Frage von schaerschweiz, 35

Was stimmt nun im Zusammenhang mit den LED-Leuchten?

Eigentlich gingen wir (die Miteigentümer einer Einstellhalle und von Luftschutzröumen) davon aus, dass mit dem Ersatz der Röhren-Stromsparlampen, der Stromverbrauch auf ca. 20 % reduziert werden könne. Zu diesem Zweck würden die bestehenden Leuchten vollständig ersetzt.

Nun behauptet ein Elektriker, dass die röhrenförmigen LED-Leuchten

a) keine Stromeresparnis bringen würden, wenn in die bestehenden Leuchten mit LED-Röhren bestückt würden, weil die in der Leuchte integrierten elektronischen Vorschaltgeräte den Hauptteil des Stromverbrauchs konsumieren würden. Ein solches Vorgehen war allerdings nicht geplant. Die Vorgehensweise wäre gegebenenfalls die Überbrückung der Vorschaltgeräte gewesen, also der direkte Anschluss an die 220 Volt-Leitung.

b) Die LED-Leuchtröhren würden schon nach kurzer Zeit schlapp machen. Im Geschäft hätten sie solche auf der Treppe mit einem Sensor installiert, weshalb sie mehrmals täglich schalten müssten.

c) Seine Arbeitgeberfirma  verkauft aber nach wie vor LED-Leuchten mit dem Argument lange Lebensdauer, grössere Anzahl Schaltzeiten.

d) Gleichzeitig würde mich interessieren, wieso die Behörden überall, wo LED-Strassenleuchten installiert werden, solche einbauen, die wesentlich stärker ausleuchten als vorgängige "Neon"-Leuchten. Damit wird der mit dem Ersatz angestrebte Minderverbrauch wieder zum grossen Teil wettgemacht...

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Peppie85, Community-Experte für Elektrotechnik, 7

LED austauschlampen in kombination mit elektronischen vorschaltgeräten geht eigendlich nicht. hier müsste in der tat "überbrückt" werden. ganz so einfach ist das aber nicht, weil EVG leuchten etwas anders verdrahtet sind als VVG leuchten (mit gewickelten vorschaltgeräten)

theretisch reicht es, eine der beiden fassungen auf Phase und null zu legen, da die LED Röhren auf der einen seite ein neztteil haben... das Problem dabei: auf der anderen seite befindet sich eine Brücke, setzt man also die LED röhre falschrum ein, hat man einen massiven kurzschluss. daher wäre es praktisch angeraten, die leuchte so zu verdrahten, als wäre es eine leuchte mit VVG. halt eben ohne das vorschaltgerät und ohne den starter. (überbrückt)

das Problem dabie ist, wenn die drossel erst mal aus der leuchte raus ist, dann verwandeln sich in der leuchte eingebaute leuchtstoffröhren in splitterbomben. du solltest also auf jeden fall in der leuchte einen deutlichen hinweis anbringen "NUR für LED" oder so...

es stimmt schon. LED röhren haben ein schlechteres Lumenpaket, also einen geringenren wirkungsgrad, als fertige LED leuchten. das mit der schaltfestigkeit stimmt aber bei leibe nicht. die röhren sind genauso schaltfest wie andere LED Leuchten, bieten aber noch den vorteil, dass bei defekt das lechtmittel doch austauschbar ist, auch wenn eigendlich nicht vorgesehen...

WENN es wirklich leuchten mit drossel und starter sind, dann würde ich sagen, selbst umbestücken... das darfst du auch als Laie. wichtig dabei ist, dass der starter durch eine brücke ersetzt wird (dummystarter) dieser ist bei der led röhre im lieferumfang enthalten.

an sonsten bleibt wirklich nur mit leuchtstofflampen leben, oder einen elektriker die leuchten austauschen lassen, weil kein vernünftiger elektriker der noch halbwegs bei verstand ist, diesen umbau machen wird, schon aus versicherungsteschnischen gründen.

bleiben noch zum schluss die fragen: um wie viele leuchten geht es, wie lange brennt in der einstellhalle das licht, und wie oft? vielleicht lohnt der ganze zirkus ja auch garnicht...

lg, Anna

PS: einen austausch der lechten kann ggf. auch der vermieter (mit) bezahlen, immerhin bleibt ihm ja auch was davon nach eurem auszug.

Kommentar von schaerschweiz ,

Danke für die Auskunft. Da wird doch einiges wesentlich klarer.  Es geht nicht um eine riesige Menge, sondern um 15 Leuchten. Brenndauer unbestimmt, aber maximal rund 300 Minuten (47 Miteigentümer x 2 mal täglich, x 3 Minuten). Wir brauchen aber immer weniger Strom als sich aus dieser Rechnung ergibt. Die geschätzte Stromersparnis würde den Materialaufwand in 6 Jahren amortisieren, wenn der Austausch in eigener Leistung erbracht würde. Ein Austausch durch den Elektriker würde sich bestenfalls nach Jahrzehnten amortisieren. Zur Diskussion steht immer wieder die Verlängerung der Minuteriezeiten (3 Minuten). 

Dort liegt aber das Problem dort, dass es "Stosszeiten" gibt, bei denen ein erster Verwender den Knopf drückt und drei Minuten zur Verfügung hat sein Fahrzeug oder den Ausgang zu erreichen, dann kommt der zweite nach einer Minute - der hat - weil er den Taster nicht drückt, noch zwei Minuten Zeit und ein Dritter, der nach 2 1/2 Minuten kommt, hat nur noch eine halbe Minute Zeit. Auch Leute, die Ihren Kofferraum leeren und reinigen reicht die Zeit von 3 Minuten nicht, dann reklamieren sie lieber, als dass sie den 2 Meter entfernten Taster drücken. 

Das Problem liesse sich mit der Installation von Sensoren lösen, diese müssten aber verdrahtet werden, weil die Reichweiten von Funkzensoren zu klein sind. 

Es ist also kein aktuelles Problem, ich versuche jedoch Argumente für die nächste Miteigentümerversammlung zu sammeln, damit man die Probleme möglichst objektiv behandeln kann.

Antwort
von Aktionaer0010, 18

Was? 220V auf eine LED? ja, dann verkürzt sich die lebensdauer sehr sehr sehr :D^^

Lebensdauer von LED's sind im normalfall viel länger und ich denke auch strom spart man. ich arbeite als elektriker und in neubauten montieren wir praktisch nur noch LED. Das problem ist einfach, sie sind einwenig teurer.

Kommentar von schaerschweiz ,

o.k. das würde evtl. die "Erfahrungen" des Elektrikers bestätigen. Wieviel Volt dürften es denn sein? 110 Volt?

Kommentar von Aktionaer0010 ,

also ich habe noch nie eine LED gesehen, die mit mehr als 12 Volt eingespiesen wird^^. Oft sind es noch weniger als 12 Volt. Kommt immer darauf an welche

Kommentar von schaerschweiz ,

o.k. - siehe https://www.hornbach.de/shop/LED-Leuchtstab-EEK-A-E27-8-6W-warmweiss/5984011/art... Betriebsspannung 220 bis 240 Volt.

Bedeutet das, dass sich im Sockel / in der Armatur ein Trafo befindet, der den Strom entsprechend reduziert?

Kommentar von Aktionaer0010 ,

Genau. Guck mal bei der Leistung, 8.6 Watt. dann würde ein Strom von 0.03 Ampere fliessen und das ist praktisch unnmöglich, da eine LED einen sehr geringen Innenwiderstand hat.

Aus diesem Grund, der geringe Innenwiderstand, darf man sie auch nicht an höhere Spannungen anschliessen.

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