Frage von Hiro3212, 117

Was spricht ethisch betrachtet gegen Freihandel und -abkommen wie TTIP?

Antwort
von hertajess, 64

change dot org

openpetition dot de

avaaz dot org

Das sind jetzt mal drei Seiten wo Du reichlich Informationen zur Thematik finden wirst. Da findest Du auch Fakten. Ansonsten: Archiv des Deutschlandfunk, da eingeben

TTIP

CETA

Beiträge anhören und lesen wenn sie nicht als Podcast angeboten werden, Quellen ruhig aufrufen. Dafür stehen sie da. 

Naja, Chlorhühner ist jetzt mal wieder so eine Plattitüde - hau Dich platt damit Du nicht denkst, geschweige denn nachdenkst. Die sind meines Wissens vom Tisch. Aber ich habe den Vertragstext nicht ganz durchgelesen da ich viel zu faul war dieses Politikenglisch vollständig durchzulesen. 

Der europäische Buchhandel ist insgesamt gefährdet. Unser sogenannter Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk.  - Ich mag das ZDF auch nicht mit seinen tausend Wiederholungen in einem Jahr, finde die ARD hat noch manche Arbeit zu leisten um zu der Anfangsqualität zurück zu kehren. Aber wenn dradio abgeschafft werden sollte würde ich auf die Barrikaden gehen. 

Der Kunstmarkt ist gefährdet. Der Freie, versteht sich. 

Wie es im Umgang mit Artefakten aussieht erscheint mir immer noch ungeklärt. Das Thema ist durchaus politisch brisant denn sicherlich wurden von Ramstein aus den USA nicht ohne guten Grund schon öfter Museen und Ausgrabungsstätten als Bombenziele genannt und daraufhin solche Örtlichkeiten in Schutt und Asche gelegt. 

Das Wichtigste zuletzt:

SIE WOLLEN UNSER RECHTSSTAATSPRINZIP ABSCHAFFEN!!!

Dabei berufen sie sich auf ein Fehlurteil des Bundesverfassungsgerichts in welchem das Hohe Haus erklärte die Zahlungen welche uns an Griechenland verkauft werden seien systemrelevant. Tatsächlich geht die Mehrheit der Steuergelder an Banken die davon ihre STRAFZAHLUNGEN tilgen. Strafzahlungen die ihnen Gerichte in aller Welt auferlegten weil sie Verbrechen begangen haben. Nutze die Archive der genannten Seiten und Du wirst auch dazu die Fakten finden. 

Natürlich ist Das meine persönliche Meinung. Darauf darfst Du sehr gerne pfeifen. Mache Dich lieber mit den Fakten vertraut. Denn Fakten sind ganz einfach. Ob sie uns gefallen oder nicht interessiert sie nicht mal ein Staubkorn. 

Antwort
von Lennister, 63

Gegen Freihandel an sich spricht nur dann etwas, wenn er zwischen zwei Ländern/Gebieten stattfindet, zwischen denen es große Unterschiede in Bezug auf die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Volkswirtschaften gibt. In solche Situationen führt nämlich Freihandel dazu, dass die weniger wettbewerbsfähige Volkswirtschaft zugrunde geht.

Bei TTIP selbst ist das aber nicht der Fall, da die USA und die EU ähnlich wettbewerbsfähig sind. Bei TTIP kann man eigentlich nur eines kritisieren: Die mangelnde Transparenz, da die Dokumente und Unterlagen der Verhandlungen nirgendwo öffentlich einsehbar sind.

Andere Kritikpunkte kann man nicht nennen, da man dafür eben diese Dokumente bräuchte. So wissen wir eigentlich nicht genau, wie der Stand der Verhandlungen aussieht, d.h. was man im Moment vorhat. 

Kommentar von Abahatchi ,

Tie Tipp wird verhandelt wie eine geheime Komandosache. Daher kann keiner bis auf die Leute, die es hinter verschlossen Türen unter sich aus machen, sagen, wie es ist. 

Am Ende wird es so kommen wie es schon immer war. Profitieren werden zu 90 % die groszen in der Wirtschaft und die kleinen werden untergebutter. Das war schon so, als in den 70er besonders Schlaue Gemeinderäte Arbeitsplätze schaffen wollten, in dem sie eine Belchscheune (Supermarkt) auf der grünen Wiese vor den Toren der Stadt genehmigten. Aus den versprochen 100 neuen Arbeitsplätzen wurden nur 10 und in der Innenstadt brachen im Einzelhandel statt den vorausgesagten 10 Arbeitsplätzen ganze 100 weg. 

So sind heute viele Innenstädte leblose Einöden mit ein paar Superblechbaracken vor den Toren der Städte.

Kommentar von Abahatchi ,

die USA und die EU ähnlich wettbewerbsfähig sind.

Jedoch gibt es bereits innerhalb der USA und der EU Regionen, die nicht im Ansatz mit dem Rest des "Bundes" wettbewerbsfähig sind.

Kommentar von mehrDemokratie ,

Eine Nation wie die USA, die die Welt plündert und bedroht, Angriffskriege, als Kampf gegen den Terror getarnt führt, ist kein ehrenhafter Partner. Wie verbindlich die Zusagen dieser Schmarotzernation sind, sollten unsere Politik-Versager doch eigentlich wissen. Diese Nation hat die in Bretton Woods vereinbarte Golddeckung des Dollars einfach für nichtig erklärt und unsere Zentralbanken auf grün bedrucktem Klopapier sitzen lassen.

Eine Nation, die ganze Volkswirtschaften mit Ihren toxischen Schrottpapieren in die Knie gezwungen hat, sollte man ächten und nicht hoffieren.

Von dieser Nation ist nichts anderes als Plünderung, Raub und
Betrug zu erwarten.

Kommentar von Abahatchi ,

Ich würde da schon eher direkt namentlichen Bezug auf die Politiker nehmen, die es persönlich zu verantworten haben, denn es ist ja nicht die "Nation" insgesamt an der Lage schuld. Es gibt auch viele US Amerikaner, die durchaus die Problematik der Auslandspolitik ihres Staates erkennen. 

Antwort
von atzef, 106

Nichts "an sich".

Der Rest ist eine Frage konkreter Vereinbarungen im Lichte einer ethischen Bewertung.

Antwort
von musso, 108

Dass wenn z.B. die Deutschen keine genmanipulierte Ware kaufen, den Konzern (wie Monsanto) dafür finanziell entschädigen müssen - von unseren Steuergeldern!

Kommentar von Hiro3212 ,

kannst du mir da evtl quellen geben, wo ich sowas nachlesen kann?

Kommentar von Agronom ,

Wenn es keiner kaufen würde, wäre das kein Problem und erst recht kein Grund für entschädigung. Dieser Fall bezieht sich darauf, dass wenn die Einfuhr gesetzlich verboten wird, die Produkte also nicht auf unseren Markt gebracht werden dürfen, haben die entsprechenden Konzerne einen Anspruch auf Entschädigung. Das ist auch das einzige, was ich am TTIP auszusetzen habe.

Kommentar von musso ,

Nicht nur das. Es wird auch die Kennzeichnungspflicht wegfallen, so dass der Verbraucher nicht auswählen kann, was er kauft. Und auch nicht weiß, mit welchen Futtermitteln die Tiere gefüttert wurden, deren Fleisch wir kaufen.

Kommentar von Agronom ,

Das liegt aber nur daran, dass es diese Kennzeichnungspflicht so nicht bei uns gibt und würde man das dann nur für US-Produkte einführen, wäre das eben auch gerechtfertigt als Benachteiligung anzusehen.

Kommentar von musso ,

oh nein, es gibt bereits jetzt viele Produkte auf deren Verpackung steht, dass sie ohne Gentechnik hergestellt wurden.

Kommentar von Agronom ,

Das ist aber keine Pflicht, das ist nur ein "Marketinggag"! Finde mal ein Produkt in dem Gentechnik im Herstellungsprozess erwähnt wird.

Kommentar von musso ,

Ein gentechnisch verändertes Lebensmittel ist mit bloßem Auge nicht zu erkennen. VerbraucherInnen sind also ganz auf die Kennzeichnung angewiesen. Seit April 2004 regelt das EU-Recht verbindlich für alle Mitgliedstaaten, dass Lebens- und Futtermittel mit Gentech-Anteilen über 0,9 Prozent auf der Zutatenliste als "genetisch verändert" ausgewiesen werden müssen. Unterhalb von 0,9 Prozent sind Produkte nur dann von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen, wenn ihre Hersteller nachweisen können, dass die gentechnische Verunreinigung "zufällig" und "technisch unvermeidbar" war.

Quelle: BUND

Kommentar von Agronom ,

Das war ich mir jetzt nicht sicher wie der aktuelle Stand ist, denn ich habe kein Problem mit GVOs. Bei dieser Regelung ist ohnehin die Sinnhaftigkeit anzuzweifeln und es muss soweit ich weißf auch für jede gv-Pflanze z.B. noch zusätzlich eine Einfuhrerlaubnis erteilt werden. Aber genau das meinte ich auch, als ich anfangs davon Sprach, dass ich einzig mit dieser Entschädigungsregelung ein Problem habe, wobei man ja auch nicht den aktuellsten Stand der Verhandlungen kennt.

Kommentar von musso ,

die Verhandlungen finden nicht ohne Grund im Geheimen statt.

Kommentar von Abahatchi ,

Wenn es keiner kaufen würde, wäre das kein Problem

Dann versuche es doch einfach mal in den USA, so etwas nicht zu kaufen. Viel Spasz beim verhungern. Wenn der Verbraucher bereits keine Wahl mehr hat, vor allem weil es vorher nie deklariert war, dann kann er es wegen mangelnder Deklaration nicht ächten und auch nicht vermeiden, wenn es nichts anderes in vertretbarem finanziellen Ramen gibt.

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