Frage von pritt 06.04.2011

Was sollte man als Mutter machen, wenn man von seinem 4 jährigen Sohn getreten wird??

  • Hilfreichste Antwort von mikael 06.04.2011
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

     

    Ich habe nur den Anfang gelesen gehabt und sage Die, die Mutter hat es versäumt, den Jungen das erste Mal als er ihr weh getan hat zu bestrafen. Das Treten ist nur eine Folge vom Schlagen, nämlich damit wird Kevin angefangen haben. Dem Jungen, würde ich nie die Schuld geben, dafür sind Eltern, Erziehungsberechtigte, da. Woher soll den der Junge wissen, wie Menschliches zusammenleben funktioniert? Kann er nicht wissen, wen es ihm keiner zeigt oder erklärt. Aber, mach Dir keine Sorgen, bald kommt der Junge zum Arzt man wird dann das ADHS-Syndrom feststellen und er wird mit Chemie ruhig gestellt….. Mir ist folgendes vor kurzem passiert: Wenn meine Enkel zu Besuch sind, kommt der kleine 4 J immer auf meinen Schoß und er schaut mit mir am PC immer „Cars“. Er darf sich fast immer aussuchen was wir als nächstes schauen, nur ab und an werfe ich denn ein, nein das möchte Opa kurz sehen und dann fing er an wüten zu werden. Wie ich immer sage, Kinder in diesem Alter, brauch man nur zu hören und man weiß ganz genau was bei ihnen zu Hause abgeht. Und dann kam erst einmal DER Satz von ihm, Opa, hörst du nicht was ich sage. Natürlich, hat Opa nicht gehört und da fing er an mich zu kneifen und ich hab sein Oberschenkel in die Hand genommen und zugedrückt (natürlich mit Gefühl) er schaute mich mit Riesen großen Augen an und ich sagte, ist doch ganz einfach, tust du mir weh, tue ich dir weh. Er kletterte von meinem Schoß und ging Wutentbrannt, war mir aber egal. Er hielt Mittagsschlaf und nach dem Mittagsschlaf, kletterte er wieder auf meinen Schoß und wir schauten wieder gemeinsam Cars. Das Hauptproblem bei solchen Menschen ist folgendes: meistens wurden sie in der Kindheit selber geschlagen oder Missbraucht und sie sagen sich, nee mit meinem Kind nicht Das Problem ist nur, sie kennen nichts anderes, also werden die Kinder nicht erzogen und Grenzen Aufgezeigt, um mehr geht es übrigens nicht. Das Kind könnte ja ewig und drei Tage sauer mit mir sein wenn ich ihm einen Ordnungsgong verpasse. Eins ist und muss von vornherein klar sein, wer Kinder schlägt ist doof. Meiner heißt übrigens auch Kevin J) und wenn ich mit ihm her umspinne und er anfängt gröber zu werden, sag ich nur zu ihm, denke dran, wer Wind säht, wird Sturm ernten und das reicht, er lebt ruhiger und ich lebe ruhiger.

  • Antwort von Draschomat 12.04.2011
    20 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Eine sehr sinnvolle Frage, weil es keine optimale Lösung gibt, sondern nur verschiedene Erfahrungen miteinander verglichen werden können und man dadurch selbst zum Abwägen (im "schlimmsten" Fall ganz spontan) gezwungen wird. Was noch erfreulicher ist, ist die Tatsache, dass du dir über solche Situationen Gedanken machst, denn selbige machen sich viele Leute zu spät oder sogar nie.

     

    Aber zum Thema:

    Der Mutter kann und darf man keinen Vorwurf machen - nur sie konnte in dieser Situation überhaupt möglichst viele Einflüsse kennen und berücksichtigen und ihrer Überzeugung nach handeln. Da sie keine ganz klare Fehlentscheidung (z.B. Gewaltanwendung) getroffen hat, ist ihre Reaktion vertretbar. Manche Menschen lassen in solchen Momenten schnell Vernunft und Souveränität beiseite und handeln aus dem Affekt - eine sehr schlechte Vorgehensweise, weil kein Abwägen der Dinge mehr stattfinden kann und eine Tat im Nachhinein meist bereut wird.

     

    Sicherlich kann man noch Kleinigkeiten analysieren: Der eine Fachmann bewertet das Herabbeugen zum Kind als sehr sinnvoll, der andere stellt dies vielleicht eher in Frage. Der eine findet die Reaktion der Mutter gut, der andere hätte sich vielleicht noch dies oder jenes gewünscht. Aber innerhalb von Millisekunden angemessen zu handeln, ist bereits schwer genug, deshalb gebührt der Mutter ein Lob.

     

    Denn entscheidend ist: Ruhe bewahren, Souveränität beweisen, Lage analysieren. Lieber ein paar Sekunden warten als falsch reagieren. Wenn Unerwartetes eintritt, muss man innerhalb möglichst kurzer Zeit möglichst gute Entscheidungen fällen. Derjenige, dem in einer solchen Situation die "Hand ausrutscht", hat sich nicht unter Kontrolle und handelt ohne Nachdenken. Oder würde er - wenn er genügend Zeit zum Nachdenken hat - Gewalt auch befürworten? Wenn ja, sollte man sich grundsätzlich Sorgen um ihn machen.

     

    Gewalt gegenüber Unterlegenen ist grundsätzlich nicht zu rechtfertigen. Wer unnötig Gewalt anwendet, ist zu faul oder zu dumm, um nach einer besseren Lösung zu suchen. Sicher ist es am einfachsten, wenn man einem Kind mit Schlägen klar macht, dass es dieses oder jenes nicht machen darf oder soll. Was aber, wenn der "Schläger" nicht anwesend ist? Dann wird das Kind das Verbotene tun, weil es keine direkten Strafen befürchten muss. Dann wird das Kind das Verbotene tun, weil es nicht weiß, WARUM es ihm verboten wurde.

     

    Verbote sind nur das letzte Mittel, damit kein Unrecht geschieht. Viel günstiger ist es, wenn eine Person selbst erkennt, was sinnvoll und weniger sinnvoll ist und dementsprechend handelt - man soll aus eigener Überzeugung vernünftig handeln, nicht aufgrund von Verboten, Befehlen oder Vorschriften. Und auch Kinder sind dazu in der Lage - wenn man sich die Mühe macht, ihnen Dinge angemessen zu erklären, können sie viel mehr verstehen als man auf den ersten Blick vermutet. Gewiss gibt es Situationen, in denen ein Kind partout nicht vernünftig handeln will, aber dann ist weniger Gewalt, sondern vielmehr Strenge in Form von klaren Worten und anderen (langwierigeren) Aktionen nötig. Oder darf die Polizei auch auf einen Betrunkenen einprügeln, nur weil er nicht wie gewollt handelt? Wie kann man nur sofort Gewalt anwenden (wollen), nur weil etwas nicht so läuft, wie man es sich wünscht?!

     

    Da fällt mir ein schönes Zitat von Rita Süssmuth ein, dem ich mich bedenkenlos anschließe:

    Gewalt ist Analphabetentum der Seele.

     

    Um noch einmal auf deine Frage zurückzukommen: Interessant wäre es herauszufinden, wie der Sohn sich die Verhaltensweise, die er an den Tag gelegt hat, angeeignet hat. Kinder lernen durch Sehen, ahmen fast alles nach, was sie zu Gesicht bekommen. Wo hat er also gesehen, wie jemand zugeschlagen hat? Schade, dass wir das hier nicht klären können.

     

    P.S. Natürlich können aus Kindern, die schwer geschlagen wurden, herausragende Persönlichkeiten werden, die tolle Leistungen vollbringen und Gewalt ablehnen. Natürlich können auch aus Kindern, die nur leicht geschlagen wurden, herausragende Persönlichkeiten werden, die tolle Leistungen vollbringen und Gewalt ablehnen. Aber aufgrund einer (zufällig?) guten Entwicklung eines Kindes soll man die Untaten der Eltern nicht verharmlosen - Gewalt jeglicher Art und möglichst gute Erziehung bzw. möglichst gute Entwicklung widersprechen sich fundamental. Daher wird Gewalt von Fachleuten grundsätzlich abgelehnt und daher hat die Mutter hier vielleicht nicht perfekt, sicher aber auch nicht falsch, sondern in jedem Fall angemessen und vertretbar gehandelt.

  • Antwort von Nolti 06.04.2011
    20 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Lieber pritt

    Ich glaube, es gibt hier keinen allgemeingültigen Ratschlag, denn jedes Kind ist anders und keine Situation gleicht der anderen.

    Uns ist zum Beispiel nicht bekannt, wie es üblicherweise in dieser Familie zugeht: Ist Gewalt an der Tagesordnung? Gibt es ältere Geschwister, die auch untereinander gewalttätig sind? Schaut das Kind viel Fernsehen?- in den meisten Zeichentrickserien ist doch Gewalt geradezu an der Tagesordnung! Sind die Eltern bei der Erziehung sehr inkonsequent?

    All das wäre natürlich schon eine teilweise Erklärung für den Fußtritt gegen die Mutter.

    Gewalt mit Gewalt zu bekämpfen halte ich für äußerst fragwürdig. Jeder kann das natürlich machen, wie er es für richtig hält und ich möchte auch keinen der anderen User, die hier geantwortet haben, angreifen; aber für mich ist Gewalt gegen Kinder ein absolutes "no-go"! Egal ob psychisch oder physisch; Kinder leiden unter Gewaltanwendungen unsäglich und für mich gehört ein "Hau ab, du taugst eh nichts" oder eine Ohrfeige auf jeden Fall auch schon in die Kategorie "Gewalt"

    Kinder brauchen klare Linien, eine konsequente Erziehung, die in erster Linie auch vorgelebt wird und viel Zeit, Liebe und Verständnis. Popoklapse, Beschimpfungen und Backpfeifen braucht kein Kind! Was nicht heißen will, dass ich meine Kinder straffrei erzogen habe- im Gegenteil. Sie mussten früh lernen, dass ihr Handeln Konsequenzen haben kann. Diese standen aber immer in direktem Zusammenhang mit ihrem Handeln. So saß mein Sohn einmal meherere Wochen in einem total ausgeräumten Kinderzimmer, weil er es nicht fertigbrachte, seine Spielsachen aufzuräumen: Ich passte den Tag der Tonnenleerung ab und packte alle seine unaufgeräumten Sachen in einen Müllsack und versteckte ihn im Heizungskeller.... für einige Wochen glaubte er tatsächlich, alles sein im Müll gelandet. Die Lektion war jedoch sehr lehrreich für ihn.

    Auch habe ich meine Kinder niemals in ihr Zimmer gesperrt wenn sie trotzig waren; eher bin ich aus dem Zimmer gegangen.

    Wie ich an Stelle der Mutter reagiert hätte, kann ich dir gar nicht sagen- wie gesagt; es fehlen einige Hintergrundinformationen. Meine Kinder waren sicherlich auch mal trotzig- allerdings kann ich mich nicht erinnern, dass sie jemals gewalttätig gegen mich waren.

  • Antwort von KatrinMTK 06.04.2011
    15 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Bei der Erziehung des beschriebenen Kindes ist schon im Vorfeld etwas schiefgegangen. Nach der Lektüre zahlreicher Erziehungsbücher (u.A. "Kinder brauchen Grenzen") und zwei recht erfolgreich aufgezogenen Kindern kann ich sagen, dass, einfach aber wichtig, Konsequenz nach wie vor das Zauberwort in der Erziehung ist, und VORLEBEN durch die Eltern, also der respektvolle Umgang miteinander. Meine Kinder hatten auch mal Trotzanfälle, das ist normal, aber sie hätten mich NIEMALS getreten. Daher musste ich auf Vorfälle dieser Art auch nicht reagieren. Man sollte also versuchen, durch liebevolle und konsequente Erziehung solche Vorkommnisse zu vermeiden. Wenn Du Dir jetzt schon Gedanken machst, bist Du schon mal auf dem richtigen Weg. Viel zu viele Eltern lassen heutzutage ihren Kindern aus einer gewissen Hilflosigkeit und leider oft Bequemlichkeit sogenannte "Freiheiten" und haben dann ewig mit den Folgen zu kämpfen.

  • Antwort von cross1 06.04.2011
    13 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    ich bin der meinung, dass die mutter richtig reagiert hat - sie hat sich auf augenhöhe des kindes begeben und den tritt nicht ignoriert - sondern ihn sofort angesprochen - dann kann man gern noch weiter erklären, dass man nicht tritt oder haut, weil es dem anderen weh tut und er möchte ja auch nicht, das ihm jemand weh tut - das verstehen vier jährige schon - schlagen ist auf keinen fall ein argument - und würde auch überhaupt nichts nützen - reden ist hier das schlüsselwort - wenn es häufiger vorkommt, dann müssen natürlich konsequenzen her -die müssen aber vorher angekündigt werden - z.b. wenn das nochmal vorkommt, dann darfst du heute keinen sandmann sehen - oder ähnliches - das müsste dann im wiederholungsfall auch durchgezogen werden - konsequenz ist hier viel wert

  • Antwort von Schnuckikinder 06.04.2011
    13 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Mir wäre bestimmt die Hand ausgerutscht. Ich bin der Meinung, dass eine Ohrfeige bzw. eine auf den Hintern bisher noch keinem Kind geschadet hat. Auch meine Kinder haben dies erleben müssen und sind beide groß geworden ohne Schaden zu nehmen.

  • Antwort von Merzherian 12.04.2011
    11 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ganz ehrlich ? Die Sache nicht zwingend vor tusend Leuten klären. Den Knaben packen, und möglichst schnell in die eigenen 4 Wände bringen und dann Klartext reden. Den Knaben ustoben lassen, aber nicht an der Mutter. Wenn es sich äuft und kein Zugang zu finden ist auch externe Hilfe suchen. Aber bedenke,daß ist Trotzphase, da ist wie in den folgenden180 Monaaten die normale argumentationsschiene fast unmöglich. Mami muß da schon den Weg, den normalen vorweisen und einfordern Kein Schmusekurs.

  • Antwort von Linzerin83 06.04.2011
    10 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Wieso denkst du denn, dass die Mutter falsch reagiert hat? Meiner Meinung nach hat sie absolut richtig reagiert. Hat eben gleich reagiert und den Jungen darauf angesprochen. Vor allem ist sie, wie ich rauslesen konnte, ruhig geblieben, was ich sehr gut finde.

    Man darf ja auch nicht vergessen, dass es in der Öffentlichkeit passiert ist, da hat man ja nicht die Möglichkeiten wie daheim. Ich würds da genau so machen.

    Wenn es daheim passieren würde, würde ich meinen Sohn vermutlich auf einen Stuhl setzen, und mich ihm gegenüber setzen, dann mal so sitzen bleiben damit er mal "runter kommt" und dann noch mal mit ihm darüber reden.

    Oder ich würd ihm eine Alternative anbieten, wo er drauf hauen darf, um seine Wut raus zu lassen. zB ein Kopfkissen. Ganz wichtig: Ein Kind DARF wütend sein.

    Von "Bestrafungen" wie Fernseh-, Computer- oder Süßigkeitenverbot (oder was auch immer) halt ich mal prinzipiell gar nichts. Weil das nichts mit der eigentlichen Sache zu tun hat. Was hat denn der Fernseher mit dem Hauen zu tun?

    Ein Kind braucht "logische" und "natürliche" Konsequenzen, damit es verstehen kann, was an seinem Handeln falsch ist. Das ist natürlich ein langer Lernprozess und dazu bedarf es viel Geduld der Eltern.

    Dass "zurück hauen" oder "anschreien" nichts bringt, sollte eigentlich eh klar sein. Wir sind Vorbilder und müssen unseren Kindern vorleben, wie man mit unangenehmen Situationen umzugehen hat.

    Natürlich gibts kein "Allgemeinrezept" wie man zu reagieren hat. Jedes Kind ist anders. Und wir haben zu wenig Hintergrundinformationen, wissen die Vorgeschichte nicht, und ob das Kind vielleicht selber geschlagen wird, usw...

    Wichtig finde ich halt, dass man sich damit auseinander setzt, und lernt, die Psyche eines Kindes zu verstehen. Man darf nicht immer gleich alles als "Angriff gegen die Eltern" verstehen.

    Ein Kind muss das halt noch lernen, mit seinen Gefühlen richtig umzugehen. Wie man Wut rauslässt, ohne jemand anderen damit zu schaden.

  • Antwort von Karais 06.04.2011
    10 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Also mal ganz ehrlich, was bedeutet für dich ein Kind schlagen?
    Als Eltern muss man sich bei den Kindern Respekt erschaffen und das klappt - bekanntlich- nur mit Worten nicht.
    Wenn ein Kind etwas getan hat, was es nicht tun darf (vorallem sowas respektloses!), muss es das merken und eine Strafe kriegen.

    Wenn ich zu meinen Eltern frech war oder etwas unglaublich Respektloses angestellt habe, hab ich einen 'Klapf auf den Po' gekriegt. Meiner Meinung nach völlig Berechtigt und glaube mir, ich habe daraus gelernt.
    Ich hab auch schon mal eine Ohrfeige kassiert und hab danach das 'getane' nie mehr gemacht.
    Als ich Älter wurde, wurde ich vorallem mit Hausarrest bestraft, was mich natürlich auch ziemlich schmerzte. ;)

    Ich hab zum Beispiel gerade erst im Zug eine Mutter gesehen, die von ihrem Sohn angespuckt wurde.
    Die Mutter hat darauf hin zurück gespuckt und der Sohn wusste überhaupt nicht wie reagieren.
    Als die Mutter fragte, ob es sich toll anfühle, angespuckt zu werden, konnte er nur noch verneinen.
    Aber zurück treten fänd ich nicht okay. Das wäre viel zu heavy. Aber doch, Klapf auf den Po find ich berechtigt und gehört dazu!
     

    Wikipedia: Arylsulfatase E, an arylsulfatase gene; deficiencies of it are associated with X-linked recessive chondrodysplasia punctata »

  • Antwort von guinan 06.04.2011
    8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Sich auf seine Ebene begeben und in die Augen sehen und sehr deutlich (nicht tröstend, sondern schon ärgerlich) sagen "Willst du, dass ich das bei dir auch mache? WARUM soll ich das nicht machen?" und dann warten. Meistens wird der Junge dann antworten "Weil das weh tut." Dann sagt die Mutter: "So, das weißt du also. Ganz genau."

    Dann wird nach Hause gegangen, egal was sonst noch auf dem Plan stand.

    Und in einer ruhigen Minute legt die Mutter dann eine Regel fest. Etwa, wenn du dich so nochmal verhälst, kann ich dich nicht mehr mitnehmen. Und wenn das dann wieder passiert, wird er das nächste Mal wirklich nicht mitgenommen. Danach gibts ne neue Chance, nachdem das vorher nochmal besprochen wurde und der Sohn versprochen hat, sich gut zu benehmen.

  • Antwort von pupsnase79 06.04.2011
    7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich hätte ihm auch erklärt, das der Mama das sehr weh tut und ich es nicht schön finde wie er reagiert... Danach hätte ich ihn gefragt, warum er das getan hat... Und dann hätte ich ihm entweder gesagt, Mama kann dir das nicht kaufen weil sie nicht so viel Geld hat, oder Kevin du hast so viel zu Hause...

  • Antwort von Steffile 06.04.2011
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Mir laeuft es eiskalt den Ruecken hinunter, wenn ich einen Teil dieser Antworten lese:

    Kleine Kinder mit Vorbedacht und "zu ihrem Besten" zu schlagen, das wird empfohlen?!  Ich verstehe es noch eher, wenn eine Mutter mal austickt und impulsiv schreit oder haut... aber es geplant zu tun, ist ganz schlimm.

    Habt ihr vergessen, dass wir Kinder haben, um sie zu behueten und nicht zu dressieren?!

     

  • Antwort von nic1972 06.04.2011
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo,also ich hatt dieses Problem bis jetzt(zum Glück)noch nicht,aber sobald ich mit meinem (habe 4 Jungs,einer davon ist 5 und stampft und mault auch) zu Hause wäre

    würde ich ihn ins Zimmer schicken , spielen verbieten und zum sitzen auf dem Sofa/Stuhl oder was grade im Zimmer ist , und auffordern zum Nachdenken. Bei meinem hat es geholfen,auch wenn man meint,das die Zeitspanne zwischen dem passierten und zu Hause groß ist,aber die kleinen Racker wissen ganz genau was sie getan haben.

    Unser kommt dann nach ner 1/4 Std. an und sagt es tut ihm leid. Dann fragen wir ihn noch was ihm leid tut und er erzählt uns was. Wir machen das nun jedesmal. Und sein verhalten wird dadurch besser. Ich lass einen lieber sitzen als zu schlagen.

    Wäre mal ein versuch wert.

    Viel Glück!!!!!!

  • Antwort von Schokolinda 06.04.2011
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    wie würde man bei einem erwachsenen reagieren, der einem vors schienbein tritt? man kann auch auf andere weise, ohne zu schlagen, zeigen, dass eine grenze überschritten wurde, die man nicht überschreiten darf, dass man wütend und emotional verletzt ist. so falsch war das also gar nicht, dass die mutter sagte, dass es ihr weh tut. sie hätte aber ruhig noch sagen können, dass sie sauer ist; ihren ton in richtung "sauer" verändern dürfen; und sie hätte auch eine strafe aussprechen sollen. spielzeug wegnehmen kann doch ein gutes mittel sein (wenns nicht gerade das lieblingskuscheltier ist). vielleicht hat das kind sich darauf gefreut, mit etwas bestimmten zu spielen. na ja, dann gäbe es das eben heute nicht mehr, sondern erst morgen wieder.

    andererseits weiss man nicht, wie die beiden sich sonst zueinander verhalten. beachtet die mutter den jungen nur, wenn er quatsch macht? ist sie inkonsequent in ihren ermahnungen oder hebeln andere familienmitglieder (abgesehen vom kind) ihre autorität aus? dann nützt eine strafe nichts.

  • Antwort von aleph 06.04.2011
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

     

    Also was viele ignorieren, die die anti-autoritäre Erziehung hochhalten, ist eben die Tatsache, dass man nicht alles mit Worten oder Vernunft regeln kann:

    Ein Kind, das keinen Schmerz erlitten hat, aber anderen Schaden oder Schmerzen zufügt, wird durch Worte allein nie verstehen, was es da anrichtet.

    Oder ein Kind, das auf die heiße Herdplatte greifen will und Du willst mit Worten begreiflich machen, dass das eben nicht gut ist.

     

    Erfahrung macht schlau - und hier ist die Erfahrung, dass etwas eben auch für den eigenen Körper nicht gut ist eine Grundvoraussetzung für einen sensibleren Umgang mit anderen Menschen!

     

    Ich sage damit nicht, dass man dem Kind jedesmal links und rechts und oben und unten eine scheuert, bis der Arzt kommt. Und man sollte aufpassen, dass man nicht immer Gewalt (ob körperlich oder psychisch) als Lösungsmethode einsetzt, sondern nur zur Verdeutlichung am eigenen Leib wie im o. g. Beispiel!

  • Antwort von Leonidas74 06.04.2011
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Wenn es soweit kommt das ein Kind seine Mutter oder seinen Vater schlägt dann hat man vorher was falsch gemacht.Auch wenn das Kind erst 4 ist.Meine Kinder würden sowas nie machen.Man muss den Kinder von vorne rein beibringen was Respekt heißt dann hat man auch später keine Probleme. Auch wenn es komisch klingt aber die Mutter ist selbst schuld. Ist meine Meinung.

  • Antwort von Alex313 13.04.2011
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich habe einige Jahre eine Jugendabteilung im Bereich der Kampfkunst unterrichtet und auch im privaten Bereich mit Kindern zu tun ...

    Einer meiner persönlichen Leitsätze für Kinder lautet ...

    "Wenn man kämpft, kann man sich verletzen"

    Es kam schon häufiger vor, dass Kinder zu mir gekommen sind und auf spielerische Art und Weise ein bisschen kämpfen wollten, insbesondere mit Holzschwertern oder Fantasienwaffen (Stock, Besenstiel, etc.) ...

    In solch spielerischen Aktionen kommt es häufig dazu, dass Kinder sehr intensiv zuschlagen, weil sie noch nicht gelernt haben ihre Kraft angemessen einzusetzten und auch nicht wissen wie es sich anfühlt, wenn ein überlegenere Person mal ernst macht ...

    Wenn ich merke, dass ein Kind das noch nicht verstanden hat, verwende ich diesen vorgenannten Leitsatz (Wenn man kämpft, kann man sich verletzen ) als Vorwarnung für einen etwas stärker dosierten Treffer innerhalb dieser spielerischen Auseinandersetzung, damit das Kind nachfühlen kann wie das ist, wenn man zu feste schlägt ...

    In Deinem speziellen Beispiel mit dem tretenden Kind ist anzunehmen, dass dieses Kind es scheinbar noch nicht gelernt hat wer die stärkere Person (in diesem Fall die Mutter) ist, oder aber die Wut des Kindes die Erinnerung an eine mögliche Gegenwehr der Mutter hat ausblenden lassen ...

    Ich habe bewusst nur die beiden naheliegenden Möglichkeiten aufgezeigt, um keine komplette Abhandlung zu liefer, zumal ich weder Mutter, Kind und auch die Lebensumstände der "Rivalen" (kleiner Scherz) nicht kenne ...

    Aus meiner Sicht hat die Mutter richtig reagiert und sollte dem Kind zuhause auf spielerische Weise vermitteln, wer im Ernstfall der stärkere ist (Wenn man kämpft, kann man sich verletzen) ...

  • Antwort von sumsemann 12.04.2011
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich würde erstmal ungefiltert meinen Unmut darüber äußern und dann gibt es ja bei uns grundsätzlich die Regel "Es wird nicht gehauen, getreten, gebissen, gekniffen oder gespuckt". Wenn diese Regel verletzt wird, dann erkläre ich gar nichts mehr, weil ich auch denke, dass ein Kind in dem Alter weiß, warum das nicht geht. Es ist eben nicht nur so, dass es weh tut, sondern es ist auch respektlos. Ich erwarte von Kindern nicht nur Respekt gegenüber den Eltern, sondern auch allen anderen Menschen und übrigens auch Tieren gegenüber.

    Außerdem würde ich noch hinzufügen:!"Wenn du mich das nächste Mal beim Einkaufen fragst, ob du was haben darfst, sage ich auf jeden Fall NEIN!" Ich habe ein Elefantengedächtnis und mein Mann und ich sprechen uns da ganz gut ab, dass sie sich es nicht vom Papa holt.

    Man muss ein dickes Fell haben, um das vor Publikum durchzuziehen, aber ich sage mir dann auch immer: Die Passanten drumherum müssen für die Erziehung meiner Kinder auch nicht gerade stehen - ich dagegen schon.

    Später, wenn die Situation vorbei ist, dann setze ich mich gerne nochmal mit  meiner großen Tochter (5) hin, und erkläre ihr, was sie vielleicht stattdessen tun kann. (Die Kleine (1 !/2)ist dafür noch zu jung, da muss ein Nein reichen.)

    Ich denke, dass man trotz allem immer noch Verständnis dafür haben darf, dass der Junge frustriert war und nicht wusste, wohin mit seiner Wut. Man bricht sich dabei keinen Zacken aus der Krone, wenn man das Kind dann trotzdem noch in den Arm nimmt und ihm sagt, dass man das Gefühl nachvollziehen kann, auch wenn man sein Verhalten völlig daneben findet. Manche Eltern sagen dann ja gerne mal, dass die Kinder völlig grundlos so austicken. Aber das sehe ich nicht so. Ich bin auch manchmal sauer, wenn ich was Schönes sehe und ich es mir nicht leisten kann. Deshalb sage ich zu meiner Tochter manchmal einfach: Wenn ich Geld hätte wie Heu, dann würde ich dir sogar 2 davon kaufen. :-) Oder ich sage gleich dazu, dass ich sie damit nicht ärgern will, sondern dass es einfach zu teuer ist.

    Manchmal glaube ich auch, dass das Problem darin liegt, dass sich die Kinder der Willkür ihrer Eltern ausgeliefert fühlen. Sie verstehen nicht, warum die Eltern ihnen die Grenze dort oder an anderer Stelle setzen. Wenn ein Kind um sich schlägt oder tritt, dann passiert das oft gar nicht aus Berechnung, sondern einfach, weil es überhaupt nicht weiß, wie es sich wehren soll. Es geht also gar nicht um das Spielzeug, sondern darum, dass irgendwas in der Kommunikation zwischen Mutter und Kind schief läuft. Und dann kommt manchmal der Punkt, wo man vielleicht gar nicht so viel erklären, sondern dem Kind erstmal zuhören sollte (wenn es sich denn beruhigt hat).

     

    Meine Tochter tritt mich bzw. uns nie, aber wenn sie ausflippt, dann schreit sie:ICH HASSE EUCH! IHR SEID GANZ DOOFE ELTERN!  Das trifft uns genauso, als wenn sie uns treten würde. Die ganz kleine mit ihren 1 1/2 schmeißt dann auf den Boden und heult. Würde es irgendwas bringen, wenn ich ihnen einfach eine knallen würde? Würden sie sich dadurch schneller beruhigen oder beim nächsten Mal weniger ausflippen? Ich glaube kaum...

     

     

  • Antwort von Twixxer 07.04.2011
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Bleib hart!!!

  • Antwort von kraehenruf 06.04.2011
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Da ist wirklich im Vorfeld schon etwas schiefgelaufen. So fing es bei meiner Nichte auch an. Mit ca. vier Jahren schlug und beschimpfte sie meine Schwester. Mit 15 Jahren trat sie Türen ein, verprügelte meine Schwester usw. usf.. Jetzt, mit fast 22 jahren lebt sie, mit ihrer drei jahre alten Tochter, noch immer bei meiner Schwester und pöbelt sofort los, wenn ihr etwas nicht paßt. Als Kind wurde sie völlig verzogen; durfte und bekam alles. Grenzen und Konsequenz lernte sie nie kennen. Das Amt für soziale Dienste ließ sich von vorne bis hinten von meiner Schwester belügen. Auch jetzt, da meine Nichte eine 3 Jahre alte Tochter hat, schaut das Jugendamt weg. Die Familienhelferin wollte sich immer nur im Cafe`oder bei Mac Donald`s treffen....

    Kinder brauchen Liebe, aber eben auch Grenzen und eine konsequente Erziehung.

  • Antwort von kiniro 21.04.2011
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich hätte "Mensch, dass tut MIR weh" gesagt und nicht "das tut der Mama weh".

    Find es eh unmöglich, Kindern gegenüber von sich in der 3. Person zu sprechen.

    Desweiteren hätte ich den Jungen abgelenkt und das Thema auf sich beruhen lassen. Je mehr der "Nein-doch-nein-doch-nein-doch"-Dialog andauert, umso größer ist die Chance, dass die Mutter (der Vater - nach dem wer die schwächeren Nerven hat) entnervt nachgibt und "hier haste das Teil" sagt bzw. dem Kind eine knallt.

    Verbote - egal welcher Art - machen absolut KEINEN Sinn.

    Bis die Mutter mit dem Kind zuhause ist, hat es eh wieder vergessen, warum es bestraft wird.

  • Antwort von Schoeberli 06.04.2011
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    man sollte ihn auch treten!

  • Antwort von ordrana 06.04.2011
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    hm, das kommt ganz auf das kind an.

     

    wie wiet ist seine empathie schon ausgereift,.....

     

    bei kindern in diesem alter kann es durchaus sein, daß sie noch nicht von sich auf andere schließen können. zB weiß der sproß eventuell, daß es weh tut, wenn ihm jemand gegen das schienbein tritt, aber er weiß nicht, daß es dem anderen wehtut, wenn er tritt. in einem solchen fall fehlen die vorkenntnisse um solche schlußfolgerungen zu ziehen. hier kann es hilfreich sein, wenn man nach dem motto, aug um aug, zahn um zahn reagiert. allerdings ohne wut im bauch, ohne emotionale überreaktion und ohne dem zwerg wirklich weh zu tun.

     

    hat er es mit der absicht getan, demjenigen weh zu tun, also wohl weißlich, daß der tritt, den er der mutter verpaßt hat ihr auch weh tut, sollte man anders vorgehen.

    wobei man sagen muß, daß bei kindern, die so etwas mit absicht bei einem erwachsenen tun, wohl etwas schon vorweg "schief" gelaufen ist. möglich, daß er damit bisher erreicht hat, was er wollte, möglich auch, daß ihm einfach grenzen fehlen,.......

     

    es gibt definitiv KEIN patentrezept, wie man in einer solchen situation richtig reagieren sollte.

     

    am besten ist man immer damit bedient, wenn man von anfang an auf sein bauchgefühl hört und es wohl überlegt einsetzt.

     

    lange diskussionen und ähnliches, wie es heute gerne getan wird, sind allerdings auch fehl am platz. kinder sind kinder und keine kleinen erwachsenen, ihnen fehlt zum teil noch die kognitive entwicklung und das wissen um gesprochene worte umsetzen zu können.

     

    eine passende reaktion auf etwas sollte immer der entwicklung des jeweiligen kindes angepaßt werden.

  • Antwort von Bonnie777 27.04.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Das, was die Mama getan hat, war keineswegs falsch, ganz im Gegenteil, wenn ein Junge im Alter von 4 Jahren auch noch als sehr klein angesehen wird, so versteht er schon alles. Man kann z.B. noch hinzufügen, dass er, wenn er das noch einmal tut, sein Lieblingsspielzeug für eine Weile nicht bekommt oder das Eis ausfällt, vielleicht etwas, was er besonders gerne hat.

  • Antwort von tintini 26.04.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich war mal in einem Kaufhaus, da hat sich ein Kind heulend und zeternd auf den Boden geworfen und mit den Fäusten getrommelt, weil es irgend etwas nicht bekommen hat. Ich war mit meinem damals 2j. Sohn unterwegs. Eine andere Frau sagte zu mir "Kennen wir das nicht alle". Ich hab es mir verkniffen, aber ich hätte ohne zu lügen sagen können, dass ich das nicht kenne. Solch extremes Verhalten ist eine Steigerung. Kinder versuchen halt irgendwann einmal beim Einkaufen irgendetwas zu bekommen, was Sie halt haben wollen. Erst einmal durch fragen. Oder durch einfaches verbales Fordern. Dann muss man überlegen, bin ich bereit, dass jetzt zu kaufen oder nicht und dem Kind die Entscheidung (evtl. mit Begründung) mitteilen. Habe ich einmal nein gesagt, bleibe ich auch dabei. Egal, wie lange die Kinder nörgeln. Lass ich mich manchmal durch nörgeln umstimmen, wird es irgendwann soweit kommen, dass ich mal trotz nörgelns bei meinem Nein bleibe. Dann wird sich das Nörgeln des Kindes natürlich steigern. Irgendwann schreit es dann oder heult bis es seinen willen bekommt. Gebe ich dann wieder nach, wird es beim nächsten mal auch noch weiter gehen. Und jedesmal wenn ich nachgebe, lernt das Kind, dass es einfach nur mehr "Mittel" einsetzen muss, um an sein Ziel zu gelangen. Irgendwann sind wir dann beim Hauen und Treten angelangt. Bleibe ich von Anfang an konsequent bei meinem "Nein", wird das Kind lernen, dass alles nichts nutzt.

    Bei meinem zweitgeborenen habe ich irgendwann angefangen, ihm vor dem Einkaufen beim Bäcker ein Brötchen zu kaufen. Ist ja erstmal nichts gegen einzuwenden. Allerdings war das bald zu einem Ritual geworden und das wollte ich eigentlich nicht. Also habe ich gesagt, "nein, heute nicht". Da hat er angefangen zu nörgeln. Ich bin trotzdem bei meinem Nein geblieben. Die nächsten Male habe ich ebenfalls nein gesagt, ein paar Mal hat er es noch mit Nörgeln und jaulen versucht, aber nach ein paar Wochen hat er akzeptiert, dass er manchmal eins bekommt, aber wenn ich "nein" sage, es keinen Zweck hat zu nörgeln und er hat das nein akzeptiert und gut. Er fragte jedesmal nach dem Brötchen, und hat sich gefreut wenn ich ja sage und hat es akzeptiert, wenn ich nein gesagt habe. Ganz ohne Nörgeln.

    Die Mutter in der von Dir beschriebenen Situation hat sich vermutlich öfter mal durch nörgeln von ihrem nein abbringen lassen.

    Ich kann Dir nur raten, für die Zukunft, bleibe konsequent bei Deinen Entscheidungen. Wenn die Kinder älter sind und argumentieren können und Du einsehen musst, dass sie mit ihren Argumenten recht haben, kannst Du das sicherlich eingestehen. Wenn sie denn ordentlich argumentieren. Aber nörgeln, treten, hauen, etc. ist kein Mittel um seinen Willen durchzusetzen. Deshalb dürfen Sie damit auch nicht durchkommen. Auch wenn man manchmal ganz schön viel Nerven braucht. (z.B. weil die Leute drumherum das "arme Kind" bedauern)

     

    Ich denke, wenn Du Dir jetzt schon über so was Gedanken machst, dann wirst Du es schon gut machen. Also viel Erfolg beim Kinder machen und haben. Und viiiiieeeeelll Spaß!

  • Antwort von Lacus 06.04.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Soetwas kann man als Aussenstehender kaum richtig beantworten, da wir nicht die häuslichen Verhältnisse kennen, in denen das Kind heranwächst. Wie gehen die Eltern z. B. miteinander um? Geht es dort vielleicht eher etwas ruppig zu? Unsere Kinder haben uns nie getreten, allerdings haben wir sie auch nie geschlagen und sind auch als Eltern vernünftig und so vorbildlich wie möglich miteinander umgegangen. Unter schlagen verstehen wir allerdings nicht, dass man ein Kind mit 4 Jahren in dem geschilderten  Fall an die Hand nimmt und ihm einen leichten Klaps auf das Hinterteil gibt und dazu die passenden Worte sagt.

  • Antwort von schlumpi2705 06.04.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ja, wenn das in der Öffenlichkeit passiert, dann ist es doppelt schwierig, weil man auch noch Publikum hat. So extrem war mein Sohn bisher glücklicherweise noch nicht. Für´s erste hat man dann wahrscheinlich auch keine Wahl als dem Kind zu sagen, dass dieses Verhalten nicht ok ist und das es damit anderen weh tut. Meinem Sohn mache ich immer noch klar, dass er sich beim Einkaufen gern eine Kleinigkeit aussuchen darf, aber nur wenn er sich ordentlich benimmt. Sind wir zuhause und er ist unartig, dann versuche ist es erst noch im Guten, irgendwann fange ich an zu schimpfen und wenn es ganz schlimm kommt, dann geht er in sein Zimmer. Das findet er immer schrecklich. Da kommt er ziemlich schnell wieder, weint und sagt er will wieder lieb sein. Allerdings ist es noch nicht vorgekommen, dass er getreten hat. Eine Zeitlang hat er schnell gehauen, das haben wir aber so nach einigen Wochen wieder in den Griff bekommen.

  • Antwort von user1245 06.04.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Wieso, was hat der Kleine denn gemacht, was ihm nicht von seinen Eltern beigebracht wurde?

    Es liegt doch wohl einzig und allein an fehlender Erziehung, dass diese Szene passiert ist!

    Dafür, dass Eltern nicht in der Lage sind ein Kind sozialverträglich zu erziehen, kann doch ein Kind nichts.

  • Antwort von siller 01.05.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Vorweg, ich bin auch kein Elternteil, aber ich finde, die heutigen Mütter haben ihre Kinder überhaupt nicht unter Kontrolle - sondern sind einfach nur lasch! Wenn das Kind erstmal soweit ist, die Mama treten zu dürfen, ist es eh zu spät. Was sind das für Frauen, die das durchgehen lassen? Das muß gleich mit dem ersten daneben benehmen, unterbunden werden mit einem strengen Ton und nicht mit einem "dadada dududud Babysprache-Getue".

    Sind wir doch mal ehrlich, hätten wir uns das früher getraut, dann hätten wir einen Ohrenzieher bekommen, der wäre nicht mehr von dieser Welt gewesen. Ich musste am Tisch noch schnurstracks sitzen, da war nix mit rumschreien oder rumturnen, sonst wäre die Backpfeife nicht mehr weit gewesen.

    Die heutigen Kinder sind einfach nur laut, schreien, sich rübelhaft und gewalttätigt und haben nie Respekt vor den Eltern gelernt.

     

  • Antwort von Nordlichtkathi 20.04.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Meine Tochter hat mich in dem Alter mal ganz furchtbar gebissen, da habe ich ihr auch ganz vorsichtig in den Finger gebissen. Sie hat sich wahnsinnig erschreckt und kurz geweint aber sie hat es nie wieder gemacht......Allerdings ist das mit dem treten auch sehr beliebt und meine Tochter hat sogar nicht vor meinem verletzten Bein halt gemacht. Ich habe ein sehr tolles Buch gelesen (Das Geheimniss glücklicher Kinder). Dort wurde die standfeste Liebe erklärt und das haben wir dann ich allen Bereichen probiert und es hat super geklappt. Jetzt ist meine allerdings 13 J. und wir befinden uns nun in der noch viel schwierigen Phase, wo man sie auch nicht mehr unter den Arm klemmen kann, wenn sie mal wieder total durchdrehen in Laden, sondern sie überragt mich schon einen Kopf....

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