Frage von mamaslena, 65

Was soll ich tun (Schule , verzweifelt)?

Hi , habe dieses Jahr mit der Einführungsphase (EF) des Abiturs angefangen und ich weiß echt nicht mehr weiter in Mathe und Bio. Z.B. in Mathe habe ich für die letzte Klausur so viel gelernt und auch alles was "wichtig "war verstanden .Tja so wie das dann halt in Mathe ist , kam das was ich gelernt habe nicht dran sondern nur das was ich nicht kann oder was wir mal so nebenbei im Unterricht erwähnt hatten. Ja note sah dann auch dem enstprechend aus : 5+. In Bio genauso , habe alles gelernt was wir brauchen ( unser Lehrer gibt sehr viele Themen die man können muss) und note war trotzdem eine 4. Jetzt habe ich das Problem das ich eins der beiden Fächer im Abitur nehmen muss aber keines der beiden Fächer kann ich. Was soll ich tun ? Ja ich weiß auch das es ein bisschen früh ist , zumal ich noch 2 Jahre vor mir hab aber trotzdem ich weiß echt nicht mehr was ich machen soll.

Würde auch gerne nach der 10. Klasse (EF) aufhören aber ich wollte eigentlich Lehramt für die Grundschule studieren und da braucht man Abi. Könnte man Grundschullehramt auch mit Fachabi studieren ? Wohne in NRW.

danke im vorraus LG Lena

Antwort
von Tasha, 24

Okay, Mathe konnte ich auch nicht und habe es nicht verstanden, daher würde ich Dir zu Bio raten.

Ich war auf einem Fachgymnasium und wir hatten fast alle dieses Phänomen in der ersten Zeit: Das Gefühl, dass das, was wir gelernt hatten, in der Klausur gar nicht abgefragt wurde oder  falsch bewertet zu werden. Unsere Lehrer haben dann mit uns verschiedene Klausuren angesehen und erklärt, welche Art Antwort sie erwartet hätten und diese dann geübt.


In Bio habe ich etwa immer eine Liste mit Fachbegriffen/ Konzepten auswendig gelernt (die ich dann auch erklären konnte) und wenn ich mit einer Aufgabe auf den ersten Blick so gar nichts anfangen konnte, bin ich die Liste durchgegangen und habe überlegt, welches Thema wohl zur Aufgabe passen würde. Dann habe ich so viele passende Fachbegriffe wie möglich in meine Antwort eingebaut (anfangs hatte ich nur die Konzepte erklärt und immer Punktabzug bekommen wegen "fehlender Fachsprache"). Damit wurde dann aus den Vierern Zweier und auch mal Einser.

Unser Lehrer hat uns hin und wieder einen "Erwartungshorizont" gegeben, in dem er stichwortartig die Antworten auf die Aufgaben/ Fragen notiert hatte, so dass man diese mit seinen Antworten abgleichen konnte. Evtl. kannst Du Deine Lehrer auch mal nach so etwas fragen.

Wichtig ist, schrittweise vorzugehen, zu überlegen, habe ich die Aufgabe verstanden, kenne ich die Antwort, wie formuliere ich sie, wie zeige ich, was ich gelernt habe? Und wenn die Aufgabe erst mal unverständlich ist, zu überlegen, welches Thema und welche Konzepte könnten dahinter stehen?

In einer meiner ersten Bioarbeiten habe ich auch den Lehrer gerufen und behauptet, Aufgabe 2 würde etwas fragen, das wir nicht behandelt hätten. Er meinte dann nur, man sollte noch mal gut überlegen, was wir behandelt hätten und dass damit die Aufgabe lösbar sei. Anfangs war ich dann auf jede Klausurbesprechung gespannt. Wir bekamen dann sehr viele Hausaufgaben in diesem Stil und konnten so lernen, den Anforderungen nach und nach zu entsprechen. Rätsellösen kann tatsächlich helfen. Im Prinzip ist es in Mathe und Bio das gleiche: Man hat eine Aufgabe, X fehlt, und dann muss man X suchen. In Bio ist X eben das dahinterstehende Konzept, mit dem sich die Aufgabe erklären lässt.


Sage Deinen Lehrern ruhig, dass Du Probleme hast, frage sie nach Vorgehensweisen zum richtigen Lernen und zum Überlegen in der Klausur/ Herangehensweisen an Aufgaben, bitte um Literatur zum Üben. Schaue mal in Foren für Schüler oder auch Studenten, dort werden oft Aufgaben besprochen oder man kann - auch in Uniforen - Fragen zum Stoff der Oberstufe stellen und Fragen zur Klausurvorbereitung.


Analysiere genau, was Du falsch gemacht hast: Wie hast Du die Aufgabe verstanden, was wurde gefragt, wie hättest Du anders lernen/ an die Aufgabe herangehen müssen? Bitte ggf. auch mal die Lehrer oder Klassenkameraden, das mit Dir zu analysieren!


Antwort
von osmotisch, 17

Hallo Lena.
Ja man kann Grundschullehramt auch mit Fachabi Studieren, allerdings nur in Baden-Württemberg soweit ich weiß. Mein Tipp wäre einfach mal zum einem Berufsberater zu gehen und ihn zu fragen und dich generell beraten zu lassen. Manchmal entdeckt man bei so einem Gespräch Seiten an einem selbst die man vorher garnicht kannte.
Wenn du früher oder später merkst, dass das Abi nur eine einzige Qual für dich ist dann hör lieber auf und mach etwas anderes.
Denn es gibt ja tausende Wege glücklich zu werden und Geld zu verdienen.
Sei auf jeden Fall offen für alles und schau dir alle möglichen Dinge mal an.
Und wenn man dann noch studieren will kann man ja immer noch Fachabi machen.

Kommentar von mamaslena ,

Danke für deinen Kommentar :)Das Problem ist halt wirklich nur das ich wirklich gerne Grundschullehramt studieren würde da ich auch mein Praktikum in einer Grundschule gemacht habe und es mir wirklich sehr gefallen hat  , aber das mit dem Berufsberater ist echt eine gute Idee ,danke 😊

Antwort
von susicute, 14

Hallo Lena,

zunächst einmal sind zwei Fächer in denen du nicht glänzt noch lange kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken. Du hast ein Ziel, du willst Lehrerin werden. Behalte dies im Auge und gib nicht auf. Ich weiß, aus deiner Sicht mag es wenig tröstlich sein, aber wenn man das Abi erst einmal hat, sieht alles davor nur noch halb so schlimm aus. Aber vor allem ist es völlig egal mit welcher Note du dein Abi bekommst. Es zu haben bedeutet deinen Berufswunsch verwirklichen zu können.

Nun zu deinem Problem. Ganz offensichtlich hast du nicht alles, was "wichtig" war gelernt, sonst hättest du keine 5 geschrieben. ;) Man kann sehr viel lernen, aber wenn man falsch lernt, oder das falsche lernt, dann wird es natürlich frustrierend.

In Mathe würde ich dir erst mal raten mit deiner Lehrerin zu sprechen. Keine Angst davor! Lehrer lieben Eigeninitiatives. Schildere ihr dein Problem und frage sie, ob es immer wiederkehrende Fehler sind die du machst. Das Problem an Mathe ist, dass alles aufeinander aufbaut. Sobald da einmal Lücken sind, kann man neues noch so gut verstehen. Man wird an neuen Aufgabenstellungen immer wieder scheitern. Ich vermute, dass es einige Themen gibt, die du nacharbeiten musst. Und da wird dir deine Lehrerin sicherlich behilflich sein.

Vielleicht geht es ja auch nicht nur dir so. Wenn es mehrere in eurer Klasse gibt, die mit diesem Fach Probleme haben, dann könnt ihr eure Lehrerin auch bitten sich ein mal in der Woche mit euch hinzusetzen und Dinge zu wiederholen. Unsere hat das in der Abivorbereitung sehr gerne gemacht.

In Bio dürfte es reichen, wenn du dich vor einer Klausur mal mit Freunden zusammensetzt. Solche Lerngruppen helfen ungemein weiter und du wirst schnell merken, ob andere einfach etwas anderes als wichtig empfinden.

Natürlich ist auch Nachhilfe in Mathe eine Option. Falls deine Eltern das Geld haben, super. Bei uns haben sich auch immer die sehr guten Schüler in der Klasse bereit erklärt mit einem zu lernen. Sprich doch mal jemanden an, ob er/ sie dir helfen möchte. Viele sehen es als willkommene Gelegenheit selbst etwas zu üben. und vielleicht gibt es ja ein Fach, in dem du gut bist. Dann kann man sich einfach gegenseitig helfen.

Viel erfolg!

Lg Susan

Antwort
von smileserious, 16

Leider kenne ich mich mit dem Schulsystem in NRW nicht sehr genau aus, was ich dir aber raten kann, sind zwei Dinge:

1. Mach dir nicht zu viel Stress. Meistens sehen die Noten (wg mündlich) im Zeugnis besser aus als die Schulaufgaben. Und an das Lernen fürs Abi wirst du dich gewöhnen.
Oder frag mal deinen Lehrer, ob er dir ehemalige Schulaufgaben geben kann, dann lernst du, mit der Aufgabenstellung umzugehen.
Sonst probier es doch mal mit Nachhilfe. Wenn du da jemanden findest, mit dem du gut klar kommst, kann das echt viel bringen!

2. Wenn es dir wirklich zu viel wird, geh auf eine Fachhochschule (zumindest bei uns kann man da auch das allgemeine Abi machen).
Abgesehen von deinem Berufswunsch ist es keine Schande, kein Abi zu haben. Wenn du gerne was mit Kindern machst, gibt es noch viele andere Möglichkeiten.
Lass dich nicht von unserem einzig auf Noten und Wirtschaft ausgerichtetem Schulsystem ärgern, sondern such dir einen Weg, der dir liegt. Wenn dir das Schul-Lernen nicht so leicht fällt, ist es keine Schande zB. eine Ausbildung zum Erzieher zu machen. Wir brauchen viel mehr solche Fachkräfte!

Wenn du es trotzdem versuchst, viel Glück, du schaffst das ganz sicher!!!

Antwort
von leunam99, 17

Ich persönlich hatte in der 10. Klasse erhebliche Probleme mit den Noten. Das lag zum einen am Lehrer, zum anderen an mir selbst. Ich hab' mir Nachhilfe in Mathe geholt und hab jetzt in der J1 ne gute drei. Die restlichen Fächer haben sich auch normalisiert, mein Schnitt hob sich und ich befinde mich derzeit sogar im Bereich sehr gut. In der J1 kommt es oft weniger darauf an, alles zu lernen. Vielmehr sollte der Stoff verstanden werden. Falls das nicht klappt, such dir Hilfe beim Nachhilfelehrer. :)

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