Frage von HenJace, 28

Was soll ich gegen dieses Gefühl der Sinnlosigkeit und gegen das Problem machen?

Ich bin 22 Jahre alt und in meinem Leben ergibt nicht mehr viel Sinn. Ich finde einfach keine Berufung, die zu mir passt und ich habe auch nicht mehr viel Lust was mit Freunden zu unternehmen. Immer öfter bin ich ohne Grund traurig oder denke darüber nach was wäre, wenn ich nicht mehr da bin. Manche würden es gar nicht bemerken. Zumindest kommt mir das so vor. Ich Jahre schon einigen gesagt wie ich mich fühle aber um ehrlich zu sein Rede ich auch nicht gerne darüber, deswegen will ich es mal hier versuchen. Noch habe ich auch noch nicnicht ernsthaft versucht, mich umzubringen oder so etwas...aber die Sache mit dem "Ritzen" wie man sie so schön nennt, wird von mal zu mal leichter und auch das macht mir etwas Angst...auch dieses Verlangen es wieder zu tun....

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Rubick117, 25

Ich kann deine Gedanken, Gefühle und deine Situation gut nachempfinden. Wenn du einfach so sterben würdest, würde es mehr Menschen traurig machen und verletzen, als du glaubst. Versuch lieber darüber nachzudenken was du tuen könntest, um aus deiner Lage herauszukommen. Das ist natürlich leichter gesagt als getan, aber die negativen Gedanken ziehen dich nur weiter runter, ich kenne dass gut. Du musst nicht mit jedem darüber reden, aber es ist wichtig das du es tust. Such dir jemanden dem du vertrauen kannst. Das können Freunde, Eltern oder eine andere Vertrauensperson sein. Wenn du sogar schon mit dem Selbst verletzen angefangen hast, würde ich dir ein Gespräch mit einem Therapeuten empfehlen. Am besten ist es natürlich auch deinen Eltern Bescheid zu sagen. Rede mit ihnen darüber und lass dir helfen. Es ist nicht alles so aussichtslos wie du gerade denkst, du kannst nur noch nicht sehen wofür sich dass alles lohnt. Aber um das herauszufinden musst du bitte stark bleiben und weiterkämpfen.

Guck dir mal diesen Link an: http://www.rotelinien.de/alternativen.html

Dort findest Möglichkeiten um einen nicht schädlichen Ersatz für das selbst verletzen zu finden. Bitte hol dir Hilfe und verschließe dich nicht, es kann und wird sich alles noch besser, vertraue mir. Falls du noch irgendwelche Fragen hast oder Hilfe brauchst, kannst du mir jederzeit schreiben.

Liebe Grüße Rubick.

Kommentar von HenJace ,

Vielen Dank für deine Antwort. Ich habe tatsächlich schon meine besten Freunde mit einbezogen, aber ich denke immer auf Dauer nervt es die Leute nur. Meine Eltern wissen nichts davon, einfach aus dem Grund dass ich meiner Mutter irgendwie schon seit Jahren nicht richtig vertraue und mein Vater sehe ich nicht oft genug. Das macht es schwer zu einer Therapie zu kommen, denn wenn ich mir sowas suche, will sie wissen warum und naja....

Kommentar von Rubick117 ,

Du nervst sie nicht, von diesem Gedanken musst du dich trennen. Du darfst dich dadurch nicht noch mehr verschließen. Wenn es echte Freunde sind, hören sie dir gerne zu und werden versuchen dir zu helfen. Du musst deiner Mutter es nicht bis ins kleinste Detail genau erklären, sie kann ja dann mit dem Therapeuten reden, falls du dass möchtest. Aber wichtig ist das etwas passiert und da ist es egal was deine Mutter denkt. Du tust das für dich, nicht für sie oder für wen anders. Wenn du deinem Hausarzt die Situation schilderst, sollte er dich an einen Therapeuten weiterleiten. Das wird es dir etwas leichter machen, mal frei zu erzählen. Ich wünsche dir viel Glück dabei, du kannst dass schaffen!

Liebe Grüße, Rubick.

Antwort
von artdirector, 18

hallo henjace,

ich habe auch in meinem freundeskreis meherere freundinen die sich ritzen oder geritzt haben! zu erst einmal lass dir gesagt sein - das ich es gut finde das du offen darüber sprichst - und einen ausweg suchst.

selbstverletzung oder selbstschädigendes verhalten dient oft als druck-abbau - und ja du hast das schon richtig erkannt - es kann zu einer richtigen sucht werden . hinterher fühlt man sich durchaus lebendiger - aber nicht wirklich besser - denn man macht sich selber vorwürfe.

die fehlende selbstliebe, die fehlende motivation irgendwie teil dieser gesellschaft zu sein, der fehlende platz / dein umfeld / dein ruhepool / deine bestimmung. all das sind "issues" deines lebens - und vielen menschen - so auch mir - fällt es sehr schwer diese dinge für sich zu entdecken.

einigige schaffen es über das gründen einer familie ala "ich lebe mein leben nicht nur für mich sondern ich habe verantwortung für mich, meinen partner, meine mutter, mein kind"  - andere schaffen es in dem sie in einer berufung / einem beruf / einem hobbie aufblühen - andere ebend nicht.

verabschiede dich doch erstmal von dem grundgedanken das du überhaupt irgend etwas FÜR diese gesellschaft tun musst - irgendwie sein musst. du brauchst KEINEN job um existieren zu dürfen ! dieses paradigma wird in 50 jahren eh total aufgeweicht sein -  denn so viele jobs gibt es einfach nicht mehr, wenn maschinen unsere arbeit machen ! trotzdem pflanzen wir menschen uns fort und haben das recht darauf bedingungslos existieren, leben zu dürfen und unsere erfahrungen machen zu dürfen auf diesem planeten.

auch spühre ich eine gewisses fehlendes soziales stabiles umfeld - also vertrauenspersonen in deiner umgebung. menschen die dich auffangen. menschen dessen werte, ziele und ideale du teilst. mit denen du pläne machst für deine zukunft. einen festen freund. dein elternhaus...

es ist oftmals schwierig in depressionen alleine aus dem sumpf der isolation zu finden - und es ist auch sehr schwierig als inteligenter grübelnder mensch diese schmierenkomödige "gesellschaft" so lieben zu lernen.  ich vermute dich interessiert weder das fussballergebnis gerade - noch was der erduan macht - noch hast du pläne fitness-youtuber zu werden, oder irgendwie kindern in afrika zu helfen ...  musst du auch nicht.

deine aufgabe auf dieser erde ist in erster linie erstmal herrauszufinden was dich glücklich macht - wofür du brennst - und was es denn eigentlich ist  wozu du hier bist.  und das findest du raus - in dem du genau schaust was dich besonders aufregt in dieser welt . das was man an anderen kritisiert zb - ist das was man an sich selber nicht mag -und sich da verändern will ...

ich würde dir ganz doll empfehlen geführte meditationen zu machen - persönlichkeitsentwicklung zu betreiben - also zb mentoren, coaches etc auf youtube zu abonieren und ganz viel über das leben an sich und DICH zu erfahren .  zb wie du mehr selbstliebe erlangst. wie du mit stresssituationen umgehst. wie du mit dem gefühl umgehst nicht mit anderen verbunden zu sein - dieser welt so wie sie ist nicht folgen zu wollen ...

und dann halte es wie bibi blocksberg : ich mach mir meine welt so wie sie mir gefällt !

tu also das worauf du lust hast. schaffe dir den ruhepool. lese etwas über die dinge die dich begeistern.  finde zugang zu freunden die dir helfen können alternativen zum selbstverletzen zu finden .  beschäftige dich doch mal z.b. mit "skills / tools" die man alternativ verwendet ...  zb gummibänder,  parfümflaschen / scharfe gewürze etc etc etc ...  denn du bist es wert das du dieses problem überwindest  - und ganz bestimmt wird aus dir noch ein wundervoller mensch - auch wenn du dir das jetzt noch gar nicht vorstellen kannst.

das ist nämlich das problem : man sieht sich selber immer nur in der gegenwart - und lebt auch ganz viel in der vergangenheit - und kann es sich gar nicht richtig vorstellen das man seine meinung und sein leben ändern kann .  aber ich sage dir : in einem jahr denkst du schon ganz anders ! und in 20 jahren erst recht !!!  sehe dein leben als zukunftsgewannt - und akzeptiere das es dir GERADE nicht so gut geht aber der WEG das ziel ist .

ach ja : und du musst sich wirklich nicht dafür schämen das du dich selber verletzt . professionelle hilfe kann helfen - aber BESSER noch sind erstmal menschen die dich verstehen - und der eigene wunsch das du da etwas ändern möchtest !

also was sind eine ziele im leben ? denk doch mal drüber nach wie dein leben im aller aller aller besten fall eigentlich aussehen könnte - und denk nach was du dafür im kleinen schritt für schritt angehen musst.

lg 

Kommentar von Rubick117 ,

Eine schöne Antwort, gefällt mir gut! :)

Kommentar von HenJace ,

Also zuerst: vielen Dank für deine Antwort, es ist wirklich sehr hilfreich aber mein Problem ist auch, ich weiß wirklich nicht was ich machen soll, ich lese viel und ich habe auch schon einigen Freunden davon erzählt aber jedes Mal wenn ich wieder in diese "Down"-Phase komme, wie man es so schön nennt, habe ich oft Angst dass ich die Leute mit meinen Problemen nerve. Damals hatte ich das nie aber seit diese regelmäßigkeit anfing, immer wieder. Deswegen habe ich das auch hier geschrieben. Es ist einfacher es zu schreiben. Vielleicht werde ich aber wirklich mal mit Meditation oder sowas anfangen. 

Antwort
von RangerRubber, 18

jeder hat mal so eine down phase im leben. die geht bald vorbei oder glaubst du wirklich dass du in 20 jahren immernoch so denken wirst? und ritz dich nicht das ist bescheuert mehr nicht.

Kommentar von HenJace ,

Naja bald ist gut...das ganze fing schon letzten November an...

Kommentar von RangerRubber ,

ich würde sagen wenn du pech hast dauert es noch ein jahr oder so. verglichen mit deinem leben ist das garnichts. sowas muss man einfach durchstehen es gibt genug menschen die schon viel schlimmeres durchstehen mussten

Kommentar von Rubick117 ,

Jetzt mal ganz langsam, nicht du dass es von Mensch zu Mensch unterschiedlich lang dauert, es empfindet auch jeder unterschiedlich. Jemandem zu sagen das andere viel schlimmeres erlebt haben ist einfach dumm. Tut mir leid, aber dein Kommentar ist wirklich einfach sinnlos. Nach dieser Logik dürftest du dich über nichts mehr in deinem Leben beschweren und müsstest pausenlos glücklich sein. Geht es einem besser weil es irgendwo jemandem schlechter geht? Nein, tut es nicht. Der Fragensteller kann mit deiner Antwort nichts anfangen. Außerdem ist es genau so unverantwortlich jemandem zu sagen das es dumm ist, was er da tut. Bitte lass das.

Kommentar von RangerRubber ,

nein du hast meine antwort und meine denkweise einfach nicht verstanden. der fragensteller denkt über selbstmord und sich zu ritzen nach. und meiner meinung nach sind seine probleme nicht auf dem level dass man darüber nachdenkt. seine probleme sollte man durchstehen können.

und ja wir menschen empfinden alle unterschiedlich. aber nicht besonders unterschiedlich. wir sind uns alle viel ähnlicher als die meisten denken. und dass jemand so eine down phase für mehr als 2 jahre hat ist selten.

Kommentar von Rubick117 ,

Ich habe das schon richtig verstanden. Sein empfinden nach ist es aber so und keiner hat das recht einem sein empfinden abzusprechen. Manche stoßen sich den Zeh und es tut ihnen schrecklich weh, anderen tut es kaum weh. Da kannst du auch nicht einfach sagen, stell dich nicht so an, du darfst doch bei so etwas keinen Schmerz empfinden. Und selten ist das auf keinen Fall, so etwas nennt man dann eine Depression und die kann über Jahre gehen. 

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