Frage von Kate1902, 36

Was stimmt denn mit meinem Körper nicht?

Hallo ihr Lieben! Ich weiß, dass hier niemand einen Arzt oder etwas dergleichen ersetzen kann, aber trotzdem möchte ich mich an euch alle wenden.

Im Februar hatte ich ganz schlimme Magenprobleme. Als keine Info, ich habe seit ich denken kann damir zu kämpfen. Im Februar war es so schlimm, dass ich nicht mehr richtig essen und trinken konnte. Natürlich war ich beim Arzt, wurde auch zum wiederholten Mal komplett auf den Kopf gestellt, leider mit dem gleichen Ergebnis wie sonst auch. Diagnose: chronische Gastritis und einen Reizdarm mit Verstopfung. Ich müsste mich damit abfinden, denn dagegen kann man nichts weiter machen.

Nun kündigte sich seit Wochen schon wieder etwas an. Ständige Übelkeit, öfters Magenbrennen und generelles Unwohlsein. Nun bin ich bald wieder an dem Punkt wo ich vor 8 Monaten auch schon war. Ich habe einige Spieglungen hinter mir, sämtliche andere Tests etc.

Nun fällt mir das Essen wieder sehr schwer, trinken geht so einigermaßen, bin eh nicht der Vieltrinker.

Geht es eventuell jemandem sehr ähnlich und weiß jemand einen Rat? Ich möchte keine Diagnose von euch, lediglich Erfahrungsberichte und eventuelle Tipps wie es mir leichter fällt damit umzugehen und das alles anzunehmen. Denn so habe ich das Gefühl, dass ich sämtliche Lebensqualität verloren habe. Ich bin grade mal 24 Jahre und muss ständig erst mit meinem Körper diskutieren ob ich das und das und das überhaupt machen kann und ich finde, dass geht so einfach nicht mehr. Auf der Arbeit quäle ich mich dann weil ich nichts runterbekomme, dann diese Übelkeit und das schwummrig sein durch zu wenig Nahrungsaufnahme.

Ich danke euch fürs Lesen und würde mich über ehrlich gemeinte Antworten sehr freuen.

Anzeige
Antwort
von expermondo, 5

Hallo Kate1902,

Schau mal bitte hier:
Tipps Magen

Antwort
von kugel, 6

Hmmm

Liebe Kate!

Du hast 2012 hier geschrieben, dass Du lange Zeit an Magersucht gelitten hast und ich vermute, dass Dir diese Zeit immer noch körperlich nachhängt oder - und das ist eher mein Gedanke - dass Du die Magersucht noch nicht überwunden hast.

Je weniger Du zu Dir nimmst an Flüssigkeit oder Lebensmittel umso mehr wird Dein Magen rebellieren!

Es gibt durchaus Lebensmittel, die den Magen extrem reizen: Kaffee, Zigaretten (nicht nur auf nüchternen Magen), Paprika, säurehaltige Lebensmittel und Getränke (vor allem Kohnensäure), Salami bzw. scharf und gut gewürzte Lebensmittel.

Ich habe oftmals Probleme mit dem Magen und ja es gibt hier auch durchaus einen Zusammenhang mit der Psyche: "es schlägt mir auf den Magen". Alle Sprichwörter kann man bisweilen wörtlich nehmen.

Was Dir hilft: Rollkur mit Kamillentee, Pantozol gegen die Gastritis (fördert aber die Verstopfung!) Maaloxan.

Regelmäßiges Essen und vor allem genügend Flüssigkeit!

Gegen den Reizdarm hilft Leinsamen oder Chiasamen - hier mußt Du aber darauf achten, genug zu trinken! Die Samen quellen im Magen-Darm-Trakt! Dazu brauchen sie genügend Flüssigkeit sonst wird eine Verstopfung draus.

Dadurch, dass die Sämereien quellen und Schleim absondern, beruhigen sie Magen und Darm gleichermaßen. Außerdem bringen sie die Verdauung in ein Gleichgewicht

Und: Arbeite an Deinem Kopf bzw. an deiner Psyche! Dein Körper spricht nicht umsonst mit Dir!

Kommentar von Kate1902 ,

Hallo kugel,

vielen lieben Dank für deine Antwort.

Da hast du Recht, 2012 war ich noch an Magersucht erkrankt.

2012 lernte ich auch meinen jetzigen Freund kennen und von da an wurde es wie aus heiterem Himmel stetig besser.

Mittlerweile wiege ich knappe 20kg mehr als vorher und bin eigentlich immer davon ausgegangen, dass ich damit auch alles überwunden habe.

Aber vielleicht hast du Recht und im Kopf existiert sie eben doch noch weiter.

Ich werde mir dadurch auch sehr viel kaputt gemacht haben, da bin ich sogar fest von überzeugt...

Pantoprazol und Maaloxan hab ich da und nehme ich auch jetzt wieder in der Hoffnung, dass es hilft.

Ich hab auch Flohsamenschalen da, aber wie du schon sagst, wenn man nicht ausreichend trinkt ist es eher kontraproduktiv, deswegen lasse ich das im Moment weg.

So blöd und verzweifelt es sich anhören muss, aber gibt es vielleicht etwas, was den Apetitt anregt?

Ich kaue wirklich 15 min an einem halben Milchbrötchen beispielsweise und habe wahnsinnige Probleme es letztendlich runterzuschlucken, als wäre da eine Blockade.

Obwohl es erst seit gestern wieder so richtig akut ist, habe ich jetzt schon unwarscheinlich Panik, dass etwas passieren kann.

Ich werde mir deinen Rat zu Herzen nehmen!

Kommentar von kugel ,

Hallo Kate

gerne!

Ich hatte in den 90ern 5 Jahre Bulimie - richtig übelst! Ich kann ein wenig nachvollziehen, was so eine Essstörung mit dem Körper anrichtet... Es kann also durchaus sein, dass da noch rein körperliche Nachwehen da sind.

Mein Magen meldet sich immer wenn ich Probleme habe (auch wenn ich noch gar nicht weiß, das ich überhaupt welche habe ;-) Der ist da immer recht schnell.

Was mir eigentlich immer hilft: Der Gedanke: Ach... mein Magen schon wieder! Ich muß mir mal wieder mehr Pausen gönnen und mehr auf mich und mein Wohlbefinden schauen. Ich sehe es weniger negativ sondern mehr als Wink, dass ich vielleicht mal wieder von der "Überholspur" runter soll...

Appetitanregend? Boa! Keine Ahnung! Aber wenn Du nix runter kriegst, weil eben der Magen spinnt, dann knabber halt 3 Tage nur Zwieback. Viel, viel wichtiger ist, dass Du wirklich genügend trinkst! Dann gibt's zum Frühstück halt einen säurearmen Tee (eben Kamille). Schau mal im Netz bei den Teeläden - da steht bei den Sorten immer dabei, ob sie Säurearm sind oder nicht.

Ansonsten? Is das, was Dir gut tut und was Du problemlos essen kannst. Geraspelte Äpfel oder eine Banane in Naturjoghurt mit Chiasamen und vielleicht einem Klecks Honig (Honig ist auch entzündungshemmend). Das mag ich z. B. an solchen "Magentagen" gerne. Keine Rohkost zum Frühstück oder zum Abendessen - das malträtiert richtig.

Pantoprazol und Maaloxan: Sind gute Mittel aber: Ich krieg davon schrecklich Verstopfung - auch wenn ich genügend trinke! Da hab ich immer das Gefühl, mir stünde der Darm an der Gurgel...

Also: Schau erst mal, dass Dein Magen sich wieder beruhigt und Du Dich auch! Und wenn Dich die Verstopfung plagt, dann weißt Du, dass es von den Medikamenten kommt - und ja klar, wenn man sich voll fühlt bis obenhin, dann kriegt man auch nix mehr rein ;-)

Hoffe, ich konnte Dir ein klein wenig helfen

LG

Kugel

Antwort
von jonaspag, 15

Hi,

Ich selber hatte sowas noch nicht aber wie wäre es damit vielleicht sich abzulenken nach draußen gehen und Gesunde Ernährung sollte auch helfen 

Kommentar von Kate1902 ,

Danke für deine Antwort.

Das versuche ich, ich habe eine Reitbeteiligung wo ich 2-3 Mal die Woche hingehe.

Ich versuche mich mit Dingen abzulenken die mir Spaß machen usw usw.

Also hängen lassen kommt für mich nicht in die Frage, aber jetzt wo mich das eben wieder in die Knie zwingt weiß ich mir grade nicht zu helfen.

Zumal ich Angst bekomme wenn ich merke mir wird schlecht oder schwindelig, einfach nur weil ich keinem zusammenklappen will oder so.

Kommentar von jonaspag ,

Ok. Hast du denn Medikamente bekommen vom Arzt?

Kommentar von DustinBiber ,

Kann eine Angststörung sein .

Antwort
von perledersuedsee, 10

Eine Bekannte von mir hatte dieses Problem ebenfalls. Sie hat sich einer Ernährungsumstellung unterzogen. Sie isst nur noch gekochtes püriertes Gemüse, gekochtes und zerkleinertes Hühnerfleisch, Rührei und Kartoffelpürree. Ab und zu isst sie Weißbrot ohne Belag und Apfelmus. Das sind die Lebensmittel, die sie nach langem Ausprobieren und im Ausschlussverfahren am besten vertragen kann. Außerdem hat sie eine 6-wöchige Kur in Bad Pyrmont gemacht. 

Ich kann dir alternativ raten, die Ernährungsdocs aufzusuchen. (Dr. Matthias Riedl, Hamburg)

Kommentar von Kate1902 ,

Kleinigkeiten habe ich schon am mir selbst ausprobiert.

Ich merke zum Beispiel, dass ich jetzt besser flüssigeres zu mir nehmen kann oder eben ganz trocken Zwieback ohne alles.

Aber das hat natürlich auch nichts mehr mit ausgewogener Ernährung zutun, mal ganz davon ab, dass ich viel zu wenig davon zu mir nehme.

Weisst du vielleicht wie teuer solche Ernährungsberatungen sind und ob die Krankenkasse da vielleicht unterstützt?

Kommentar von perledersuedsee ,

Die Krankenkasse zahlt das.

Antwort
von DustinBiber, 18

Vielleicht ist das psychosomatisch .

Kommentar von Kate1902 ,

Das habe ich auch schon gedacht und auch mit meinem Arzt drüber gesprochen.

Ich war bei einer Psychaterin, die mir aber keine sehr große Hilfe war.

Sie sagte, sie kann mir nicht helfen und sie würde mich weiterschicken.

Also rief ich bei den Damen an die sie mir nannte und wurde dort recht unfreundlich auch noch abgelehnt.

Sie gaben mir nicht mal eine Chance zu sagen worum es geht.

Jetzt hab ich was das angeht natürlich auch den Mut verloren...

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community