Frage von Janouschka, 60

Was soll ich nur tun (vollstationär, teilstationär)?

Hi. Nachdem meine Diagnostik nun abgeschlossen ist, stellt sich die Frage, wie es weitergehen soll. Ich habe mittelgradige Depressionen und eine Sozialphobie. Meine Psychologin glaubt, dass eine ambulante Therapie und Medikamente allein nicht ausreichen würden. Mir wurde ein teil- oder vollstationärer Aufenthalt empfohlen. Ich weiß nicht was ich tun soll.. Die Jugendstation durfte ich mir schon ansehen und ich glaube nicht, dass ich das durchhalten würde. Diese ganzen Gruppentherapien, die Doppelzimmer etc.. Es wäre eine einzige Qual für mich. Die Tagesklinik darf ich mir anscheinend nur ansehen, wenn schon eine gewisse Bereitschaft vorhanden ist, damit sie mich gleich auf die Liste setzen können. Allerdings wie soll ich auch nur ein bisschen Bereitschaft aufbringen, wenn ich so gar keine Ahnung habe, was da auf mich zukommt?! Eine ambulante Therapie würde höchstwahrscheinlich zu lange dauern.. Was soll ich jetzt tun? Einerseits möchte ich nichts ändern, da dies meine "Komfortzone" ist und ich mich so am wohlsten fühle, andererseits ist das so kein Zustand. Es würde vermutlich schlimmer werden und wer weiß, wie weit es dann noch kommen würde.. Ich habe rund 50% Lebensqualität und möchte wieder Spaß am Leben haben, doch ein teil- oder vollstationärer Aufenthalt jagt mir riesige Angst ein. Was soll ich nur tun? :'-(

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Antwort
von bikerin99, 26

Das ist deine Chance, auch wenn im Moment die Komfortzone attraktiver ist. Veränderung mcht häufig Angst. Die große Herausforderung sind natürlich die anderen Jugendlichen und die Gruppentherapie (du hast nicht umsonst die Diagnose Sozialphobie). Das Verbindende ist, dass dort alle ihre verschiedensten Probleme haben, das heißt, dass du mit deinen Schwierigkeiten nicht alleine bist.
Der Unterschied zwischen stationär und teilstationär, dass du bei letzterem tagsüber dort bist, aber abends wieder nach Hause kannst.
Inhaltlich wird sich das Programm nicht so stark unterscheiden.
Denke an dein Ziel, wieder Lebensqualität zu gewinnen, wenn du das Gefühl hast, dass du es nicht aushältst. Danach kannst du mit Stolz und selbstbewusst auf die schwierige Zeit zurückbleiben. Es stärkt dich für spätere Herausforderungen.

Antwort
von FelinasDemons, 27

Es ist völlig normal, dass du Angst hast in eine Klinik zu gehen. Aber du darfst nicht zulassen dass die Angst dich zu sehr einnimmt. Versuch es doch einfach,diesen Schritt.Stell dich deiner Angst.
Und es ist auch normal, dass ein sozial Phobiker verkrampft sobald er unter fremden ist.Wir auch überall sonst muss man sich an neue Menschen gewöhnen.Das wird mit der Zeit kommen. Ich weiß wovon ich rede.

Alles Gute und ich hoffe,dass du das Beste für dich tust.

LG FelinasDemons :)

(PS:Darf ich fragen wie alt du bist?)

Kommentar von Janouschka ,

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Antwort
von sunnyhyde, 32

einfach mal deine komfortzone verlassen, über deinen schatten springen und auf die vollstation gehen..

Kommentar von Janouschka ,

Wie gesagt, ich weiß nicht, ob ich das durchhalte.. Als ich mir die Station angesehen habe, waren da ja auch die anderen Jugendlichen. Ich verkrampfte total und brachte kaum ein Wort heraus. Purer Stress. 

Antwort
von he1lan2, 32

" Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben" - eine brutale, aber immer gültige Volksweisheit.
Mach, was dir dein Arzt empfiehlt und bemühe dich ernsthaft, es durchzuhalten. Ändern kannst du es immer noch, wenns wirklich nicht geht.

Machst du nichts, bestimmt vielleicht mal ein "amtlicher Arzt" für dich und dann kannst du dir nichts mehr aussuchen.

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