Was sollte ein sehr sensibler, sich immer zurückziehender Mensch tun,
wenn in seiner Kindheit einiges schiefgelaufen ist und er nie?
Ich meine einen Menschen, der nun allem ausweicht, was ihn verletzen könnte, und als junger Erwachsener oft als unreif abgestempelt wird, weil er jedem Konflikt aus dem Weg geht und, sollte er doch in einen Konflikt geraten, schnell überreagiert, weil er es einfach nicht gewohnt ist, seinen Standpunkt verteidigen zu müssen.
Wär toll, wenn mir jemand hilfreiche Antworten geben könnte. Kommentare wie "eine Therapie machen" werden auch hier gekonnt überlesen, und belehren lassen, wie hilfreich eine Therapie doch sei, weil ich ja keine Ahnung habe, dass Psychologen die Weisheit mit Löffeln gefressen haben, muss ich mich auch nicht ;-)
Nur ein Kommentar am Rande. Danke an alle, die sich ernsthaft Mühe machen, etwas Gescheites zu schreibseln! ;-)
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Ich weiß nicht, ob Du mit dem "einen Menschen" Deiner Darlegung "Dich selbst" meinst (könnte sein!).
Aber unabhängig davon:
Du fragst, "was ein sehr sensibler, sich immer zurückziehender Mensch tun soll..."
Meine banale Antwort lautet: Sich NICHT immer zurück halten!"
Es fehlt m. E. die Balance, wann man sich besser zurückziehen (oder zurückhalten!) oder "Farbe bekennen" sollte.
Aber so einfach möchte es mir nicht machen:
Mir kommt es so vor, "als zieht der von Dir beschriebene Mensch sich grundsätzlich immer zurück, und das ist FALSCH!
Manchmal ist es besser "zu schweigen", und manchmal sollte man unbedingt "verbal eingreifen", weil Letztgenanntes wichtig und erforderlich ist.
Wer immer "den Kopf einzieht", wird bald "auf der Strecke bleiben!"
Man kann aber "an sich selbst arbeiten" und herausfinden, WO man sich WANN und WIE verhält.
Mein Tipp: Viel unter Menschen gehen, viel beobachten und positive Beispiele als "Vorbild" aufgreifen.
Ich hoffe, Dir mit meinen Ausführungen weiter geholfen zu haben.
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wir sind fast alle mehr oder weniger traumatisiert aus unserer kindheit. man kann im prinzip schon an der unterschwelligen ablehung eines elternteiles zerbrechen.
da ich die erfahrung gemacht habe, dass psychologen sehr wohl helfen können, wenn man selbst den wunsch dazu hat, auch wenn sie nur noch an einen psychiater weiterverweisen können, werde ich dir leider nichts sagen können was du zu hören wünschst.
Kommentar von ShainaShaina 30.08.2011schade, dass ich hier keine guten antworten bekommen habe. mal weitersehn. ;)
Kommentar von cuckoocuckoo 30.08.2011Was ist eine gute Antwort, Shaina? Nur eine, die dich in deiner eigenen Ansicht bestätigt und dir nach dem Mund redet?
Wenn du keinen ernstgemeinten Rat - nach bestem Wissen und Gewissen abgegeben - hören bzw. lesen möchtest, solltest du nicht danach fragen ;) Dann ist es vergebene Liebesmüh', die sich die Leute hier machen.
Kommentar von AphaitonAphaiton 30.08.2011Beiden- taigafee und cuckoo- kann ich in ihren Ansichten voll und ganz zustimmen.
Kommentar von Lexa1Lexa1 30.08.2011stimmt,schade das man für Kommentare nicht auch einen DH vergeben kann.
Kommentar von ShainaShaina 03.09.2011es ist ja wohl klar, dass nicht alle menschen traumatisiert sind! wollt ihr mir etwa erzählen, ein mensch, der im krieg großgeworden oder als kind misshandelt und gemobbt worden ist und dadurch im selbsthass erstickt, leidet genauso viel wie jemand, der seit jeher locker durchs leben geht? weltoffenheit und toleranz in allen ehren, aber das ist zu viel des guten!
auch psychologen haben nicht alle weisheit der welt für sich gepachtet, auch wenn sie sich gerne so aufführen. eine therapie macht einen menschen passend, damit er sich in dieser genusssüchtigen, mediengeleiteten, ignoranten gesellschaft zurechtfinden kann. aber ich sehe die welt anders als diese menschen und bleibe mir selbst treu, und wenn ich dafür opfer bringen muss! meine güte.
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Indem du die Zusammenarbeit mit einem Therapeuten so kategorisch ablehnst, leistest du eben diesen Eigenschaften, die du bekämpfen möchtest, Vorschub. Wieder gehst du dem vermeintlichen Konflikt und eventueller Verletzung aus dem Weg. Du möchtest dir nichts sagen lassen (davor hast du Angst, du bist ja sensibel), da soll niemand an deiner Käseglocke kratzen, die du dir übergestülpt hast.
Es wäre sicher der erfolgversprechendste Weg, wenn du tatsächlich etwas ändern willst und nicht nur zur Selbsttäuschung in Aktionismus verfallen möchtest.
Ansonsten kann dir natürlich auch ein Freund/eine Freundin dabei helfen, andere Verhaltensmuster zu trainieren, indem ihr beispielsweise Konfliktsituationen simuliert. Du kannst dir eine sportliche Aktivität in einem Verein suchen, die dich zwingt, dich mit Menschen auseinanderzusetzen. Du kannst auch Volkshochschulkurse besuchen, die sich mit Kommunikation beschäftigen.
Egal was, du musst etwas TUN. Aktiv, aus eigenem Antrieb. Einfach anfliegen wird dich ein neues Selbstbewusstsein nicht, und anlesen kannst du es dir auch nicht. Es will trainiert werden.
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Das "Zauberwort" ist Reife. Viele Menschen "entschuldigen" sich für ihre eigenen Schwächen mit den Mängeln und Schäden aus ihrer Kindheit, aber das ist eben nur ein Ausweichen und sich Rausreden, aber kein sich den Problemen stellen.
Also meine Kindheit war auch traumatisierend, verletzend, klein machend usw. Als Kind hab ich mir das gefallen lassen, aber dann habe ich angefangen an mir zu arbeiten, hab mir Hilfe gesucht (Psychologen und Therapeuten sind dazu da, wenn man keine entsprechenden Freunde oder ein soziales Netzwerk hat, das einem hilft und einen aufbaut) und heute bin ich eine selbstbewusste und lebensfrohe Person. Nachdem du eine Therapie so "gekonnt" ablehnst, nehme ich mal an, du willst lediglich jammern, aber nicht wirklich was ändern. Das Leben im Selbstmitleidssumpf macht dir wahrscheinlich sogar unbewusst "Spaß", nur leugnest du das (das ist auch ganz normal so).
Ich bin auch sehr lange in diesem Selbstmitleidssumpf festgesteckt und habe die Verantwortung und Schuld für meine Misere bei anderen gesucht. Aber wenn du erst mal DEINE Verantwortung erkannt hast und wirklich etwas ändern WILLST, dann kannst du das auch. Allerdings nur in kleinen Schritten und sehr wahrscheinlich nicht ganz ohne fremde Hilfe, außer du bist ein ganz Besonderer.
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Man hört nie auf zu lernen. Mit höherem Alter sollte man erkennen, dass Konflikte in unserem Leben völlig natürlich sind. Daran wächst der Mensch und das ist genau das, was wir Erfahrung nennen. Alles kommt durch Üben und Lernen irgendwann auf uns zu.
Kurz: Man sollte sich damit abfinden und zu der Erkenntnis kommen, dass das Leben nicht nur aus Zuckerwatte bestehen kann.
Kommentar von ShainaShaina 30.08.2011na ja, das leben besagter problem ist auch alles andere als aus zuckerwatte, sondern von vielen problemen durchzogen.aber gerade deswegen versucht diese person, vor weiterem stress, der ihr ihren lebensmut nehmen könnte, zu fliehen.
Kommentar von AphaitonAphaiton 30.08.2011Besagte Person hätte zwei Möglichkeiten: Entweder weiterhin weglaufen und doch sich nie weiter zu entwickeln, oder den Mut aufbringen sich seinen Problemen zu stellen und eventuell eine Lösung zu finden. Ich favorisiere- wie Du sicherlich gesehen hast- die zweite Möglichkeit. Keiner sagt, dass es immer schön ist. Es ist nur notwendig.
Kommentar von taigafeetaigafee 30.08.2011dem ist, finde ich, nichts zuzufügen. DH!
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kannst du den ersten satz noch vervollständigen?
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Antwort von DonCoglione 30.08.2011
Eine verdammt schwere Frage ...
Kommentar von ShainaShaina 30.08.2011das kann man sich ja wohl zusammenreimen ;) "nie gelernt hat, mit konflikten umzugehen".
Kommentar von DonCoglione 30.08.2011Vielleicht auch ins berühmte kalte Wasser stoßen ... mit Anlauf und Schwung ... ?
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@katwal, sehr guter Beitrag, habe auch den Eindruck, dass die Fragestellerin von sich selbst schreibt. Ebenso will sie sich nicht helfen lassen. Ich frage mich ernsthaft warum sie hier dann um einen Rat bittet.
DH
@Christa251248 und Lexa1: Vielen Dank!
Christa251248, Du hast sicherlich recht, dass die Fragestellerin "von sich selbst" schreibt, denn sie zieht sich selbst bei der Fragestellung "wieder zurück" und schreibt nicht konkret, um welche Person es sich handelt. Möglicherweise "versteckt" sie sich wieder "hinter einer anderen Person".
jaja, was man alles aus ein paar zeilen herauslesen kann, ohne den fragesteller zu kennen.... natürlich spreche ich von mir, das merkt man doch auch daran, dass ich hier nicht binnen weniger minuten die antworten kommentiert habe und mich stattdessen lieber zurückgezogen habe, oder? ;)
ich beziehe mich ansatzweise auf mich, aber auch und vor allem auf einen freund von mir, dem es ähnlicht geht, wahrscheinlich noch deutlich schlimmer als mir. denn ich hab wenigstens keine sozialphobie. ich hab nur keine lust auf diskussionen mit mir wildfremden leuten, in denen ich mich rechtfertigen muss, weshalb ich keine therapie machen werde. ich möchte lediglich antworten erhalten!