Frage von Nonoweronika12, 49

Was soll ich tun um Geld zu sparen?

Also: ich bin so Eine, die immer was in die Spardose tut und sagt, ich werde für etwas sparen, aber am nächsten Tag nehme ich den Schlüssel und mache die Spardose auf und kaufe mir was. Was soll ich dagegen tun, um zu verhindern, Geld aus der Spardose zu nehmen?😐 Ich kann mich einfach nicht kontrollieren.

Antwort
von Tasha, 13

Wichtigster Tipp: Willst du an die Spardose, sage, "ich warte einen Tag, ob der Wunsch dann noch da ist!" und am Folgetag "Ich warte noch eine Woche, ob der Wunsch bleibt!". Meist reicht das, um Spontankäufe zu verhindern!


Schreibe dir einen Zetttel und leg ihn in die Dose. Erlaube dir, einen bestimmten Betrag in Notfällen herauszunehmen. Definiere "Notfälle" für dich! Es ist völlig egal, wie du das tust, aber du musst eine Definition dafür haben. Beispiel: "Kein Geld mehr für Lebensmittel in der letzten Woche des Monats"; "Geld für eine wichtige Sache, die unbedingt bezahlt werden muss, fehlt" etc.

Definiere außerdem, worauf du sparst: Schreibe das auch auf den Zettel. "Sparziel: xx € für Xyz".

Erlaube dir, einen bestimmten Prozentsatz aus der Dose zu holen, den du besser in einer anderen Dose aufbewahrst. Wenn du also schon weißt, warum du immer das Geld aus der Dose nimmst, setzen x € fest, die du dafür verpulvern darfst, aber nicht im Portemonnaie hast.

Jetzt wäre der Plan:

Monatlich a € (100% des Möglichen) in die Dose legen.

Davon b % für Notfälle NIE anrühren, bis dieser Notfall auftritt!

Insgesamt c % für das eigentliche Sparziel IMMER drin lassen, bis das Sparziel erreicht ist!

Eine kleine Summe d % (10% des Gesparten pro Monat!) für Versuchungen drin lassen ("Möchte mir unbedingt X kaufen, habe aber 5 € zu wenig dafür!/ "Muss jetzt einfach noch mal eine Pizza bestellen, Schokolade kaufen, eine Flasche Bier an der Tanke holen" - je nach Bedrüfnis und Alter!). Diese Summe langfristig besser aus der im Portemonnaie belassenen Summe zahlen oder separat zur Seite legen.

Treten doch mal große Notfälle auf - z.B. Verwandte oder andere wichtige Menschen brauchen dringend Geld, man braucht dringend eine größere Summe, die man nicht eingeplan hatte etc. - sollte alles Geld, das die Summe e übersteigt, schnellstens zurück gezahlt werden.

Beispiel:

Pro Monat werden 100% gespart (fester Betrag).

20% davon werden für Notfälle gespart, das Notfallbudget sollte am Ende des Jahres also 240% des monatlich Gesparten betragen, und NUR für definierte Notfälle ausgegeben werden; dieses Budget muss nach Angriff sofort zurückgezahlt werden!

70% werden für das konkrete Sparziel gespart. Dieses Geld darf aber erst rausgenommen werden, wenn wieder mindestens zweimal die monatlich gesparte Summe im Topf ist, so dass der Topf nie leer werden kann.

10% der monatlichen Summe legt man für Versuchungen und "kleine Notfälle" zur Seite. Möglichst nicht angreifen, aber wenn es unbedingt sein muss, kann man von diesem Budget etwas nehmen.

Physische Umsetzung: Einige Leute schaffen es, das Geld tatsächlich in Spardosen etc. zu legen und die Budgets durch Dateien oder Zettel direkt in der Spardose zu trennen. Andere legen sich lieber einzelne Spardosen etc. an. Eine Spardose kann auch ein Marmeladenglas, ein Briefumschlag, eine Geldkassette - hier kann man das Sparziel am Boden lagern und in den einzelnen Fächern Notfälle und Versuchungen etc.

Gewöhnungsphase:

Jeden Monat nimmt man SOFORT Geld, das man bekommt, vom Konto oder falls es sich um Taschengeld handelt lässt man sich den zu sparenden Betrag wechseln und packt ihn weg.

Immer, wenn man überzogen hat, zahlt man im nächsten Monat erst mal zurück!!

Alles, was rein und raus geht, wird auf dem Zettel (und in einer Datei) vermerkt. Der Zettel hält einen dann evtl. vom hemmungslosen Zugreifen ab!

In den ersten Monaten wird man das vermutlich nicht schaffen, aber es sollte immer Geld im Topf sein. Man kann verschiedene Modelle probieren:

Anfang des Monats die ganze Summe reinlegen und eisern bleiben. 

Jede Woche eine kleinere Summe reinlegen. 

Sicht überlisten, z.B. wenn man Bücher leiht "so tun, als ob man sie kauft", und den Preis der Bücher in die Dose legen.

Restgeld (Münzen) auszahlen lassen und dort rein legen.

Am Ende der Woche, alles, was noch im Portemonnaie ist  - falls man ein Bankkonto hat - in die Dose legen.

Bestimmte Wochen nichts außer dem absolut Notwendigen oder definierten "Erlbauten" kaufen - damit gewöhnt man sich besonders das Frustkaufen oder hemmungslose Spontankaufen ab.

Zu definierten Zeitpunkten das Geld für definierte, vorher bestimmte Dinge ausgeben. Je nach Alter: Wochenendreise nach 3 Monaten, größere Hobbyanschaffung nach drei Monaten usw. Die Ausgaben müssen aber definiert sein, "Shoppingtour nach drei Monaten" wären ungünstigt, weil man hier ja wieder hemmungslos alles ausgeben könnte. Man sollte im Vorfeld wissen, was man nach drei Monaten ausgeben darf.

Oberste Regel: Der Topf darf niemals leer sein und niemals Betrag x unterschreiten.

Am Ende des Jahres möchte man Betrag y im Topf haben!

Der Topf sollte nicht in Sichtweite stehen, sondern so, dass man erst mal etwas ausräumen muss, um dran zu kommen (Schublade etc,), damit man nicht im Vorbeigehen einfach mal was rausnimmt.

Mit kleinen Summen anfangen, die gut zu sparen sind. Also nicht 90% vom verfügbaren Budget sparen, sondern anfangs nur 20%, dann 30% etc. und so realistisch bleiben, dass man auch noch etwas Geld im Portemonnaie hat.

Immer daran denken: Hätte man jeden Monat 20 € gespart, hätte man am Ende des Jahres 240 €. Für einige Leute Peanuts, für andere viel Geld. Hätte man sich für 20 € Essen unterwegs oder Frustkäufe gegönnt, wüsste man am Ende des Jahres gar nicht mehr, wofür man 240 € verplulvert hat. Handelt es sich um Taschengeld, kann man mit 2 bis 5 € anfangen; hat man mehr Geld, können es auch 100 € im Monat sein.

Kommentar von Nonoweronika12 ,

danke für hilfreiche Antwort 😊

Antwort
von Nadu17, 14

Du könntest die Spardose z.B. deinen Eltern zur Aufbewahrung geben. Die können sie dann verstecken, sodass du nicht wieder drankommst.

Zudem könntest du dir ein Sparkonto bei einer Bank anlegen, dann kommst du nicht mehr so leicht an dein Geld. Größere Summen sollte man eh eher nicht zu Hause aufbewahren.

Antwort
von DoktorBlues, 14

PS Sparen. Bieten die Sparkassen an. Ein Los kostet 5 Euro davon werden 4 Euro angespart und am Jahresende ausbezahlt.

Wenn du 10 Lose mit fortlaufender Nummer kaufst hast du garantiert jeden Monat einen Gewinn. Also auf jeden Fall 2.50 Euro, dazu noch die Change auf größere Gewinne.

Ich habe 30 Lose gekauft.

Antwort
von Annelein69, 11

Den Schlüssel von der Spardose wegwerfen,oder das Geld deinen Eltern zur Aufbewahrung geben und ihnen sagen sie sollen dir nichts geben bis zu einem bestimmten Datum,egal wie viel du bettelst!

Antwort
von Kreidler51, 10

Kaufe dir eine Blechspardose die hat keinen Schlüssel oder werfe deinen einfach weg. Dann kommst du nicht an das Geld.

Antwort
von DeliriumTremens, 12

Eröffne ein Sparbuch auf der Bank... du kannst zwar über das Geld verfügen, es ist aber umständlicher als mal eben mit einem Schlüssel eine Dose aufzuschließen. 

Antwort
von lordy20, 8

Gib den Schlüssel jemanden, der ihn für dich aufbewahrt und nur im "Notfall" raus rückt.

Antwort
von AnonymTiger, 10

Ich hab es so gemacht (gleiches Problem): Ich habe den Schlüssel versteckt, bis ich einigermaßen viel geld zusammen hatte, habe es dann in einen großen Schein umgetauscht, den ich nicht anbrechen will :D Das gleiche mache ich dann nochmal. ich habe innerhalb von einem Monat 220€ gespart :D

voll cool!

Antwort
von ghul666, 8

Gib das Geld, das du sparen möchtest jemand, der es für dich aufbewahrt und nicht rausgibt. Deinen Eltern z.B.

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