Frage von 13roland12, 34

Was steht im Führungszeugnis und was im erweitertem Führungszeugnis?

Hallo ich bin vor 9 Jahren betrunken Auto gefahren und habe eine Ampel umgefahren und habe mich von der Unfallstelle entfernt. Da es das zweite mal mit Alkohol war wurde ich zu einer 3-monatigen Freiheitsstrafe verurteilt ohne Bewährung. Letztes Jahr im Dezember habe ich ein einfaches Führungszeugnis beantragt da stand „kein Eintrag„. Jetzt brauche ich ein erweitertes Führungszeugnis kann da was drin stehen bezüglich der Haft?

Besten dank für die Antworten.

Antwort
von Girschdien, 24

Wikipedia weiß Rat:

 Erweitertes Führungszeugnis

Mit dem am 1. Mai 2010 in Kraft getretenen 5. Gesetz zur Änderung des Bundeszentralregistergesetzes vom 16. Juli 2009 ist in § 30a  und § 31 BZRG ein „erweitertes Führungszeugnis“ eingeführt worden, das über Personen erteilt werden kann, die beruflich, ehrenamtlich oder in sonstiger Weise kinder- oder jugendnah tätig sind oder tätig werden sollen. Erweiterte Führungszeugnisse können durch Behörden „zum Zwecke des Schutzes Minderjähriger“ auch unmittelbar nach § 31 Abs. 2 BZRG beantragt werden, wenn eine Aufforderung an den Betroffenen zur Vorlage nicht sachgemäß ist oder erfolglos bleibt. In den meisten Fällen wird die betroffene Person von der jeweiligen Stelle (Arbeitgeber oder dem jeweiligen Träger) aufgefordert werden, ein erweitertes Führungszeugnis vorzulegen – und zwar unter Bezugnahme auf § 30a BZRG im Falle einer Prüfung der persönlichen Eignung oder nach § 72a des 8. Buchs Sozialgesetzbuch bei beruflicher oder ehrenamtlicher Beaufsichtigung, Betreuung, Erziehung oder Ausbildung Minderjähriger oder bei einer Tätigkeit mit ähnlichem Kontakt zu Minderjährigen. Es wird also meist persönlich wie ein privates Führungszeugnis beantragt.[7] Das erweiterte Führungszeugnis enthält gegenüber dem normalen Führungszeugnis zusätzlich auch geringfügige Verurteilungen und Verurteilungen, die wegen Fristablaufs nicht mehr in das normale Führungszeugnis kämen, wegen gewisser Straftaten (z.B. Exhibitionistische Handlungen, Verbreitung pornographischer Schriften, Menschenhandel).[8]

Antwort
von PissedOfGengar, 18

Im erweiterten Führungszeugnis stehen zusätzlich auch noch unter anderem Sexualstraftaten unabhängig vom Verhängtem Urteil.

Bei anderen Straftaten bemisst sich die Eintragung und der Löschfrist nach dem Verhängtem Urteil, im erweiterten jedoch stehen halt zusätzlich auch noch unter anderem ALLE Sexualstraftaten drin.

Ein erweitertes Führungszeugnis wird zum Beispiel immer dann verlangt, wenn man eine Tätigkeit antreten will, bei der man mit Kindern arbeitet.

Zur Beantragung eines Führungszeugnisses benötigst du deinen Ausweis, 13 EUR, und ein Aufforderungsschreiben desjenigen, der das Führungszeugnis von dir sehen will.

Das heißt wenn ein künftiger Arbeitgeber ein erw. Führungszeugnis von dir sehen will, brauchst du von ihm eine Erklärung, dass du bei ihm ein solches vorlegen musst.

Antwort
von skyfly71, 11

Nein, da kann nix mehr drin stehen. Die Löschungsfristen für ein normales Führungszeugnis und ein erweitertes Führungszeugnis sind gleich.

Beide unterscheiden sich nur in ein paar Details, die aber vor allem Sexualstraftaten und Berufsverbote, Waffenerlaubnisse etc. betreffen.

Kommentar von Jurius ,

Das mit dem "Löschfristen sind gleich" stimmt so pauschal nicht. Im Fall des Fragestellers ist es zwar richtig, aber in anderen Fällen gibt es Unterschiede. Bei einer Verurteilung nach §§ 171, 180a, 181a, 183 bis 184g, 201a Absatz 3, den §§ 225, 232 bis 233a, 234, 235 oder § 236 StGB zu z.B. 2 Jahren beträgt die Frist im normalen FZ 7 Jahre (5 Jahre plus Strafdauer) während sie im erweiterten 12 Jahre (10 Jahre plus Strafdauer) beträgt. § 34, Abs. 1, Nr. 3 iVm. Abs. 3 vs. § 34, Abs. 2 iVm. Abs. 3 BZRG

Kommentar von skyfly71 ,

Oh, danke für den Hinweis. Da hab ich tatsächlich noch was dazu gelernt.

Antwort
von oyno564, 17

Das erweiterte Führungszeugnis enthält gegenüber dem normalen Führungszeugnis zusätzlich auch geringfügige Verurteilungen und Verurteilungen, die wegen Fristablaufs nicht mehr in das normale Führungszeugnis kämen, wegen gewisser Straftaten (z.B. Exhibitionistische Handlungen, Verbreitung pornographischer Schriften, Menschenhandel).[8]

Antwort
von Jurius, 5

Aus den Führungszeugnissen (also auch dem behördlichen und dem erweiterten) ist es raus. Im Bundeszentralregister steht es noch 1 Jahr, da dort die Frist in diesem Fall 10 Jahre sind (aufgrund der vorherigen Verurteilung). Gäbe es nur die eine Verurteilung zu den 3 Monaten wäre es auch dort bereits raus, da die Frist dann 5 Jahre wären.

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