Fr0stbeule am 17.10.2007 um 8:09 Uhr
Mal abgesehen von GELD... was meint Ihr? Warum liegt der Mensch nicht den ganzen Tag auf seiner faulen Haut herum? Warum tun wir was wir tun?

Da gibt es sicher 'ne Menge Gründe, warum einer etwas tut oder auch nicht tut. Da gibt es z.B. die Maslow'sche Bedürfnispyramide (nach Abraham Maslow), die Faktoren wie Selbstverwirklichung, Soziale Anerkennung, Soziale Beziehungen, Sicherheit und Körperliche Bedürfnisse nennt. Darüber hinaus gibt es Ideale, Zwänge, Ängste und unser Überlebenswillen, die uns aus der Sofaecke heraustreiben. Mit etwas Arbeit kann man diese treibenden Kräfte jedoch soweit dämpfen, dass man sich als Couchpotato nicht mehr schlecht fühlen muss .-)
Gruß Barnabas

SEX!
Raimund1 am 17. Oktober 2007 08:40 Jetzt wissen wir, wer für die Ueberbevölkerung verantwortlich ist... ;-)))
Fr0stbeule am 17. Oktober 2007 08:52 Gar nicht so abwegig. Zumindest um den Fortbestand/Überleben des eigenen Ichs (Persönlichkeit+Gene) sicherzustellen. Obwohl wir gar nicht beurteilen oder abschätzen können, ob dies in Zukunft benötigt wird, sinnvoll oder gut ist. :\

Um Anerkennung zu erhalten. Ich bin selber jemand, der ganz stark vom Lob, der Anerkennung usw. der anderen abhängig ist. Ich bin am liebsten Dienstleister und "Helfer" und freue mich, wenn ich anderen damit einen guten Tag oder auch nur einen guten Moment verschaffen kann. Und das hat nicht viel mit Geld sondern vielmehr mit Idealismus zu tun.
Ein schönes Thema für einen Aufsatz.
Ich habe mich für diese kurze Antwort entschieden: weil jeder ein Teil des Staates ist und etwas tun muss, damit dieser funktioniert.
Genauso könnte man fragen, warum sammeln Bienen Honig?

Die Befriedigung,etwas sinnvolles zu tun;die Anerkennung durch andere Menschen;der Wunsch,etwas für sich zu schaffen und den Erfolg zu genießen.
Shira am 17. Oktober 2007 10:16 Du hast auch ein Däumchen verdient!

Alles hat irgendwie mit der Suche nach Zufriedenheit und Glück zu tun. Da beide Zustände immer nur von kurzer Dauer zu sein pflegen, muss der Mensch ständig seine Taktik ändern, um den Idealzustand zu erreichen. Ein Kleinkind, das aus Klötzchen einen Turm gebaut hat, wirft ihn fast augenblicklich wieder um um etwas Neues zu schaffen,auf das es wiederum stolz sein kann. Wer sich nach einem anstrengenden Tag auf die Couch fallen lassen kann, empfindet wohl in diesem Moment ein absolutes Glücksgefühl, das aber nach kurzer Zeit der Langeweile und Unzufriedenheit weichen wird, falls sich kein neuer "Kick" dazu gesellt, indem er etwas Neues in Angriff nimmt (und sei es nur, sich ein Bier aus dem Kühlschrank zu holen). Ich denke, dass nur aus diesem Grund, nämlich dem - natürlich - vergeblichen Versuch, einen dauerhaften Glückszustand zu erreichen, überhaupt das Rad erfunden wurde, denn ein Mensch, der den absoluten Glückszustand erreicht hat, hat kein Interesse mehr daran, irgendetwas zu ändern, zu erfinden, sich zu bewegen oder sich überhaupt anzustrengen.

Zitat aus FAUST, 1. Teil
... dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält ....
mit anderen Worten, wir sehnen uns nach einem tiefen Verständnis der Dinge, die um uns herum geschehen. Instinktiv wissen wir, dass darin das Geben und Nehmen enthalten ist. Deshalb geben (TUN) wir etwas, damit wir auch empfangen können.
Geld, Materielles sind in unserer Zeit einfach sehr stark betont, aber wir klatschen damit den tieferen Sinn des Lebens zu. Das heisst nicht, dass wir kein Geld benötiegn. Es ist nur überbewertet, wie halt manch anderes auch

Liebe/r Fr0stbeule,
sicherlich eine sehr wesentliche Frage des menschlichen Daseins.
Aber, welchen Rat benötigst Du? Wenn Dich die Meinung der Community zu solchen philosophischen Themen interessiert, kannst Du das gerne im Forum diskutieren.
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Bitte achte in Zukunft darauf. Danke für Dein Verständnis
und viele Grüße,
Tim vom gutefrage.net-Support

Vielleicht ist es die Suche nach Anerkennung oder einfach zur Selbstbestätigung. Möchte nicht jeder irgendwie auf sich stolz sein?
Sehr gut!