Was soll ich tun? Ich kann einfach nicht mehr?was soll ich nur tun?

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7 Antworten

Ihr Zwei macht euch gegenseitig das Leben schwer. Es ist wie die Frage: "Was war zuerst da, die Henne oder das Ei?" In euren Depressionen verstärkt ihr euch und zieht euch gegenseitig runter.

Die Scheidung deiner Eltern ist 3 Jahre her. Man sollte meinen, dass du das inzwischen verarbeitet hast.

Schulstress ist normal, dass er jährlich steigt auch. Auch hier muss man Wege finden, damit umzugehen. Lernen ist der vernünftigste und verhilft in vielen Fällen und zu besseren Noten. Nur ist das der unbeliebteste Weg.

Das Teenager sich zurückziehen ist auch nicht ungewöhlich, Depressionen durch die Hormonschwankungen auch nicht. Das pendelt sich nach einiger Zeit wieder ein.

Ich bin auch Mutter von Teenagern. Aus Erfahrung weiß ich, dass Teenager nicht begeisterte Helfer sind. Das Gehirn strukturiert sich um und manchmal glaubt man an Teenager-Demenz. Sie sind so in ihrer Welt, dass neben ihn eine Bombe platzen kann und sie merken es nicht. Freiwillig machen meine "Ableger" nur das Nötigste. Wobei sich deutlich unterscheidet was sie und was ich für "wichtig" halten.

Deine Mutter hat sich ihr Leben mit Sicherheit auch anders vorgestellt. Jetzt steht sie da: alleinerziehend und berufstätig. Habt ihr Geldsorgen? Was glaubst du: Wie viel Bock hat sie nach der Arbeit den Haushalt zu machen und dann noch eure Sachen wegzuräumen? Das muss sie jeden Tag aufs Neue machen, ob sie will oder nicht, ob sie Bock hat oder nicht, ob sie müde ist oder nicht. Würdest du mit ihr tauschen wollen? Sie wurde nicht geboren um eurer Sklave zu sein.

Sind eure Arme kaputt? Seid ihr auf den Kopf gefallen? Habt ihr einen Sehfehler? Ich vermute mal nicht. Da werdet ihr euch (alle Beide dein Bruder und du) keinen Zacken aus der Krone brechen, wenn ihr mal mit anpackt. Schockt eure Mutter und helft ihr mal freiwillig. Einfach nur so, weil ihr sie lieb habt. Dann laßt euch von ihrer Überaschung anstecken. Sie wird deutlich bessere Laune haben und weniger schwierig sein. Probiert es doch  mal testweise aus. Macht doch mal den ersten Schritt um diesen Kreis zu durchbrechen.

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Kommentar von melie1234567890
13.06.2016, 17:40

Ich denke ich helfe meine Mutter so gut ich kann. Mein Bruder ist 6 Jahre alt und ich bringe ihne jeden Morgen in die Schule, hole ihn Nachmittags ab, mache ihm etwas zu essen uns sorge dafür, dass er seine Hausaufgaben macht. Ich räume durchaus auch auf, dass die Küche nicht sauber ist passiert nicht oft und auch in den anderen räumen sorge ich für ein wenig ordnung. Ich kann meiner Mutter nicht alles abnehmen, ich muss auch lernen und ich lerne sogar recht fleißig und schreibe gute Noten. Wie es aussieht ist es aber nicht genug, schließlich bin ich in ihren Augen wertlos und kann nichts.

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Gibt es eine Vertrauensperson innerhalb der Familie, wie Oma oder Tante oder Vater, an die du dich wenden kannst? Wenn ja, dann rede mit dieser Person, erzähle wie es dir geht.
Wenn nicht, dann rufe bei der Kummernummer für Jugendliche an. Hole dir auf alle Fälle Unterstützung, es gibt sie und du bist es wert, dass du Hilfe bekommst.
Wünsche dir alles Gute und die passende Hilfe.

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Ohh das tut mir ziemlich leid für dich.
Anscheind hat deine  Mutter selber starke Probleme, und ist wahrscheinlich noch jünger und überfordert.
Ich glaube am besten solltest du zu einem Artzt oder vertrauenslehrer gehen und die um Hilfe bitten.
Ich hoffe das bessert sich, ist wirklich ziemlich krass, was deine Mutter da zu dir sagt.
Gute Besserung :)

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Kommentar von melie1234567890
13.06.2016, 17:23

Aber wie soll ich zu einem Arzt wenn meine Mutter mich nichtmehr ais dem Haus gehen lässt und denkt mit mir wär alles ok? Sie sagt ich soll meine schlechte laune nicht mit depressionen verwechseln und nicht in Selbstmitleid versinken.

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Kommentar von Laxye
13.06.2016, 17:24

Du könntest ja nach der Schule einfach mal allein zum Artzt gehen, am besten in einer Sprechstunde, also wenn das geht.
Und falls nicht dann halt in der Schule was sagen :)

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Hallo Meli123 . . .ich rate Dir: nimm ein Zelt und alle Sachen, die Du brauchst und geh damit am Wochenende in der Wildnis campen. (Natürlich ohne Strom). Niemand nervt. Wenn Du wieder nach hause kommst, wirst Du Deine Mutter ein wenig besser verstehen und Sie hat mal ein Wochenende Ruhe vor "der faulen Bratze" und wird bessere Laune haben. Nun kann man MITEINANDER reden.

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Klingt jetzt vielleicht blöd, aber hast du einen Lehrer/in dem du vertrauen kannst? Ich denke du musst einfach mal mit einer erwachsenen Person sprechen, die auf dich eingeht und dir zuhört. Was du aber nicht vergessen darfst: Kein Mensch ist wertlos also auch du nicht. Es gibt auch im Internet sehr viele Seiten auf denen sich um dich gekümmert wird.

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Kommentar von melie1234567890
13.06.2016, 17:24

Wenn ich das alles einem Lehrer anvertraue rifer er meine Mutter an und der ganze stress fängt wieder von vorne an.

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Warum verstehst du nicht mal die Situation deiner Mutter?

Sie kommt von der Arbeit heim, hatte vermutlich ziemlichen Stress und du sitzt zuhause vom Fernseher.

Wenn du ihr helfen sollst, dann erzählst du ihr, wie schlecht es dir geht...

Das mag ja sein, dass es dir schlecht geht, aber was glaubst du, wie es in dem Moment deiner Mutter ging? Sie war arbeiten und du guggst TV.

So schlecht kann es dir wohl nicht gehen. Irgendwie verständlich, dass sie dann ausgerastet ist....

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Kommentar von 775smutje
14.06.2016, 21:09

Warum kann es jemanden nicht schlecht gehen wenn er Fernsehen guckt um sich zu beschäftigen? Wenn man keine Ahnung hat...

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Einen Arzt brauchst Du gewiss nicht. 

Ich schaue jetzt nicht nach, wie alt Du bist. 

Bei uns ist ein Elternteil sehr früh gestorben. Wir waren damals noch relativ jung. Also nicht alle schon in der Pubertät. 

Eine Scheidung kann wie der Tod eines Elternteils sein. 

Es gibt allerdings einen sehr gewaltigen Unterschied: 

Die Kinder haben das Recht regelmäßigen Kontakt zum weggezogenen Elternteil zu fordern. 

Ich schaue jetzt nicht nach Deinen anderen Fragen um mir ein besseres Bild machen zu können. 

Hier schilderst Du, Deine Mutter geht Vollzeit arbeiten, führt das Wirtschaftsunternehmen Haushalt und ist noch alleinige Erzieherin. 

Wo ist Euer Vater? Er hat Euch gegenüber die gleichen Pflichten wie Eure Mutter. Hat er sich aus dem Staub gemacht und sich in einen Verantwortungsverweigerer verwandelt?

Was bitte kann dann Deine Mutter dafür?

Wie oft seid Ihr bei Eurem Vater? Und wie geht es Dir da?

Fragen über Fragen und ich habe gerade erst angefangen. 

Fragen die Du in vertraulichen Gesprächen mit einer Lehrkraft besprechen kannst. Oder einem Schul-Sozialarbeiter falls vorhanden. 

Bist Du sicher dass Dein Vater regelmäßig die volle Höhe Eures Unterhaltes zahlt? Oder muss Deine Mutter deswegen ständig mit ihm vor Gericht?

Wenn Du Dich nicht mit einer Lehrkraft besprechen willst so gebe in die Suchmaske des Browsers

nummergegenkummer

Schaue Dir die Seite genau an. Und dann nutze sie. 

Für Deine Frage ist hier der falsche Platz denn Du brauchst regelmäßige feste Ansprechpartner. Zwei Möglichkeiten solche zu nutzen habe ich Dir genannt. 

Nun hast Du die Wahl:

Du tust Nichts außer jammern und Dein Zustand wird sich so sehr verschlechtern, dass Du am Ende tatsächlich in die Kinder- und Jugendpsychiatrie musst. 

Du nutzt mindestens einen meiner Vorschläge, besser beide, und damit die Möglichkeit die Situation insgesamt zu verbessern. 

Als unser Elternteil beerdigt war, aller Besuch weg und wir uns einen Tag erholt hatten gab es eine Familienkonferenz. Ein Teil von uns Geschwistern brauchte alle Zeit für die Schule und Ausbildung. Dennoch übernahmen sie auch freiwillig einige regelmäßige Aufgaben. 

Niemand von uns sah es als Belastung an. Wir fanden es selbstverständlich, dass jedes von uns seinen kleinen Beitrag leistete um als Familie weiter bestehen zu können. 

Unsere Mutter hätte gar keine Arbeit gefunden zur damaligen Zeit. Und auf die Rente mussten wir fast ein Jahr warten. Hätten wir nicht zusammen gehalten hätten wir alle keine Ausbildung, kein Studium absolvieren können. 

Und ohne die regelmäßigen Gespräche mit unseren Vertrauenslehrern sähe bei einigen von uns heute der Lebenslauf viel schlechter aus. 

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