einigen Ärger mit der Polizei. Das hatte natürlich auch Einfluss auf meine Arbeitsleistung. Und wenn man öfter mal besoffen auf die Arbeit kommt, oder in die Berufsschule, hat das Konsequenzen. Anfang des dritten Lehrjahres, wurde ich gefeuert, und mein Vater hat mich zu Hause rausgeschmissen. Arbeitslosigkeit ging im Weltbild meiner Familie gar nicht.

Ich schlug mich einige Zeit bei Freunden durch, und fand auch wieder einen Job. Einen ziemlich guten sogar. So durfte ich auch bei meinen Eltern wieder einziehen. Ich hatte das Ziel, mir ein paar Monate Geld zu sparen, und dann eine eigene Wohnung zu mieten. Ich verdiente ganz gut. Aber ich hatte mittlerweile auch eine ausgewachsene Alkohol- und Spielsucht. Keinen Pfennig konnte ich sparen. Und den Job verlor ich auch wieder relativ schnell, und stand wieder auf der Straße. Mein Vater redete nicht mal mehr mit mir. Ich meldete mich schnellstmöglich bei der Bundeswehr, um meinen Wehrdienst zu machen. So war ich erst mal ein Jahr unter. Aber für meine Suchtprobleme war dieses Jahr auch nicht hilfreich.  

Ich suchte Hilfe bei der Suchtberatung, denn ich wusste ich hatte ein Problem, und wurde alleine nicht damit fertig. Ich beantragte eine Therapie. Therapieplätze für Spieler waren zu der Zeit noch dünn gesät, und ich musste mit über einem Jahr Wartezeit rechnen. Ich hatte keine Wohnung, keine Arbeit, und wusste nicht wohin. Meine Schwägerin versuchte ein Vermittlungsgespräch mit meinem Vater. Sie redete mit ihm, ich saß daneben, aber er ignorierte mich. Dann sagte er einen Satz zu meiner Schwägerin, der mich traf wie ein Peitschenhieb. „Der ist nicht mehr mein Sohn“! Ich stand auf, und verließ wortlos das Haus. Es war das letzte Mal, dass ich meinen Vater gesehen habe.  

So war das damals. Ist lange her. Aber so ist das Leben!



Kommentar von zippo1970 ,

Heftige Story.....ich hoffe du hast noch mal die Kurve gekriegt.... :-)

Kommentar von ClochardFranken ,

Passt schon! ;)

Antwort
von teafferman, 77

Meine Schwester wurde vor die Tür gesetzt. Allerdings nicht einfach so. Unsere Mutter hatte ihr ein Vorpraktikum mit Wohnmöglichkeit besorgt. 

Warum? Unsere Mutter hatte in ihrer Jugend in einem Frauen-Konzentrationslager gearbeitet. Sie war dadurch geprägt. Mit ihrer Aktion schützte sie sowohl meine Schwester als auch sich selbst. 

Nebenbei: Die von ihr benötigte Therapie war 20 Jahre nach ihrem Tod erst anwendungsreif. Angeboten wird sie ausschließlich in NRW.

Das ist ein Hintergrund. Ein nicht zu unterschätzender. 

Wir haben aber im Verhältnis zu Kindern eine längere bis lange sehr prekäre Geschichte. Lasse mich einige Beispiele, welche nachgewiesen wurden von Fachmenschen, anführen: 

Mindestens bis ins späte letzte Jahrhundert hinein war es in mancher Gegend dieses Staates üblich, Babys schon Schnaps einzuflößen, damit sie nicht störten. Was auf die Beziehung der Eltern zu ihren Kindern unmissverständlich hinweist. 

Bis weit in den Beginn der Industriellen Revolution hinein war es in manchen Kreisen üblich, dass ein Baby morgens die Brust bekam, dann so gewickelt wurde, dass es an einem Haken aufgehängt werden konnte. Die Mutter war dann in der Regel 12 Stunden abwesend. Danach wurde das Baby noch mal versorgt und hatte ansonsten Ruhe zu geben. 

Wie sagte Adenauer noch? "Um de Kinder brauchen wir uns net kümmern. Die kriejen de Leut immer."

Entsprechend geht unsere Gesellschaft mit der Thematik bis heute um.. Das schließt die schlichte Tatsache ein, dass die Bundesregierung von der Europäischen Kommission für Menschenrechte mit einer dreistelligen Millionenstrafe bedroht werden musste, bevor sie eine Kriminalitätsstatistik zum Nachteil Minderjähriger an die EU lieferte. 

Diese Kriminalitätsstatistik ist nachweisbar falsch. Denn nur wenigen Bundesländern ist eine solche die Mühe wert. Wird sie aber nicht erstellt, kann sie der Bundesregierung nicht übermittelt werden. 

Hinzu kommt: 

Die von der Bundesregierung abgegebenen Daten unterbieten schon die Erhebungen der Bundesländer Berlin und Hamburg. Wobei die Hamburger Statistik nach Erkenntnissen im Fachbereich Tätiger so nicht stimmen kann. 

Wen juckt es? Einen Steinmeier gewiss nicht. Und diese Zellhaufen, die ihn nun für die Wahl aufstellen wollen, schon mal gar nicht. Die interessieren sich ja nicht mal für Artikel 55 GG. 

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Bis vor gar nicht so langer Zeit hatten wir hier vor Ort einen CDU-Oberbürgermeister. Der ließ in öffentlichen Veranstaltungen stolz verkünden:

Kinder, die selbst oder deren Eltern Ansichten vertreten, die von der hiesigen CDU nicht geteilt werden, haben keine Chance auch nur auf die Realschule zu kommen. 

Gab es Protest auf Grundlage des Grundgesetzes bei solcher öffentlichen Verkündung? Wo denkst Du hin!?!

Deutschland kann gut Schablone. 

Bleibe Du bei Deinem Lebensstil. Mit der Zeit ist er ansteckend. So jedenfalls erlebe ich es hier. :)

Ansonsten:

Beteilige Dich an Rat hin zu von Dir verstandener Erziehung. Wir Menschen können nun mal nur leben, Was wir haben. Fülle also Deine Mitmenschen mit ein klein wenig mehr sozialer Kompetenz. Vor allen Dingen zu diesem Themenbereich. Fakten dazu findest Du reichlich online. 

Antwort
von TrudiMeier, 98

Bevor ich meine Kinder vor die Tür setzen würde, müssen sie sich schon einiges geleistet haben. Zum Beispiel wenn ich die Polizeibeamten schon namentlich begrüßen könnte, weil meine Kinder lieber straffällig werden, als zu arbeiten. Wenn dauerhaft das Hotel Mama gebucht wurde und sie nicht einmal Anstalten machen, ihre Schule vernünftig zu Ende zu bringen und eine Ausbildung / Studium anstreben. Wobei es mir egal ist, ob meine Kinder nun meinen, sie müssten Medizin studieren oder eine Ausbildung als Tischler machen. Nur auf eigenen Beinen sollten sie irgendwann stehen können. Trotz allem würde es mir dann noch schwerfallen, sie rauszuwerfen. Einige Bekannte meiner Jungs meinten auch nach der Schule "Erst mal ´n Jahr chillen". Tatsächlich durchgezogen hat es nur einer - der jetzt aber auch in einer Ausbildung ist. Aber dieses Ansinnen habe ich bei meinen Kindern bereits im Keim erstickt. Insofern sollten sich auch die Eltern fragen, was sie in der Erziehung vielleicht falsch gemacht haben.....

Kommentar von Barney123 ,

Hallloooohhh TrudiMeier........

Ja natürlich, was Du schreibst ist Ziel der Erziehung! Nur: Manche Eltern kriegen das nicht gebacken!  Sie sind zu autoritär, zu nachlässig, was auch immer. Manche haben Stress, dass sie sich nicht um die Kinder kümmern können. Es gibt viele Möglichkeiten. Es gibt sogar die Möglichkeit, dass den Eltern von Anderen das Leben schwer gemacht wird. Da muss man dann halt genau hinsehen!

Bei einer vernünftigen Erziehung entsteht

dieses Ansinnen

jedenfalls mit Sicherheit gar nicht! Und wenn das dann doch dazu kommt, sind nicht die Kinder die Bösen, sondern die Eltern oder sonstwer!!!!!!!!!

LG

Kommentar von TrudiMeier ,

Diese Idee nach der Schule erstmal ´n Jahr zu chillen, entsteht auch bei vernünftiger Erziehung. Irgendwer aus dem Freundeskreis kommt auf den Gedanken und alle greifen es freudig auf. Hört sich ja auch erstmal super an, ein Jahr lang auf der faulen Haut zu liegen. Ob sie es tatsächlich dann durchziehen, steht auf einem anderen Blatt. Und es liegt an mir als Elternteil ob ich mein Kind gewähren lasse, es in die richtige Richtung lenke oder vor die Tür setze.

Kommentar von Barney123 ,

Hallo TrudiMeier,

was ich von Dir hier lese, liest sich so, als hättest Du ein vernünftiges Verhältnis zu Deinen Kindern. Dann hast Du natürlich vollkommen Recht!

Aber es gibt halt Eltern, bei denen ist das nicht so! Und genau die wundern sich dann, dass die Kinder genau anders sind, als die Eltern von ihnen erwarten. Und genau die haben das durch ihre falschen Einstellungen und Vorstellung halt verbockt! Und dann geben sie zu allem Überfluss auch noch den Kindern die Schuld! Das ist ein echtes Problem!

LG

Kommentar von TrudiMeier ,

hallo Barney, ja , ich habe ein vernünftiges Verhältnis zu meinen Kindern. Und natürlich sind sie auch nicht so geworden, wie ich sie gern gehabt hätte. (Das mit dem Heiligenschein hat nicht so funktioniert!) Und natürlich haben sie auch dummes Zeug angestellt. Aber mein Haus - meine Regeln. Sie hatten alle Freiheiten dieser Welt, aber auf der faulen Haut liegen, machen was sie wollen und sich von Mama bedienen lassen, gabs nicht.

Expertenantwort
von kami1a, Community-Experte für Eltern, 25

Hallo! In der Regel lieben Eltern ihre Kinder und machen das nur wenn ein Zusammenleben nicht mehr möglich ist.

Leider nicht selten schlagen Kinder ihre Eltern - oder halten ihnen gar ein Messer entgegen.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Kommentar von zippo1970 ,

Na ja....ich wollte eigentlich etwas tiefer in die Materie eintauchen.....aber trotzdem Danke...... :-)

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 8

Hallo!

Ich bin jetzt 26 & bei meinem Opa aufgewachsen. Wahrscheinlich würden wir immernoch zusammen wohnen, wenn er nicht vor einigen Jahren (als ich 23 war) gestorben wäre. Ich wäre sogar bereit gewesen ihn zu pflegen, damit er nicht in ein Heim gemusst hätte.

Dass Eltern ihre Kinder echt definitiv rausgeschmissen hätten, habe ich bisher noch nie erlebt... zumindest nicht in dem Sinne, dass ein Vater/eine Mutter das Kind auf die Straße setzte und ihnen den Zugang zum Haus verwehrte. Mir ist lediglich ein Fall bekannt, in dem ein Vater seinen gewaltbereiten, drogenabhängigen Sohn, der zuhause nur Terz machte, mal aus der Wohnung verwies ... und nach maximal einer Woche wieder reingelassen wurde, ehe der ganze Heckmeck von vorne losging. 

In diesem Zusammenhang können Unstimmigkeiten über den Lebenswandel, dauernde Streitigkeiten oder auch absolute Verantwortungslosigkeit/BEquemlichkeit des Nachwuchses zumindest auf den Geist gehen & könnten ein Indikator dafür sein, dass Mama und Papa sagen "stopp, bis hierher und nicht weiter". 

Antwort
von Jokergirl, 61

Hallo.

Ich denke mal, wirklich vernünftige Eltern schmeißen Ihre Kinder nicht einfach so aus dem Haus.

Aber Eltern, deren Kinder auf die falsche Bahn geraten sind, haben vielleicht vorher alles versucht, um ihre Sprösslinge auf den richtigen Weg zurück zu führen. Irgendwann hat man dann einfach keine Kraft mehr. Und einfach stelle ich mir das für diese Eltern auch nicht vor. Ein Gefühl, versagt zu haben, ist sicher auch nicht toll. Kontakte gehen verloren und manche sehen sich nie wieder, oder wollen auch nicht mehr. Einige dann erwachsene Kinder stehen dann auch Jahre später vor verschlossener Tür, Eltern geben den Weg zurück nicht mehr frei. Das ist dann für die Kinder, gerade wenn sie zeigen wollen, dass sie es doch geschafft haben, dann ein herber Schlag. Aber vielleicht können die Eltern die Vergangenheit einfach nicht vergessen. Vielleicht steckt noch zu viel Schmerz in ihnen.

Jedoch gibt es leider auch die Eltern, die grundsätzlich die Auffassung haben, Kinder ab (ca) 18 gehören vor die Tür, egal ob sie wollen oder nicht, bzw. noch gar nicht in der Lage sind (noch Schüler, noch in Ausbildung..). Vielleicht erfolgt der Rausschmiss, weil eben gerade mal ein Pups quer hing... Kleinigkeiten. Diese Art Eltern haben es dann wahrscheinlich einfach nicht begriffen. Kommen mit dem Erwachsenwerden der Kinder nicht klar.

Logisch, irgendwann sollte Schluss sein, wenn jemand seinen Eltern nur auf der Tasche liegt und mit 35 immer noch im Hotel Mama wohnt, sollten die Eltern selbst merken was Sache ist. Oder halt auch wenn man schon einen Job hat, aber dennoch jemanden (Mama) zum kochen, putzen... benötigt.

Dann landet man irgendwann bei "Schwiegertochter/sohn gesucht im TV ;-)

Spass beiseite....

Also zumindest sei gesagt, dass ein Rausschmiss nicht einfach so erfolgt.

Und bei Vielen, die sich hier über einen Rausschmiss beschweren, war vermutlich tatsächlich irgendwas.

Ich denke mal darüber könnte man ewig schreiben...

Kommentar von Barney123 ,

Hallo Jokergirl,

bei Vielen, die sich hier über einen Rausschmiss beschweren, war vermutlich tatsächlich irgendwas.

Da war mit Sicherheit was! Die Frage ist halt warum! Könnte mir durchaus vorstellen, dass es für die Kinder besser ist, wenn sie von solchen Eltern weg sind. Die haben versagt und werden das auch nicht mehr richten können (meistens jedenfalls). Denke solche Eltern haben einfach die falsche Einstellung und haben deshalb bei der Erziehung versagt. Machen hätte man ja leicht was können. Gibt ja unheimlich viele Beratungs und Unterstützungsmöglichkeiten Heute. Nur: Manche glauben sie brauchen das nicht, andere glauben, sie wissen alles besser, andere sind Beratungsresistent und mache alles zusammen. Bei solchen Eltern ist es besser, die Kinder bekommen Hilfe von Fachleuten, die staatlich anerkannt sind. Muss man vorsichtig sein. Manche Eltern sind ja so voll "Liebe" dass sie glauben, ein Bootcamp würde Kindern helfen. Es gibt mit Sicherheit schwierige Kinder, nur sind die Eltern schuld, dass es so weit gekommen ist. Und ihre Methoden werden nicht besser, wenn sie plötzlich sagen, der Hass und die Wut das in ihnen wegen ihres eigenen versagens in ihnen aufsteigt, wäre Liebe!

LG

Antwort
von Barney123, 38

Hallo zippo,

Schön dass Du Dir das als Vater nicht so recht vorstellen kannst. Macht auf mich den Eindruck, dass Du ein mindestens halbwegs vernpünftiges Verhältnis zu Deinen/m Kind/ern hast.

Genau da liegt denke ich der Hase im Pfeffer! Falsche Vorstellungen von Erziehung, Kindern, und einem vernünftigen Zusammenleben. Sowas geht dann oft schief und dann sind die Kinder die Bösen. Oft ist es ja tatsächlich so, dass die Kinder ein Problem haben, aber dann sollten sich die Leute, hauptsächlich die Eltern einfach einmal fragen, was sie falsch gemacht haben und sich an die eigene Nase packen, anstatt auf den Kindern rumzuprügeln, die normalerweise das Produkt ihrer Ertziehung sind!

So gesehn sind wir wohl eher beieinander, was die Fassungslosigkeit angeht. Denke aber, ich kann erklären, woran es liegt.

LG

Antwort
von nonepossibile, 97

Gerade in dem alter zwischen 18 und 25 ist so eine Nullbockmentalität weit verbreitet. Früher hat man in dem Alter längst geheiratet und Kinder gehabt. 

Durch die heutigen Lebensumstände findet die Abkapselung vom Elternhaus nicht mehr in dieser Art und Weise statt, und das kann je nach Persönlichkeit der Eltern oder der Kinder zu Problemen führen 

Antwort
von Schwoaze, 127

So viel ich rundherum mitbekommen habe, geht der Wunsch  von den Kindern aus.

Man versteht einander einfach nicht mehr...  man möchte sich keine Vorschriften machen lassen, eigene Erfahrungen sammeln. ...

In meinem erweiterten Umfeld kenne ich keine Familie, die sich ihrer Kinder durch rausschmeißen entledigt hat.

 

Antwort
von Ferdifragt, 110

Drogen, Ausschreitungen gegen die eigenen Geschwister/Eltern, Kriminalität, Eigenes Abwenden sowas fällt mir da ein

Antwort
von Malavatica, 132

Ich denke viele von denen, die sich hier beschweren, wissen ganz genau, warum. 

Respektlosigkeit und Gewalt, verbal wie auch tatlich, gibt es leider ziemlich oft. 

Oder perspektivloses rumhängen zu hause auf Kosten der Eltern ( keine Lust auf Ausbildung oder Arbeit) 

Beklauen der eigenen Eltern. Gibt es alles. 

Egoismus, irgendwann ist der bogen einfach überspannt. 

Das gab es so extrem früher einfach nicht. 

Sind natürlich jetzt auch nur die Extremfälle. Ich möchte niemand zu nahe treten. 

Aber Eltern machen sich die Entscheidung bestimmt nicht leicht. 

Kommentar von Barney123 ,

Doch, denn wen die Erziehung bei solchen Eltern gelingt, sind die Eltern stolz darauf, was sie geleistet haben, geht sie schief, sind die Kinder schuld.

Geanu so ist es eben nicht!

Antwort
von Centario, 163

Villt wollen die Eltern nicht mehr Eltern sein und die Kinder nicht mehr Kinder. Eine bessere Erklärung kann ich dir nicht anbieten, obwohl ich auch ein etwas schwieriges Elternhaus habe.

Antwort
von Otilie1, 112

also ab 18 sollte man schon selber schauen auf eigenen füßen zu stehen. hotel mama ist irgendwann vorbei.

klar wenn das kind noch in der ausbildung steckt unterstützt man sie ja schon noch gerne - wenn sie es auch verdienen.aber wenn das kind einfach nicht arbeiten gehen will, bzw.keine ausbildung oder kein studium macht, nur vor dem pc hockt um am abend party zu machen mit alkohol und noch schlimmer mit drogen. oft gibt es stress, es fallen böse worte etc. - dann würde ich das kind auch rausschmeißen,

irgendwann will ich als elternteil / eltern auch wieder mal etwas mehr ruhe und beständigkeit in mein leben bekommen .

Kommentar von zippo1970 ,

Danke für deine Antwort. Nur mal interessehalber:

Hast du eigene Kinder?

Kommentar von Otilie1 ,

ja, einer ist mit 21 nach der ausbildung und der andere zum studieren mit 19  ausgezogen . ich und mein mann haben endlich auch wieder ein leben ohne auf die 2 rücksicht nehmen zu müssen - endlich wieder mal spontan sein, herrlich !!!


Kommentar von zippo1970 ,

Tja...meine sind auch "Nestflüchter". Von 3 sind auch schon 2 raus. Leider, wie ich finde. Aber ich bin ja auch, direkt nach der Ausbildung ausgezogen.....

Aber du hast natürlich Recht....es hat auch Vorteile.... ;-)

Kommentar von Otilie1 ,

ich liebe sie beide - aber es ist wunderschön auch wieder die zweisamkeit mit dem partner neu zu entdecken und das leben richtig auszukosten

Antwort
von Menuett, 85

Diese Altersgruppe kann sehr fordernd und sehr arrogant sein.

Da wird es als Pflicht der Mutter gesehen, dass man die Klamotten gewaschen und gebügelt bekommt.

Ich kann das bei so manchen Jungspund gut nachvollziehen.

Kommentar von Barney123 ,

Hallo Menuett,

Wer hat denn die Kinder erzogen, dass es

Da wird es als Pflicht der Mutter gesehen

wird????????????? Klar, kann bei manchen Kindern dieser Eindruck entstehen. Aber wer ist denn für derartige Einstellungen zuständig? Wer hat sie den Kindern ermöglicht/beigebracht?????????

LG

Kommentar von Menuett ,

Erziehung ist kein Käfig, aus dem man sich nicht befreien kann.

Wenn der 11jährige noch fleißig im Haushalt mitmacht, bedeutet das nicht, dass er das mit 20 auch noch macht.

Kommentar von Barney123 ,

Dann ist die Frage, warum macht er mit 11 fleißig im Haushalt mit, und warum hat er irgendwann einmal vor 20 damit aufgehört! Da gibt es ganz verschiedene Antworten! Und wenn das dahin führt, dass die Eltern mit dem Kind nicht mehr klarkommen, dann haben meistens, bis auf ganz wenige Ausnahmen, die Eltern etwas falsch gemacht!

Antwort
von piatj, 106

Ich bin zwar selbst noch minderjährig, aber ich könnte mir vorstellen, dass 18 - 25 jährige, laut den Eltern ihr eigenes Geld verdienen sollen und somit rausgeworfen werden.

Antwort
von AkiHitoo, 91

Ein extremer Vertrauensmissbrauch zum Beispiel

Antwort
von Guekeller, 100

Nur so viel: Man liest immer nur die Version der angeblich Hinausgeschmissenen.

Kommentar von zippo1970 ,

Das stimmt. Mich würde auch eher mal die Sichtweise der Eltern interessieren.....

Kommentar von Barney123 ,

Hallo Zippo,

Du musst Dich nur mit dem Thema beschäftigen, dann fällt es Dir wie Schuppen aus den Haaren: Grundlage für eine gute Erziehung ist eine gute Beziehung! Wenn eine gute Beziehung besteht, dann ist es vollkommen normal, dass man sich gegenseitign hilft. Es ist gut möglich, den Kindern das freundlich zu erklären und auch einzufordern. Wenn das von Klein an selbstverständlich ist, wird das auch gelingen. Und dann kommt es nicht dazu, dass sich Eltern und Kinder derart zerstreiten. Jedenfalls kann ich mir das nicht vorstellen und mir ist auch kein Fall bekannt, wo das trotz guter Beziehung zu den Eltern so gekommen ist. Was es gibt ist, dass manche Eltern ihre Kinder eben nicht erziehen! Und dann kommt das schon vor! Aber das ist nicht die Schuld der Kinder! Die können da nichts dafür!

Es kann begleitumstände geben, die zu so etwas führen, so dass es nur sehr schwer möglich ist, die Eltern dafür verantwortlich zu machen. Da muss man dann genauer hinsehen, wie immer im Leben halt! Einfach rauswerfen ist mit Gewalt verbunden. Eltern und Kinder sollten bei solchen Problemen miteinander darüber reden und eine gemeinsame Lösung finden. Auf jedenfall weiterhin eine gute Beziehung pflegen.

Noch einmal kurz: Egal, was in solchen Eltern vorgeht, es ist nichts Gutes. Ganz und gar nicht!

LG

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