Frage von Shaina 30.08.2011

Was sollte ein sehr sensibler, sich immer zurückziehender Mensch tun,

  • Antwort von katwal 30.08.2011
    13 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich weiß nicht, ob Du mit dem "einen Menschen" Deiner Darlegung "Dich selbst" meinst (könnte sein!).

    Aber unabhängig davon:

    Du fragst, "was ein sehr sensibler, sich immer zurückziehender Mensch tun soll..."

    Meine banale Antwort lautet: Sich NICHT immer zurück halten!"

    Es fehlt m. E. die Balance, wann man sich besser zurückziehen (oder zurückhalten!) oder "Farbe bekennen" sollte.

    Aber so einfach möchte es mir nicht machen:

    Mir kommt es so vor, "als zieht der von Dir beschriebene Mensch sich grundsätzlich immer zurück, und das ist FALSCH!

    Manchmal ist es besser "zu schweigen", und manchmal sollte man unbedingt "verbal eingreifen", weil Letztgenanntes wichtig und erforderlich ist.

    Wer immer "den Kopf einzieht", wird bald "auf der Strecke bleiben!"

    Man kann aber "an sich selbst arbeiten" und herausfinden, WO man sich WANN und WIE verhält.

    Mein Tipp: Viel unter Menschen gehen, viel beobachten und positive Beispiele als "Vorbild" aufgreifen.

    Ich hoffe, Dir mit meinen Ausführungen weiter geholfen zu haben.

  • Antwort von taigafee 30.08.2011
    8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    wir sind fast alle mehr oder weniger traumatisiert aus unserer kindheit. man kann im prinzip schon an der unterschwelligen ablehung eines elternteiles zerbrechen.

    da ich die erfahrung gemacht habe, dass psychologen sehr wohl helfen können, wenn man selbst den wunsch dazu hat, auch wenn sie nur noch an einen psychiater weiterverweisen können, werde ich dir leider nichts sagen können was du zu hören wünschst.

  • Antwort von cuckoo 30.08.2011
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Indem du die Zusammenarbeit mit einem Therapeuten so kategorisch ablehnst, leistest du eben diesen Eigenschaften, die du bekämpfen möchtest, Vorschub. Wieder gehst du dem vermeintlichen Konflikt und eventueller Verletzung aus dem Weg. Du möchtest dir nichts sagen lassen (davor hast du Angst, du bist ja sensibel), da soll niemand an deiner Käseglocke kratzen, die du dir übergestülpt hast.

    Es wäre sicher der erfolgversprechendste Weg, wenn du tatsächlich etwas ändern willst und nicht nur zur Selbsttäuschung in Aktionismus verfallen möchtest.

    Ansonsten kann dir natürlich auch ein Freund/eine Freundin dabei helfen, andere Verhaltensmuster zu trainieren, indem ihr beispielsweise Konfliktsituationen simuliert. Du kannst dir eine sportliche Aktivität in einem Verein suchen, die dich zwingt, dich mit Menschen auseinanderzusetzen. Du kannst auch Volkshochschulkurse besuchen, die sich mit Kommunikation beschäftigen.

    Egal was, du musst etwas TUN. Aktiv, aus eigenem Antrieb. Einfach anfliegen wird dich ein neues Selbstbewusstsein nicht, und anlesen kannst du es dir auch nicht. Es will trainiert werden.

  • Antwort von zauberinvonos 30.08.2011
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Das "Zauberwort" ist Reife. Viele Menschen "entschuldigen" sich für ihre eigenen Schwächen mit den Mängeln und Schäden aus ihrer Kindheit, aber das ist eben nur ein Ausweichen und sich Rausreden, aber kein sich den Problemen stellen.

    Also meine Kindheit war auch traumatisierend, verletzend, klein machend usw. Als Kind hab ich mir das gefallen lassen, aber dann habe ich angefangen an mir zu arbeiten, hab mir Hilfe gesucht (Psychologen und Therapeuten sind dazu da, wenn man keine entsprechenden Freunde oder ein soziales Netzwerk hat, das einem hilft und einen aufbaut) und heute bin ich eine selbstbewusste und lebensfrohe Person. Nachdem du eine Therapie so "gekonnt" ablehnst, nehme ich mal an, du willst lediglich jammern, aber nicht wirklich was ändern. Das Leben im Selbstmitleidssumpf macht dir wahrscheinlich sogar unbewusst "Spaß", nur leugnest du das (das ist auch ganz normal so).

    Ich bin auch sehr lange in diesem Selbstmitleidssumpf festgesteckt und habe die Verantwortung und Schuld für meine Misere bei anderen gesucht. Aber wenn du erst mal DEINE Verantwortung erkannt hast und wirklich etwas ändern WILLST, dann kannst du das auch. Allerdings nur in kleinen Schritten und sehr wahrscheinlich nicht ganz ohne fremde Hilfe, außer du bist ein ganz Besonderer.

  • Antwort von Aphaiton 30.08.2011
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Man hört nie auf zu lernen. Mit höherem Alter sollte man erkennen, dass Konflikte in unserem Leben völlig natürlich sind. Daran wächst der Mensch und das ist genau das, was wir Erfahrung nennen. Alles kommt durch Üben und Lernen irgendwann auf uns zu.

    Kurz: Man sollte sich damit abfinden und zu der Erkenntnis kommen, dass das Leben nicht nur aus Zuckerwatte bestehen kann.

  • Antwort von taigafee 30.08.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    kannst du den ersten satz noch vervollständigen?

  • Antwort von DonCoglione 30.08.2011

    Eine verdammt schwere Frage ...

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