Frage von xxalia, 27

Was sollte man bei einer Hepatitis a nicht machen?

Was sollte man nicht machen, nicht trinken, nicht unbedingt essen. Meine Leberwerte sind 400 und 600 und ich möchte wieder zur Schule (verpasse echt zu viel) und möchte sie halt entgiften habe Angst was zu machen was den Vorgang verlangsamen kann...

Habe schon im Internet geguckt, aber das ist irgendwie nicht so mein Fall gewesen...

Antwort
von BiBoTh, 5

Hattest du schon die Symptome einer Gelbsucht und welche Leberwerte sind so hoch bei dir? Folgende Leberwerte werden gemessen und unterschieden:

GOT (ASAT) – Normalwert 52 U/l.
Kommt in Leber sowie in der Skelett- und Herzmuskulatur vor. Ist erhöht bei Verletzungen der Muskulatur, Herzinfarkt und Leberproblemen. In falsch gelagerten Blutproben setzen lysierende Erythrozyten ASAT frei, was zu falsch erhöhten Laborwerten führt. Bei der Einnahme von Alkohol und einer Reihe von Medikamenten steigt das ASAT schnell an.

GPT (ALAT) – Normalwert 50 U/l.
Kommt fast nur in der Leber vor. Wird oft mit ASAT bestimmt, um spezifischere Aussagen treffen zu können, zum Beispiel ob ein Alkoholproblem beim untersuchten Patienten vorliegen könnte. ALAT ist leicht erhöht bei Leberverfettung, Lebertumoren, Lebermetastasen, Cholangitis etc.
Stark erhöhte Werte bei Hepatitis, Leberzirrhose, Stauleber, toxischer Belastung der Leber wie Pilzvergiftung. Bei Herzinfarkt ebenfalls kurzfristig erhöht.

Gamma-GT – Normbereich Männer: 60 U/l; Frauen 42 U/l.
Gamma-GT ist der empfindlichste Markerwert, um Störungen der Leber und der Gallengänge zu erkennen. Erhöhung deutet auf Leberschäden hin, wobei die Ursache nicht erkennbar ist. Alkoholabusus, Leberzirrhose, Lebermetastasen, chronische Hepatitis, toxische Ereignisse und Medikamente führen zur Erhöhung der γ-GT-Spiegel. Besonders hohe Werte bei Cholangitis, Cholestase, akuter Hepatitis und toxischen Leberschäden.

Bilirubin – Normalbereich unter 1,2 mg/dl.
Zu viel Bilirubin im Blut führt zu Einlagerungen in die Haut und Sclera der Augen. Resultat ist die Gelbsucht. Zu hohes indirektes Bilirubin deutet auf einen verstärkten Blutabbau hin. Zu hohes direktes Bilirubin deutet auf eine Störung der Ausscheidung von Bilirubin hin. Ursache hierfür ist oft eine Cholestase. Veränderte Bilirubinwerte können aber auch ein Zeichen für das Rotor-Syndrom oder das Dubin-Johnson-Syndrom sein. Beides sind seltene angeborene Krankheiten ohne große Beeinträchtigung.

Ferritin – hier gibt es unterschiedliche Normwerte, die von Alter und Geschlecht abhängig sind. Diese liegen zwischen 7 und 270 Nanogramm pro Milliliter.

Bei Werten unter Normal kann ein Eisenmangel vorliegen. Andere Ursachen: Hypothyreose, Vitamin-C-Mangel, Infektionen, Hepatitis, Leberkrebs, Leberzirrhose oder Zöliakie. Liegen die Werte über Normal, kann eine Entzündung vorliegen. Weitere mögliche Ursachen: Hämochromatose, Akutreaktion auf Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Krebserkrankungen und Hungerzustände.

Hämoglobin – Normwerte abhängig von Alter und Geschlecht zwischen 10,5 und 17,5 g/dl.
Zu geringe Werte deuten auf folgende mögliche Ursachen: Blutverlust, mangelhafte Ernährung, Probleme mit dem Knochenmark, Chemotherapie, Nierenversagen, genetische Fehlkonstellationen wie zum Beispiel bei der Sichelzell-Anämie oder Thalassämie.

Zu hohe Werte haben nur wenige mögliche Ursachen: Langer Aufenthalt in großen Höhen (Bergsteiger), Rauchen, Dehydrierung und Tumore. Für die Bewertung von Leberproblemen hat Hämoglobin kaum eine Bedeutung.
Cholestaseparameter – Diese ist kein eigenständiger Wert, sondern ein Bündel von Werten, die durch eine Cholestase erhöht werden.

Dabei handelt es sich um Bilirubin im Blut und Urin, eine Reihe von Enzymen, Cholesterin, Phospholipide, Gallensäure im Serum, Lipoprotein X und so weiter.

Triglyceride – Normwert unter 151 mg/dl. Keinen direkten Bezug zu Lebererkrankungen.

Cholesterin – Normwert festgelegt bei 200 mg/dl.
Bei erhöhten Werten können eine Hepatitis oder ein Gallenstau die Ursache sein. Ansonsten gibt es keine direkten Bezüge zu Lebererkrankungen.

Glutamatdehydrogenase – Normwert für Männer 7 U/I, für Frauen 5 U/I.
Erhöhte Werte deuten auf Gallenstau, Hepatitis, Leberkrebs, toxische Ereignisse, Hypoxien, Leberzirrhose, akute virale Hepatitis, Fettleber und so weiter hin. Erhöhte Werte deuten fast immer auf eine Nekrose (Zelluntergang) in der Leber hin.

Alkohol, fetthaltige Speisen - also im Prinzip alles was lecker ist, schadet bei der Nachbehandlung / Ernährung einer Heptitis A. Deshalb rechtzeitig vor Fernreisen - selbst bestimmte Länder des Mittelmeerraums - eine Impfung geben lassen, möglichst sogar die Kombinationsimpfung gegen Hepatitis A + B.

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