Frage von Huhusen123, 141

Was soll man machen gegen Depressionen?

Hallo habe ein junges alter von 23 Jahren und mir geht es wirklich seit längerer zeit einfach nur schlecht! Ich weis nicht was mit mir los ist aber ich sehe mich einfach als Pechvogel, Ich habe Angst vor der Zukunft Angst davor nie was erreichen zu werden, arm zu bleiben. Ich kriege ab und zu Panik-Attacken, Atemnot ich kann kaum was essen habe schon mehrere Kilos verloren, keine Motivation auf nichts mehr, werde aggressiv von meinen eigenen Gedanken wenn ich über alles nachdenke, sogar manchmal fast angefangen zu heulen, Arbeiten auch nur um irgendwelche Schulden zu bezahlen ob es Anwaltskosten sind, Bußgelder, private schulden . Muss auch noch eine MPU machen wegen Straftaten von meiner Vergangenheit wo ich 16 war! Sollte dass Gutachten negativ ausfallen droht mir der Entzug und ebenso mein Arbeitsplatz. Ich weiß einfach nicht was ich machen soll was wäre die beste Hilfe? Sollte ich mich krankschreiben und erholen? Über alles nachdenken?

Antwort
von EinNarr, 44

Verhasstes Sprichwort: "Ordnung ist das halbe Leben."

Natürlich nicht unbedingt wirklich das halbe Leben aber zumindest ein Großteil und aus deinem Text liest sich heraus - eine richtige Ordnung fehlt aktuell.

Das ist aber so erst einmal nicht schlimm, denn diese lässt sich schaffen und dann kann man sich auch wesentlich besser an die Lösungsansätze heranmachen. In einem Wust aus Problemen und Sorgen verliert man schnell den Überblick, man ertrinkt förmlich darin und weiß nicht recht wo eigentlich noch oben oder unten ist - so kenne ich es zumindest.

Mir hat es immer geholfen mich ein wenig zu sammeln und mal zu sortieren. Nur mal als Beispiel was ich meine, damit es vielleicht etwas besser nachzuvollziehen ist.

Da wären als ein großes Thema die Schulden. Diese teilen sich auf in Anwaltskosten, Bußgelder und Private Schulden. Soweit so gut. Nun wäre es gut einen Überblick zu gewinnen. Um welche Summe geht es insgesamt, wer sind die Schuldner und wie viel kannst du zahlen, um die Schulden abzuarbeiten. Gerade bei Schulden herrscht bei vielen ein großes Chaos und der Überblick fehlt. In diesem Fall, wenn du partout keinen Überblick mehr bekommst, wäre eine Schuldnerberatung ein guter Ansatz. Da bekommst du professionelle Hilfe an die Hand, die mit dir alles durchgeht und einen Plan erstellt. Dann bist du zwar nicht schlagartig schuldenfrei aber zumindest gibt es dann einen Plan und du weißt, was, wann, warum, an wen geht und das es dann auch in einer absehbaren Zeit geschafft ist.

https://www.caritas.de/hilfeundberatung/onlineberatung/schuldnerberatung/schuldn...

Hier findest du nur eine von vielen Institutionen die sowas anbieten - rechts auf der Seite findest du auch die Möglichkeit eine Stelle bei dir vor Ort ausfindig zu machen.

Kurz und knapp - Schulden sortieren und schauen wie weit du damit kommst. Wenn du merken solltest, dass es nicht so recht klappen will, dann schaue dich nach einer Beratung um und dann bekommst du das auch sicher in den Griff.

Nächster Punkt ist die MPU. Hier hast du denke ich keine große Einflussnahme drauf. Allerdings kannst du vielleicht dir einen Eindruck davon machen, wie es um deine Chancen steht. Vorerst, so schwer es auch sein mag, mache dir nicht zu viel Druck. 

Es steht noch nichts und damit ist auch noch nichts gefallen.

An dieser Stelle kannst du erst einmal nicht mehr machen als das Ergebnis abzuwarten und das ist auch okay so. Im Zweifelsfall, je nachdem wo du aktuell tätig bist, halte Rücksprache mit deinem Vorgesetzten/mit deiner Vorgesetzten. Eventuell findet sich eine Lösung, sollte der Worst Case tatsächlich eintreffen.

Wichtig ist, dass du dir aber vor Augen hältst, dass es auch danach noch weiter geht. Sicherlich ist es nicht die beste Aufmunterung aber viele Menschen steigen täglich in andere Jobs und Positionen um weil der alte Beruf nicht mehr ausführbar ist. Nicht immer ist es freiwillig aber es geht.

Kurz und knapp - Erst einmal ein tick runterfahren und ganz nüchtern die Chancen auf ein glücklichen Ausgang betrachten. Am Ende war die Aufregung vielleicht ganz umsonst. Im Fall der Fälle kannst du dir aber sicher sein, dass es trotzdem weiter geht. Ein Jobwechsel ist kein Todesstoß.

Der letzte Punkt ist dein gesundheitlicher Zustand. Unter dem ganzen Stress leidet dieser ziemlich und ich wünsche dir sehr, dass sich das zukünftig ändert. Viel wird sich allein schon tun, wenn etwas Struktur eingekehrt ist. Die Schulden geregelt sind und die MPU durch ist. 

In dieser Zeit kannst du aber auch privat, in deiner Freizeit, für etwas Struktur und Abwechslung sorgen. Selbst wenn es nur Kleinigkeiten sein mögen aber nehme dir für deine freie Zeit etwas vor - auch wenn es nur saugen und den Abwasch machen ist. Aktiver werden und manchmal genau entgegen dem Impuls zu Handeln, ist genau das Richtige.

Wenn es gar nicht besser werden sollte, auch deine psychische Verfassung anhält, dann sprich mit deinem Hausarzt. Dieser müsste dich im Fall der Fälle eh krankschreiben und dort kannst du auch gleichzeitig deine Verfassung schildern - vielleicht hat dieser dann die richtigen Anlaufstellen für dich parat. 

Solltest du dich wirklich krankschreiben lassen, dann nehme dir für die Zeit etwas vor, ansonsten wird es vielleicht noch schlimmer. Beschäftigung ist wichtig und das Gefühl etwas geschafft zu haben ist gold wert.

Unter'm Stich. Kurzum - Es ist nicht Hopfen und Malz verloren. Möglichkeiten stehen offen und deine Situation lässt sich wieder greifbarer machen. Stabilität wird dann gleich mit Einzug halten. 

Ich wünsche dir alles Gute und hoffe sehr, dass du bald wieder ein Ziel vor Augen hast und voran kommst.

Liebe Grüße.

Antwort
von zahlenguide, 35

1. Würde ich mich Privat-Insolvent melden... Insolvenzberater

2. Würde ich tatsächlich zu einem Arzt gehen, der dich freistellt - einen neuen Job findet man immer mal, aber eine zweite Gesundheit nicht

3. würde ich mir vom Sozialamt helfen lassen, wegen Krankenpflege, finanzieller Unterstützung etc.

4. Würde ich in einen Antiaggressionskurs gehen UND zu einem Psychiater über deinen Arzt gehen

5. Würde ich mir eine Ehrenamtliche Tätigkeit bei einem Tierheim holen und einfach immer wieder mit den Hunden spazieren gehen - wenn du Hunde magst - Tierheime freuen sich eigentlich, wenn sie etwas Hilfe bekommen und Tiere sind sehr dankbar

6. Würde ich mir überlegen, wie du die 7 Jahre, die du privat insolvent bist, gestaltest, damit du stärker aus der Situation heraus kommst, als vorher - bzgl. Geld verdienen, Fortbildung etc. - du hast 7 Jahre Zeit - also genug Zeit um dich zu erholen

7. Stell deine Ernährung auf gesund um - damit bekommst du bestimmt Hunger https://www.youtube.com/user/NatuerlichLecker/videos

8. in lokalen Zeitungen, die dir meistens kostenlos in den Briefkasten geworfen werden oder auch im Internet erfährst du, was du jeden Tag in deiner Freizeit tun kannst, ohne dafür Geld auszugeben - so kannst du viel erleben, deine Freizeit wirklich genießen und sparst sogar Geld

9. Schreibe ein Dankbarkeitstagebuch - also schreib dabei auf, was dich diese Woche glücklich gemacht hat - wenn du merkst es ist zu wenig, dann weißt du, was du ändern musst

10. Lebe deine Gefühle für 10 Minuten am Tag aus - 10 Minuten am Tag mit ein bisschen trauriger Musik beim Zähneputzen weinen oder wütend auf einen Boxsack hauen (kann man sich auch selber basteln - ein Netz paar alte Bälle fertig). Den Rest des Tages machst du schöne und nützliche Dinge. Dein Gehirn soll lernen, dass man auch in kurzer Zeit starke Gefühle ausleben kann.

11. Wenn du dir, was vornimmst, dann lass dich noch nicht mal von einer Uhr ablenken. So wird dein Gehirn trainiert, Dinge, die dir wichtig sind durch zu ziehen.

12. Schreibe dir 7 kurzfristige, 7 mittelfristige und 7 langfristige Ziele auf und verfolge sie Stück für Stück.

Kommentar von Huhusen123 ,

Ja und genau dass ist das Problem ich kann in meiner jetzigen Lage keine 7 Jahre wegschmeißen und mit 30 anfangen was in meinem Leben aufzubauen. Ernähen tuhe ich mich seit Monaten nur von Zigaretten und eine Mahlzeit am Tag! Ich weiß dass ich mich selbst kaputt mache aber es geht einfach nicht anders. 

Kommentar von zahlenguide ,

dein Körper wird so oder so Schluss machen. Entweder du trittst selbst voll in die Eisen oder dein Körper und Geist wird es tun. Kein Job der Welt ist das Wert und das Märchen, dass du nur wohlhabend werden kannst, wenn du brav den Karriereweg gehst ist absoluter Unsinn.

Ich nenne dir mal ein paar kurze Beispiele - Udo Walz war nur ein Friseur und hat mehr verdient als die Kanzlerin.

J.K. Rowling ist Milliardärin mit Bücher schreiben geworden.

Die reichste Russin ist so reich geworden, weil sie kleine Kunststoffperlen an Handyhüllen und Handtaschen genäht hatte und heute Diamanten an Handyhüllen und Handtaschen macht

Du weißt einfach überhaupt nicht, welche Türen sich für dich öffnen werden, wenn du dir ganz in Ruhe Gedanken darum machst, was DU eigentlich willst - der Job scheint es nicht zu sein, weil ansonsten würde dein Kopf und dein Körper nicht so einen Widerstand leisten.

Es kann z.B. sein, dass du in ein paar Jahren beschließt einen simplen An-und Verkauf im Internet anzubieten und du so viel Spaß daran hast, dass du dich fragst, warum du diesen Job nicht schon immer gemacht hast. Es kann aber auch sein, dass Du in 7 Jahren überhaupt völlig andere Vorstellungen hast als heute.

Was du MINDESTENS tun solltest, ist dich nach einem 30 Stunden Job umzuschauen - viele Betriebe bezahlen diese Jobs sogar besser, weil du meisten immer 40 Stunden arbeiten wollen.

Antwort
von DerGammelMensch, 45

Du solltest versuchen, dir ein bisschen Zeit für dich zu geben, zum Beispiel nach der Arbeit etwas lesen, dass dich fesselt (Das kann sehr entspannend sein!) Versuche dich besser in deinen Alltag zu integrieren, immer ein bisschen mehr leisten, als von dir erwartet wirst, denn wie du in den Wald hinein rufst, schallt es wieder heraus. Wenn du Erfolge siehst, wirst du motiviert, setze dir Ziele (z.B. so und so viel Geld in einem Gewissen Zeitraum abbezahlen, sodass du einen Erfolg siehst. Du bist noch sehr jung und kannst etwas schaffen. Fange an zu joggen oder irgendeine Sportart auszuüben um dich abzulenken. Natürlich wird das dauern, aber du musst einfach denken, wenn ich mich jetzt anstrenge, geht es mir bald besser.

Ich hoffe das "Du" war okay und ich konnte dir helfen ;)

Viel Glück und freundliche Grüße
Nico

Antwort
von mairse, 64

Eine Depression ist eine Krankheit die therapiert werden kann, durch Medikamente und Verhaltenstherapie. 

Warum scheuen immer alle den Weg zum Arzt? Von Zuhause rumsitzen wirst du nicht gesund.

Kommentar von Meisita ,

Durch Medis wohl auch nicht .

Kommentar von Jackymausl ,

Die können sehr wohl helfen

Kommentar von Meisita ,

Quatsch .

Kommentar von mairse ,

Wer soetwas behauptet kennt sich nicht mit Depressionen aus.

Eine Depression wird meist durch einen Serotoninmangel im Gehirn ausgelöst, genau da setzen die meisten Antidepressiva an und erhöhen auf lange Sicht den Serotoninspiegel...

Kommentar von mairse ,

Richtig. Zumindest um wieder Motivation zu finden. Wundermittel sind das auch nicht unbedingt.

Kommentar von Kaesebohrer ,

Warum scheuen immer alle den Weg zum Arzt? Von Zuhause rumsitzen wirst du nicht gesund.

Antwort
von Anonymf16, 5

Sich mit Leuten unterhalten nicht alleine abhängen immer Sozial sein, mit Freunde treffen und Bücher lesen

Antwort
von selector, 55

Sport und Bewegung hilft auch

Kommentar von Huhusen123 ,

Hab es versucht mit Fitness, Bodybuilding aber sogar da zahl ich unnötig weil ich keine Motivation einfach habe irgendwas zu tun! 

Kommentar von selector ,

kann ich nachvollziehen, aber es reicht auch schon aus, wenn Du öfters mal an der frischen Luft spazieren gehst

Kommentar von Huhusen123 ,

Es bringt nichts, sobald ich Abends wieder alleine zuhause hocke, kommt mir wieder alles hoch!!! 

Antwort
von Ralph25, 37

Hohl dir pokemon go. Ist eine sehr gute ablenkung.
Falls es bei dir doch schlimmer ist würde ich dir empfehlen einenarzt aufzusuchen.

Antwort
von Julian1478, 51

eine kuhr kann entspannen und dich wieder aufpeppen 

Antwort
von Meisita, 52

Nicht über alles nachdenken dadurch wird es nur noch schlimmer . Gehe zu einem Arzt erzähle ihn mal deine jetzige Situation .er wird dich dannach krank schreiben .

Antwort
von jimpo, 5

Du vergehst vor Selbstmitleid mit Deinen 23 Jahren.  Das hast Du Dir alles selbst eingebrockt. Was anderes kann man dazu nicht sagen.

Antwort
von Kaesebohrer, 35

Die Standartantwort ist: Mach eine Psychotherapie.

Du bis kein Pechvogel sondern musst für die Sch****, die Du alleine verbockt hast, eben gerade stehen. Vor allem darf keine neue Sch**** nachkommen.

Selbstmitleid hilft da nicht weiter sondern nur Selbstdisziplin. Andere Menschen sind schwerbehindert oder haben Krebs, denen geht es viel dreckiger wie Dir.

Die Welt steht Dir mit 23 offen, such Dir einen nette(n) Partner(in).

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