Frage von xJanaxo, 69

Was soll ich noch tun, ich bin total am Ende (Depression)?

Ich (w/19) bitte jetzt schon vorher darum nur ernste Antworten zu geben. Und zwar ist es so, dass ich seit ca. 6 Jahren Depressionen und eine soziale Phobie habe. Seit 2012 hab ich auch die Diagnose und mache eine Therapie, die jetzt leider bald zu Ende ist. Es hat alles damit angefangen, dass ich in der Schule gemobbt wurde, ich hab dann die Klasse wiederholt damit ich ein besseres Zeugnis bekomme und hatte gehofft, dass ich da dann nicht gemobbt werde. Es wurde schlimmer. Ich wurde komplett zum Außenseiter. In meiner alten Klasse hatte ich wenigstens noch ein paar Leute die mich nicht gemobbt haben. Aber in meiner neuen Klasse war ich dann komplett alleine. Ich wurde besonders von einer Person emotional komplett fertig gemacht. Dazu muss ich sagen, dass ich als Kind mit ihr sehr gut befreundet war, deswegen bin ich dann auch in ihre Klasse gegangen. Anfangs war auch alles gut und ich hab ihr so vertraut, dass ich ihr von meinen Depressionen erzählt habe. Das hat sie dann ausgenutzt und alle gegen mich aufgehetzt. Sie hat irgendwann sogar eine Seite auf Facebook gegen mich erstellt. Wegen ihr habe ich angefangen mich selbst zu verletzen. 2013 hab ich dann meinen Realschulabschluss gemacht und dachte wieder, dass es jetzt endlich besser wird wenn ich eine Ausbildung mache. Um es kurz zu fassen: Es wurde nur noch schlimmer. Wieder Mobbing. Jetzt bin ich seit September vom Psychiater krank geschrieben. Ich fange zwar morgen in einem neuen Ausbildungsbetrieb an aber das hat mich alles auch sehr mitgenommen. Und das Schlimmste kommt noch: Im Juli hab ich jemanden kennengelernt. Ich will jetzt keine Details erzählen, da ich dazu schon andere Fragen gestellt habe. Auf jeden Fall hat er mich sehr verletzt. Wegen ihm bin ich wieder ganz unten angekommen. Vielleicht ist es etwas krass zu sagen, dass er der Grund ist warum es mir wieder so schlecht geht aber es ist einfach so. Ich bin ihm komplett egal. Seit über einem Monat ist es so, dass ich jede Nacht weine, ständig zusammenbreche wenn ich alleine bin und keinen Sinn mehr in meinem Leben sehe. Ich verstehe nicht, wieso bei mir alles immer schief läuft. Warum ich nicht glücklich sein darf. Das alles wirkt sich auch körperlich aus, mir ist schlecht, ich hab Kopfschmerzen und Halsschmerzen. Meine Eltern glauben mir geht es wieder gut, weil es ja "nur" Liebeskummer ist und das geht ja schnell vorbei. Bei mir ist das aber nicht so, ich falle immer sofort in eine Depression die wirklich schlimm ist. Ich würde ehrlich gesagt am liebsten in eine Tagesklinik. Ich weiß nur nicht, wie das mit der Schule und Ausbildung gehen soll. Denn ich bin im Juni mit meiner Ausbildung fertig und möchte die nicht jetzt noch abbrechen. Es ist zwar überhaupt nicht das was ich machen will aber ich will es einfach nicht abbrechen...naja eher meine Eltern wollen nicht, dass ich es abbreche. Kann mir jemand helfen? Und mir sagen was ich machen kann/soll? Damit es mir wieder besser geht?

Tut mir leid, dass der Text so lang ist.

Antwort
von Sorrisoo, 31

Solche Geschichten machen mich sehr nachdenklich. Es tut mir sehr leid für den Schmerz den Du erfahren musst. In der heutigen Leistungsgesellschaft hat es oft keinen platz für die "Schwachen". Und manche Leute gehen über Leichen um selber noch erfolgreicher zu sein. Lass Dir Dein Leben von denen nicht kaputt machen. Ich bin mit meiner Krankheit sehr offen umgegangen und bin auf viel Verständnis gestossen. Dabei haben mir viele von ihren eigenen psychischen Problemen berichtet. Mit Tageskliniken kenne ich mich nicht aus. War 6 Wochen stationär in einer Klinik. Da hatte es übrigens sehr viele junge Leute. Ich wünsche Dir gute Freunde mit denen Du sprechen kannst und alles Gute🍀Such den Fehler nicht bei Dir! An Dir liegt es nicht. Kämpfe. Du machst das Toll.

Kommentar von xJanaxo ,

Ich gehe auch mittlerweile ziemlich offen damit um. Nur die Freunde die ich mal hatte haben sich dann von mir abgewendet. Trotzdem erzähle ich allen immer gleich am Anfang dass ich solche Krankheiten habe, damit es nicht passiert dass ich vielleicht anfange etwas für jemanden zu empfinden und ich es dann erzähle und sie mich dann verlassen...

Wie war es denn stationär in einer Klinik?

Kommentar von Sorrisoo ,

Ich kann das nicht verstehen. Das mache Leute so reagieren. Aber sei froh, wenn Du jemanden findest der Dich versteht, hast Du viel mehr davon. In der Klinik war für mich zuerst sehr schwer. Ich hatte das Gefühl ich gehöre da nicht hin. Habe aber alles mitgemacht (Kochen, Bewegungstherapie, Maltherapie, Musiktherapie, Gesprächstherapie und Spaziergänge). Nach 2 Wochen habe ich die Klinik gewechselt. Da war es viel moderner, wie in einem Hotel inkl. 4 Gang Abendessen. Da konnte ich Tiere betreuen, Speckstein bearbeiten, Bewegungstherapie, Nordic Walking, Kunsttherapie, Maltherapie, Psychotherapie, Krafttraining,Progressive Muskelkontraktion. Habe da tolle Leute kennengelernt. Hatte auch viele Junge leute da. Ich habe die Klinik dann nach 4 Wochen verlassen, weil keine Heilung in Sicht war. Danach ging ich ambulant einmal pro Woche zu einer Psychiaterin. Nun ist rin Jahr vergangen und ich bin immer noch krank. Und dennoch gebe ich nicht auf.

Antwort
von JenniTonline, 21

Hey

Es tut mir sehr leid was dir passiert ist. Deine Lebensgeschichte erinnert mich sehr an meine. Morgen fang ich erneut einer Therapie an. Du kannst mich gerne persönlich anschreiben und wir könnten ein bisschen quatschen. Ich würde dir sehr gerne helfen soweit ich kann :)

Antwort
von caraana, 32

Hey mir tuts echt Leid dass es dir so geht, ich weiss wie es ist Depressionen zu haben und gemobbt zu werden, ich musste es au h schon durchmachen.
Kannst du evtl die Therapie/Psychiater wechseln? Wenn es dir nicht wirklich was bringt ist es vlt nicht der Richtige!
Am neuen Arbeitsplatz lernst du bestimmt wieder Leute kennen. Machst du Sport? Ich kann dir sehr empfehlen in einen Verein zu gehen oder ins Fitnessstudio, das baut Selbstvertrauen auf, auch wenns mit einer sozialen Phobie schwer wird. Aber ich habs auch geschafft alles kannst du das auch! :) Ich weiss das sagen alle aber: Es wird wirklich besser werden. Du schaffst das.

Kommentar von xJanaxo ,

Also meine Therapeutin ist schon gut aber bei mir ist das Problem dass wenn ich mit jemandem rede, es nie so rüber kommt als würde mich etwas sehr belasten. Vielleicht weil ich Angst habe dass sie mich in eine Klinik schickt aus der ich nicht so schnell wieder rauskomme...

Kommentar von xJanaxo ,

Achso und Sport mache ich nicht...gerade wegen der sozialen Phobie...aber ich werde darüber nachdenken ins Fitnessstudio zu gehen. Vielleicht lerne ich da auch mal jemanden kennen

Antwort
von Junertz, 27

Also ich kann dir leider nicht genau sagen was für dich besser wäre, ich würde in der Ausbildung bleiben und das noch durchziehen. Aber ich kann dich schon verstehen, ich habe auch schon sehr lange Probleme mit Depressionen. Kannst mich gerne mal anschreiben falls du jemanden brauchst mit dem man reden kann, auch wenn vermutlich keine große Hilfe ist.

Antwort
von Rheinflip, 25

1. Gesundheit geht vor, absolut.  Schau,  das du eine gute Tagesklinkik oder andere TherapieForm findest und konzentrieRe dich auf deine Gesundheit.  

2.  Di kannst mit Absprache der Kammer deine Ausbildung  aussetzen und später weitermachen.   Dann ist nicht  alles verloren.  

Kommentar von xJanaxo ,

Ich weiß aber nicht wie ich das meinen Eltern sagen soll, die denken ja mir geht es gut bzw. sie glauben nicht, dass ich noch Depressionen hab.

Und ich weiß nicht, jetzt hab ich einen neuen Betrieb gefunden und dann soll ich gleich wieder gehen?...

Kommentar von Rheinflip ,

Dein Therapeut sollte mit deinen Eltern reden.  

Antwort
von GutenFragen4, 29

kann mit dir mitfühlen..erlebe fast das gleiche.. also wie wär's denn mit einem auslandsjahr? da lernst du neue leute kennen und kannst dich selber finden :)

Kommentar von xJanaxo ,

Ein Auslandsjahr wollte ich schon immer mal machen. Nur ist das glaube ich ziemlich teuer...

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