Was spricht gegen die Energiegewinnung aus der Kernfusion?

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11 Antworten

1) ,,Wenige" Funktionsreaktoren ist übertrieben. Falls es überhaupt gelingen wird, einen Reaktor zu bauen, die mehr Energie erzeugt als verbraucht; muss diese Energie (Wärme) noch in Elektrizität umgesetzt werden. Nehmen wir an, dass ein Fusionskraftwerk-Einheit 1000 MW (elektrisch) produziert, dann braucht es noch viele hunderte solche Kraftwerke um den Welt-Energiebedarf zu decken.

2) Der Trend geht in Richtung dezentrale Energieproduktion. Die Fusionskraftwerke könnten höchstens als Ersatz für bestehende Braunkohle-Kraftwerke dienen, um den Grundlast abzudecken.

3) Ausser schweres Wasser (genügend vorhanden) braucht ein Fusionsreaktor noch exotische Materialen, wie Lithium, die nur beschränkt verfügbar sind.

4) Im Gegensatz zu Wind- oder Wasserkraftwerke produziert ein Fusionskraftwerk grössere Mengen an Abwärme, welche die Flüsse oder die Luft weiter aufheizt. Höchstens in der Nähe größerer Städte könnte diese Abwärme für Fernheizung benützt werden.

5) Wenn die Kernfusion nach einigen Jahrzehnten endlich technisch ,,reif" ist, hat es bereits viele neue Solar-, Wind- und Wasserkraftwerke. Besonders die Solarenergie braucht keinen zusätzlichen Platz, weil sie auf den Hausdächern erzeugt wird.

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Die Kernfusion ist noch im frühen Entwicklungsstadium. Die jetzigen Forschungsreaktoren bestätigen bestenfalls gerade mal erste Theorieansätze. Praktische Anwendung liegt noch in weiter Ferne. Insbesondere das punktgenaue erzeugen der erforderlichen Temperatur innerhalb eines Magnetfeldes ist noch nicht gelungen.

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Am meisten spricht dagegen, dass sie nicht funktioniert. (Von Laborversuchen, die ein Vermögen gekostet haben, abgesehen.)

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Aktuell stammt alle Energie, die genutzt wird aus der Kernfusion, allerdings aus solcher, die vor langer bis sehr langer Zeit stattgefunden hat.

Die einzigen künstliche Kernfusionen, die bisher einen Energie-Output erbracht hat, waren Wasserstoffbomben. Von der tatsächlichen Nutzung als Energiequelle ist die Forschung noch Jahrzehnte entfernt.

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Nichts. Ausser vielleicht ein paar Lobbyisten die nicht so viel Bock darauf haben dass ihre Atomkraftwerke auf einmal überflüssig sind. 

Die aktuellen Probleme liegen im Moment in der Umsetzung, Zitat:

Noch gibt es viele offene Fragen:

Gelingt es wirklich, mehr Energie herauszuholen, als man in den Fusionsprozess hineinsteckt?

Wird es gelingen, in einem Fusionskraftwerk einen Plasmastrom dauerhaft am Brennen zu halten?

Und wird man ein Material für die Innenwand des Plasmagefäßes finden, das den enormen Belastungen standhält?

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Dafür gibt es einen sehr einfachen Grund:

Es gibt bisher keinen einzigen Kernfusionsteaktor, bei dem mehr Energie freigesetzt wird, als man reinstecken muss.

Der erste Reaktor, bei dem das gelingen könnte, wäre ITER:https://de.m.wikipedia.org/wiki/ITERR

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Kommentar von thisistriis
14.10.2016, 19:21

Interessant! Aber wieso ausgerechnet dieser Reaktor? Ist der Prozess der Energiegewinnung bei jedem Kernfusionsreaktor der gleiche? 

Und ist der Wendelstein 7-X nicht der Reaktor, in den das meiste Geld investiert wurde?

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Wenn ich mich nicht irre sind Fusionreaktoren momentan noch so daß man zum Betrieb mehr Enrgie einspeisen muss als man herausbekommt.

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die möglichen nebenwirkungen, da die atomenergie nicht völlig zu kontrollieren ist

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oder nicht?

Eben nicht, jedenfalls nichts, was eine Nutzung in absehbarer Zeit (kleiner als die 50 Jahre, die seit 50 Jahren genannt werden) wahrscheinlich macht.

Wo sind denn die Firmen, die da investiert haben, und deren Wert sich in den letzten Jahren auf 20phantastilliarden Dollar/Euro pro Aktie erhöht hat?

Ebent!

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Bittesehr:

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jaja eigentlich spricht nichts dagegen ,aber menschen lassen sich leider rasch anstecken heutzutage von anderen menschen ,weil sie keine eigene Meinung mehr haben und nicht objektiv beurteilen können alleine

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