Was soll ich tun gegen mein Arbeitgeber bzw wo bekomme ich kostenlose Arbeitsrechtshilfe?

... komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Wiedereingliederung wird nur durch den Arzt bestimmt. Wenn du einen Vertrag hast kannst du ggü deinem AG auf Erfüllung bestehen.

Wenn du in ner Gewerkschaft bist bekommst du dort Rechtsschutz. Wenn nicht - evtl Krankenkasse fragen... Die haben ja auch ein Interesse daran nicht zu zahlen..

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du hast Recht, deine Chefin kann nicht die Diagnose des Arztes überstimmen. Da diese Sache wohl in der Firma passiert ist, kannst du dich an die Berufsgenossenschaft wenden, denn die sind dafür zuständig. Sollte die Berufsgenossenschaft deiner Chefin zustimmen, weil das in den Richtlinien so drin steht, dann müsstest du das aber tatsächlich befolgen, auch weil es praktisch ein Schutz für dich selbst ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

also: du hattest einen unfall im betrieb und warst daraufhin arbeitsunfähig?  was sagt denn die berufsgenossenschaft? ist der unfall auch ordnungsgemäß gemeldet?  nach 6 wochen krankheit ist eine wiedereingliederung nicht zwingend notwendig und deine chefin bestimmt das auf keinen fall sondern die behandelnden ärzte.  was sagt denn der unfallarzt bzw., das unfallkrankenhaus?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von VaniGermanotta
11.12.2015, 13:34

Der Unfall ist ein Arbeitsunfall der wurde auch ordnungsgemäß gemeldet. Es ist mein zweites mal das ich meine Schulter ausgekugelt habe aber jetzt bei dem zweiten mal bin ich gestürzt weil die nicht genügen Licht in jeder Ecke haben und ich dadurch die Palette nicht sehen konnte. Und der Unfall Arzt sagt das ich wieder voll Arbeitfähig bin und das er mir keine wieder eingliederungs...verschreibt und das die Chefin ihn gerne mal anrufen soll aber Sie verweigert es ja

0

Du gehst zur Arbeit uns sagst dem Chef, dass Du wieder voll einsatzfähig bist und die Krankenkasse keine Wiedereingliederung bezahlt, da diese aus ärztlicher Sicht nicht nötig ist.

Wenn Dein AG Dich dann nicht arbeiten lässt und weg schickt, befindet er sich nach § 615 BGB in Annahmeverzug. Er muss Dich dann bezahlen, als hättest Du gearbeitet. Minusstunden können nicht entstehen und Du musst auch nichts nacharbeiten. Falls Dein AG auf die Idee von "Urlaubsabzug" kommen sollte (er wäre nicht der erste), das geht schon mal überhaupt nicht.

Für mich sieht es so aus, als möchte Dein Chef Dich jetzt arbeiten lassen, ohne Dich bezahlen zu müssen. Nach dem Motto: Jetzt habe ich sechs Wochen Entgeltfortzahlung geleistet, nun soll ihn die Krankenkasse bezahlen und ich brauche ihn für die täglich gearbeiteten Stunden nicht zu bezahlen.

Dein AG will Deine meiner Meinung nach Deine Arbeitskraft (wenn auch nicht voll) auf Deine Kosten und der der Krankenkasse.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Versuche die Aussagen Deines Chefs in schriftlicher Form zu bekommen oder versuche, dass das Ganze unter Zeugen gesagt wird. Dein Chef ist kein Arzt und kann daher überhaupt nicht verbindlich beurteilen, was medizinisch zu machen ist. Wenn er Dich unter Druck setzt, ist das in diesem Fall rechtlich wahrscheinlich eine Nötigung. Damit macht er sich strafbar. Dass er Dich 'rausschmeißt, kannst Du nicht verhindern. Aber er müsste im Zweifelsfall eine Abfindung zahlen, die allerdings in Deinem Fall nicht hoch sein wird. Wenn Du Mitglied einer Gwerkschaft bist, bekommst Du sehr wahrscheinlich in diesem Fall Rechtsschutz. Ansonsten kannst Du, wenn Du sehr wenig verdienst, Prozesskostenhilfe beantragen. Ein Rechtsanwalt würde Dir sicher dabei helfen, die zu beantragen.

Möglicherweise könntest Du sogar ohne Anwalt vor das Arbeitsgericht gehen, weil die Sachlage nach Deiner Schilderung sehr eindeutig ist. Krankheit kann zwar auch zur Kündigung führen, aber hier läuft ja etwas wie eine Erpressung.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Kuno33
11.12.2015, 13:34

Stop! Hier handelt es sich um einen Betriebsunfall. Der muss von der Firma der Berufsgenossenschaft gemeldet werden. Wird das nicht getan, macht sich die Firma u. U. strafbar. Eine Kündigung ist bei einem Betriebsunfall kaum möglich. Bei der Wiedereingliederung will Dein Chef nur Geld sparen.

Du musst allerdings dann zur Arbeit gehen. Erst wenn Du dort 'rausgeschmissen wirst, kannst Du gehen. Am besten sollte auch das unter Zeugen geschehen.

1

Geh brav weiter zur Arbeit. Wenn deine Chefin dich loswerden will muss sie dir ordentlich kündigen mit einem vernünftigem Grund. Sie kann nicht einfach bestimmen, dass der Arzt dir diese Bescheinigung ausstellt. Du willst ja arbeiten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung