Frage von pritt,

Was sollte man als Mutter machen, wenn man von seinem 4 jährigen Sohn getreten wird??

Hallo Leute,

Neulich sah ich im Schreibwarenladen eine Mutter mit ihrem vierjährigen Sohn Dieserwollte unbedingt etwas haben, bekam es jedoch nicht. Als beide aus dem Ladespäter hinausgingen trat der kleine Junge seiner Mutter mit voller Wucht ins Schienbein.

Zwar bin ich keine Mutter, habe auch keinen Sohn, wenn, dann werde ich mal Vater werden. Aber ich habe mich gefragt, auch für meine Zukunft, wie man dann reagieren sollte, auch als Vater. Ich habe mir da schon länger den Kopf drüber zerbrochen, weil ich als Vater da bestimmt leider auch hilflos dastehen würde…

Jetzt wollt ihr bestimmt wissen, wie die Mutter reagiert hat: Sie hat sich zu ihrem kleinen Schützling heruntergebeugt und gesagt: "Hey Kevin, das tut der Mama aber weh!"

Ich bin mir sicher, dass das die falsche Reaktion war. Aber wie soll man da als Eltern reagieren? Ihn schlagen kann und darf man nicht würde ich auch nicht tun); es gibt kein Taschengeld, das man ihm entziehen kann; Hausarrest macht keinen Sinn; ihm Spielsachen wegzunehmen wäre auch schwachsinnig. Höchstens Fernseh – und Computerverbot würde noch Sinn machen, aber ein 4 jähriger sollte sowieso nicht viel Fernsehen, geschweige denn PC spielen, wenn er gut erzogen ist.

 

Ich bitte besonders um Rat von Müttern und Vätern, die hier hoffentlich zahlreich vertreten sind.

LG pritt

Hilfreichste Antwort von mikael,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

 

Ich habe nur den Anfang gelesen gehabt und sage Die, die Mutter hat es versäumt, den Jungen das erste Mal als er ihr weh getan hat zu bestrafen. Das Treten ist nur eine Folge vom Schlagen, nämlich damit wird Kevin angefangen haben. Dem Jungen, würde ich nie die Schuld geben, dafür sind Eltern, Erziehungsberechtigte, da. Woher soll den der Junge wissen, wie Menschliches zusammenleben funktioniert? Kann er nicht wissen, wen es ihm keiner zeigt oder erklärt. Aber, mach Dir keine Sorgen, bald kommt der Junge zum Arzt man wird dann das ADHS-Syndrom feststellen und er wird mit Chemie ruhig gestellt….. Mir ist folgendes vor kurzem passiert: Wenn meine Enkel zu Besuch sind, kommt der kleine 4 J immer auf meinen Schoß und er schaut mit mir am PC immer „Cars“. Er darf sich fast immer aussuchen was wir als nächstes schauen, nur ab und an werfe ich denn ein, nein das möchte Opa kurz sehen und dann fing er an wüten zu werden. Wie ich immer sage, Kinder in diesem Alter, brauch man nur zu hören und man weiß ganz genau was bei ihnen zu Hause abgeht. Und dann kam erst einmal DER Satz von ihm, Opa, hörst du nicht was ich sage. Natürlich, hat Opa nicht gehört und da fing er an mich zu kneifen und ich hab sein Oberschenkel in die Hand genommen und zugedrückt (natürlich mit Gefühl) er schaute mich mit Riesen großen Augen an und ich sagte, ist doch ganz einfach, tust du mir weh, tue ich dir weh. Er kletterte von meinem Schoß und ging Wutentbrannt, war mir aber egal. Er hielt Mittagsschlaf und nach dem Mittagsschlaf, kletterte er wieder auf meinen Schoß und wir schauten wieder gemeinsam Cars. Das Hauptproblem bei solchen Menschen ist folgendes: meistens wurden sie in der Kindheit selber geschlagen oder Missbraucht und sie sagen sich, nee mit meinem Kind nicht Das Problem ist nur, sie kennen nichts anderes, also werden die Kinder nicht erzogen und Grenzen Aufgezeigt, um mehr geht es übrigens nicht. Das Kind könnte ja ewig und drei Tage sauer mit mir sein wenn ich ihm einen Ordnungsgong verpasse. Eins ist und muss von vornherein klar sein, wer Kinder schlägt ist doof. Meiner heißt übrigens auch Kevin J) und wenn ich mit ihm her umspinne und er anfängt gröber zu werden, sag ich nur zu ihm, denke dran, wer Wind säht, wird Sturm ernten und das reicht, er lebt ruhiger und ich lebe ruhiger.

Kommentar von pritt,

DH! :)

Kommentar von tintini,

Da bist Du ja ein super Vorbild für Deinen Enkel.

Also ich habe das bei meinen Kindern auch rausbekommen, ohne zurückzukneifen. (Auch wenn Du nur leicht gedrückt hast). In der von Dir beschriebenen Situation hätte es gereicht, ihn von Deinem Schoß runterzusetzen und zu sagen "wenn Du mir weh tust, gucken wir gar nicht". Das wirkt vielleicht nicht nach dem ersten Mal für immer, aber wenn du es immer so machst hat er es nach dreimal begriffen. Wichtig ist konsequentes handeln. Ein unerwünschtes Verhalten hat unerwünschte Folgen. Und zwar immer die gleichen, so kann sich das Kind drauf einstellen. Und beim "Herumspinnen" reicht auch die Androhung, dass man eben nicht mehr herumspinnt, wenn er Dir weh tut. Im Schmerzen anzudrohen ist auch hier nicht nötig.

In einem sind wir uns jedoch einig: Kinder brauchen Grenzen. Und die sollten konsequent durchgesetzt werden. Aber Grenzen und Regeln, die man setzt, muss man auch selbst beachten, und wenn eine Regel ist, dem anderen nicht weh zu tun, dann gilt das für beide Seiten. "Zurückwehtun" ist auch eine Regelverletzung.

Kommentar von pritt,

Dir auch nochmal ein DH :)

Kommentar von mikael,

Es wird immer wieder Menschen geben, die Reden und Handeln wie ein Wasserfall, Du gehörst dazu, tintini. Du sagst doch selber, „hat er es nach dreimal begriffen.“ Bei mir nach dem ersten Mal und bedenke ich habe ihm nicht wehgetan. Aber und das willst Du nicht begreifen, ich hatte es ihm richtig erklärt, nur das wird Dich nicht überzeugen, weil Du einfach der Überzeugung bist mit lieben Mutti gehabe kommt man weit und Schnell. Zu Hause hab ich, wie viele so ein Exemplar die meint, wie Du, mit Liebe geht es besser, wie mit Konsequenzen. Eigentlich, handele ich nach einer ganz einfachen Regel bei den Kindern, willst du nicht, will ich auch nicht. Ich entscheide Operativ was zu machen ist, z.B.: Wenn ich sagte zu meinen Jungs, Zimmer Aufräumen, beim zweiten Mal brauchte ich nur noch sagen, was hatte ich gesagt und die Jungs räumten auf. Meine Frau ist 100 Mal hineingegangen und sagte auch Zimmer Aufräumen, bei 101 Mal, hatte sie genug gequatscht, ging ins Zimmer und Räumte selber auf. Was schätzt Du warum es so war? Weil sie es mit purer Liebe versucht hat und nicht mit Konsequenz/en, so einfach ist das. Eigentlich und das merkst Du leider nicht, lieber kritisierst Du mich und dabei geht es im Endeffekt nur um das Ziel und das wird von Beiden erreicht, Du redest viel, ich erreiche das Ziel schneller. Noch ein Beispiel, was Dich eigentlich überzeugen sollte: Meine Enkelin fing an Leute zu beißen, bei mir auch, von mir hat sie ganz leicht eine auf den Mund bekommen, mit den Worten, nein Opa wird nicht gebissen. Die kleine schaute mich mit großen Augen und  ab da, war ich der einzige der nicht gebissen wurde. Bis sich meine Schwiegertochter beim KA erkundigte, was man dagegen machen kann und der KA sagte, beißen sie zurück. Als das Kind das nächste Mal gebissen hatte, biß meine Frau zurück, natürlich sollte das Kind es merken aber nicht Weinen, sie schaute meine Frau erstaunt an und biss nie wieder, aber, WARUM?

Kommentar von mikael,

Ist auch ganz einfach, man muss nur den Weg finden es den Kindern, verständlich, zu erklären. Ich sehe das so, Du setzt das Kind hinunter und wartest da drauf das es ,von selbst, darauf kommt was es falsch macht, Du erwartest von einem Kind eine Situation zu begreifen, die noch nie da war und ich erkläre es sofort. Bei mir wissen die Kinder sofort, halt das macht man im Menschlichen zusammenleben nicht, Du lässt einen jungen Menschen selber drauf kommen? Da bin ich eindeutig anderer Meinung. Jedes Kind probiert das aus, jedoch dafür bin ich Erziehungsberechtigter um dem Kind den rechten Weg zu zeigen. Was machst Du, versetze Dich doch mal in das Kind, die Frau/Mutti die immer lieb zu mir ist, will mich mit einem Mal nicht, ist in meinen Augen nicht der richtige Weg und trotzdem, wenn das Ziel erreicht wird, ist doch in Ordnung. Also, wenn ich Deinen Weg, tolerieren kann, warum tolerierst Du meinen nicht?

Kommentar von tintini,

Weil Du dem Kind ein schlechtes Vorbild bist. Beißen tut man nicht. Das gilt aber für beide Seiten. Dass das zurück beißen bei dir beim ersten mal zum Erfolg geführt hat macht es ja nicht besser. Auch ICH habe beim runtersetzen gesagt, warum. Obendrein redest Du von Deinem Enkel. Meine Eltern und Schwiegereltern würden gehörig was zu hören bekommen, wenn sie mein Kind beißen. Was heißt hier, ich will das Kind nicht? Ich will nur nicht, dass es mich beißt.

Was meinst Du, was das Kind denkt, wenn der Opa, der sonst so lieb ist, auf einmal beißt? Selbst wenns nicht weh tut?

Außerdem widersprichst Du Dich da: Du sagst, Du bringst deinem Enkel bei "tust Du mir weh, tu ich Dir weh". Das geht nur, wenns tatsächlich weh tut. Und das hat es anscheinend auch, denn er ist ja wutentbrannt gegangen und erst nach seinem Mittagsschlaf wieder gekommen. Meiner war nicht wutentbrannt, als ich ihn runtersetzte. Jetzt frage ich Dich: was da wohl besser ist.

Nett, dass Du meinen Weg tolerierst. Warum ich Deinen nicht toleriere? Ganz einfach. Der kleine weiß es noch nicht, dass man nicht beißt. Das muss er noch lernen. Aber DU solltest es wissen. Und ihm beibringen. Aber indem Du ihm zeigst, dass nette Menschen (und das wirst Du doch wohl sein) eben NICHT beißen. Auch nicht zurück. Und schon gar nicht kleinere. Wir Erwachsenen sind doch wohl alt genug uns ohne Gewalt gegen unsere Kinder zu wehren,oder? Auch wenn ein Weg zum Ziel führt, muss er nicht richtige sein.

Kommentar von mikael,

Tut mir leid, tintini, Du hast oben eindeutig geschrieben, „wenn Du mir weh tust, gucken wir gar nicht“,  Wenn Du nur das gesagt hast, schließlich hast Du es geschrieben, dann bist Du eine „dumme“ Mutter, die von ihrem Kind erwartet, das es eine Situation einschätzen muss was noch nicht da war. Hast Du ihm erklärt, so leben Menschen nicht zusammen, das hast Du nicht geschrieben, jetzt im Nachhinein, als ich Dich da drauf aufmerksam machte, tönst Du, hab ich auch gemacht, DANN HÄTTEST DU ES DOCH GESCHRIEBEN. Aber das hast Du nicht Du bist doch in Deinem Mutterwahn so gefangen das Du einen Knüppel siehst, wo keiner ist. Du hast recht, er weiß es nicht ein Kind muss es erst lernen, nur Du begreifst nicht, bei Dir muss er es selbst herausfinden, bei wird es ihm gesagt. Und zwar sofort.

Kommentar von tintini,

Wieso beleidigst Du mich? Ich habe Dich auch nicht beleidigt. Ich habe ihm gesagt, dass wir nicht gucken, wenn er beißt. In einer anderen Situation habe ich gesagt, "wir machen dieses oder jenes nicht, wenn Du beißt". Das versteht der sehr wohl. Und er weiß ganz genau, dass er mit beißen seinen willen auch nicht bekommt. Und da war er zwei. Nicht vier. Mit 4 Jahren (mein Jüngster WIRD bald 4) ist ein Kind aus der Beißphase eigentlich RAUS. Meiner zumindest. Kann also nicht ganz falsch gewesen sein, wie ich es gemacht habe.

DU hast ihm auch nicht gesagt, dass macht man nicht, sondern "wenn Du mich beißt, beiß ich Dich"

Was lernt Dein enkel bei Deiner Art, zu reagieren? Doch nur, dass Du der stärkere bist und er seinen Willen deshalb nicht bekommt, weil Du, wenn er Dir weh tut, ihm auch weh tust. Da Du der stärkere von Euch beiden bist, sitzt er wohl am kürzeren Hebel und gibt auf. Warte mal bis er in der Pubertät ist. Dann kommst Du mit zurückbeißen nicht mehr weit. Es ist doch so: Der kleine will etwas, das du tust. Z.B. mit ihm fernsehen, spielen oder toben. Dann sagst Du, so wir machen jetzt mal ne Pause. Der kleine will das aber nicht, und versucht sich mit beißen durchzusetzen. Du bringst ihm bei, mit beißen kommt er nicht weiter, weil DU AUCH beißen kannst. Ich bring ihm bei, mit beißen kommt er nicht weiter, weil ich dann nicht mehr tue, was er möchte, sondern mich verweigere. Ist der Junge mal in der Pubertät, bleibt Dir nichts anderes übrig, als meine Verweigerungsmethode anzuwenden. Dann ist ER nämlich der stärkere. Ich bleibe dann einfach bei meiner Verweigerungsmethode und wir beißen uns beide nicht.

Meine Söhne beißen nicht mehr, weil sie verstanden haben, dass es sie nicht weiterbringt. Dein Enkel beißt Dich nicht mehr, weil er aufgibt. Weil er weiß, dass Du der stärkere bist. die nächsten 10 Jahre noch....

Kommentar von mikael,

Du bist so was von verbohrt, Du nimmst nur was DU glaubst zu wissen, Du gibst Dir nicht mal Mühe andere Texte zu lesen geschweige denn zu verstehen.--- Das weißt Du also genau das mein Enkel mit 4 gebissen hat? Aha, ich gib Dir einen guten Tipp, übe lesen und verstehen.

Kommentar von mikael,

Der Junge hat gelernt, ich bin der Stärkere. Wenn Du wüsstest, wie lächerlich Du Dich machst. Bist Du wirklich so Naiv, dass Du nur Deine Gedanken zu lässt? Du drückst es so aus, ich habe ihm nur eines gezeigt, damit das was er macht Schmerzen verursacht. Ob Du es begreifst oder nicht, der Junge musste nur seine eigne Medizin schlucken. Ich gebe es Dir schriftlich, Du wirst Dich noch um gucken mit Deinem lieben Mutti gehabe.

Kommentar von tintini,

Ich bin hier nicht diejenige, die verbohrt ist. Und naiv bin ich auch nicht. Aber für mich ist die Diskussion hiermit beendet. Das ist unter meinem Niveau.

Kommentar von mikael,

Mensch, tini.., gib mir doch nicht immer solche Vorlagen. Niveaulosigkeit, kann man doch nur erkennen, wenn man Niveau hat.

Kommentar von SarahSchedi,

Ich sag nur eins: Respekt! :D DH

Antwort von Draschomat,
20 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Eine sehr sinnvolle Frage, weil es keine optimale Lösung gibt, sondern nur verschiedene Erfahrungen miteinander verglichen werden können und man dadurch selbst zum Abwägen (im "schlimmsten" Fall ganz spontan) gezwungen wird. Was noch erfreulicher ist, ist die Tatsache, dass du dir über solche Situationen Gedanken machst, denn selbige machen sich viele Leute zu spät oder sogar nie.

 

Aber zum Thema:

Der Mutter kann und darf man keinen Vorwurf machen - nur sie konnte in dieser Situation überhaupt möglichst viele Einflüsse kennen und berücksichtigen und ihrer Überzeugung nach handeln. Da sie keine ganz klare Fehlentscheidung (z.B. Gewaltanwendung) getroffen hat, ist ihre Reaktion vertretbar. Manche Menschen lassen in solchen Momenten schnell Vernunft und Souveränität beiseite und handeln aus dem Affekt - eine sehr schlechte Vorgehensweise, weil kein Abwägen der Dinge mehr stattfinden kann und eine Tat im Nachhinein meist bereut wird.

 

Sicherlich kann man noch Kleinigkeiten analysieren: Der eine Fachmann bewertet das Herabbeugen zum Kind als sehr sinnvoll, der andere stellt dies vielleicht eher in Frage. Der eine findet die Reaktion der Mutter gut, der andere hätte sich vielleicht noch dies oder jenes gewünscht. Aber innerhalb von Millisekunden angemessen zu handeln, ist bereits schwer genug, deshalb gebührt der Mutter ein Lob.

 

Denn entscheidend ist: Ruhe bewahren, Souveränität beweisen, Lage analysieren. Lieber ein paar Sekunden warten als falsch reagieren. Wenn Unerwartetes eintritt, muss man innerhalb möglichst kurzer Zeit möglichst gute Entscheidungen fällen. Derjenige, dem in einer solchen Situation die "Hand ausrutscht", hat sich nicht unter Kontrolle und handelt ohne Nachdenken. Oder würde er - wenn er genügend Zeit zum Nachdenken hat - Gewalt auch befürworten? Wenn ja, sollte man sich grundsätzlich Sorgen um ihn machen.

 

Gewalt gegenüber Unterlegenen ist grundsätzlich nicht zu rechtfertigen. Wer unnötig Gewalt anwendet, ist zu faul oder zu dumm, um nach einer besseren Lösung zu suchen. Sicher ist es am einfachsten, wenn man einem Kind mit Schlägen klar macht, dass es dieses oder jenes nicht machen darf oder soll. Was aber, wenn der "Schläger" nicht anwesend ist? Dann wird das Kind das Verbotene tun, weil es keine direkten Strafen befürchten muss. Dann wird das Kind das Verbotene tun, weil es nicht weiß, WARUM es ihm verboten wurde.

 

Verbote sind nur das letzte Mittel, damit kein Unrecht geschieht. Viel günstiger ist es, wenn eine Person selbst erkennt, was sinnvoll und weniger sinnvoll ist und dementsprechend handelt - man soll aus eigener Überzeugung vernünftig handeln, nicht aufgrund von Verboten, Befehlen oder Vorschriften. Und auch Kinder sind dazu in der Lage - wenn man sich die Mühe macht, ihnen Dinge angemessen zu erklären, können sie viel mehr verstehen als man auf den ersten Blick vermutet. Gewiss gibt es Situationen, in denen ein Kind partout nicht vernünftig handeln will, aber dann ist weniger Gewalt, sondern vielmehr Strenge in Form von klaren Worten und anderen (langwierigeren) Aktionen nötig. Oder darf die Polizei auch auf einen Betrunkenen einprügeln, nur weil er nicht wie gewollt handelt? Wie kann man nur sofort Gewalt anwenden (wollen), nur weil etwas nicht so läuft, wie man es sich wünscht?!

 

Da fällt mir ein schönes Zitat von Rita Süssmuth ein, dem ich mich bedenkenlos anschließe:

Gewalt ist Analphabetentum der Seele.

 

Um noch einmal auf deine Frage zurückzukommen: Interessant wäre es herauszufinden, wie der Sohn sich die Verhaltensweise, die er an den Tag gelegt hat, angeeignet hat. Kinder lernen durch Sehen, ahmen fast alles nach, was sie zu Gesicht bekommen. Wo hat er also gesehen, wie jemand zugeschlagen hat? Schade, dass wir das hier nicht klären können.

 

P.S. Natürlich können aus Kindern, die schwer geschlagen wurden, herausragende Persönlichkeiten werden, die tolle Leistungen vollbringen und Gewalt ablehnen. Natürlich können auch aus Kindern, die nur leicht geschlagen wurden, herausragende Persönlichkeiten werden, die tolle Leistungen vollbringen und Gewalt ablehnen. Aber aufgrund einer (zufällig?) guten Entwicklung eines Kindes soll man die Untaten der Eltern nicht verharmlosen - Gewalt jeglicher Art und möglichst gute Erziehung bzw. möglichst gute Entwicklung widersprechen sich fundamental. Daher wird Gewalt von Fachleuten grundsätzlich abgelehnt und daher hat die Mutter hier vielleicht nicht perfekt, sicher aber auch nicht falsch, sondern in jedem Fall angemessen und vertretbar gehandelt.

Kommentar von gracchus,

Großartige Antwort und, wenn man sich einige Beiträge hier anschaut, leider allzu notwendig. Es ist erschreckend für wie normal manch einer Gewalt gegen Kinder hält, dass er sie auch noch öffentlich propagiert. Hoffentlich können Argumente da noch helfen.

Kommentar von Draschomat,

Danke - kein Wunder, dass Gewalt in unserer Welt eine so große Rolle spielt, wenn sie öffentlich in manchen Situationen (nicht einmal nur in Notwehr) für gut befunden wird bzw. sogar zu Gewaltanwendung geraten wird. Zudem wird sie im Nachhinein gerne beschönigt - aber auch ein Klaps ist Gewaltanwendung. Vertretbar sind lediglich Aktionen, die keine aktiven Schläge beinhalten, z.B. das Wegtragen eines schreienden Kindes (vergleichbar mit dem Wegtragen von blockierenden Demonstranten durch Polizisten). Man kann Strenge und Konsequenz auch mit passenden Worten zeigen, nicht nur mit Gewaltanwendung, die beim Kind unnötigerweise nur Angst hervorrufen.

 

Achja, meine Antwort behandelt nur die eine Aktion der Mutter - dass im Voraus manche Dinge nicht optimal verlaufen sind, ist sehr wahrscheinlich, sonst hätte sich die beschriebene Situation wohl nicht ergeben.

Kommentar von tintini,

Eine SEHR schöne Antwort!!!DH!

Antwort von Nolti,
20 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Lieber pritt

Ich glaube, es gibt hier keinen allgemeingültigen Ratschlag, denn jedes Kind ist anders und keine Situation gleicht der anderen.

Uns ist zum Beispiel nicht bekannt, wie es üblicherweise in dieser Familie zugeht: Ist Gewalt an der Tagesordnung? Gibt es ältere Geschwister, die auch untereinander gewalttätig sind? Schaut das Kind viel Fernsehen?- in den meisten Zeichentrickserien ist doch Gewalt geradezu an der Tagesordnung! Sind die Eltern bei der Erziehung sehr inkonsequent?

All das wäre natürlich schon eine teilweise Erklärung für den Fußtritt gegen die Mutter.

Gewalt mit Gewalt zu bekämpfen halte ich für äußerst fragwürdig. Jeder kann das natürlich machen, wie er es für richtig hält und ich möchte auch keinen der anderen User, die hier geantwortet haben, angreifen; aber für mich ist Gewalt gegen Kinder ein absolutes "no-go"! Egal ob psychisch oder physisch; Kinder leiden unter Gewaltanwendungen unsäglich und für mich gehört ein "Hau ab, du taugst eh nichts" oder eine Ohrfeige auf jeden Fall auch schon in die Kategorie "Gewalt"

Kinder brauchen klare Linien, eine konsequente Erziehung, die in erster Linie auch vorgelebt wird und viel Zeit, Liebe und Verständnis. Popoklapse, Beschimpfungen und Backpfeifen braucht kein Kind! Was nicht heißen will, dass ich meine Kinder straffrei erzogen habe- im Gegenteil. Sie mussten früh lernen, dass ihr Handeln Konsequenzen haben kann. Diese standen aber immer in direktem Zusammenhang mit ihrem Handeln. So saß mein Sohn einmal meherere Wochen in einem total ausgeräumten Kinderzimmer, weil er es nicht fertigbrachte, seine Spielsachen aufzuräumen: Ich passte den Tag der Tonnenleerung ab und packte alle seine unaufgeräumten Sachen in einen Müllsack und versteckte ihn im Heizungskeller.... für einige Wochen glaubte er tatsächlich, alles sein im Müll gelandet. Die Lektion war jedoch sehr lehrreich für ihn.

Auch habe ich meine Kinder niemals in ihr Zimmer gesperrt wenn sie trotzig waren; eher bin ich aus dem Zimmer gegangen.

Wie ich an Stelle der Mutter reagiert hätte, kann ich dir gar nicht sagen- wie gesagt; es fehlen einige Hintergrundinformationen. Meine Kinder waren sicherlich auch mal trotzig- allerdings kann ich mich nicht erinnern, dass sie jemals gewalttätig gegen mich waren.

Antwort von KatrinMTK,
15 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Bei der Erziehung des beschriebenen Kindes ist schon im Vorfeld etwas schiefgegangen. Nach der Lektüre zahlreicher Erziehungsbücher (u.A. "Kinder brauchen Grenzen") und zwei recht erfolgreich aufgezogenen Kindern kann ich sagen, dass, einfach aber wichtig, Konsequenz nach wie vor das Zauberwort in der Erziehung ist, und VORLEBEN durch die Eltern, also der respektvolle Umgang miteinander. Meine Kinder hatten auch mal Trotzanfälle, das ist normal, aber sie hätten mich NIEMALS getreten. Daher musste ich auf Vorfälle dieser Art auch nicht reagieren. Man sollte also versuchen, durch liebevolle und konsequente Erziehung solche Vorkommnisse zu vermeiden. Wenn Du Dir jetzt schon Gedanken machst, bist Du schon mal auf dem richtigen Weg. Viel zu viele Eltern lassen heutzutage ihren Kindern aus einer gewissen Hilflosigkeit und leider oft Bequemlichkeit sogenannte "Freiheiten" und haben dann ewig mit den Folgen zu kämpfen.

Kommentar von carsten1979,

Ich kann dir voll und ganz zustimmen. Kinder brauchen Grenzen und Regeln. Nur wenn Eltern dazu fähig und willens sind wird ein Kind gut erzogen.

Kommentar von seatleon2010,

ach und diese grenzen und regeln macht man klar in dem man tag ein tag aus den erklär-bär spielt? sicher nicht!

Kommentar von Steffile,

Sicher nicht Erklaer_Baer. Vorleben.

Antwort von cross1,
13 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

ich bin der meinung, dass die mutter richtig reagiert hat - sie hat sich auf augenhöhe des kindes begeben und den tritt nicht ignoriert - sondern ihn sofort angesprochen - dann kann man gern noch weiter erklären, dass man nicht tritt oder haut, weil es dem anderen weh tut und er möchte ja auch nicht, das ihm jemand weh tut - das verstehen vier jährige schon - schlagen ist auf keinen fall ein argument - und würde auch überhaupt nichts nützen - reden ist hier das schlüsselwort - wenn es häufiger vorkommt, dann müssen natürlich konsequenzen her -die müssen aber vorher angekündigt werden - z.b. wenn das nochmal vorkommt, dann darfst du heute keinen sandmann sehen - oder ähnliches - das müsste dann im wiederholungsfall auch durchgezogen werden - konsequenz ist hier viel wert

Kommentar von carsten1979,

Ein Kind mit 4 Jahren weiß das es nicht treten darf. Das muß ich nicht immer wieder vorbeten. Wahrscheinlich hat der Prinz einmal ein NEIN gehört und ist ausgetickt. So ist es doch leider oft. Eh Eltern ihrem Kind was verbieten oder Grenzen setzen wird doch schon vorher ein Termin beim Psychologen gemacht, damit die arme Kinderseele keinen Schaden nimmt.

Kommentar von eurofuchs2,

Ein guter Beitrag!

Kommentar von ordrana,

konsequenzen müssen IMMER mit der tat in zusammenhang stehen und sollten zeitgleich erfolgen.

 

ein morgens verpaßter tritt, mit dem ´verbot abends sandmann nicht zu sehen steht in keinem zusammenhang, das versteht ein 4 jähriges kind noch nicht.

Kommentar von seatleon2010,

danke ordrana, endlich mal jemand der das problem versteht!!!

Kommentar von Schokolinda,

ja sicher versteht das ein vierjähriges kind, nämlich wenn die strafe zeitgleich mit der tat ausgesprochen wird. das aussprechen der strafe ist die konsequenz bzw. ein teil davon. das kind hat erinnerungsvermögen und kann, wenn man es abends daran erinnert, den zusammenhang von tat und strafe wieder herstellen. allerdings sollte die angekündigte strafe tatsächlich nicht so weit entfernt sein, dass sich das kind nicht mehr an die tat erinnert. ein paar stunden sind in dem alter kein problem.

Kommentar von Steffile,

Klar, die Lehrbuecher sagen, dass Konsequenz sofoert folgen sollte, aber dauch meine meine Kids haben mit 4 schon verstanden wenn eine Konsequenz erst abends (oder am naechsten Abend) folgte. Und wie.

Antwort von Schnuckikinder,
13 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Mir wäre bestimmt die Hand ausgerutscht. Ich bin der Meinung, dass eine Ohrfeige bzw. eine auf den Hintern bisher noch keinem Kind geschadet hat. Auch meine Kinder haben dies erleben müssen und sind beide groß geworden ohne Schaden zu nehmen.

Kommentar von cross1,

schlagen ist ein zeichen von schwäche! warst du zu faul um deinen kindern sachen zu erklären? eltern sind dafür da die welt zu erklären und nicht um ihre kinder zu schlagen!!!! ohne worte....

Kommentar von pupsnase79,

DH cross1, bin ganz deiner Meinung...

Kommentar von Schnuckikinder,

Eine Ohrfeige oder ein Klaps auf den Hintern hat nichts mit Faulheit oder Erklärungsnot zu tun. Wenn ich einem Kind tausendmal das gleiche sage ohne das das Kind sich dies merkt, dann hat das alles keinen Sinn. Die Welt zu erklären ist richtig, aber nicht, wenn einem die Kindern auf der Nase rumtanzen und machen, was sie wollen. Ein Klaps auf den Hintern ist was anderes als Kinder zu schlagen. Dies habe ich nie getan. Wie gesagt, mal ein Klaps hat noch niemandem geschadet. Ich könnte wetten, dass Du das auch erlebt hast.

Kommentar von seatleon2010,

ich bin auch groß geworden, trotz hie und da mal nen klaps auf den po ;-)

Kommentar von Karais,

Ich auch und ich finde, dass es völlig berechtigt war. :)

Kommentar von eurofuchs2,

"groß" weiß ich nicht, älter aber ganz sicher.

Auf mehr kann man aus Deinen Kommentaren leider nicht schließen.

Kommentar von Leonidas74,

Ich finde auch das klapps aufm Po nichts schlimmes ist. Was überhaupt nicht geht ist auf den Kopf zu schlagen.

Kommentar von cross1,

nein und nochmal nein! schläge sind tabu und das hat nix mit antiautoritär zu tun! eltern müssen! in der lage sein - probleme mit worten zu klären und nicht mit schlägen!

Kommentar von seatleon2010,

träum weiter, wenns dir spaß macht das deine kinder dir auf der nase rumtanzen

Kommentar von cross1,

klar, dass kannst du beurteilen? ich bin gott sei dank in der lage das mit worten zu klären - anscheinend fehlts da bei dir! zeugt ja nicht gerade von überdurchschnittlicher schläue!

und was machste dann, wenn die klappse auf den po nicht mehr ausreichen? mmh? nächste prügelstufe anfangen? super ! du bist echt ein held!

Kommentar von seatleon2010,

wer seine kinder von morgens bis abends zubröselt und erwartet das sie ihn verstehen... naja! keiner redet davon das man kinder schlagen SOLL aber es gibt bei den meisten früher oder später eine situation (so wie oben beschrieben) wo man konsequent reagieren MUSS! und dem kind 20 mal zu sagen das das falsch war ist da nicht sehr zielführend

Kommentar von cross1,

zielführend ja - schlagen nein! pasta! haste in der frage was von 20x vorpredigen gelesen? ich nicht! einmal sagen - konsequenz ankündigen und gut ist - im wiederholungsfall konsequenz durchziehen - fall erledigt - da muss keiner schlagen!

Kommentar von seatleon2010,

das kann ja nun zum glück jeder für sich selbst entscheiden und in ein paar jahren wird man ja sehen was funktioniert und was nicht

Kommentar von pupsnase79,

Hoffe du hast nie Kinder und wenn du welche hast, das die keinen Kontakt zu dir haben wollen... Bist anscheinend geprügelt worden, aber auf die falschen Stellen... Unklar...

Kommentar von seatleon2010,

kennst du die geschichte von dem kleinen jungen der in der warteschlange an der kasse im supermarkt permanent seinen wagen einer älteren dame in die kniekehlen schiebt? und die mutter nichts dagegen sagt mit der begründung ihr kind dürfe sich frei entfalten? am ende bekommt die mutter von dem hinter ihr stehenden jungen mann ebenfalls einen wagen in die beine gerammt, als sie sich darüber beschwert antwortet er nur "meine eltern sagten immer ich müsse mich frei entfalten dürfen" ich hoffe du verstehst was ich meine

Kommentar von pupsnase79,

Da hat was geklingelt, sicher... Aber ich denke, das Thema ist ansichtssache... Ich wurde geschlagen als Kind und empfand das sicher nicht als schön, das ist der Grund warum mein Sohn sowas nicht passieren kann, das mir die Hand ausrutscht... Und ich habe selten Kinder erlebt, die wie meiner, so einsichtig sind, gerade in dem Alter... Alles verstehen sie nicht, das ist klar, aber trotzdem sollte es nicht in Schläge ausarten...

Kommentar von cross1,

genau - das zeigt die zeit - ich finde es nur sehr sehr schade, dass alle diejenigen, die mit schlägen argumentieren - ihren kindern verweigern das wunder der kommunikation zu erlernen! ist ja kein wunder,  wenn die nation verblödet! keiner hat mehr ahnung davon, wie man probleme mit worten löst, dafür können sich alle die birne einschlagen - prima....

Kommentar von seatleon2010,

du bist hier leider nicht in der lage von situation zu situation zu differenzieren. ich habe nicht gesagt das man kinder schlagen soll, ich habe nicht gesagt das es nötig ist, ich sagte nur das es aus meiner sicht sicherlich situationen gibt (die ja nun sicherlich nicht bei jedem kind kommen MÜSSEN) in denen es zielführend ist! das spricht ja nun noch lange nicht dagegen mit dem kind zu kommunizieren! außerdem: wenn oben genannte situation erstmal eingetreten ist, muss bei der ganzen vorherigen erziehung schon irgendwas schief gelaufen sein.

Kommentar von Goodnight,

seatleon2010  Stimmt!

Kommentar von Schokolinda,

der gesetzgeber sagt, dass es nicht jeder für sich entscheiden kann. schlagen und auch sonstige misshandlung ist verboten. also immer schön auf geschlossene fenster achten, sonst kannst du eventuell ausprobieren, ob du mit deiner argumentationslinie bei einem richter sehr weit kommst.

Kommentar von pupsnase79,

Gut geschrieben Schokolinda... DH...

Kommentar von seatleon2010,

wenn ich mein kind verprügele muss ich mit sowas rechnen, wenn es einen klapps auf den po bekommt sicherlich nicht, an solchen kleinigkeiten zieht sich keiner hoch und ein gericht schon gleich gar nicht

Kommentar von pupsnase79,

Verprügel mal nen Kind auf offener Straße, die Ergebnisse bekommst du dann zu spüren... Wenn es dein eigenes ist, schickt dir jemand das Jugendamt auf den Hals, der genau wie viele hier auch, gegen Schläge ist...

Kommentar von seatleon2010,

lern mal lesen, dann verstehst du vlt was ich zuletzt geschrieben habe und kannst deinen darauf folgenden kommentar wieder löschen

Kommentar von Schokolinda,

gib nem erwachsenen mal nen klaps auf den po z.b. wenn dein arbeitskollege nicht richtig spurt oder dir im supermarkt was nicht passt. dann kannst du sehen, wie sich ein gericht an so einer "kleinigkeit" hochzieht. nur weil es bei den eigenen kindern keinen "kläger" gibt und damit auch keinen richter, der das ganze anprangern kann, ist es noch lange nicht in ordnung. als eltern sollte man sich 2x überlegen, ob man mit seinem kind richtig umgeht, weil einem das kind ausgeliefert ist und es sich selbst nicht helfen kann.

Kommentar von tintini,

Mal so nebenbei: Nicht nur, dass ich ebenfalls FINDE wie cross1, dass schlagen gar nicht geht und der erklärbär die bessere Alternative ist, ganz nebenbei ist es auch noch STRAFBAR sein Kind zu schlagen. Also stehen Cross und ich wohl auch nicht alleine hier mit unserer Meinung.

Kommentar von Schnuckikinder,

Ich muss Dir zustimmen. Ein Klaps hat nichts mit Schlägen zu tun. Und ich wollte mir eben nicht von meinen Kindern auf der Nase rumtanzen lassen. Dies ist mir auch gelungen.

Kommentar von guinan,

Und was lernt das Kind? Mama darf durch wehtun bestrafen, ein Kind darf das nicht. Ein Kind gehorcht, weil es kleiner ist. Wird dieses Kind größer.....oh mein Gott. Die armen Lehrer, die ihm auf dem Schulhof dann noch beibringen müssen, dass größer sein ihn NICHT berechtigt, kleinere Kinder für irgendwas, was ER meint, zu "bestrafen"

Kommentar von seatleon2010,

na merkwürdig das ich dann noch nie jemanden geschlagen oder verprügelt habe lol

Kommentar von Linzerin83,

Schnuckikinder, ich bin der Meinung, dass du dir dessen nur nicht bewusst bist, welchen Schaden du bei deinen Kindern angerichtet hast. Eltern, die ihre Kinder schlagen, können bzw. wollen das oft nicht sehen.

Oft sehen es nicht einmal die Kinder selber, weil sie es lieber verdrängen.

Man darf sich das ja nicht so vorstellen, dass geschlagene Kinder "wahnsinnig" werden und in die Psychatrie müssen.

Die Folgen von körperlicher Gewalt können sehr vielfältig sein und oft nicht immer am ersten Moment ersichtlich. zB dass man sich schwerer tut, Konflikte zu lösen. Dass man Konflikte generell mehr aus dem Weg geht, sich mehr gefallen lässt. Dass man eher zu Agressionen od. Depressionen neigt. Dass der Selbstwert niedriger ist. Usw... da könnte man endlos viel aufzählen. Jeder Mensch ist  anders, dadurch wirkt es sich auf jeden Menschen anders aus.

Aber ich bin mir zu 100% sicher, dass du deinen Kindern damit geschadet hast, auch wenn du es selber nicht wahr haben willst.

Kommentar von Schnuckikinder,

Linzerin83. Ich habe nicht gesagt, dass ich meine Kinder geschlagen habe. Sie haben lediglich mal einen Klaps auf den Allerwertesten bekommen. Unter Schlagen verstehe ich da ganz was anderes. Ob ich meinen Kindern mit diesem Klaps geschadet habe, kannst Du gar nicht beurteilen. Meine Kinder haben sich prächtig entwickelt und stehen mitten im Leben. Sie lassen sich von keinem was einreden oder gar zu viel gefallen. Das Besprechen von Problemen ist bei uns nicht zu kurz gekommen, sonst wären sie ja nicht so geworden, wie sie jetzt sind.

Kommentar von taigafee,

schlagen/klaps/ohrfeige - alles zeichen von ignoranz, unfähigkeit und hilflosigkeit. was soll ein kind daraus lernen?

Antwort von Merzherian,
11 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ganz ehrlich ? Die Sache nicht zwingend vor tusend Leuten klären. Den Knaben packen, und möglichst schnell in die eigenen 4 Wände bringen und dann Klartext reden. Den Knaben ustoben lassen, aber nicht an der Mutter. Wenn es sich äuft und kein Zugang zu finden ist auch externe Hilfe suchen. Aber bedenke,daß ist Trotzphase, da ist wie in den folgenden180 Monaaten die normale argumentationsschiene fast unmöglich. Mami muß da schon den Weg, den normalen vorweisen und einfordern Kein Schmusekurs.

Kommentar von schalomisrael,

T´schuldige, aber mein spontaner Gedanke "zurück treten" ist natürlich Unsinn! Ich hoffe, alle, die sich hier so weit aus dem Fenster lehnen, waren schon mal in einer ähnlichen Situation und reagierten "richtig & angemessen". Nun aber zu mir: ich würde - wie du - den Kerl packen, unter die Arme klemmen und ab damit ins Auto, nach Hause und Klartext. Sollte er toben müssen oder wollen, bitte sehr! Ohne "Beachtung" klärt sich das auch mal ganz schnell, aber: die Frau Mama muss schon Flagge zeigen und -ohne laut zu werden- einen straffen Kurs segeln! Meine Devise: das machst du einmal, aber kein zweites Mal ....

Kommentar von Merzherian,

ja, so hatte ich es gemeint :-))

Antwort von Linzerin83,
10 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Wieso denkst du denn, dass die Mutter falsch reagiert hat? Meiner Meinung nach hat sie absolut richtig reagiert. Hat eben gleich reagiert und den Jungen darauf angesprochen. Vor allem ist sie, wie ich rauslesen konnte, ruhig geblieben, was ich sehr gut finde.

Man darf ja auch nicht vergessen, dass es in der Öffentlichkeit passiert ist, da hat man ja nicht die Möglichkeiten wie daheim. Ich würds da genau so machen.

Wenn es daheim passieren würde, würde ich meinen Sohn vermutlich auf einen Stuhl setzen, und mich ihm gegenüber setzen, dann mal so sitzen bleiben damit er mal "runter kommt" und dann noch mal mit ihm darüber reden.

Oder ich würd ihm eine Alternative anbieten, wo er drauf hauen darf, um seine Wut raus zu lassen. zB ein Kopfkissen. Ganz wichtig: Ein Kind DARF wütend sein.

Von "Bestrafungen" wie Fernseh-, Computer- oder Süßigkeitenverbot (oder was auch immer) halt ich mal prinzipiell gar nichts. Weil das nichts mit der eigentlichen Sache zu tun hat. Was hat denn der Fernseher mit dem Hauen zu tun?

Ein Kind braucht "logische" und "natürliche" Konsequenzen, damit es verstehen kann, was an seinem Handeln falsch ist. Das ist natürlich ein langer Lernprozess und dazu bedarf es viel Geduld der Eltern.

Dass "zurück hauen" oder "anschreien" nichts bringt, sollte eigentlich eh klar sein. Wir sind Vorbilder und müssen unseren Kindern vorleben, wie man mit unangenehmen Situationen umzugehen hat.

Natürlich gibts kein "Allgemeinrezept" wie man zu reagieren hat. Jedes Kind ist anders. Und wir haben zu wenig Hintergrundinformationen, wissen die Vorgeschichte nicht, und ob das Kind vielleicht selber geschlagen wird, usw...

Wichtig finde ich halt, dass man sich damit auseinander setzt, und lernt, die Psyche eines Kindes zu verstehen. Man darf nicht immer gleich alles als "Angriff gegen die Eltern" verstehen.

Ein Kind muss das halt noch lernen, mit seinen Gefühlen richtig umzugehen. Wie man Wut rauslässt, ohne jemand anderen damit zu schaden.

Antwort von Karais,
10 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Also mal ganz ehrlich, was bedeutet für dich ein Kind schlagen?
Als Eltern muss man sich bei den Kindern Respekt erschaffen und das klappt - bekanntlich- nur mit Worten nicht.
Wenn ein Kind etwas getan hat, was es nicht tun darf (vorallem sowas respektloses!), muss es das merken und eine Strafe kriegen.

Wenn ich zu meinen Eltern frech war oder etwas unglaublich Respektloses angestellt habe, hab ich einen 'Klapf auf den Po' gekriegt. Meiner Meinung nach völlig Berechtigt und glaube mir, ich habe daraus gelernt.
Ich hab auch schon mal eine Ohrfeige kassiert und hab danach das 'getane' nie mehr gemacht.
Als ich Älter wurde, wurde ich vorallem mit Hausarrest bestraft, was mich natürlich auch ziemlich schmerzte. ;)

Ich hab zum Beispiel gerade erst im Zug eine Mutter gesehen, die von ihrem Sohn angespuckt wurde.
Die Mutter hat darauf hin zurück gespuckt und der Sohn wusste überhaupt nicht wie reagieren.
Als die Mutter fragte, ob es sich toll anfühle, angespuckt zu werden, konnte er nur noch verneinen.
Aber zurück treten fänd ich nicht okay. Das wäre viel zu heavy. Aber doch, Klapf auf den Po find ich berechtigt und gehört dazu!
 

Wikipedia: Arylsulfatase E, an arylsulfatase gene; deficiencies of it are associated with X-linked recessive chondrodysplasia punctata »

Kommentar von seatleon2010,

DH super antwort! und das mit dem beispiel des anspuckens, klar kostet das überwindung und ist unangenehm, hilfreich aber allemal!!! meine schwester hat mit 4 oder 5 auch mal aus purer bockigkeit (willen nicht durchsetzen können) eine vase meiner mutter vom tisch gefegt (und dabei gegrinnst- sie wusste also genau was sie tat) also stand meine mutter auf, ging in ihr zimmer, nahm ein buch aus dem regal und riss seiten heraus. meine schwester bekam tellergroße augen, fing an zu heulen und kam keine 30 minuten später an und sagte "mama das war böse aber ich war auch böse, man darf nichts kaputt machen" nie wieder hat sie so gebockt oder etwas mutwillig zerstört

Kommentar von Leonidas74,

Auf jeden Fall ne super Antwort. Besser kann man es wohl nicht erklären.

Antwort von guinan,
8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Sich auf seine Ebene begeben und in die Augen sehen und sehr deutlich (nicht tröstend, sondern schon ärgerlich) sagen "Willst du, dass ich das bei dir auch mache? WARUM soll ich das nicht machen?" und dann warten. Meistens wird der Junge dann antworten "Weil das weh tut." Dann sagt die Mutter: "So, das weißt du also. Ganz genau."

Dann wird nach Hause gegangen, egal was sonst noch auf dem Plan stand.

Und in einer ruhigen Minute legt die Mutter dann eine Regel fest. Etwa, wenn du dich so nochmal verhälst, kann ich dich nicht mehr mitnehmen. Und wenn das dann wieder passiert, wird er das nächste Mal wirklich nicht mitgenommen. Danach gibts ne neue Chance, nachdem das vorher nochmal besprochen wurde und der Sohn versprochen hat, sich gut zu benehmen.

Antwort von pupsnase79,
7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich hätte ihm auch erklärt, das der Mama das sehr weh tut und ich es nicht schön finde wie er reagiert... Danach hätte ich ihn gefragt, warum er das getan hat... Und dann hätte ich ihm entweder gesagt, Mama kann dir das nicht kaufen weil sie nicht so viel Geld hat, oder Kevin du hast so viel zu Hause...

Kommentar von seatleon2010,

was willst du mit dieser anti-autoritären erziehung erreichen? meinst du ein 4 jähriger versteht das? die meisten elter haben ein großes problem, sie quatschen ihre kinder von morgens bis abends voll, erwarten das die kleinen das verstehen, nur die können es noch nicht. und dann wundern sie sich warum die lütten außer rand und band sind

Kommentar von pupsnase79,

Ich habe einen Sohn von 6 Jahren... Wie ich mein Kind erziehe ist ja wohl meine Sache... Und dann texte ich ihn nicht den ganzen Tag zu, sondern erkläre ihn das einmal... Kann mich nicht beschweren, mein Sohn ist artig...

Kommentar von kiniro,

Anti-autoritäre Erziehung ist auch Erziehung.

Geht für mich genauso wenig wie autoritäre Erziehung. Ich rede da lieber in Ich-Form als von mir in der 3. Person zu reden.

4jährige können schon sehr viel verstehen.

Meine Tochter hatte in dem Alter schon verstanden, wenn ich ihr vor dem Geschäft erklärt hatte: "Ich werde dir doch nichts (höchstens zwei Dinge) kaufen.  Es ist kein Probem, wenn du verärgert darüber bist".

Interessanterweise, war sie nach dieser Ankündigung weniger frustriert, als wenn sie es erst im Laden selbst erfahren hatte, dass ich ihr (heute) nichts kaufe.

Kommentar von kiniro,

Anti-autoritäre Erziehung ist auch Erziehung.

Geht für mich genauso wenig wie autoritäre Erziehung. Ich rede da lieber in Ich-Form als von mir in der 3. Person zu reden.

4jährige können schon sehr viel verstehen.

Meine Tochter hatte in dem Alter schon verstanden, wenn ich ihr vor dem Geschäft erklärt hatte: "Ich werde dir doch nichts (höchstens zwei Dinge) kaufen.  Es ist kein Probem, wenn du verärgert darüber bist".

Interessanterweise, war sie nach dieser Ankündigung weniger frustriert, als wenn sie es erst im Laden selbst erfahren hatte, dass ich ihr (heute) nichts kaufe.

Antwort von Steffile,
6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Mir laeuft es eiskalt den Ruecken hinunter, wenn ich einen Teil dieser Antworten lese:

Kleine Kinder mit Vorbedacht und "zu ihrem Besten" zu schlagen, das wird empfohlen?!  Ich verstehe es noch eher, wenn eine Mutter mal austickt und impulsiv schreit oder haut... aber es geplant zu tun, ist ganz schlimm.

Habt ihr vergessen, dass wir Kinder haben, um sie zu behueten und nicht zu dressieren?!

 

Kommentar von tintini,

DH, DH, DH!!!!!

Kommentar von tintini,

DH, DH, DH!!!!!

Antwort von nic1972,
6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hallo,also ich hatt dieses Problem bis jetzt(zum Glück)noch nicht,aber sobald ich mit meinem (habe 4 Jungs,einer davon ist 5 und stampft und mault auch) zu Hause wäre

würde ich ihn ins Zimmer schicken , spielen verbieten und zum sitzen auf dem Sofa/Stuhl oder was grade im Zimmer ist , und auffordern zum Nachdenken. Bei meinem hat es geholfen,auch wenn man meint,das die Zeitspanne zwischen dem passierten und zu Hause groß ist,aber die kleinen Racker wissen ganz genau was sie getan haben.

Unser kommt dann nach ner 1/4 Std. an und sagt es tut ihm leid. Dann fragen wir ihn noch was ihm leid tut und er erzählt uns was. Wir machen das nun jedesmal. Und sein verhalten wird dadurch besser. Ich lass einen lieber sitzen als zu schlagen.

Wäre mal ein versuch wert.

Viel Glück!!!!!!

Kommentar von kiniro,

Warum kommt er wohl nach einer Viertelstunde an?

Nicht, weil er es kapiert hat - sondern, weil er physisch und psychisch von dir abhängig ist.

Es sollte DIR leid tun, dass du ihn derart respektlos behandelst.

Ändere liebe DEIN Verhalten, anstatt das Verhalten deiner Kinder manipulierst.

Antwort von Schokolinda,
6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

wie würde man bei einem erwachsenen reagieren, der einem vors schienbein tritt? man kann auch auf andere weise, ohne zu schlagen, zeigen, dass eine grenze überschritten wurde, die man nicht überschreiten darf, dass man wütend und emotional verletzt ist. so falsch war das also gar nicht, dass die mutter sagte, dass es ihr weh tut. sie hätte aber ruhig noch sagen können, dass sie sauer ist; ihren ton in richtung "sauer" verändern dürfen; und sie hätte auch eine strafe aussprechen sollen. spielzeug wegnehmen kann doch ein gutes mittel sein (wenns nicht gerade das lieblingskuscheltier ist). vielleicht hat das kind sich darauf gefreut, mit etwas bestimmten zu spielen. na ja, dann gäbe es das eben heute nicht mehr, sondern erst morgen wieder.

andererseits weiss man nicht, wie die beiden sich sonst zueinander verhalten. beachtet die mutter den jungen nur, wenn er quatsch macht? ist sie inkonsequent in ihren ermahnungen oder hebeln andere familienmitglieder (abgesehen vom kind) ihre autorität aus? dann nützt eine strafe nichts.

Kommentar von ordrana,

kinder sind KEINE kleinen erwachsenen und sollten auch nicht so behandelt werden.

 

allerdings ist die von dir erwähnte reaktion durchaus sehr gut. auch wenn es sich nun bissl dämlich anhören mag, das funktioniert auch sehr gut bei hunden. emotionen müssen IMMER zum gesagten passen, dann sind sie glaubhaft und werden ernst genommen. eine larifari aussage kann man gleich stecken lassen, die wirken auch bei kindern nicht. die kleinen wissen sehr wohl, wann man es ernst meint und wann es nur dahin gesagt ist.

Kommentar von Schokolinda,

kinder sind auf jeden fall kleine menschen und als solche verdienen sie ganz genau den gleichen respekt wie erwachsene. schlagen kommt deswegen überhaupt nicht in frage. erwachsene sollten sich im umgang mit kindern daran erinnern, wie sie jeden tag mit erwachsenen umgehen müssen, und es sehr wohl beherrschen, sich ohne schlagen und sonstige gewalt von anderen abzugrenzen.

Kommentar von ordrana,

wer hat denn hier von schlagen gesprochen? kinder sind kleine menschen, damit hast du vollkommen recht, trotzdem sind sie kinder und benötigen ganz andere dinge, als erwachsene.

 

lange diskussionen mit vorschulkindern sind fehl am platz und können meist ohnehin vom kind gar nicht umgesetzt werden.

 

kinder wollen regel und grenzen, sie brauchen sie für ihre entwicklung, für ihr gefühl der geborgenheit und sicherheit. sowas würde kaum ein erwachsener als notwendig für sich erachten, bei kindern ist das etwas anderes.

Kommentar von Schokolinda,

eine ganze menge leute haben von schlagen gesprochen. wer genau kannst du selber nachsehen.

Kommentar von Nessi83,

Also ganz ehrlich, einen Erwachsenen, der mich tritt - den trete ich zurück!! Aber ansonsten finde ich die Antwort gut. Aber es ist eben schwierig, da eine Lösung zu finden, wenn man nur diese eine Szene kennt und sonst nichts über das Familienleben weiß ...

Kommentar von sumsemann,

Zurücktreten ist Selbstjustiz und verboten. Kann in diesem Fall auch nicht als Notwehr eingestuft werden. Deshalb scheidet diese Möglichkeit aus.

Kommentar von sumsemann,

Schokolinda hat den Nagel auf den Kopf getroffen, so in etwa würde ich das auch machen.

Antwort von aleph,
6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

 

Also was viele ignorieren, die die anti-autoritäre Erziehung hochhalten, ist eben die Tatsache, dass man nicht alles mit Worten oder Vernunft regeln kann:

Ein Kind, das keinen Schmerz erlitten hat, aber anderen Schaden oder Schmerzen zufügt, wird durch Worte allein nie verstehen, was es da anrichtet.

Oder ein Kind, das auf die heiße Herdplatte greifen will und Du willst mit Worten begreiflich machen, dass das eben nicht gut ist.

 

Erfahrung macht schlau - und hier ist die Erfahrung, dass etwas eben auch für den eigenen Körper nicht gut ist eine Grundvoraussetzung für einen sensibleren Umgang mit anderen Menschen!

 

Ich sage damit nicht, dass man dem Kind jedesmal links und rechts und oben und unten eine scheuert, bis der Arzt kommt. Und man sollte aufpassen, dass man nicht immer Gewalt (ob körperlich oder psychisch) als Lösungsmethode einsetzt, sondern nur zur Verdeutlichung am eigenen Leib wie im o. g. Beispiel!

Kommentar von Linzerin83,

Du solltest dich zuerst informieren, was anti-autoritäre Erziehung überhaupt ist, bevor du jemanden unterstellst, er würde so erziehen.

Find ich schlimm, wenn jemand Worte verwendet, deren Bedeutung er nicht kennt.

Gewalt darf man NIE als Lösungsmethode einsetzen.

Kommentar von Steffile,

So ein Quatsch. Alle Kinder kennen Schmerz, dazu braucht es keiner Ohrfeigen der Eltern.

Einen sensibleren Umgang mit anderen Menschen wird man besser erlernen, wenn man NIE geschlagen wird. 

Angst ist eine wirksame Erziehungmethode. Sie hat auch ihren Preis.

Antwort von Leonidas74,
6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Wenn es soweit kommt das ein Kind seine Mutter oder seinen Vater schlägt dann hat man vorher was falsch gemacht.Auch wenn das Kind erst 4 ist.Meine Kinder würden sowas nie machen.Man muss den Kinder von vorne rein beibringen was Respekt heißt dann hat man auch später keine Probleme. Auch wenn es komisch klingt aber die Mutter ist selbst schuld. Ist meine Meinung.

Antwort von Alex313,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich habe einige Jahre eine Jugendabteilung im Bereich der Kampfkunst unterrichtet und auch im privaten Bereich mit Kindern zu tun ...

Einer meiner persönlichen Leitsätze für Kinder lautet ...

"Wenn man kämpft, kann man sich verletzen"

Es kam schon häufiger vor, dass Kinder zu mir gekommen sind und auf spielerische Art und Weise ein bisschen kämpfen wollten, insbesondere mit Holzschwertern oder Fantasienwaffen (Stock, Besenstiel, etc.) ...

In solch spielerischen Aktionen kommt es häufig dazu, dass Kinder sehr intensiv zuschlagen, weil sie noch nicht gelernt haben ihre Kraft angemessen einzusetzten und auch nicht wissen wie es sich anfühlt, wenn ein überlegenere Person mal ernst macht ...

Wenn ich merke, dass ein Kind das noch nicht verstanden hat, verwende ich diesen vorgenannten Leitsatz (Wenn man kämpft, kann man sich verletzen ) als Vorwarnung für einen etwas stärker dosierten Treffer innerhalb dieser spielerischen Auseinandersetzung, damit das Kind nachfühlen kann wie das ist, wenn man zu feste schlägt ...

In Deinem speziellen Beispiel mit dem tretenden Kind ist anzunehmen, dass dieses Kind es scheinbar noch nicht gelernt hat wer die stärkere Person (in diesem Fall die Mutter) ist, oder aber die Wut des Kindes die Erinnerung an eine mögliche Gegenwehr der Mutter hat ausblenden lassen ...

Ich habe bewusst nur die beiden naheliegenden Möglichkeiten aufgezeigt, um keine komplette Abhandlung zu liefer, zumal ich weder Mutter, Kind und auch die Lebensumstände der "Rivalen" (kleiner Scherz) nicht kenne ...

Aus meiner Sicht hat die Mutter richtig reagiert und sollte dem Kind zuhause auf spielerische Weise vermitteln, wer im Ernstfall der stärkere ist (Wenn man kämpft, kann man sich verletzen) ...

Kommentar von Alex313,

P.S.

Sei noch erwähnt, dass die Kinder, denen ich es spielerhaft beigebracht habe ihre Kräfte in Auseinandersetzungen zu dosieren, immer wieder kommen um mit mir zu kämpfen und nicht mehr so feste zuschlagen wie vorher und auch immer sehr besorgt um mich sind, wenn ich mich schmerzhaft getroffen zeige, wobei ich mich innerlich darüber amüsiere, wenn die Kinder ein ganz schlechtes Gewissen zu erkennen geben ... ;-) ... 

Antwort von sumsemann,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich würde erstmal ungefiltert meinen Unmut darüber äußern und dann gibt es ja bei uns grundsätzlich die Regel "Es wird nicht gehauen, getreten, gebissen, gekniffen oder gespuckt". Wenn diese Regel verletzt wird, dann erkläre ich gar nichts mehr, weil ich auch denke, dass ein Kind in dem Alter weiß, warum das nicht geht. Es ist eben nicht nur so, dass es weh tut, sondern es ist auch respektlos. Ich erwarte von Kindern nicht nur Respekt gegenüber den Eltern, sondern auch allen anderen Menschen und übrigens auch Tieren gegenüber.

Außerdem würde ich noch hinzufügen:!"Wenn du mich das nächste Mal beim Einkaufen fragst, ob du was haben darfst, sage ich auf jeden Fall NEIN!" Ich habe ein Elefantengedächtnis und mein Mann und ich sprechen uns da ganz gut ab, dass sie sich es nicht vom Papa holt.

Man muss ein dickes Fell haben, um das vor Publikum durchzuziehen, aber ich sage mir dann auch immer: Die Passanten drumherum müssen für die Erziehung meiner Kinder auch nicht gerade stehen - ich dagegen schon.

Später, wenn die Situation vorbei ist, dann setze ich mich gerne nochmal mit  meiner großen Tochter (5) hin, und erkläre ihr, was sie vielleicht stattdessen tun kann. (Die Kleine (1 !/2)ist dafür noch zu jung, da muss ein Nein reichen.)

Ich denke, dass man trotz allem immer noch Verständnis dafür haben darf, dass der Junge frustriert war und nicht wusste, wohin mit seiner Wut. Man bricht sich dabei keinen Zacken aus der Krone, wenn man das Kind dann trotzdem noch in den Arm nimmt und ihm sagt, dass man das Gefühl nachvollziehen kann, auch wenn man sein Verhalten völlig daneben findet. Manche Eltern sagen dann ja gerne mal, dass die Kinder völlig grundlos so austicken. Aber das sehe ich nicht so. Ich bin auch manchmal sauer, wenn ich was Schönes sehe und ich es mir nicht leisten kann. Deshalb sage ich zu meiner Tochter manchmal einfach: Wenn ich Geld hätte wie Heu, dann würde ich dir sogar 2 davon kaufen. :-) Oder ich sage gleich dazu, dass ich sie damit nicht ärgern will, sondern dass es einfach zu teuer ist.

Manchmal glaube ich auch, dass das Problem darin liegt, dass sich die Kinder der Willkür ihrer Eltern ausgeliefert fühlen. Sie verstehen nicht, warum die Eltern ihnen die Grenze dort oder an anderer Stelle setzen. Wenn ein Kind um sich schlägt oder tritt, dann passiert das oft gar nicht aus Berechnung, sondern einfach, weil es überhaupt nicht weiß, wie es sich wehren soll. Es geht also gar nicht um das Spielzeug, sondern darum, dass irgendwas in der Kommunikation zwischen Mutter und Kind schief läuft. Und dann kommt manchmal der Punkt, wo man vielleicht gar nicht so viel erklären, sondern dem Kind erstmal zuhören sollte (wenn es sich denn beruhigt hat).

 

Meine Tochter tritt mich bzw. uns nie, aber wenn sie ausflippt, dann schreit sie:ICH HASSE EUCH! IHR SEID GANZ DOOFE ELTERN!  Das trifft uns genauso, als wenn sie uns treten würde. Die ganz kleine mit ihren 1 1/2 schmeißt dann auf den Boden und heult. Würde es irgendwas bringen, wenn ich ihnen einfach eine knallen würde? Würden sie sich dadurch schneller beruhigen oder beim nächsten Mal weniger ausflippen? Ich glaube kaum...

 

 

Kommentar von sumsemann,

Meine Kleine ist jetzt inzwischen ein Jahr älter und fett in der Trotzphase. Wir haben ein bisschen aus unseren Fehlern beim ersten Kind gelernt und diesmal frühzeitig so gehandelt, wie ich es hier beschrieben habe. Und fruchtet ganz gut. Es gibt einen Spruch, der ist bei mir gold wert:"Ich mach das nicht, um dich zu ärgern!" Bei der Großen (6 Jahre alt) muss ich manchmal dazu sagen, dass sie nicht immer sofort eine Erklärung verlangen kann. Sie verwickelt mich dann in eine Diskussion, die nicht enden will. Ich habe meine Kindern erklärt, dass ich mir schon was dabei denke, aber manchmal gibt es auch Situationen, in denen ich Sachen so entscheide, weil das gerade für mich so am besten ist. :-) Dann sage ich meinen Kindern:"So, ihr dürft mich jetzt dafür hassen, aber ich entscheide das jetzt so!" Dann beschimpfen die Kinder mich und der Frust ist raus.

Antwort von Twixxer,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Bleib hart!!!

Kommentar von sumsemann,

Das kann auch nach hinten losgehen, wenn sich die Fronten derart verhärten.

Antwort von kraehenruf,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Da ist wirklich im Vorfeld schon etwas schiefgelaufen. So fing es bei meiner Nichte auch an. Mit ca. vier Jahren schlug und beschimpfte sie meine Schwester. Mit 15 Jahren trat sie Türen ein, verprügelte meine Schwester usw. usf.. Jetzt, mit fast 22 jahren lebt sie, mit ihrer drei jahre alten Tochter, noch immer bei meiner Schwester und pöbelt sofort los, wenn ihr etwas nicht paßt. Als Kind wurde sie völlig verzogen; durfte und bekam alles. Grenzen und Konsequenz lernte sie nie kennen. Das Amt für soziale Dienste ließ sich von vorne bis hinten von meiner Schwester belügen. Auch jetzt, da meine Nichte eine 3 Jahre alte Tochter hat, schaut das Jugendamt weg. Die Familienhelferin wollte sich immer nur im Cafe`oder bei Mac Donald`s treffen....

Kinder brauchen Liebe, aber eben auch Grenzen und eine konsequente Erziehung.

Antwort von kiniro,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich hätte "Mensch, dass tut MIR weh" gesagt und nicht "das tut der Mama weh".

Find es eh unmöglich, Kindern gegenüber von sich in der 3. Person zu sprechen.

Desweiteren hätte ich den Jungen abgelenkt und das Thema auf sich beruhen lassen. Je mehr der "Nein-doch-nein-doch-nein-doch"-Dialog andauert, umso größer ist die Chance, dass die Mutter (der Vater - nach dem wer die schwächeren Nerven hat) entnervt nachgibt und "hier haste das Teil" sagt bzw. dem Kind eine knallt.

Verbote - egal welcher Art - machen absolut KEINEN Sinn.

Bis die Mutter mit dem Kind zuhause ist, hat es eh wieder vergessen, warum es bestraft wird.

Antwort von Schoeberli,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

man sollte ihn auch treten!

Kommentar von mikael,

Natürlich und schon lass ich mich auf dieses Niveau herunter.

Kommentar von Steffile,

So fangen Kriege an.

Antwort von ordrana,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

hm, das kommt ganz auf das kind an.

 

wie wiet ist seine empathie schon ausgereift,.....

 

bei kindern in diesem alter kann es durchaus sein, daß sie noch nicht von sich auf andere schließen können. zB weiß der sproß eventuell, daß es weh tut, wenn ihm jemand gegen das schienbein tritt, aber er weiß nicht, daß es dem anderen wehtut, wenn er tritt. in einem solchen fall fehlen die vorkenntnisse um solche schlußfolgerungen zu ziehen. hier kann es hilfreich sein, wenn man nach dem motto, aug um aug, zahn um zahn reagiert. allerdings ohne wut im bauch, ohne emotionale überreaktion und ohne dem zwerg wirklich weh zu tun.

 

hat er es mit der absicht getan, demjenigen weh zu tun, also wohl weißlich, daß der tritt, den er der mutter verpaßt hat ihr auch weh tut, sollte man anders vorgehen.

wobei man sagen muß, daß bei kindern, die so etwas mit absicht bei einem erwachsenen tun, wohl etwas schon vorweg "schief" gelaufen ist. möglich, daß er damit bisher erreicht hat, was er wollte, möglich auch, daß ihm einfach grenzen fehlen,.......

 

es gibt definitiv KEIN patentrezept, wie man in einer solchen situation richtig reagieren sollte.

 

am besten ist man immer damit bedient, wenn man von anfang an auf sein bauchgefühl hört und es wohl überlegt einsetzt.

 

lange diskussionen und ähnliches, wie es heute gerne getan wird, sind allerdings auch fehl am platz. kinder sind kinder und keine kleinen erwachsenen, ihnen fehlt zum teil noch die kognitive entwicklung und das wissen um gesprochene worte umsetzen zu können.

 

eine passende reaktion auf etwas sollte immer der entwicklung des jeweiligen kindes angepaßt werden.

Kommentar von sumsemann,

Doch, 4 1/2 sollte das Kind in seinem sozialen Lernen schon soweit fortgeschritten sein, dass es von sich auf andere schließen kann. Sonst müsste man sich wirklich ernsthaft Sorgen machen.

Kommentar von ordrana,

davon sollte man ausgehen, da hast du recht. ich erlebe trotzdem tag täglich das genaue gegenteil.

Antwort von Bonnie777,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Das, was die Mama getan hat, war keineswegs falsch, ganz im Gegenteil, wenn ein Junge im Alter von 4 Jahren auch noch als sehr klein angesehen wird, so versteht er schon alles. Man kann z.B. noch hinzufügen, dass er, wenn er das noch einmal tut, sein Lieblingsspielzeug für eine Weile nicht bekommt oder das Eis ausfällt, vielleicht etwas, was er besonders gerne hat.

Antwort von tintini,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich war mal in einem Kaufhaus, da hat sich ein Kind heulend und zeternd auf den Boden geworfen und mit den Fäusten getrommelt, weil es irgend etwas nicht bekommen hat. Ich war mit meinem damals 2j. Sohn unterwegs. Eine andere Frau sagte zu mir "Kennen wir das nicht alle". Ich hab es mir verkniffen, aber ich hätte ohne zu lügen sagen können, dass ich das nicht kenne. Solch extremes Verhalten ist eine Steigerung. Kinder versuchen halt irgendwann einmal beim Einkaufen irgendetwas zu bekommen, was Sie halt haben wollen. Erst einmal durch fragen. Oder durch einfaches verbales Fordern. Dann muss man überlegen, bin ich bereit, dass jetzt zu kaufen oder nicht und dem Kind die Entscheidung (evtl. mit Begründung) mitteilen. Habe ich einmal nein gesagt, bleibe ich auch dabei. Egal, wie lange die Kinder nörgeln. Lass ich mich manchmal durch nörgeln umstimmen, wird es irgendwann soweit kommen, dass ich mal trotz nörgelns bei meinem Nein bleibe. Dann wird sich das Nörgeln des Kindes natürlich steigern. Irgendwann schreit es dann oder heult bis es seinen willen bekommt. Gebe ich dann wieder nach, wird es beim nächsten mal auch noch weiter gehen. Und jedesmal wenn ich nachgebe, lernt das Kind, dass es einfach nur mehr "Mittel" einsetzen muss, um an sein Ziel zu gelangen. Irgendwann sind wir dann beim Hauen und Treten angelangt. Bleibe ich von Anfang an konsequent bei meinem "Nein", wird das Kind lernen, dass alles nichts nutzt.

Bei meinem zweitgeborenen habe ich irgendwann angefangen, ihm vor dem Einkaufen beim Bäcker ein Brötchen zu kaufen. Ist ja erstmal nichts gegen einzuwenden. Allerdings war das bald zu einem Ritual geworden und das wollte ich eigentlich nicht. Also habe ich gesagt, "nein, heute nicht". Da hat er angefangen zu nörgeln. Ich bin trotzdem bei meinem Nein geblieben. Die nächsten Male habe ich ebenfalls nein gesagt, ein paar Mal hat er es noch mit Nörgeln und jaulen versucht, aber nach ein paar Wochen hat er akzeptiert, dass er manchmal eins bekommt, aber wenn ich "nein" sage, es keinen Zweck hat zu nörgeln und er hat das nein akzeptiert und gut. Er fragte jedesmal nach dem Brötchen, und hat sich gefreut wenn ich ja sage und hat es akzeptiert, wenn ich nein gesagt habe. Ganz ohne Nörgeln.

Die Mutter in der von Dir beschriebenen Situation hat sich vermutlich öfter mal durch nörgeln von ihrem nein abbringen lassen.

Ich kann Dir nur raten, für die Zukunft, bleibe konsequent bei Deinen Entscheidungen. Wenn die Kinder älter sind und argumentieren können und Du einsehen musst, dass sie mit ihren Argumenten recht haben, kannst Du das sicherlich eingestehen. Wenn sie denn ordentlich argumentieren. Aber nörgeln, treten, hauen, etc. ist kein Mittel um seinen Willen durchzusetzen. Deshalb dürfen Sie damit auch nicht durchkommen. Auch wenn man manchmal ganz schön viel Nerven braucht. (z.B. weil die Leute drumherum das "arme Kind" bedauern)

 

Ich denke, wenn Du Dir jetzt schon über so was Gedanken machst, dann wirst Du es schon gut machen. Also viel Erfolg beim Kinder machen und haben. Und viiiiieeeeelll Spaß!

Antwort von Lacus,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Soetwas kann man als Aussenstehender kaum richtig beantworten, da wir nicht die häuslichen Verhältnisse kennen, in denen das Kind heranwächst. Wie gehen die Eltern z. B. miteinander um? Geht es dort vielleicht eher etwas ruppig zu? Unsere Kinder haben uns nie getreten, allerdings haben wir sie auch nie geschlagen und sind auch als Eltern vernünftig und so vorbildlich wie möglich miteinander umgegangen. Unter schlagen verstehen wir allerdings nicht, dass man ein Kind mit 4 Jahren in dem geschilderten  Fall an die Hand nimmt und ihm einen leichten Klaps auf das Hinterteil gibt und dazu die passenden Worte sagt.

Kommentar von sumsemann,

Das ist genauso sinnvoll, als wenn man sein Kind anschreit, damit es aufhört zu schreien. Ist das unter euch vernünftigen Erwachsenen auch normal, dass ihr euch beim Streiten ab und an mal einen Klaps auf den Hinterkopf gebt oder macht ihr das nur bei Kindern?

Kommentar von taigafee,

dh, sumsemann!

Kommentar von tintini,

und auch von mir ein DH an sumsemann

 

Antwort von schlumpi2705,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ja, wenn das in der Öffenlichkeit passiert, dann ist es doppelt schwierig, weil man auch noch Publikum hat. So extrem war mein Sohn bisher glücklicherweise noch nicht. Für´s erste hat man dann wahrscheinlich auch keine Wahl als dem Kind zu sagen, dass dieses Verhalten nicht ok ist und das es damit anderen weh tut. Meinem Sohn mache ich immer noch klar, dass er sich beim Einkaufen gern eine Kleinigkeit aussuchen darf, aber nur wenn er sich ordentlich benimmt. Sind wir zuhause und er ist unartig, dann versuche ist es erst noch im Guten, irgendwann fange ich an zu schimpfen und wenn es ganz schlimm kommt, dann geht er in sein Zimmer. Das findet er immer schrecklich. Da kommt er ziemlich schnell wieder, weint und sagt er will wieder lieb sein. Allerdings ist es noch nicht vorgekommen, dass er getreten hat. Eine Zeitlang hat er schnell gehauen, das haben wir aber so nach einigen Wochen wieder in den Griff bekommen.

Antwort von user1245,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Wieso, was hat der Kleine denn gemacht, was ihm nicht von seinen Eltern beigebracht wurde?

Es liegt doch wohl einzig und allein an fehlender Erziehung, dass diese Szene passiert ist!

Dafür, dass Eltern nicht in der Lage sind ein Kind sozialverträglich zu erziehen, kann doch ein Kind nichts.

Kommentar von guinan,

Irrtum, das versuchen irgendwann die meisten kleinen Kinder. Erst wenn sich das Verhalten verfestigt und mehr als 2-3 Mal auftritt, kannst du davon ausgehen, dass etwas falsch gemacht wurde. Übrigens dürfen Eltern auch nachträglich ihr Verhalten ändern, wenn sie mal was falsch gemacht haben. Alles richtig zu machen ist nämlich gar nicht so einfach, wenn nicht sogar unmöglich.

Kommentar von Steffile,

Jule, du hast (noch) keine Kinder, richtig?... :-)

Kommentar von user1245,

@steffile

Ich habe nicht nur Kinder, ich habe sogar schon Enkelkinder!

Und du kannst mir glauben, weder die einen noch die anderen haben so ein Verhalten an den Tag gelegt...vielleicht liegt es doch an der Erziehung...!

Kommentar von sumsemann,

Vielleicht liegt es auch am selektiven Erinnerungsvermögen...

Kommentar von tintini,

@sumsemann: hab ich auch grade gedacht.

Kommentar von kiniro,

Nein es liegt NICHT an der Erziehung.

Bzw. die Erziehung sorgt in vielen Fällen dafür, dass manche Kinder sich zuhause "brav benehmen" und draußen (wenn Mama außer Sichtweite) frech wie "Rotz" sind.

"Wehe, wenn sie losgelassen".

Dass Erziehung "funktioniert" kann ich auch an Erwachsenen erkennen, denen es schwerfällt sich in ihre Kindheit zurück zu versetzen. Das muss aber sein, damit Eltern ihre Kinder und deren Verhalten verstehen können.

Ich kann etwas verstehen, muss es aber nicht zwingend gutheißen.

Ich verstehe, wenn das Kind seinem Frust körperlich Ausdruck verleiht. Ich finde es aber schlecht, wenn ich als Blitzableiter herhalten soll. Dann soll es einen Ball / Kissen werfen, gegen einen (weichen) Gegenstand boxen usw.

Antwort von siller,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Vorweg, ich bin auch kein Elternteil, aber ich finde, die heutigen Mütter haben ihre Kinder überhaupt nicht unter Kontrolle - sondern sind einfach nur lasch! Wenn das Kind erstmal soweit ist, die Mama treten zu dürfen, ist es eh zu spät. Was sind das für Frauen, die das durchgehen lassen? Das muß gleich mit dem ersten daneben benehmen, unterbunden werden mit einem strengen Ton und nicht mit einem "dadada dududud Babysprache-Getue".

Sind wir doch mal ehrlich, hätten wir uns das früher getraut, dann hätten wir einen Ohrenzieher bekommen, der wäre nicht mehr von dieser Welt gewesen. Ich musste am Tisch noch schnurstracks sitzen, da war nix mit rumschreien oder rumturnen, sonst wäre die Backpfeife nicht mehr weit gewesen.

Die heutigen Kinder sind einfach nur laut, schreien, sich rübelhaft und gewalttätigt und haben nie Respekt vor den Eltern gelernt.

 

Antwort von Nordlichtkathi,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Meine Tochter hat mich in dem Alter mal ganz furchtbar gebissen, da habe ich ihr auch ganz vorsichtig in den Finger gebissen. Sie hat sich wahnsinnig erschreckt und kurz geweint aber sie hat es nie wieder gemacht......Allerdings ist das mit dem treten auch sehr beliebt und meine Tochter hat sogar nicht vor meinem verletzten Bein halt gemacht. Ich habe ein sehr tolles Buch gelesen (Das Geheimniss glücklicher Kinder). Dort wurde die standfeste Liebe erklärt und das haben wir dann ich allen Bereichen probiert und es hat super geklappt. Jetzt ist meine allerdings 13 J. und wir befinden uns nun in der noch viel schwierigen Phase, wo man sie auch nicht mehr unter den Arm klemmen kann, wenn sie mal wieder total durchdrehen in Laden, sondern sie überragt mich schon einen Kopf....

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community