Frage von Nemesis900Usermod Junior, 223

Was spricht gegen die Legalisierung von Drogen?

Ich suche nach nicht widerlegbare Argumente die die momentane Drogenpolitik in Deutschland noch rechtfertigt. Was würde dagegen sprechen Drogen zu legalisieren wenn man es unter folgenden Voraussetzungen macht:

  • Man muss für jede Substanz einen Sachkunde Nachweis erbringen. Somit wäre sichergestellt das du Leute wissen was sie da zu sich nehmen und dementsprechend auch verantwortungsvoll damit umgehen können.
  • Die Abgabe ist natürlich nur an volljährige Person gestattet.
  • Abgabe nur in dafür vorgesehenen Geschäften bzw. gesonderten Bereichen.
  • Verbot von Werbung
  • Verbot des Konsums in der Öffentlichkeit
  • Nur Substanzen die in Deutschland hergestellt werden damit man sie hier auch unter strenge Kontrolle stellen kann da oftmals die Verunreinigung oder das strecken gefährlicher ist wie die Substanz selbst.
  • Hohe Strafe wenn man sich nicht daran hält
  • Alkohol und Tabak müssten auch darunter fallen

In anderen Ländern hat gezeigt das durch die Legalisierung die Anzahl der Konsumenten nicht steigt (auch wenn es jetzt illegal ist bekommt man es ja trotzdem Problems wenn man es will). Man würde die Konsumenten entkriminalisieren und den Schwarzmarkt (und die daraus entstehende Kriminalität) dafür fast Vollstände auflösen. Man könnte Steuerneinnahmen daraus erzielen und gleichzeitig Steuerausgaben verringern (weniger Polizei die sich um illegale Drogen kümmern müssen, weniger Gerichtsverhandlungen, weniger Gefängnisinassen). Für die die es konsumieren wäre es gesünder da sie eine reine Substanz bekommen.

Was würde unter diesen Gesichtspunkten noch dagegen sprechen, außer die Pharma-Lobby und irgendwelche unbegründeten und oft einfach auf Unwissenheit beruhenden Ängste?

Antwort
von BlackBanan24, 122

  Man muss für jede Substanz einen Sachkunde Nachweis erbringen. Somit wäre sichergestellt das du Leute wissen was sie da zu sich nehmen und dementsprechend auch verantwortungsvoll damit umgehen können.  

Wie genau willst du feststellen, dass Menschen verantwortungsvoll damit umgehen können? So etwas kann man nicht einfach mithilfe eines 10 minütigen Fragebogen beurteilen. Um darüber eine vernünftige Aussage treffen zu können, müsste man die Personen über eine sehr lange Zeitspanne in verschiedensten Situationen begleiten und beurteilen, was 1. viel zu aufwändig wär und 2. viel zu viel kosten würde. Und selbst dann ist das Risiko viel zu hoch. Kein Heroinkonsument ist freiwillig abhängig geworden, aber es gibt eben Substanzen, bei denen selbst ein einziges Mal konsumieren schon zur Abhängigkeit führen kann.

Die Abgabe ist natürlich nur an volljährige Person gestattet.

Wie willst du kontrollieren, was die Person damit macht, nachdem sie es gekauft hat? Alkohol und Tabak ist auch ab 18, trotzdem wird beides von Jugendlichen konsumiert.

Verbot von Werbung

Das würde nicht viel bringen. Die Werbung wird vielleicht nicht im Fernsehen laufen, dafür aber auf irgendwelchen Webseiten, die man unmöglich kontrollieren kann. Außerdem gibt es immer noch "Mund-zu-Mund-Propaganda", auf die man ebenfalls keinerlei Einfluss hat

Für die die es konsumieren wäre es gesünder da sie eine reine Substanz bekommen.

Das macht die Sache nicht unbedingt einfacher, insbesondere für unerfahrene Konsumenten. Reinere Substanzen heißt zwar einerseits weniger Verunreinigungen, andererseits aber auch höhere Konzentration der eigentlichen Droge -> die Gefahr einer Überdosierung steigt.

Ein Fakt den du noch nicht bedacht hast: Die Gefährdung von anderen Menschen durch Konsumenten. Jedes Jahr passieren Hunderttausende von Unfällen durch übermäßigen Alkoholkonsum. Die Legalisierung von  teilweise halluzinogenen Drogen wie z.B. Metamphetamin, Ecstasy oder auch LSD würde das Problem nicht grade eindämmen. Selbst wenn der Konsum in der Öffentlichkeit verboten ist, ist das unmöglich zu kontrollieren bzw. zu verhindern. Alkohol am Steuer ist ja schließlich vom Gesetz auch verboten.

So, reicht das an Argumenten?

Kommentar von Nemesis900 ,

Endlich mal vernünftige und durchdachte Argumente schon mal danke dafür.

Das erste habe ich etwas missverständlich geschrieben. Da geht es mir darum die Leute in einem Kurs auf zu klären damit sie zumindest wissen was in der Substanz drinne steckt, wie sie wirkt, was sie mit dem Körper macht und wie man damit um zu gehen hat. Das ist jetzt nicht der Fall. Viele Konsumenten werfen sich irgendetwas ein ohne genau zu wissen was das eigentlich ist und was es mit dem Körper macht. Wenn sie dann immer noch nicht verantwortungsvoll damit umgehen ist es ihr Problem. Aber die Wahrscheinlichkeit ist einfach geringer da sie dann mehr darüber wissen. Jetzt darf man ja auch zu seinem 16 Geburtstag in den laden gehen und sich genug Bier kaufen um sich zu Tode zu Saufen ohne das man vorher wirklich über die Wirkung aufgeklärt wird.

Zur Abschreckung höhere Strafen einführen wenn man es an minderjährige weiter gibt. Ändern würde das aber zu dem jetzigen zustand auch nichts. Auch jetzt kommen minderjährige problemlos an Drogen ran.

Selbst wenn das Werbeverbot nicht perfekt ist. Es kann definitiv nicht schaden wenn man zumindest nicht die ganze Zeit mit dieser Werbung voll gestopft wird so wie es momentan mit Alkohol Werbung ist.

Deshalb auch der Sachkundenschweiß damit man auch über die Menge und ihre Wirkung Bescheid weiß was dieses Risiko wieder verringert. Zumal man dann auch eine gleichbleibende Reinheit hat und das ganze besser abschätzen kann (was momentan sicherlich ein Hauptproblem bei einer Überdosis ist)

Wie ich schon sagte in anderen Ländern zeigt es sich das die Zahl der Konsumenten sich nicht wirklich verändert daher bin ich auf dieses Thema erst garnicht weiter eingegangen. Aber wenn es nicht mehr Konsumenten gibt ändert das auch nichts daran wie viele Unfälle es gibt.

Kommentar von BlackBanan24 ,

Zum 1. Punkt: Es kommt natürlich immer darauf an, von welchen Drogen wir hier reden, wenn es sich nur um Cannabis handelt fände ich das Ganze völlig vertretbar. Sobald es aber um härtere Drogen geht, ist das Risiko meiner Meinung nach eindeutig zu hoch. Hier kommt dann das Problem, das ich in der Antwort angesprochen habe. Jeder Mensch reagiert anderes auf gewisse Substanzen. Genauso hat jeder Mensch ein anderes Abhängigkeitspotential das von verdammt vielen Faktoren abhängig ist (allgemeine Lebensumstände, Persönlichkeit, Erfahrung mit Drogen, Umgebung/Umstände des Konsum usw.). Hier ist es schwer bis unmöglich allgemeine Hinweise zum Konsum zu geben, wie oft und wieviel man maximal konsumieren sollte. Dann von "Eigenverantwortung" zu sprechen, wäre in meinen Augen einfach nur unverantwortlich, besonders wenn es sich um wirklich harte Sachen wie z.B. Heroin handelt.

Zudem sollte man auch wirtschaftliche Aspekte bedenken: Wenn harte Drogen legalisiert werden und das zu einer höheren Anzahl von Suchtpatienten führt, würde das die Krankenkassen (und damit letztlich diejenigen, die die Krankenkassen bezahlen -> jeder Arbeitnehmer) Milliarden kosten. Zudem würden auch Privatunternehmen Verluste einfahren, da ein Drogenabhängiger nun mal nicht arbeiten kann.

Antwort
von voayager, 89

Deine Fragestellung ist falsch, denn 1. sind einige Drogen legal und 2. ist der Begriff Drogen viel zu weit gefasst, daher macht er so keinen Sinn.

Davon mal abgesehen, verhält du dich so wie einer, der auf Eiern geht, nämlich eine übermäßige Einschränkung bei Benutzung von Drogen, quasi im vorauseilendem gegenüber deinem Staat, dem du es recht machen willst. Man könnt auch sagen, ein wahrhaft beschwitigendes Verhalten, nach dem Motto. "Staat ich komm dir ja entgegen", auch ich bin für Einschränkungen auf vielerlei Weise, nun hab auch du Einsicht und legalisiere doch bitte "die" Drogen.

Antwort
von Glueckspilzler, 223

Wenn du sagst, dass die Substanzen dann nur vom eigenen Land kommen sollen, könnte man ja wieder prima Arbeitsplätze schaffen beim Anbau bzw. Synthetisieren mit Berufsbild und Gehalt ^^ Was ist denn dann mit Pflanzen, die sich hier garnicht aufgrund der Wetterbedingung anbauen lassen? Oder werden dann spezifische Gewächshäuser dafür erbaut? Mir fallen keine Argumente auf rein-rationaler Basis ein, doch gebe es bestimmt noch Details zu besprechen ob der Schwarzmarkt in dieser Richtung dann komplett ausstirbt oder diese dann anfangen sich nurnoch auf die Jugendlichen zu fokusieren, die ja in öffentlichen Märkten keine Chancen hätten da ran zu kommen?

Kommentar von Nemesis900 ,

Klar der Anbau wäre dann hier (unter Kontrolle) auch legal. Ganz sicherlich nicht aber die Großteil des Schwarzmarktes wäre sicherlich hinüber da man sich das Zeug auch legal beschaffen kann. Das mit den Jugendlichen würde dann sicherlich nicht über einen richtigen Schwarzmarkt laufen da man sie Substanz ja hier legal bekommt. Das wäre dann einfach nur eine illegale Abgabe an minderjährige (was man ja unter hoher strafe setzen sollte). Aber das wäre auch keine Verschlechterung zu jetzt denn jetzt kommen Jugendliche ja auch problemlos an Drogen ran.

Antwort
von rotesand, 51

Wenn hier typische "Drogen" in Form von LSD, Speed, Ecstasy, Joints usw. gemeint sind möchte ich nur eines sagen: Die Suchtgefahr mit allen bekannten Nebenwirkungen sollte als Argument ausreichend sein!

Das etwaige Minus an Gerichtsverhandlungen würde man sich mit einem Plus an Drogentoten und damit zusammenhängenden Krankheiten auf 'ne sehr zweifelhafte Art und Weise "erkaufen".. ein sog. Sachkundenachweis wäre m.E. keine Option da er nix an der Sache ändert, dass man sich mit Drogen sehr schnell an die Grenze befördern kann --------> das wäre mMn mehr so 'nen "gefühlsmäßiger Schutz", der halt Schutz suggeriert ohne ihn zu bieten!

Alkohol und Tabak sind ja sowieso legal zu erwerben & sämtliche Versuche seitens der Politik, Einhalt zu gebieten sind bekanntlich schon hier komplett fehlgeschlagen (Perso am Zigarettenautomat, fehlende Werbung in der Presse/im I-Net, Jugendschutzgesetz). Daher würde es auch Mittel und Wege geben, etwaige "Pflichten" beim "Drogenkauf" zu umgehen.. wer es wirklich will schafft es (leider) immer.

Eine Legalisierung würde nicht viel ändern & das, was man sich damit an Polizeieinsätzen & Verhandlungen einsparen würde, würde man sich auf andere Art und Weise wieder ausgleichen (s.o.). Meine Meinung!

Antwort
von tony5689, 49

Deine ideen finde ich sehr gut, bis auf den punkt dass alles im eigenen lang hergestellt werden muss - kaffee wird ja auch importiert, einfach weil man kaffee in deutschland schlecht anbauen kann. Das gleiche gilt für z.B. Coca, oder salvia. Coca wächst am besten in den andenregionen, deshalb kommt das meiste kokain ja aus peru und kolumbien, salvia wächst ausschliesslich in yucatan... Deshalb sollte man sowas schon importieren dûrfen, nur eben mit gewissen auflagen was den anbau in den betreffenden ländern reguliert

Antwort
von Reptain, 56

Gegen die Legalisierung sogenannter „weicher Drogen" spricht nichts!

  • Das Konsumverhalten entwickelt sich unabhängig vom rechtlichen Status. In den Niederlanden kiffen z.B. mehr Jugendliche als in Deutschland, dafür kiffen in Frankreich, ein Land das eine sehr repressive Drogenpolitik betreibt, mehr Jugendliche als in den Niederlanden. 
  • Auch die Behauptung, dass Cannabis eine Einstiegsdroge sei, ist nach aktuellem wissenschaftlichen Erkentntnissstand nicht haltbar. Selbst das Bundesverfassungsgericht hat in einer Entscheidung von 1994 festgestellt, dass Cannabis keine Einstiegsdroge ist. 

Mit einer Legalisierung von Drogen wächst zwangsläufig auch jedweder Drogenmissbrauch.

Drogenmissbrauch entsteht in den meisten Fällen durch Schwarzmarkt, und dieser könnte durch eine staatlich kontrollierte Abgabe faktisch aufgelöst werden. 

Die Legalisierung beseitigt ja noch lange nicht die Gefahren des Drogenkonsums

Mit meiner staatlich kontrollierten Abgabe gibt es Qualitätskontrollen, die eine saubere Ware garantieren. Das ist auf dem Schwarzmarkt nicht der Fall. 

Alkohol und Tabak ist auch ab 18, trotzdem wird beides von Jugendlichen konsumiert.

Denkst du, eine Kriminalisierung der Konsument/innen würde daran etwas ändern? Man kann nie verhindern, dass Jugendliche in den Besitz von Drogen kommen - man kann es aber erschweren, indem man diese legalisiert und unter staatlicher Kontrolle an Konsument/innen in den dafür vorgesehenen Shops abgibt. 

Kommentar von atzef ,

Von deinem Interessenstandpunkt aus mag nichts gegen die Legalisierung von weichen Drogen sprechen. Den müssen aber nicht zwangsläufig alle teilen. :-)

Niemals entwickelt sich das Konsumverhalten unabhängig vom rechtlichen Status! Das ist schlichter bullshit. Der rechtliche Status nimmt immer massiv Einfluss auf das Konsumverhalten - er ist aber fraglos nicht dessen einzige Bestimmungsgröße. Daher sind unterschiedliche nationale Konsumgewohnheiten auch nicht eindimensional liear aus dem rechtlichen Status abzuleiten.

Automatisch sehe ich zwar auch Cannabis nicht als Einstiegsdroge an, aber nahezu jeder Konsument harter Drogen dürfte in seiner Drogenvita zuvor auch Cannabiskonsum aufweisen. Generalisierend würde ich daher sagen, dass der Einstieg in harte Drogen durchaus von einer Normalitätszuweisung an den Drogenkonsum profitiert.

Ärgerlicher, weil sich nicht ums Mitdenken  bemühender Blödsinn ist die These, Drogenmissbrauch sei eine unmittelbare Folge der Illegalisierung und Kriminalisierung. Auch legale Drogen wie Alkohol werden oftmals missbraucht. Und meine These ist, dass eine legalisierung weicher Drogen zu einem Anstieg des Missbrauchs in Form z.B. von Drogenautofahrten führen wird.

Bei den Gesundheitsgefahren geht es mir nicht so sehr um die Qualität der Ware. Die würde sich natürlich verbessern und damit spezifische Risiken sinken. Aber auch langfristiger Dauergebrauch von weichen Drogen birgt in sich Gefahren und Beeinträchtigungen für die Gesundheit. https://de.wikipedia.org/wiki/Hanf_als_Rauschmittel#Auswirkungen_auf_die_Gesundh...

Kommentar von Reptain ,

Niemals entwickelt sich das Konsumverhalten unabhängig vom rechtlichen Status!

Doch, absolut. Und dafür gibt es etliche Beispiele. Nicht nur in Europa. Im US-Bundesstaat Pennsylvania gibt es z.B. deutlich mehr Drogenkonsumenten als in Colorado, wo „weiche Drogen" bereits seit 2013 legal erhältlich sind. Ähnlich sieht es im US-Bundesstaat Michigan aus, wo Drogenkonsum teilweise mit Freiheitsentzug bestraft wird - dennoch aber weit verbreitet ist. 

Ansonsten ist noch Portugal zu erwähnen, wo der Drogenkonsum seit Jahren abklingt - die Entkriminalisierung aller Drogen hat daran nichts geändert. Wenn du andere Zahlen hast, dann lass' es mich wissen. 

Automatisch sehe ich zwar Cannabis auch nicht als Einstiegsdroge an, aber nahezu jeder Konsument harter Drogen dürfte in seiner Drogenvita zuvor auch Cannabiskonsum aufweisen. 

Und jede/r Cannabiskonsument/in dürfte zuvor Alkohol oder Nikotin konsumiert haben - sind dann nicht Alkohol und Nikotin die wahren Einstiegsdrogen? Nein, auch das halte ich für Quatsch. Tatsache ist nämlich, dass Konsument/innen „weicher Drogen" auf dem Schwarzmarkt automatisch mit „harten Drogen" in Berührung kommen - und das ist zweifellos der Hauptgrund, warum Cannabiskonsument/innen häufiger mit „harten Drogen" in Berührung kommen, als z.B. Alkohol- oder Nikotinkonsument/innen. In den Niederlanden ist genau das nämlich nicht der Fall - Zufall, oder gibt es vielleicht doch einen Zusammenhang? 

Auch legale Drogen wie Alkohol werden oftmals missbraucht. 

Keine Frage, das steht allerdings in keiner Relation zu den derzeit illegalen Drogen. Selbst Heroin könnte man - und das ohne den Konsum verharmlosen zu wollen, ohne bleibende Folgeschäden konsumieren - reines Heroin hat nämlich ein relativ geringes Schadenspotenzial, das sieht mit den beigemischten Streckmitteln wieder völlig anders aus. 

Das heißt im Übrigen nicht, dass der Konsum grundsätzlich harmlos ist, sondern, dass man den Schaden minimieren könnte.

Aber auch langfristiger Dauergebrauch von weichen Drogen birgt in sich Gefahren und Beeinrächtigungen für die Gesundheit. 

Natürlich, aber darum geht es in dem Fall ja nicht. Die Frage ist, funktioniert das Verbot? Erfüllt es seinen Zweck? Und jeder, der einen klaren Blick auf Sache hat, wird die Frage mit „Nein" beantworten. Das Verbot hat den Konsum eben nicht gesenkt, sondern drastisch erhöht. Und die im Betäubungsmittelgesetz enthaltene Strafverfolgung hat eben nicht dafür gesorgt, dass die Kriminalität zurückgeht, sondern hat neue Anreize für kriminelle Machenschaften geschaffen. 

Eine Legalisierung „weicher Drogen" und Entkriminalisierung „harter Drogen" ist definitiv anzustreben. Die Millarden Einsparungen können stattdessen in Präventionsmaßnahmen investiert werden, als in den Schwarzmarkt. 


Kommentar von Reptain ,

Das heißt im Übrigen nicht, dass der Konsum grundsätzlich harmlos ist, sondern, dass man den Schaden minimieren könnte.

Edit: Das heißt im Übrigen nicht, dass der Konsum grundsätzlich harmlos ist, sondern, dass man den Schaden durch legales Drug-Checking minimieren könnte.

Kommentar von BlackBanan24 ,


Selbst Heroin könnte man - und das ohne den Konsum verharmlosen zu wollen, ohne bleibende Folgeschäden konsumieren - reines Heroin hat nämlich ein relativ geringes Schadenspotenzial, das sieht mit den beigemischten Streckmitteln wieder völlig anders aus. 

Dann müsste man allerdings von der Tatsache ausgehen, das die Konsumenten ihren Konsum stets unter Kontrolle haben, und dieser nicht in eine Sucht übergeht. Ob nun gestreckt oder nicht, Heroin hat nun mal das höchste psychische Abhängigkeitspotential überhaupt. Ich hab mich mal mit jemandem unterhalten, der Heroin einmalig ausprobiert hat, und dieser sagte mir, wenn jetzt vor ihm eine Dosis liegen würde, würde er sie sofort nehmen. Viele Suchten werden allein durch die Tatsache verhindert, dass Drogen aufgrund der Illegalität eben schwerer zu beschaffen und daher nicht permanent verfügbar sind. Eine Legalisierung würde meiner Meinung nach schnell dazu führen, dass viele Menschen potentiell abhängigkeitsgefährdet sind (da sie es vllt mal ausprobiert haben) und diese dann aufgrund der Verfügbarkeit schnell in eine Sucht rein rutschen, wo sie ihren Konsum eben nicht mehr unter Kontrolle haben. 

Gilt natürlich nicht nur für Heroin, sondern prinzipiell für jede harte Droge.

Kommentar von Reptain ,

Ob nun gestreckt oder nicht, Heroin hat nun mal das höchste psychische Abhängigkeitspotential überhaupt.

Aber das rechtfertigt doch nicht die Kriminalisierung der Konsument/innen. Wer abhängig ist, braucht Hilfe und keine Strafverfolgung. 

Kommentar von BlackBanan24 ,
aber nahezu jeder Konsument harter Drogen dürfte in seiner Drogenvita zuvor auch Cannabiskonsum aufweisen.

Was anderes ist mit "Cannabis als Einstiegsdroge" auch gar nicht gemeint: Niemand behauptet, jeder der Cannabis konsumiert, wird früher oder später automatisch harte Drogen nehmen, aber mindestens 90% der Konsumenten von harten Drogen haben zu Beginn ihrer "Kariere" Cannabis genommen. Es geht hier nicht unbedingt um die Wirkung von Cannabis an sich, sondern vielmehr um das bewusste illegale Beschaffen und Konsumieren und damit einhergehend der Kontakt zu den entsprechenden Leuten.

Von daher kann man meiner Meinung nach Cannabis schon als "Einstiegsdroge" ansehen.

Kommentar von Reptain ,

Niemand behauptet, jeder der Cannabis konsumiert, wird früher oder später automatisch harte Drogen nehmen, aber mindestens 90% der Konsumenten von harten Drogen haben zu Beginn ihrer "Kariere" Cannabis genommen.

Das würde sich durch eine Legalisierung kurz- oder mittelfristig ändern. 

Kommentar von BlackBanan24 ,

Stimmt.

Die Legalisierung von Cannabis ist daher meiner Meinung nach auch ziemlich unproblematisch. Da es in der Frage aber allgemein um Drogen ging, bin ich davon ausgegangen dass der Fragensteller explizit alle härtere Drogen meint, sonst hätte er wohl "Cannabis" drangeschrieben^^ Und bei härteren Drogen überwiegen für mich nun mal eindeutig die negativen Folgen.

Antwort
von ErsterSchnee, 111

Es gibt keine nicht-widerlegbaren Argumente. Man kann für alles ein "dagegen" finden.

Kommentar von ErsterSchnee ,

Du stellst dir das alles zu rosig und positiv vor. Und die Straftaten würden nicht ansatzweise sinken!

Kommentar von Nemesis900 ,

Welche Straftaten meinst du?

Kommentar von ErsterSchnee ,

Beschaffungskriminalität, Straftaten im "Drogenrausch", Straftaten im Zusammenhang mit Minderjährigen und Drogen und und und

Kommentar von Ololiuqui ,

Jährlich werden ca. 100.000 Anzeigen wegen konsumnahen Delikten geschrieben (wohlgemerkt bezieht sich die Zahl nur auf Cannabis). Und da meinst du eine Legalisierung würde nicht die Straftaten senken?

Kommentar von ErsterSchnee ,

Nein. Gibt es das Zeugs dann kostenlos? Wenn nicht, bleibt doch das Problem der fehlenden Finanzen der Konsumenten. Fährt niemand mehr Auto unter Drogen? Sind alle Verkäufer und Konsumenten so gesetzestreu, Minderjährige rauszuhalten?

Kommentar von hanging ,

Er redet von konsumnahen Delikten.

Kommentar von ErsterSchnee ,

Ich auch...

Antwort
von NorwinSchneider, 31

Unter den von dir genannten Kriterien gar nichts!

Antwort
von BrilleHN, 101

das größte Problem dürfte wohl sein, das die meisten Drogen gar nicht verkehrsfähig wären und du keinen Pharmakonzern findest, der Produktion und die Produkthaftung übernehmen würde.

Kommentar von Nemesis900 ,

Wo siehst du denn dabei Größe Probleme wie bei Alkohol?

Kommentar von BrilleHN ,

Crystal Meth, Krokodil richten viel zu viele Schäden an als das jemals ein Pharmakonzern so etwas auf den Markt bringen würde. Für Heroin und Kokain sehe ich ebenfalls schwarz, denn das waren ehemals legale Medikamente die auf Grund ihrer Nebenwirkungen (Suchtpotential) vom Markt genommen wurden.

Die einzig reelle Chance für eine Legalisierung sehe ich bei Cannabis, 

Kommentar von Glueckspilzler ,

Crystal Meth ist stark verunreinigtes Methamphetamin & Krokodil stark verunreinigtes Desomorphin. Beide Sachen existieren nur als billiger Ersatz zu anderen Dingen die zu teuer oder nicht verfügbar waren, Krokodil war ein Heroinersatz in Russland und Crystal Meth.. ich schätz mal ein Ersatz zum gängigen Amphetamin. Ist ja logisch, dass diese Sachen nicht verkehrsfähig sind oder fängt man guten Gewissens an mit Benzin gestreckten Schnaps zu verkaufen? Ich persönlich finde Crystal Meht, Krokodil oder auch Cloud 9 sind sehr belanglose Beispiele und freiwillig tut man sich das auch nicht an, wenn es deutlich bessere Alternativen zu gibt.

Kommentar von surfenohneende ,

Crystal Meth ist stark verunreinigtes Methamphetamin & Krokodil stark verunreinigtes Desomorphin.

Sehr zerstörerisch & selber (riskant) herstellbar

Da konfiszieren die Russen besonders radikal & schnüfeln viel rum 

oder fängt man guten Gewissens an mit Benzin gestreckten Schnaps zu verkaufen?

Alkohol ist legal is Russland, aber sehr Viele sind halt ziemlich Arm geworden seit 1992 ( Im Gegensatz zur DDR hatten Die keinen BRD-"Bruder" ) & kaufen nur das Billigste vom Billigen um sich zu benebeln ... es bessert sich endlich unter Putin, wenn auch langsam 

Besonders beliebte Vodka Pansch-Zusätze: Methanol / "Methyl", Frostschutzmittel, Alkohol-Reiniger , ...

Kommentar von Nemesis900 ,

Diese Schäden entstehen dadurch das das beides keine sauberen Substanzen sind. Crystal Meth ist eine Bezeichnung für unsauberes und gestrecktes Amphetamin. Und Krokodil ist eine Bezeichnung für unsauberes und Desomorphin was ersatzweise auch teils aus Benzin hergestellt wird. Beides wäre unten den obigen Umständen weder legal noch nötig.

Naja Heroin wurde nicht freiwillig vom Markt genommen sondern wurden verboten. Dieses Suchtpotenzial besteht aber genau so wenn es illegal ist nur das die Leute dadurch in die Illegalität getrieben werden und sich irgendwelches gestreckten Substanzen zuführen die ihnen nur noch mehr Schaden. Alkohol macht auch abhängig und kann zum Tod führen, trotzdem ist es legal und setzt einen vernünftigen Umgang damit voraus.

Und zwischen Cannabis (was ja definitiv weniger schädlich ist wie unsere legalen Drogen) und den ganz harten Sachen wie Heroin, Kokain und Crystal Meth gibt es ja auch noch zeug andere Dinge.

Antwort
von atzef, 74

"Unwiderlegbare" Argumente kann es nirgendwo geben, wo Argumente letztlich nur Partikularinteressen formulieren.

1. Mit einer Legalisierung aller möglichen Drogen wächst zwangsläufig auch jedweder Drogenmissbrauch. Das gilt insbesondere für den Straßenverkehr.

2. Das wohl gravierendste Argument ist die Befürchtung einer nachhaltigen Aufweichung von Arbeitsethos und Arbeitsdisziplin, im weiteren dann ein drastisches Absinken der Arbeitsproduktivität, der Innovationsfähigkeit der Volkswirtschaft (Drögnis statt Kreativität) und damit einhergehend ein entsprechend schleichender Wohlstandsverlust.

3. Die Legalisierung beseitigt ja noch lange nicht die Gefahren des Drogenkonsums wie Abhängigkeit, schleichender Raubbau an der Gesundheit und die vielfältigen negativen Konsequenzen für die Sozialbeziehungen.

Kommentar von surfenohneende ,

2. Das wohl gravierendste Argument ist die Befürchtung einer nachhaltigen Aufweichung von Arbeitsethos und Arbeitsdisziplin, im weiteren dann ein drastisches Absinken der Arbeitsproduktivität, der Innovationsfähigkeit der Volkswirtschaft (Drögnis statt Kreativität) und damit einhergehend ein entsprechend schleichender Wohlstandsverlust.

3. Die Legalisierung beseitigt ja noch lange nicht die Gefahren des Drogenkonsums wie Abhängigkeit, schleichender Raubbau an der Gesundheit und die vielfältigen negativen Konsequenzen für die Sozialbeziehungen.

Gilt auch für Tabak & Alkohol

Kommentar von atzef ,

Kein Widerspruch. Aber auch bezogen auf diese beiden Drogen haben wir seit Jahren entsprechend auch einen wachsenden restriktiveren Umgang zu verzeichnen. Neben dem Absenken der tolerierten Promillegrenze die weitreichende Eindämmung des rauchens im öffentlichen Raum... Da vollzieht sich ja gerade ebe so gar keine anwachsende Liberalisierung.

Kommentar von Nemesis900 ,

Das bezieht sich alles darauf das man davon ausgeht das die Zahl der Konsumenten ansteigt bzw. derer die nicht verantwortungsvoll damit umgehen. Wäre die frage ob das passiert. Ländern in denen Drogen legalisiert wurden zeigen bis jetzt aber das der Konsum davon nicht wirklich steigt. Somit würden diese Effekte die du beschreibst nicht stärker werden als sie es jetzt schon sind.

Kommentar von atzef ,

Na ja, ich weiß nicht, wie sehr du dich mit Methoden der empirischen Sozialforschung auskennst... Vermutlich nicht sonderlich gut, sonst wüsstest du, dass man keiner Statistik trauen sollte, die man nicht wirklich selber gefälscht hat! :-)

M.W.n. wurde in Portugal ein wenig liberalisiert. Die sind nun aber gerade bezogen auf solch eine volkswirtschaftliche Argumentation wahrlich kein Musterbeispiel für segensreiche Wirkungen einer Liberalisierung. :-)

Kommentar von Glueckspilzler ,

Die Legalisierung soll ja nicht unkontrolliert stattfinden, das will ja wirklich keiner. Ein großer Punkt darunter soll ja Aufklärung heißen, undzwar faktisch und bezogen auf alle Drogen und etwas außen vor zu lassen. Unheimlich viele Missbrauchstaten entstehen aufgrund mangelndes Wissen über Wirkung & Risiken der Substanz und wird diese Lücke in der Allgemeinheit geschlossen, sind einen sehr großer Teile der Missbrauchsfälle beseitigt weil man dann doch einen klugen Menschenverstand erwarten kann mit dem Wissen nicht trotzdem die falschesten Dinge mit diesen Substanzen anzustellen. Bei weitem nicht alle Konsumenten sind mit diesen Bilderbuch Abhängigen gleichzustellen und auch da weißt du garnicht, was das überhaupt für Menschen sind. Der 3. Punkt wird meines Erachtens nach durch die Legalisierung minimiert.

Kommentar von atzef ,

Dein Glaube an eine rationale Aufklärung in allen Ehren, aber auch schon beim Alkohol greift die ja nur sehr bedingt. Außerdem wird auch schon heute viel über Drogen aufgeklärt. Am linearen Zusammenhang mehr legale Drogen=mehr Drogenmissbrauch änderst du auch nichts mit intensiverer Aufklärung.

Außerdem bleiben die gesundheitlichen Folgeschäden von langfristigem Drogenkonsum. Eine weitreichende Legalisierung würde dieses Problem drastisch ansteigen lassen.

Die meisten Missbrauchsfälle wie z.B. high Auto zu fahren, entspringen keinemMangel an Aufklärung, sondern einer Mischung aus Faulheit, Selbstüberschätzung, Bequemlichkeit und Verantwortungslosigkeit. Alles Dimensionen, die durch Drogenkosnum noch gefördert werden. :-)

Kommentar von Glueckspilzler ,

"Dein Glaube an eine rationale Aufklärung in allen Ehren, aber auch schon beim Alkohol greift die ja nur sehr bedingt."

Das ist meines Erachtens nach auch eine sauschlechte Aufklärung, die beim Alkohol stattfindet. Da bekämpfen sich maßlose Kontroversen. Am Tag laufen Werbungen rauf und runter was Biergenuß oder Schnapsgenuß auf's äußerste verherrlicht und man den Alltagsmenschen suggeriert es ist nichts weiter dabei und sich besaufen macht Spaß und macht Laune. Ebenso sind doch eh viele Menschen in Deutschland von grundauf positiv zum Alk angestimmt und man redet ja sehr gerne darüber und alles wirkt ziemlich verharmlost. Dass 1,2x irgendwo in der Schule versucht wird über die Risiken aufzuklären, ändert bei den meisten Köpfen eh nichtmehr viel, die sich schon vorstellen wie sie am Wochenende wieder schön einen trinken gehen. Meiner Meinung nach kommt wirkliche Aufklärung in der Richtung nur sehr kurz und die meisten missbrauchen den Alk ohnehin bis aufs letzte mit der vollsten Überzeugung es wäre ja nicht schlimm und andere tuen das ja genauso.

" Am linearen Zusammenhang mehr legale Drogen=mehr Drogenmissbrauch änderst du auch nichts mit intensiverer Aufklärung. "

Schau zu unseren Nachbarn, den Holländern. Die haben schon seit Jahrzehnten eine liberalere Drogenpolitik und an der These der Konsum würde steigen, trifft einfach nicht zu.

Schau dir das Land Portugal an. Dort wurden alle Drogen entkriminalisiert und der Konsum ist bewiesenermaßen nicht angestiegen.

Es ist einigermaßen aus der Luft gegriffen, es würde alles schlimmer machen.

Außerdem bleiben die gesundheitlichen Folgeschäden von langfristigem Drogenkonsum. Eine weitreichende Legalisierung würde dieses Problem drastisch ansteigen lassen.

Würde es das denn wirklich? Weitaus mehr Menschen würden vor Erstkonsum von gefährlichen Substanzen bereits wissen, welche maßgeblichen Risiken damit behaftet sind und dann immernoch dazu greifen obwohl man das +/- eindeutig sieht? In dem Fall würde ich ja fast schon selbst schuld sagen, aber besagte Personen sind dann garnicht dazu fähig überhaupt eine Droge sachgemäß zu gebrauchen.

Die meisten Missbrauchsfälle wie z.B. high Auto zu fahren, entspringen keinemMangel an Aufklärung, sondern einer Mischung aus Faulheit, Selbstüberschätzung, Bequemlichkeit und Verantwortungslosigkeit. Alles Dimensionen, die durch Drogenkosnum noch gefördert werden. :-)

Das hat jetzt nicht viel mit der Substanz selbst zutun. Es bürgt doch nicht die Droge, wenn unaufgeklärte Menschen solche fahrlässige Aktionen anfangen. Ich find auch nicht, dass sich das häufen würde, wenn ausschließlich Menschen mit bestätigtem Wissen um die Risiken an diese Substanzen erst rankommen würden. Du stellst dir ja vor mit der Legalisierung würden alle einen Freifahrtschein zum Konsum bekommen aber es wird im Grunde noch strenger nur in einer anderen Richtung.

Ich find du hast Ängste, wo keine sind. Oder hast du konkrete Beweise für deine Hypothesen?

Kommentar von atzef ,

Ich habe keine Ängste, ich habe nur versucht, die Frage zu beantworten. :-) Persönlich würde ich mich einer weiteren Legalisierung von Cannabis nicht in den Weg stellen. Faktisch ist ja der Konsum auch heute schon von Strafverfolgung freigestellt. Da mag man im Sinne der Schaffung von mehr Rechtssicherheit noch weiter am Feintuning arbeiten können. Ich möchte mich hier auch gar nicht groß als Drogenexperte inszenieren. Mir persönlich ist das Thema eigentlich eher unwichtig. Ich lebe weitgehend drogenfrei.

Aber in einer generellen Legalisierung über Cannabis hinaus sehe ich keinerlei Vorteile. In den Niederlanden gibt es die z.B. auch nicht.

Deine Ausführungen zu den segensreichen Wirkungen einer "richtigen" Aufklärung sind eher rechtgläubige Problemverharmlosungen. Aufklärung ist lediglich ein Angebot, das jedes Subjekt motiviert annehmen müsste, damit es Wirkung entfaltet. Im Einzelfall jedoch scheitert daran aus vielerlei Gründen jedwede Aufklärung!

Weiter blendest du die sozialen Folgeprobleme (Einfluss auf die allgemeine Gesundheit, Verkehrsunfälle, Sozialbeziehungen) einfach problemignorant aus.

Zu fragen wäre eben auch die Reichweite einer Drogenlegalisierung. In den Niederlanden beschränkt die sich z.B. auf Cannabis.

Deine Behauptungen von den neutralen Folgen einer weiteren Drogenlegalisierung müsste man erstmal näher untersuchen und vorliegende Ergebnisse kritisch befragen. Mag sein, dass es in den Niederlanden nicht zu einem Anstieg des Drogenkonsums durch die Legalisierung von Cannabis gekommen ist. Dazu muss man aber wissen, dass auch vor der Cannabislegalisierung schon der Besitz von 30 g Cannabis strafrechtlich nicht verfolgt wurde und sich folglich durch die Legalisierung von Cannabis eigentlich faktisch kaum etwas verändert hat.

Und noch einmal: In den Niederlanden gibt es lediglich eine Legalisierung für Cannabis - keine generelle! Wobei ich persönlich da auch empfäglich wäre für eine gewisse moderate Legalisierung mit Blick auf Schwerstabhängige und Beschaffungskriminalität.

Kommentar von Reptain ,

Und noch einmal: In den Niederlanden gibt es lediglich eine Legalisierung für Cannabis - keine generelle!

In den Niederlanden sind alle „weichen Drogen" entkriminalisiert. Harte Drogen sind verboten, können allerdings vom Arzt verschrieben werden, wenn der Patient z.B. unter einer Abhängigkeit leidet. 

Kommentar von atzef ,

Was zählen die denn genau unter "weiche Drogen"? Diese Möglichkeit zur Verschreibbarkeit von harten Drogen finde ich durchaus sehr bedenkenswert. Davon würde ich mir per Saldo auch vielepositive Effekte erhoffen.

Kommentar von Reptain ,

Zu den „weichen Drogen“ zählen vor allem die Cannabisprodukte Haschisch und Marihuana. Ebenso zählen psilocybinhaltige psychoaktive Pilze, die in niederländischen Smartshops erhältlich sind, zu den „weichen Drogen“. Weitere „weiche Drogen“ nach niederländischem Recht sind Benzodiazepine, Barbiturate sowie einige Appetitzügler, Opioide und Amphetamine.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Weiche_Droge_(Niederländisches_Recht)#Betroffene_Drogen

Kommentar von atzef ,

Na ja, da sehe ich keinen wirklichen Handlungsbedarf für eine Legalisierung über Cannabisprodukte hinausgehend.

Antwort
von Heisenbaerg, 47

Spricht nichts dagegen, genau genommen sogar alles dafür. Da wir aber nur dumme Lämminge sind sollten wir auf "Mutti" hören, Drooooogen sind bööööse....

Antwort
von Demutras, 85

Die Politiker die wir zurzeit haben sind ganz anders erzogen und zu alt. Sie verstehen diese Argumente einfach nicht mehr, selbst positive Beispiele wie die Legalisierung von Cannabis in Amerika lassen sie links liegen. Wenn man sich auch die dummen neuen Gesetze in der Sterbehilfepolitik ansieht ist so etwas echt kein Wunder mehr.. Es müssen so einige neue, frische Politiker mit gutem Verstand her!

Antwort
von Germanyhomeland, 75

Wenn du keine weichen Keks willst lass es lieber

Kommentar von Nemesis900 ,

1. Ich Konsumiere selbst keine Drogen die momentan illegal sind (und selbst die legalen nur sehr selten)

2. Dafür muss man nichts legalisieren dafür gibt es mehr als genug legale Wege um das hin zu bekommen.

3. Wenn sich die Anzahl der Konsumenten nicht wirklich zu vorher unterscheidet würde das keinen unterschied zu jetzt machen. Außer das die Konsumenten dann gesünder wären da sie eine saubere Substanz bekommen ohne die meist sehr schädlichen Verunreinigungen und Streckmittel.

Kommentar von Germanyhomeland ,

Nach einer Zeit wird man immer abhängig meine 2 Onkel sind durch Alkohol gestorben

Kommentar von Nemesis900 ,

Man kann von so ziemlich allen abhängig werden wenn man nicht verantwortungsvoll damit umgeht. Wo ist bei dieser Aussage das Argument?

Kommentar von Glueckspilzler ,

Bedenke, dass es unter dem ganzen Drogenspektrum auch viele gibt, bei denen eine Abhängigkeit nicht nur unwahrscheinlich, sondern sogar unmöglich ist! Es gibt keinen Menschen auf der Erde, der von LSD abhängig wurde, oder Psilos oder Meskalin, Salvia, DMT & alle möglichen anderen stärkeren Psychedelika. Zu sagen nach einer Zeit wird man immer Abhängig ist einfach falsch. Das findet wohl eher nur bei den Substanzen statt, die öffentlich diskutiert werden und besonders trifft es auf alle legalen Drogen zu.

Kommentar von Germanyhomeland ,

wenn sie meinen

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