Frage von schattenschecke, 27

Was soll ich von meiner Generation halten und wie soll ich mit ihr umgehen?

Ich fühle mich im Zwiespalt.

Ich bin 15 Jahre alt, männlich und kann meine Generation nur hassen. Mir selber fällt sehr stark auf, dass ich genau das Hasse, was ich selber mache. Ich will mich unterbewusst integrieren und weiß nicht was ich in dieser Gesellschaft noch suche, wenn ich so sein will, wie ich eigentlich bin.

Um es genauer zu beschreiben: Ich lache über Mobbing-Opfer, nur um selber keiner zu werden, kleide mich wie der Rest, obwohl ich mich darin kaum wohl fühle, spreche möglichst im Assislang, womit ich mich eigentlich nicht identifizieren will. Alles nur, um selber nicht aus dieser Gesellschaft ausgeschlossen zu werden und Angst habe, alleine zu sein.

Wobei ich dieses Verhalten hasse, bin ich selber darin verfangen.

Wie kann ich möglichst ich selbst sein, ohne dabei in Kauf zu nehmen, alleine zu Enden?

Antwort
von Bunny897, 9

Ich kann dich ziemlich gut verstehen. Ich 19 w bin derzeit in einer ähnlichen Lage und war es auch als ich noch auf die Realachule ging... Was ich dir sagen möchte ist tu das was dir gut tut und verhalte dich so wie du bist und wie kein anderer sonst! Jeder Mensch ist verschieden..nur leider verdrängen die meisten ihre individualität durch ich sag mal Dinge die Mainstream sind um nicht als "Anders" aufzufallen..solche menschen haben sich in meinen Augen noch nicht selbst gefunden oder haben angst ihr eigenes ich zu zeigen um ja nicht anders zu sein..Zum Thema Asi-Slang, was man auch als Kiezdeutsch beschreiben kann.. Es ist keine Sprach-Variation auf die man stolz sein kann.. Es vermittelt nur den Eindruck von Dummheit und Integrationschwäche.. nur zu schade dass immer mehr deutsche jugendliche diesen Slang aufnehmen..

Antwort
von vicktoria69, 5

Hallo:) Ich bin 17 Jahre alt und gehöre damit deiner Genration an. Ich kann deine Gefühle ziemlich gut nachvollziehen da ich lange ebenso empfunden habe. So ziemlich seit dem einsetzen der Pubertät wollte ich einfach nur normal sein und dazu passen, vorallem weil meine Familie dies nicht ist und ich mich dafür geschämt habe. An irgendeinem Punkt habe ich angefangen zu meiner Meinung zu stehen, und anzuecken. Anfangs ging es mir damit nicht wirklich gut weil ich das Geläster gehört und die Blicke gespürt habe. Doch mit der Zeit habe ich ein starkes Selbstbewusstsein entwickelt und den anderen zu verstehen gegeben das egal was sie machen ich mich nicht veränderen lasse und einen nichts darauf gebe wer schlecht über mich redet ohne mich zu kennen. Es hat eine Weile gedauert aber das schlechte Gerede hat aufgehört und ich habe sogar Respekt dafür erfahren das ich so zu mir stehe. In den Augen der meisten in meinem Alter bin ich ein wenig sonderlich und einige fühlen sich mir auch durch ihre angepasstheit überlegen. Aber akzeptiert werde ich auf alle Fälle und es hat auch niemand Lust darauf Streit it mir anzufangen, abgesehen davon gebe ich auch niemandem einen Grund dafür weil ich stehts um Freundlichkeit bemühe. Durch mein Verhalten habe ich auch neue Freunde gefunden, die ähnlich wie ich denken und mich so wie ich bin tolerieren. Alles in einem, war es nicht einfach für mich zu mir zu stehen, aber ich bin sehr froh darum und auch nicht wenig Stolz darüber. Ich hoffe ich konnte dir damit ein wenig Inspiration schenken, zum Beispiel nicht mehr über Mobbing-Opfer zu lachen. Wir können diejenigen sein die sich dazwischen stellen und glaub mir auch wenn wir uns damit von manchen anderen in unserem Jahrgang distanzieren, respektiert wird der Mut zu sowas von fast allen, auch mit 15 oder 17. Liebe Grüße und viel Glück!<3

Antwort
von Fonsl, 8

Gleichgesinnte treffen. Anders wirst nicht raus kommen. Wir sind gefangen, wir können nichts tun als uns an unserer eigenen Nase zu fassen!

Ich meine hier nichts negativ. :)

Liebe Grüße!

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