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Was steht in der Bibel zu (langen) Haaren beim Mann?

gefragt von superjanchensuperjanchen am 15.08.2007 um 1:03 Uhr

Was steht in der Bibel zu (langen) Haaren beim Mann? Kopfbehaarung gemeint


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grisu05
beantwortet von grisu05 am 15. August 2007 08:40
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Deine zwei Fragen klingen ganz nach Pastorensöhnchen, der seinen Eltern mit Bibelversen seinen Drogensucht und die langen Haare begründen will...

Kommentar von Simple_avatar1smallsuperjanchen am 15. August 2007 21:53

Also das mit "Pastorensönchen" hast du richtig erraten. Erstaunlich

Kommentar von 0d9c12d00efa8d0a3ff5e09b08dc7710smallgrisu05 am 15. August 2007 21:54

Naja, als Lehrersöhnchen... ;-)


anonym
beantwortet von oldpaed am 15. August 2007 07:26
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In der Bibel, hier AT, steht Einiges zu langem bzw. kurzem Haar bei Männern. Die "schönste" Erzählung ist die von Simson, dem im Schlaf sieben Locken abgeschnitten werden (Buch der Richter 16, 19ff), so dass er gefangen genommen werden kann. Weitere Stellen: Num 6, 1-11; Ijob 1, 20; Ez. 44, 20. Männern, die das Nasiräergelübde ablegen, darf das Haar nicht geschoren werden. Ijob schert sich das Haar aus Trauer bzw. Buße (ritueller Aspekt). Priester sollen sich das Haupt nicht scheren, aber auch nicht zu lange Haare tragen. Diese "Vorschriften" oder Bräuche sind zeitbedingt und haben selbstverständlich nicht die Bedeutung wie der Dekalog.


Plotti9143
beantwortet von Plotti9143 am 15. August 2007 08:38
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Die Bibel äußert sich nicht meinungsbildend oder vorschreibend zur Haartracht; langes Haar bei Männern war üblich in allen Teilen der antiken Welt, wenn sich auch bei der urbanen Bevölkerung kurzer Haarschnitt bei Männern durchsetzte. Es gibt einige Textstellen in der Bibel, die "Haar" zum Gegenstand haben, die meisten beziehen sich auf die Speisevorschriften bzw. den Umgang mit Tieren, die "Schäden" haben, da findet man besonders viel im 3. Buch Mose, Kap. 13.
Im allgemeinen war es in der Antike üblich, sich einmal im Jahr das Haar komplett zu scheren, und dann wieder wachsen zu lassen, das hatte aber nur praktische Gründe (Sam 2,25-27). Ebenso war es Usus, das Haar als Ausdruck der Trauer zu schneiden. Frisuren in unserem Sinne gab es aber nicht, wenn geschnitten wurde, dann komplett.
Auch in Fällen von Krankheit gab es Empfehlungen (nicht Vorschriften!), so z.B. bei 3. Mose 14,8 (Maßnahmen bei Aussatz).
Im Neuen Testament gibt es eine merkwürdige Stelle im 1. Brief des Paulus an die Korinther (1. Kor 11,16), die sich auf die Kleidung im Gottesdienst bezieht. Dort wird langes Haar bei Männern als unnatürlich dargestellt. Dazu muss man aber noch einmal auf Paulus’ römische Prägung hinweisen, die das erklären könnte.
Diese Stelle ist übrigens die einzige in ihrer Direktheit, an der man den Unterschied zwischen Juden und Christen festmachen kann, wie man sich im Gottesdienst zu kleiden habe. Für männliche Juden war eine Kopfbedeckung (Kipa) vorgeschrieben, Paulus lehnt sie ausdrücklich ab, und fortan war war Barhäuptigkeit in christlichen Gottesdiensten üblich.

Kommentar von oldpaed am 15. August 2007 16:28

Gut gemacht!

Kommentar von cornyriegel am 17. August 2007 13:53

Von Gott gab es die Vorschrift einer Kopfbedeckung für Juden nicht; Jesus selbst war ein Jude und trug nichts dergleichen.Paulus sagte einmal (Apostelgeschichte 22:3 )zu einer jüdischen Volksmenge in hebräischer Sprache: „Ich bin ein Jude, in Tạrsus in Zilịzien geboren, aber in dieser Stadt zu den Füßen Gamạliels erzogen, nach der Strenge des GESETZES der Vorväter unterwiesen, war ich ebenso ein Eiferer für Gott, wie ihr es alle heute seid." Nix mit römischer Prägung - sondern jüdischer Eiferer!


anonym
beantwortet von oldpaed am 15. August 2007 08:07
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Nachtrag zu 1Kor 11, 1-16, der o.a. Textstelle: In diesem Abschnitt verwendet Paulus die Doppelsinnigkeit des griech. Wortes "kephale" (= "Haupt" im eigentlichen Sinn von "Kopf" und im übertragenen Sinn von "Oberhaupt") als Wortspiel. Seine Argumentation ist stark von den Sitten und Gebräuchen siner Zeit abhängig, an die er gewöhnt ist, was seine Schlussfolgerungen relativiert. Die Aussagen sind also nicht "verpflichtende Glaubenssätze"!

Kommentar von oldpaed am 15. August 2007 08:10

Entschuldigung: "...seiner Zeit...". Tippfehler.


critter
beantwortet von critter am 15. August 2007 01:11
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Der Gedanke darüber erübrigt sich doch wohl. Denn daran ist nix mehr zu ändern. :-)


Kommentar von 683cd8be911c3897e982ad9db4016ba4smallcritter am 15. August 2007 01:12

hihi, da hab ich was falsch gelesen, dachte wie steht ihr zu langen Haaren in der Bibel. Muss wohl ins Bett, Augen machen nicht mehr mit. Sorry


Raimund1
beantwortet von Raimund1 am 15. August 2007 01:12
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http://cvjm-bickenbach.de/bibel/nt/1kor11.html

Da gibts ne Antwort, aber sie gefällt mir persönlich gar nicht.

Ich frage mich, was hatt Gott sich dabei gedacht, als er es möglich machte, dass Haare wachsen können - egal wo ?

Kommentar von 683cd8be911c3897e982ad9db4016ba4smallcritter am 15. August 2007 01:21

Ist ja irgendwie widersprüchlich: In Kap.5 soll die Frau einen Schleier tragen, in Kap.15 ist bereits das Haar als Schleier anzusehen. Ja was denn nun?

Kommentar von Simple_avatar1smallsuperjanchen am 15. August 2007 01:24

Wenn das die einzige Textstelle in der Bibel ist, und hier wird ja nur das Empfinden von Paulus und der Gesellschaft darüber geschildert, dann wird in der Bibel wohl gar nichts über 'Gottes Meinung' zu langen Haaren beim Mann geschrieben, oder ?


Teddylein
beantwortet von Teddylein am 15. August 2007 22:46
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Im Worte Gottes wird nicht ausdrücklich gesagt, wie lang das Haar eines Mannes sein darf. Aber das bedeutet nicht, dass der Christ sein Haar so lang wachsen lassen darf, wie er es gern haben möchte. In der Bibel findet sich folgende Frage: „Lehrt euch nicht die Natur selbst, dass, wenn ein Mann langes Haar hat, es ihm zur Unehre gereicht?“ (1. Kor. 11:14).

Was als „langes Haar“ gilt, ist offenbar eine Frage, über die es verschiedene Ansichten gibt. Aber nützlicher als eine Regel über die genaue Länge wird die Anwendung des Grundsatzes sein, der den erwähnten biblischen Worten zugrunde liegt: „ ,Gewissen‘, sage ich und meine nicht dein eigenes, sondern das des anderen.“

In seinem Brief an die Versammlung in Korinth behandelt Paulus u. a. den Grundsatz der Leitung durch ein Haupt, wobei er darauf hinweist, dass eine Frau, wenn sie vor der Versammlung betet oder prophezeit, als Zeichen der Unterwürfigkeit eine Kopfbedeckung tragen sollte. Er veranschaulicht dies mit den Worten: „Lehrt euch nicht die Natur selbst, dass, wenn ein Mann langes Haar hat, es ihm zur Unehre gereicht, wenn aber eine Frau langes Haar hat, es ihr zur Herrlichkeit gereicht? Denn ihr Haar ist ihr statt einer Kopfbedeckung gegeben“. Für einen Mann oder einen Jungen ist es unnatürlich, sein Haar so zu tragen, dass er wie ein Mädchen aussieht.


anonym
beantwortet von cornyriegel am 17. August 2007 13:45
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Hesekiel 44:20 „Und ihr Haupt sollten sie nicht kahl scheren, und das Haar des Hauptes sollten sie nicht lose tragen. Sie sollten auf jeden Fall [das Haar] ihres Hauptes stutzen.“

Ausnahme: Nasiraeer 4. Moses 6:5 „Alle Tage seines Nasiraeạtsgelübdes sollte kein Schermesser über sein Haupt gehen; ... indem er die Haarlocken seines Hauptes wachsen lässt.“ Samson hatte seine Haare zu Zöpfen geflochten.


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