Frage von Ria98, 72

Was soll ich studieren bzw. passt zu mir?

Hallo. Ich bin derzeit in der 12. Klasse. Mein Abi werde ich voraussichtlich mit einem Durchschnitt von 1, 6 absolvieren. Zwar würde ich gerne Psychologie studieren, allerdings möchte ich nicht unbedingt Wartesemster haben und habe deshalb überlegt, etwas anderes zu studieren. Meine Lieblingsfächer in der Schule sind Deutsch, Französisch und Bio. Erfahrungen habe ich in Praktika bei einem Architekten, in einer Kita und in einer Bibliothek gesammelt. Das Kita Praktikum hat sehr viel Spaß gemacht, aber leider habe ich einen leichten Sprachfehler, weshalb ich nicht in einer Kita arbeiten kann und auch nicht Lehramt studieren kann (in meiner Freizeit unterrichte ich Nachhilfe, aber Lehramt darf ich ja leider nicht studieren). Ich denke, dass meine Stärken im Umgang mit Menschen liegen und darin, dass ich sehr viel Geduld habe und praktisch nicht reizbar bin. Auch bin ich sehr kreativ und zeichne und nähe für mein Leben gerne. Ebenso wie ich sehr gerne schreibe (ich habe einige Artikel für unsere Schülerzeitung verfasst und auch schon zwei für unsere Regionalzeitung) und es liebe zu lese. Ich interessiere mich für praktisch alles. Tja und jetzt weiß ich leider überhaupt nicht, was ich studieren soll. Bei so einem tollen Test von der Berufsberatung kam raus, dass ich Bürgermeisterin werden soll. Und die nette Frau hat mir geraten, dass ich irgendetwas mit Fremdsprachen mache, da ich dass DELF B1 habe und das FCE B2. Habt ihr vielleicht irgendwelche guten Ideen? Vielleicht Studiengänge an die man nicht sofort denkt? Danke im Voraus Ria

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von CaseOfInterest, 20

Moin,

Denk mal darüber nach, was du dir vorstellen kannst, mehrer Jahrzehnte zu machen. Stärken und Schwächen zu erkennen ist zwar ein Anfang, hat aber zumindest bei mir, wenig damit zu tun, was ich den ganzen Tag so mache bzw. was mir Freude bereitet.

Fremdsprachen sind problematisch. Solange man nicht bilingual erzogen wurde, wird es echt schwer was in die Richtung von Dolmetschen oder so zu machen. Ansonsten in Kombination mit etwas wirtschaftlichem schon eher. Was in Richtung Außenhandel oder dergleichen. Aber da ist die Sprache eher Mittel zum Zweck, von demher weiß ich nicht, ob dir das zusagen würde.

Wie sieht es im technischen Bereich aus ? Du sagst, dass dich alles interessiert, aber unter der Lieblingsfächern ist Mathe, Physik oder dergleichen nicht.

Generell ist es sehr problematisch hier handfeste Ratschläge zu geben, da die Ausgangslage sehr dürftig ist. Bisschen Interesse an allem möglichem, Praktika in total verschiedenen Bereichen, Interesse an Sprachen, was alles und nichts sein kann.

Geh mal an Unis, lass dich da beraten bzw. falls möglich schau dir mal ein paar Vorlesungen im Sommersemester an, um mal ein Eindruck zu bekommen. Ansonsten ein Jahr jobben und weitere Praktika oder ein FSJ machen und dann Psychologie studieren.

Kommentar von Ria98 ,

Danke für die Tipps.  Also für Physik interessiere ich mich schon, allerdings kann ich es Dank meiner Lehrerin nicht zu meinen Lieblingsfächern zählen. Mathe mag ich Stochastik. Analyses ist nicht so meins. Von den Naturwissenschaftlichen Fächern mag ich Bio und auch Chemie sehr gerne. 

Außenhandel wäre schon eine Option zumindest nutzt man da ja Fremdsprachen.  Ich habe schon an den Studiengang Business and language Administration im frankophonen Sprachraum gedacht, bin mir aber nicht sicher. 

Aufjeden Fall Dankeschön für deine Antwort,  ich werde auch über ein FSJ nachdenken. 

Kommentar von CaseOfInterest ,

Wenn du Psychologie studieren willst, tu es und lass dich nicht davon abschrecken, dass du nicht gleich studiert. In meinem Jahrgang haben die wenigsten gleich angefangen, sondern erstmal ein FSJ gemacht, teilweise sogar ein Jahr in der Welt umhergereist etc.

So eine Gelegenheit hat man nachher nie wieder. Zudem beschwert sich die Wirtschaft urplötzlich darüber, dass die Absolventen alle zu jung wären, nachdem auf ihr drängen G8 eingeführt wurde.

An deiner Stelle, würde ich wahrscheinlich ein Jahr ein FSJ machen, optimalerweise an einer Stelle, wo man auch mit Psychologie in Kontakt kommt z.B. bei Beratungsstellen oder dergleichen. Ich weiß nicht wie es im Studium aussieht, aber ggf. kann man sich sowas dann auch anrechnen lassen, wenn ein Praktikum oder dergleichen gefordert ist.

Antwort
von Hollybluewater, 26

Möchtest du denn unbedingt studieren?

Wenn du in eine kreative Richtung gehen möchtest (Gestaltung), würde ich erst eine Ausbildung empfehlen und dann ein aufbauendes Studium.
Wenn du Richtung Fremdsprachen gehen magst... wie wäre es z.B. erst mit Fremdsprachenkorrespondenz und dann im Anschluss mit einem Studium?
Psychologie wäre aber auch eine Idee und du könntest dich auch als Therapeut ausbilden lassen, ggf. z.B. auch als Kunsttherapeut.
Weitere Möglichkeiten: Sozialassistent werden und darauf aufbauend wiederum studieren.
...
Ich glaube, du erkennst ein Muster bei meinen Vorschlägen.

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Das, was einfach im Studium zumeist fehlt (Fachhochschulen mal ausgenommen) ist die Praxis.
Du bist im Grunde besser dran, wenn du erst etwas als Ausbildung lernst, merkst, ob es dir liegt und dich dann ins Studium schmeißt.
Dann hast du schon eine grundlegende Ahnung, kannst auf dein Wissen aufbauen und vor allem auch auf Erfahrungen zurückgreifen, welche dir sonst verwehrt bleiben.
(So halte ich z.B. auch eine Krankenpflegeausbildung für sinnvoll, bevor man Medizin studiert)

Vielleicht findest du in den Richtungen etwas?

Kommentar von Ria98 ,

Naja, ich habe an ein Studium gedacht, weil ich für Ausbildungen glaube ich, etwas spät dran bin. Ich werde ja schon im Juni fertig mit der Schule. Ich habe mich ja auch schon an vielen Unis informiert und es gibt ja öfters Studiengänge mit integriertem Praktikum. Die Idee dahinter finde ich in so fern gut,  dass man das Gelernte gleich umsetzten kann. Wobei es vermutlich wirklich sinnvoller ist, erst eine Ausbildung zu machen und dann zu studieren. Danke für die Vorschläge.  Ich werde mich weiter informieren dazu. 

Kommentar von Hollybluewater ,

Verstehe. Nun, das stimmt natürlich, wobei manche Ausbildungsgänge auch zwei Kursanfänge im Jahr bieten. Kommt immer drauf an, welcher Beruf es dann ist. :)

Integrierte Praktika... kommt auf den Studiengang drauf an. Bei Sonderschulpädagogik fand ich es SEHR schlecht organisiert.
Nach 3 Semestern das erste Hospitationspraktikum, nach 5 Semestern dann gleich in den Unterricht ohne ausreichende Vorbereitung.
Medizin wandelt sich ja auch vom Studiengang immer mehr und mehr - dass praktische Erfahrungen von Anfang an gemacht werden, etc.
Gibt natürlich auch generell die dualen Studiengänge, die das gleich alles miteinander verbinden - Arbeit und Studium.
Sehr aufwendig, aber keine schlechte Idee.

Ansonsten... jobben. Das ist auch eine Option.
Eine Arbeit suchen, Erfahrung sammeln und Geld verdienen.
Oder ein FSJ?

Antwort
von grubenschmalz, 27

Maschinenbau

Kommentar von Ria98 ,

Danke für den Vorschlag,  aber ich glaube Maschinenbau wäre nicht so meins.

Antwort
von grungealiengirl, 32

kannst es ja mal mit der Homöopathie versuchen. ist aber geldaufwendig

Kommentar von grubenschmalz ,

Bitte? Diese Quacksalberei? Wie kommst du auf die Idee, dass man so etwas studieren kann (bzw sollte)

Kommentar von grungealiengirl ,

studieren kann man das nicht,aber sich Fortbilden. aber das macht man im studium doch auch,nicht?

Kommentar von Ria98 ,

Hm. Homöopath finde ich tatsächlich sehr spannend. Nur habe ich leider auch nicht wirklich viele finanziellen Mittel zur Verfügung.  Bei einem Studium würde ich einen Bafög Antrag stellen. Aber wie du gesagt hast, Homöopathie ist sehr geldaufwendig.  Trotzdem danke, ich werde mich mal informieren. 

Soweit ich weiß, ist das aber kein Studium.  Und generell nicht so richtig anerkannt.  

Kommentar von grungealiengirl ,

ja das stimmt,aber es wird in den schulen trz studiengang genannt

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