Frage von Leon1997sali, 740

Was sollen wir beide bloß tun?

Salut, ich bin 18 Jahre alt und lebe mit meiner Freundin (17) in einer kleinen Wohnung und bekommen bald eine süße Tochter. Die Schwester von meiner Freundin ist schwerstbehindert und brauch ihre Schwester am meisten, jetzt hab ich von meinem Onkel in Bayern ein gutes Jobangebot bekommen und ich könnte in umziehen und sofort anfangen. Ich würde ein sehr hohes Gehalt bekommen und die Wohnung wäre Groß genug für meine Familie. Aber meine Freundin kann ihre schwester nicht alleine lassen, was sollen wir nur tun ?

Antwort
von Pluspunkt, 107

*Aber meine Freundin kann ihre Schwester nicht alleine lassen.*

Doch, sie kann! Deine Freundin muss sich für ihre schwerstbehinderte Schwester nicht aufopfern. Wenn euer Kind erst mal geboren ist, hat sie sowieso mit dem Baby alle Hände voll zu tun und kann sich eh nicht mehr so um die Schwester kümmern. 

Lasst euch deshalb kein schlechtes Gewissen einreden! Ausserdem sind deine Bedenken: http://www.gutefrage.net/frage/kind-auch-authistisch nicht ganz von der Hand zu weisen. Und was dann?

So viel ich gelesen habe, hat deine Freundin doch auch noch Eltern: http://www.gutefrage.net/frage/eltern-wollen-das-meine-freundin-und-ich-unser-ki... kümmern die sich gar nicht um ihre schwerstbehinderte Tochter?

Da ihr beide ja anscheinend nicht das beste Verhältnis zu den Eltern deiner Freundin habt: http://www.gutefrage.net/frage/namen-gefallen-den-elternbald-grosseltern-nicht > sie sich wahrscheinlich nicht für die schwerstbehinderte Tochter großartig kümmern, nimm bitte keine Rücksicht darauf, sondern geh auf das großzügige Angebot deines Onkels aus Bayern ein und zieh fort. Natürlich  o h n e  die schwerstbehinderte Schwester. 

Für die Schwester sind an erster Stelle die Eltern verantwortlich und ausserdem gibt es ausgebildete Fachkräfte, die dafür auch noch bezahlt werden. Ich weiß nicht, inwiefern die Schwester Hilfe braucht, aber wenn sie wirklich schwerstbehindert ist, wäre sie bei ihren Eltern oder in einer entsprechenden Einrichtung besser aufgehoben.

Alles Gute für euch und euer Baby. 

Antwort
von Sonja66, 374

Man kann es im Leben nicht jedem recht machen. Ja, ich weiß, das mag hart klingen, aber ich fände es für euch richtig, dass ihr nun an euch denkt, um euren eigenen Weg zu gehen und das Baby wird euch viel Neues und Änderungen bringen. Um diese zu meistern, braucht ihr all eure Kraft und könnt nun mal nicht auch noch für andere da sein.
Man kann nicht allem zugleich gerecht werden, wie ich meine.

Das Angebot kam sicherlich auch als Hilfe für euch, den Absprung zu schaffen.
Ich sehe das nicht als schändlich oder unerlaubt, will man eigene Wege gehen, sich von zu Hause abnabeln .......
Ich finde das normal und richtig und ab und wenn muss man halt auch mal auf sich selbst achten und schauen.

Weiter glaube ich, dass die große Verantwortung, die deine Freundin für ihre Schwester übernimmt, zu groß ist und sie sich jetzt erlauben sollte, sich um sich selbst und um das Baby dann zu kümmern.
Es kann auch sein, dass wenn man keine Abstriche machen kann/will, dass man sich total überfordert und alles zerbricht daran. Dann hätte auch keiner mehr was und das Neugeborene/Kind dann den größten Schaden.

Ich denke, dass die Schwester deiner Freundin auch so gut betreut und versorgt ist und wird.


Antwort
von TrudiMeier, 161

Deine Freundin ist noch sehr jung und die Pflege eines schwerstbehinderten Menschen ist nicht gerade Peanuts. Warum ist deine Freundin da so eingebunden? Sind denn nicht noch weitere Familienangehörige  da? Oder ist die behinderte Schwester auf deine Freundin fixiert?
Zudem ist deine Freundin schwanger und wenn das Baby erstmal auf der Welt ist, wird sie ziemlich eingebunden sein. Ein Säugling und eine behinderte Schwester sind m. E. zuviel für deine Freundin. Ist die Betreuung und Pflege der Schwester denn gewährleistet, wenn ihr umzieht? Wenn das der Fall ist, dann solltet ihr den Umzug wagen.  Die Betreuung eines schwerstbehinderten Menschen erfordert viel Zeit und Kraft, aber man darf sich selbst dabei nicht vergessen.

Antwort
von PtSylvia, 230

Es ist ne schwierige Situation , ich würde vielleicht mit deiner Freundin mit reden und findet eine Gemeinsame Lösung. Überstürzt nix gut das Angebot bon deinen Onkel ist nicht schlecht , es ist ja noch die Tatsache in welchen Monat deine Freundin ist ob ein Umzug für sie jetzt nicht zu Stressig ist ,der Umzug für deine " schwagerin" ist dann auch nicht so leicht , doch wenn ich an eurer Stelle wäre auch wenn es schwer ist mit einen mehrfachschwerst behinderten Menschen täglich zu wohnen und noch ein Kind , wächst man in seinen Aufgaben und wenn sich viele auch um deine "schwagerin"kümmern. Und das Kind nicht zu kurz kommt ist das gemeinsame wohnen keine dumme Idee . Doch im Endeffekt musst ihr eine Lösung finden . ( ich habe auch dir Erfahrung gemacht wenn Menschen mit Mehrfachschwerst Behinderung bru den liebsten ist geht es ihnen auch besser spreche aus Erfahrung beruflich sowie privat )

Antwort
von BabyBaylee, 259

Ihr bekommt bald ein Baby - das müsst ihr natürlich berücksichtigen.
Ein Neugeborenes und eine schwerstbehinderte Person ist für eine 17/18 Jährige ein harter Tobac ..
Ihr solltet drüber nachdenken die Schwester mitzunehmen und eine mobile Pflege für sie zu organisieren, wenn nötig.
Sonst kannst du das deiner Freundin unmöglich "anhängen".

Antwort
von JZG22061954, 121

Unter Beachtung aller von dir erwähnten Umstände wäre ein Umzug mit der schwerstbehinderten Schwester eine sinnvolle Alternative zumal in der heutigen Zeit finanzielle Aspekte auch nicht auf die leichte Schulter zu nehmen sind. Allerdings solltet ihr für die Zukunft auch nicht die Möglichkeit aus dem Auge verlieren, die schwerstbehinderte Schwester in stationäre oder wenigstens ambulante Pflege abzugeben. Immerhin solltet ihr nicht vergessen das Nachwuchs ins Haus steht und dazu noch die schwerstbehinderte Schwester zu versorgen, das könnte und würde auf längere Sicht auch früher oder später zu ernsthaften Spannungen zwischen dir und deiner Freundin führen.

Antwort
von KittyCat2909, 177

So wie ich das sehe, habt ihr bald eine eigene kleine Familie.

Niemand hier hat etwas dazu gesagt, dass die Schwerstbehinderte Schwägerin ebenfalls eine Belastung für dich darstellt- immerhin müsstest du auch auf einiges an Zeit von deiner Freundin an diese verlieren und natürlich Rücksicht nehmen.

Wenn erst euer Kind da ist, sollte es auch die grösste Aufmerksamkeit bekommen. Ausserdem stellt so ein kleines Leben ebenfalls eine Belastung  dar.

So hart es vielleicht klingt- aber die Schwester und auch du sollten nicht die Hauptverantwortlichen und evt auch die 'Leidtragenden' deiner 'Schwägerin' sein. Es wäre eine sehr grosse Bürde, die ihr so jung zu tragen hättet.

Sicher sind da doch noch  einige andere, die sich gut um sie kümmern können? Sie könnte euch doch sicher regelmässig besuchen kommen.

Besprich das in Ruhe mit deiner Freundin und denkt in erster Linie an euch zwei und an eurer baldiges junges Glück- also für Drei! DAS sollte jetzt im Vordergrund stehen- immerhin habt ihr selbst bald Verantwortung für euer Kind und seid selbst noch sehr jung und alles vor euch.

Baut euch euer Leben und eure Familie auf, so wie ihr beide es unter und miteinander vereinbaren könnt.

Viel Glück! :-))

Antwort
von Dankyy, 217

Die Schwester mitnehmen. Wenn es so viel Platz gibt beim neuen Wohnort sollte das doch kein Problem sein?

Antwort
von sigsak, 146

Also ich würde an deine Stelle das Thema erst mit deiner Freundin besprechen, dann mit der restlichen Familie. Denn es wird bestimmt nicht einfach wenn ihr euer Kind habt, das ist schon eine große Umstellung (will euch aber keine Angst machen, das haben schon viele vor euch auch gemeistert,ihr schafft das auch).

Ich denke, ihr solltet auch Zeit für eure neue kleine Familie haben.

Wir haben selbst 2 Kinder und ich arbeite in der Pflege, hab also in beiden Richtungen Erfahrung. Deine Freundin kann nicht dauernd für das Kind und ihre Schwester da sein, denn ihr seid noch jung und wollt auch was vom Leben.

Ihr solltet vielleicht einen Kompromis machen, dass die Schwester zeitweis zu euch kommen kann, gehe davon aus, dass manchmal eine Trennung, auch wenn sie schwer fällt etwas positives hat.

Nutzt die Chance und macht gemeinsam das Beste daraus!


Antwort
von howelljenkins, 70

ich gehe mal davon aus, dass die schwester deiner freundin nicht auf sich allein gestellt waere, wenn ihr umzoeget. d.h. da sind doch vermutlich noch eltern und ggf. andere geschwister, richtig?

ihr beide bekommt ein baby. das ist viel arbeit, stress, belastung (abgesehen von allem positiven). da muss deine freundin sich ganz besonders in den ersten monaten nach der geburt auseinandersetzen. 

haettest du hier geschrieben "meine freundin und ich wuenschen uns ein kind ..." saehe die situation noch ein bisschen anders aus, zumal ihr ja fuer ein kind auch noch sehr jung seid. nur ist die situation in der hinsicht ja bereits entschieden und da solltet ihr meiner ansicht nach dann auch den zweiten schritt machen.

und das heisst, emanzipation von euren individuellen familien, um eine eigene zu haben. das sollte im vordergrund stehen.

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