Frage von NancyMueler, 135

Was soll ich tun/wie kann ich helfen?

Also, ich habe ein Pferd welches an einem offenstall steht, wo auch die pferde von einer guten freundin stehen, unterandrem ein Vollblut welches die mutter vor dem tod geretet hat da es ein rennpferd war und geschöachtet werden sollte.Dadurch hat sie schon ein großes trauma und ist schwer zu händeln. Sie hat eine Pflegerinn erhalten und ist mit druck behandelt worden, was bei ihr zu aggressivem verhalten führte. Eines tages war ihre pflegerin mit ihr im roundpen (?) und hat sie frei longierd (sorry wegen der rechtschreibung (: ) Da zu dem moment unruhe in der herde war, die Pflegerin jedoch gesagt hat das das egal sei und sie konzentriert weiter arbeiten solle hat sie ausgeschlagen und die Pflegerin getroffen die dann bewustlos war. seit dem ist die pflege nicht mehr an sie dran gegangen, was auch sonst keiner darf. Der hufschmied kann nicht mehr an ihre hufe, was dazu führen wird dass sie sehr schlechte hufe bekommt.Da sie niemand händeln kann wird sie eventuell geschlachtet oder eigeschläfert. Ich selbst kenne mich nicht gut mit Pferden aus und habe ein ziemlich einfaches pferd, aber ich bin wütend und traurig das Sie nie eine chance bekommen hat, ich will das man ihr helfen kann, wenn ich auf der wiese bin, was ich oft und lange bin, ist sie sehr lieb und passt selbst wenn sie über die wiese rennen immer auf das sie niemanden umrennt, wenn das mal vorkommt, also dass sie galoppieren sind sie immer vorsichtig.Ich weiss dass ich mit ihr warscheinlich genauso wenig umgehen kann wie die anderen an meinem stall, aber ich habe oft gehört das es viele menschen gibt die gut damit umgehen, kommen wir zu meiner frage, ist es irgendwie möglich ihr zu helfen, ich habe sie wirklich lieb, da alle immer sagen das sie ein "Problempferd" sei, weil sie getreten hat, was auch stimmt, nur heisstdas micjt das man sie töten muss, und bitte, kann man irgendetwen kontaktieren der mit ihr umgehen kann, sowas wie den pferdeprofi? Danke fürs lesen und helfen☺️🐴 (wie gesagt kenne ich mich nicht gut aus mit pferden, schreibt bitte nur ernst gemeinte hilfe, ich habe mein pferd noch nicht solange und bin auch noch nie wirklich geritten aber ich denke das einige von euch wirklich was von pferden verstehen ;) ) (Ich komme aus Recklinghausen, das liegt bisschen bei dortmund) Danke ;)

Antwort
von sukueh, 19

Willst du denn ernsthaft einen vernünftigen Pferdetrainer für das Pferd deiner Freundin bezahlen ?

Dann würde ich mich an deiner Stelle in deiner Region umhören, ob wer jemanden kennt, der sich mit solchen Pferden auskennt und vor Ort damit arbeiten würde.

Viele Ausbilder würden so ein Pferd vermutlich lieber bei sich direkt im Stall haben, um regelmäßig mit dem Pferd arbeiten zu können, d.h., da bist du dann vermutlich mit 500 Euro aufwärts im Monat dabei...

Es ist sehr nett von dir, dass Du dem Pferd helfen willst, aber eigentlich ist das die Aufgabe von der Besitzerin. Wenn man ein Pferd "rettet", sollte man schon wissen, was man tut. Natürlich kann es im Umgang mit Pferden immer zu Unfällen kommen, das ist für einen "richtigen" Pferdetrainer quasi ein Berufsrisiko - die Besitzerin müsste nun also entscheiden, was weiter mit dem Pferd passiert, BEVOR irgendwelche "Selbstversuche" gestartet werden.

Dass das Pferd auf der Koppel ganz lieb ist, ist "normalerweise" eigentlich normal, da die wenigsten Pferde wohl bewusst einen Menschen umrennen würden; das sagt aber leider nicht allzu viel darüber aus, wie das Pferd sonst im Umgang mit dem Menschen ist.

Wie gesagt, willst du dem Pferd helfen, red mit der Besitzerin. Die ist verantwortlich für das Pferd und muss dann auch die Kosten tragen, die eine "Korrekturausbildung" des Pferdes nach sich ziehen würde.

Antwort
von Michel2015, 20

Du kannst nur zwei Dinge tun:

1. Wegschauen weil das das Los von Rennpferden ist.

Oder

2. Das Pferd selbst übernehmen, den Stall wechseln, am Besten irgendwo hin, wo Pflegerinnnen wissen was sie tun.

Auf die Pferdeflüsterernummer steh ich nun gar nicht, aber es soll qualifiziete Pferdewirte geben die vollkommen unbelastet ihren Job machen. Genau so gibt es Hufschmide, die ungeachtet dessen, was eine Pflegerin im Koma von sich gibt, Hufe bearbeiten und sich zu helfen wissen.

Da gibts zu viele Schnell-Urteile.

Antwort
von Boxerfrau, 41

Du kannst an diesem Pferd garnichts machen und du hast auch keine Handhabung über das Pferd.. Wenn der Besitzer nicht willig ist, sich einen anständigen Trainer zu suchen. Kannst du nichts tun. Das einzige was dir bleibt ist den Besitzer anzuzeigen. Allerdings passiert da nichts, so lange das Pferd nicht in einem schlechten Zustand ist.... an ein schwierigeres Pferd sollte nur jemand dran gehen der auch Ahnung hat.

Antwort
von LoveDancing, 43

Gebe pferdeprofis vox in bei Google ein. Dann hast du schonmal nen Profi gefunden. Dann mach mit ihm vertrauensübungen. Fange erst einmal damit an, dass du ihn beobachtest und später nährst. Dann, dass du ihn überall berühren kannst. Dann machst du die sieben Spiele von parelli. Und kaufe dir die Bücher horsemanship und Bodenarbeit von der Reihe die Reitschule. Am besten du arbeitest die dann mal durch. Achso und mit dem putzen bist du auch ein Stück weiter. Gaaaanz wichtig ist, dass du gaaaanz kleine Schritte machst und sofort aufhörst, wenn es nur in die Richtung geht, die du haben möchtest. Wichtig ist auch das richtige führen dabei(steht auch in den Büchern). Viel Glück!

Kommentar von Boxerfrau ,

genau!!!sorry aber du hast absolut keinen Plan.... zu viel Ostwind gesehen oder was? Mit einem schwierigen Pferd sollte jemand arbeiten der Ahnung hat. und niemand der sich das möchtegern Wissen im Internet zusammen gesucht hat. sonst wird's noch schlimmer..>siehe Pflegerin.... um mit einem schwierigen Pferd arbeiten zu können, brauchts Jahre.

Kommentar von Urlewas ,

Ein ehemaliges Rennpferd mit solchen Spielchen abspeisen zu wollen, ist auch Tierquälerei...

Siehe Ponyfliege - 30 km laufen am Tag, und auch im vollen Galopp, damit Herz und  Lunge kräftig arbeiten können, das braucht so ein Pferd, damit es nicht  " platzt" vor Tarendrang.

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde, 33

dadurch, dass die stute ein rennpferd war und geschlachtet werden sollte, ist sie nicht traumatisiert.

dafür gibt es überhaupt keinen grund.

und die pflegerin, die mit ihr gearbeitet hat, ist absolut leichtsinnig vorgegangen. ein abgelenktes pferd durch den roundpen zu scheuchen ist nicht zu entschuldigen. ein pferd, das unwillig ist oder zu wenig bewegung hatte, sorgt schon mal dafür, dass es in seiner beschäftigung nicht gestört wird.

je dominanter ein rennpferd, desto erfolgreicher ist es (jedenfalls, wenn es die entsprechende laufveranlagung hat). das sorgt für hohes adrenalin und für hohe leistung. vollblüter werden auf beides gezüchtet.

dominanz und adrenalin sorgt dafür, dass das pferd versucht, sich durchzusetzen. für so ein ex-rennpferd ist so ein roundpen eigentlich das hinterletzte, weil es die bewegungsfreiheit extrem einengt. das führt dazu, dass der adrenalinspiegel noch weiter ansteigt.

dass das pferd auf der weide "freundlich" ist, kann ich mir gut vorstellen. es wird sich nur dann ändern, wenn einer von ihm was will und es einschränken möchte. es hat ja mittlerweile gelernt, wie es sich unangenehmen aufgaben entziehen kann. es wird in der gruppe auch einen recht hohen rang haben.

an das pferd gehört zum arbeiten jemand, der sich mit rennpferden auskennt. entweder jemand, der aus dem galoppsport kommt oder ein trabertrainer.

ein solches pferd hat bei einem laien nichts mehr verloren. und auf einem reitplatz auch nicht. entweder geht man mit ihm auf eine rennbahn oder man geht auf distanzritte. ein trainingsrepertoire von 30km täglich ist das absolute minimum. das sind nun mal leistungspferde.

da bastelt niemand ein schaukelpferdchen für den freizeitreiter draus.

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und wenn die stute zum schlachter sollte, dann wird das in dem fall nicht dran liegen, dass sie zu langsam war, sondern, dass sie unter adrenalin nicht zu händeln ist.

eigentlich gibts für solche pferde nur drei möglichkeiten: gnadenhof, leistungstraining oder bolzenschuss.

das pferd hat sicher kein trauma, sondern ein stoffwechselproblem. ich vermute mal, dass sie auf arbeit mit kotwasser und leichter kolik reagiert. cortisol zu hoch, adrenalin zu hoch...

eine weitere erfolgversprechende möglichkeit, aber leider natürlich auch keine garantie  - leider teuer und riskant, wäre auch bei einer stute die kastration.


Antwort
von Schochi01, 47

Hallo Nancy

Ich finde es sehr gut wie du darüber denkst, was mit dem Pferd geschehen soll. Ich würde dir wirklich gerne selbst helfen, allerdings gestaltet sich dies als zu schwierig. Ich kann dir und deiner Freundin sehr ans Herz legen, sie nicht zu schlachten.Also:

 Wenn du mit ihr etwas machst, dann sei ruhig, aber bestimmt. Es ist wichtig, dass du in Pferdesprache "sprichst" und nicht erwartest, dass das Pferd die Menschensprache versteht. Wenn du dich mit der Körpersprache nicht so auskennst, dann schau mal im Internet oder in Büchern nach. Aber glaub nicht immer gleich alles. Schau dass es SEHR professionelle Quellen sind.

Aber wenn du richtig gute Hilfe haben willst, dann Kontaktiere mal Manfred Meindl. Vielleicht kennst du ihn, er ist ein sehr guter Pferde"flüsterer". Hier seine Homepage  

http://www.pferdefluesterer-salzweg.de/pferdeflüsterer/  

Ich kann keine Ferndiagnose stellen und ich bin auch kein Profi, aber Manfred Meindl ist einer.

Ich hoffe ich konnte dir etwas weiter helfen. Viel Glück und liebe Grüsse an dich, deine Freundin und ihr Pferd! Schreib mir doch wenn ihr wisst wie ihr weitermacht, würde mich freuen.

Fabienne 


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