Frage von zuckerbluemchen, 41

Was sollte ein Fohlen bis zum Beritt können?

Hallo,

ich möchte mir gerne ein Haflingerfohlen zulegen. Ich habe bis jetzt sehr verschiedene Meinungen gehört. Die einen stellen das Fohlen, sobald es abgesetzt ist auf eine Weide und holen es 3 Jährig wieder runter, die anderen stellen es in eine Box (mit Weidegang tagsüber) und fangen schon an ihm Sachen beizubringen (Fohlen ABC etc.)

Meine Frage ist, was sollte ein Fohlen bis zum Beritt können? Das Fohlen ABC ist selbstverständlich (Putzen, Hufe geben, Führen, Halfter (auf und ab) etc.). Kann man einem Jährling auch schon Sachen wie "Mähnenspray, Fliegenspray" also "Sprühsachen" zeigen? Darf man auch schon Spazieren gehen oder wäre das zuviel? Beispielsweise eine kleine Runde ins Gelände gehen? Wann kann oder sollte man mit solchen Sachen anfangen?

Außerdem würde mich auch noch das Futter interessieren. Manche füttern nur Heu (und Weide), manche füttern schon Müsli und Mineralfutter. Klar, ein Mineralfutter ist immer gut (Knochenaufbau etc.). Was meint Ihr?

Ich freue mich auf eure Antworten :)

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Pferde, 24

Wie ein Grashalm aussieht, wie eine Weide aussieht, wie ein Berg und ein Baum aussieht, wie andere Pferde ticken, wie man mit anderen Fohlen spielt, wie man spielend mit dem Wetter fertig wird und das es auch noch Menschen gibt.

Diese Menschen wollen ab und zu meinen Huf aufheben, warum auch immer, die wollen mich putzen, und ab und an wo anders hinbringen.

Dazu sollte das Fohlen genau diese Sachen bisschen lernen. Auch das man in diesen Menschen nicht mal rein beisst oder ihn gar haut.

Ein Stutfohlen gehört "IMMMMMER" zu anden Fohlen und einer Gruppe erwachsener Pferde und es gehört "IMMMMMER" auf einen 24 Stunden Auslauf - alles andere ist nicht artgerecht und verhilft dem jungen Tier nicht zu Gesundheit, Stärke und Robustheit.

Ein Hengstfohlen gehört "IMMMMER" zu andern Hengstfohlen auf eine 24 Stunden Hengstweide - wenn möglich noch ein zwei ältere Hengste oder Wallache mit drauf - alles ander ist nicht artgerecht und verhilft dem jungen Hengst nicht zu Gesundheit, Stäre und Robustheit.

Ein Fohlen das in einer Fohlen- Normalherde auf einer 24 Stunden Weide untergebracht ist, brauch im Herbst/ Winter und im frühen Frühjahr ein Mineralfutter - aber nicht wegen dem Knochenaufbau (der passiert von alleine) sondern weil bei uns in der Regel nicht ganz so viele Vitamine und Mineralstoffe mehr im Heu vorhanden sind und man die wieder ins Pferd bekommen sollte.

Das 6 Monate alte Fohlen sollte das Fohlen ABC beherschen, das 2 jährige Pferd ebenso, bis 3 sollte man sie eigendlich Kind sein lassen - die Arbeit kommt noch früh genug.

Ab 3 jährig kann man anfangen all die Sachen die dir vorschweben. Intensivere Gewöhnung an den Menschen, Fohlen ABC zur perfektion, Führübungen, Spaziergänge, ungewöhnliche Sachen (Sprüher und so kommt auch früher schon mal vor besonders wenn der TA mal kommen musste) wie Sprühflaschen, Plastikplanen - allgemeine Schrecksachen - Hängerarbeit - Verladetraining (das evtl. auch früher je nach dem wo das Fohli hin soll). Dann Longentraining, Stangentraining, später Gebiss und Sattelgewöhnung -.-. und jetzt kanns zum Beritt gehen.

Dein Jungpferd ist dann vermutlich fast 4 und mental Stark und körperlich willlig in die Arbeit zu gehen.

Jede "Arbeit" davor nimmt meist etwas am Elan weg. Es wird schlicht und einfach langweilig.

Antwort
von BarbaraAndree, 34

Ich finde diesen Link ganz hilfreich:

http://www.toeltknoten.de/pdf/Absatzfohlen-Bender-11.10.pdf

Kommentar von zuckerbluemchen ,

Danke, der ist wirklich super :)

Kommentar von friesennarr ,

Ne - nicht wirklich super - siehe meinen Kommentar.

Kommentar von friesennarr ,

Ich kann dem Link nicht viel wahres entnehmen, sehe aber viele Fehler in der Aufzucht und Fütterung der hier beschriebenen Methode.

Besonders die Isis sollten niemals Gärheu bekommen.

Für mich gelten die ersten 3 Jahre und besonders bei meiner Rasse den Friesen und den sowieso spätreifen Isländern die ersten 4 Jahre zur wichtigsten Enwicklungszeit.

Im ersten Jahr schon in den Stall stellen finde ich äußerst kritisch.

Kommentar von BarbaraAndree ,

Warum schreibst du dem Verfasser nicht einen Kommentar und weist ihn auf die Mängel in seinem Artikel hin - dann haben wir alle etwas davon, oder?

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