Unsere Nachbarn sind gerade am Überlegen, ob sie ihre 5-jährige Tochter auf eine Privatschule schicken sollen. Das ist heutzutage ja wirklich eine schwierige Entscheidung. Was sind die Vorteile der Privatschule?

wenn man sich das finanziell leisten kann,ist es bestimmt eine gute Sache da es an diesen Schulen noch "gesittet" zu geht.
Das kommt auf den Wohnort an. Es gibt Städte, da würde ich ohne zu zögern dem auch zustimmen. Aber ich war an einer privaten Schule während der Ausbildung und wir hatten permanent Lehrermangel, Unterrichtsausfall... Man sollte es sich gut überlegen und am besten Eltern fragen, die ihr Kind bereits an die gewünschte Schule schicken. Immerhin ist das keine günstige Alternative.

Das hängt natürlich entscheidend auch von der Art der Privatschule ab - da gibt es grosse Unterschiede.
Unsere sieben Kinder waren alle auf einer Privatschule und sind dadurch sehr gut gefördert worden.
Und wenn hier teilweise auf die hohen Kosten hingewiesen wurde: Wir haben immer nur für ein Kind bezahlen müssen - Geschwister waren dann kostenlos.
Vorteile können sein, je nach Schule:
kleine Klassen
andere Lernmethoden
Fremdsprachen ab der 1. Klasse
Ganztagsbetreuung
vielfältiges Unterrichtsangebot
Nachteile:
Schulgeld, evtl. Extrakosten wie Schulbücher etc.

habe erfahrung mit öffentlichen und privaten schulen gemacht, natürlich gibt es unterschiede, aber im wesentlichen reduziert es sich auf teurer und mehr eigenes engagement in privatschulen. den kindern ist es egal. das publikum ist dort wie da breit gefächert und auch nicht immer optimal. alternative privatschulen werden häufig von jenen besucht, die in anderen aus verschiedenen gründen gescheitert sind. hätte ich noch ein kind, würde ich es nicht mehr in eine privatschule geben.
ich war für kurze zeit leider auch auf einer privatschule!! und dauernd unterichtsausfall, lehrerwechsel und die klasse zum weglaufen. Total ungesittet keinem zu empfehlen auser es ist ne Klosterschule :-)

Ich bin ganz entschieden gegen Privatschulen: Einfach deswegen, weil wir damit den Staat aus der Verantwortung entlassen, sich um eine gute Ausbildung unserer Kinder zu kümmern.
Je mehr Eltern ihre Kinder auf Privatschulen schicken, umso mehr wir der Staat sich aus dem Schulwesen zurückziehen.
Man sollte darum kämpfen, dass die Schulen besser werden - aber nicht dadurch, dass man seine Kinder auf private Einrichtugen schickt.

Privatschule? Ein Arbeitskollege hatte seinen Sohn dort, und hat ihn jetzt wieder dort runtergenommen. Grund: Lehrermobbing! Alle Gespräche halfen nichts und der Leiter der Schule bagatellisierte die Angelegenheit. Bei einer öffentlichen Schule, würde man dann das Schulamt einschalten können. Fazit: Der Junge geht jetzt wieder in eine öffentliche Schule, seine Noten waren dort besser nach ganz kurzer Zeit. Wenn öffentliche Schule dann darauf achten aus welchen Berufsgruppen die Eltern sind. Wenn die "Mittelschicht" dort gar nicht vertreten ist, Finger weg. Auch wenn die Schule es nicht zugeben wird, die "Elite" will unter sich bleiben. Das ist jedenfalls die Erfahrung meines Kollegen.

Unsere Kinder gehen auf die Munich International School in Starnberg. Es ist eine Wonne zu sehen, dass sie jeden Tag gern in die Schule gehen und sich die Lehrer richtig Mühe geben und wirklich am Lernerfolg der Kinder interessiert sind. Wenn man dann die kleinen Klassen mit knapp 17 Schülern sieht, ist das schon ziemlich perfekt. Gut, das ist ein teurer Spaß, aber man bekommt sehr viel dafür. Ich finde es klasse.
sicher? Ich denke nicht daß es dort weniger "schlimm" zugeht. Gerade das Denken "mein Papa zahlt, also mußt du machen was ich will, sonst bist du arbeitslos-Mentalität" trägt nicht dazu bei. Es gibt höchstens 1 Vorteil und der wäre daß solche Schulen angesehener sind, was aber auch unwichtig ist, wenn man später studieren will