Frage von Nordwestkurve 22.08.2012

Was soll ich bzw meine Eltern machen...

  • Antwort von sunblossom 22.08.2012
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    ihr habt unrecht, die anderen haben recht

    ich mein, so schlösser sind schon zu dem grund an türen

  • Antwort von Nomex64 23.08.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hier treffen zwei Probleme aufeinander die in Deutschland immer wieder zu Irritationen führen.

    Zum einen gibt es die Bauordnungen der Bundesländer, die an Türen in Fluchtwegen entsprechende Anforderungen stellen. Und da steht das die Türen nicht verschlossen sein dürfen und ohne Schlüssel innerhalb einer Sekunde geöffnet werden können müssen.

    Auf der anderen Seite steht natürlich das Sicherheitsbedürfnis gegen Einbrüche bzw. ungewollte Personen im Haus. Auch wenn mir bis heute noch niemand ein Schriftstück einer Versicherung zeigen konnte, das die dann nicht zahlen, kann ich das Bedürfnis doch verstehen.

    Was machen mit dem Dilemma von Forderungen die sich scheinbar widersprechen.

    Die Lösung ist ganz simpel und lautet Panikschloss http://is.gd/l95SOo

    Die verschlossene Tür kann von innen im Notfall einfach geöffnet werden. beide Forderungen sind somit erfüllt. Leider scheinen viele Architekten beim Thema baulicher Brandschutz nicht auf der Höhe der Zeit zu sein.

    Ach so, da war noch die Frage ob die Feuerwehr rein kommt. Da mach dir mal keine Sorgen, wir haben schon einige Mittel und Möglichkeiten Türen, zur Not auch gewaltsam, zu öffnen. Auf die Möglichkeiten möchte ich hier aber aus verständlichen Gründen nicht eingehen. ;)

    Ich hoffe das hilft dir bei der Argumentation.

  • Antwort von JaAl11 23.08.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Der Brandschutz ist Materie der Landesbauordnungen. Diese sehen in allen Ländern vor, dass in jedem Gebäude ein erster Rettungsweg in einer festgelegten Entfernung von jeder Nutzungseinheit... Insgesamt enthalten die Bauordnungen damit ausdrückliche Regelungen lediglich über die brandschutzgerechte Errichtung der Gebäude. ... Die in Rede stehende Frage, ob die Ausgangstüren abgeschlossen werden dürfen, betrifft hingegen nicht die Errichtung, sondern den Betrieb eines gemäß den Brandschutzbestimmungen errichteten Gebäudes. Ein Verbot, die Tür zu verschließen, kann daher allein aus der bauordnungsrechtlichen Generalklausel folgen, nach der Gebäude so zu benutzen sind, dass die öffentliche Sicherheit, insbesondere Leib und Gesundheit, nicht gefährdet werden. Um den brandschutzrechtlichen Gehalt dieser Bestimmung zu ermitteln, sind die Erfordernisse über die Errichtung der Rettungswege zu berücksichtigen. Das Gebot, dass jedes Gebäude zumindest über einen gut passierbaren ersten Rettungsweg verfügen muss, darf nicht leer laufen. Die Passierbarkeit wird durch eine Tür, die sich von innen nur durch ein besonderes Hilfsmittel (Schlüssel) öffnen lässt, aber erheblich beeinträchtigt. Besondere Gefahren drohen, wenn sich viele Menschen im Gebäude aufhalten. die über keinen Schlüssel verfügen. In Panik zum Ausgang laufende Menschenmassen können dann auch einem Schlüsselinhaber den Weg verstellen. ... Ferner darf man nicht übersehen, dass der Ausbruch eines Feuers oder ein sonstiger Notfall die Bewohner psychisch besonders beansprucht, so dass sie ihren Schlüssel nicht schnell genug finden oder gar in der Wohnung vergessen könnten. Dabei sind ältere Menschen oder Kinder aufgrund ihrer Unerfahrenheit oder Hilflosigkeit besonderen Gefahren ausgesetzt. ...Von größerer Bedeutung sind - jedenfalls in Hausgemeinschaften, in denen der Hausfrieden bereits gestört ist - die privatrechtlichen Folgen. Insoweit ist zunächst festzustellen, dass eine Bestimmung der Hausordnung, die die Bewohner zum Abschließen der Haustür verpflichtet, gem. § 134 BGB in Verbindung mit der bauordnungsrechtlichen Generalklausel unwirksam ist. Denn sie verpflichtet die Bewohner zu einem gesetzwidrigen, weil gegen die Brandschutzbestimmungen verstoßenden Verhalten. Kein Bewohner ist also verpflichtet, die Haustür abzuschließen. Vielmehr stellt das Abschließen der Haustür ein rechtswidriges Verhalten dar, das jedem Bewohner untersagt ist. Verstößt ein Bewohner gegen dieses Verbot, können die anderen ihn auch auf Unterlassung in Anspruch nehmen. Der Unterlassungsanspruch wurzelt darin, dass die Mitbewohner zumindest Mitbesitzer - in manchen Fällen auch Miteigentümer - zur Freihaltung von allen Gegenständen verpflichtet sind, über die der Rettungsweg führt, weil dieser für die Nutzung ihrer Wohnung unentbehrlich ist. Sie bilden daher eine Rechtsgemeinschaft im Sinne der §§ 741 ff. BGB. Derjenige Mitbewohner, der die Ausgangstür rechtswidrig verschließt, überschreitet seine Befugnisse innerhalb dieses Gemeinschaftsverhältnisses und verletzt den Mitbesitz der anderen Mitbewohner.

    aus http://dittmann-wohnungsverwalter.de/index2.php?option=com_content&do_pdf=1&...

    Außerdem muß nicht nur die Feuerwehr in das Haus. Sollte bei einem medizinischen Notfall der Rettungsdienst gerufen werden, muß dieser auch durch die verschlossene Haustür und dann ist keine Feuerwehr zum Aufbrechen vor Ort und es verstreichen wertvolle Minuten zur Rettung!

  • Antwort von HobbyTfz 23.08.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo Nordwestkurve

    Das Absperren der Haustüre über Nacht ist schon in Ordnung. Wenn ihr solche (unbegründete) Angst habt dann hänge einen Haustürschlüssel innen neben eure Wohnungstüre.

    Die Feuerwehr hat im Notfall mit einer verschlossenen Haustüre keine Probleme.

    Gruß HobbyTfz

  • Antwort von fuchsi1970 23.08.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Schlossytem tauschen. Stiegenhäuser sind Fluchtwege, udn müssen zumindest von Innen immer zu Öffnen sein.

    Allerdings glaube mir. Ein Einbrecher komtm auch rein, wenn versperrt ist.

    Und wir von der feuerwehr brauchen Euren Schlüssel nicht. Die Tür ist schneller offen, als Du mit Schlüssel aufsperren kannst.

  • Antwort von hellomynameis 23.08.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Und ich kann euch verischern das man doch nicht an den Schlüssel denkt... nein man denkt nur noch raus hier und dann steht man unten vor ner verschlossenen Tür?

    Naja. Je nach Tür (evtl. ja ein eher leihwendiges Modell) ist selbige kein großes Hindernis und schnell zerstört wenn nötig.

    Oder das Treppenhaus ist schon voller rauch und die Feuerwehr möchte rein aber es dauert länger weil die Tür immer 2x Abgeschlossen wird!!!

    • Wenn sich das Treppenhaus mit Rauch füllen sollte, dann steigt dieser grundsätzlich nach oben. Das bedeutet, dass man an der Eingangstür (die ja üblicherweise relativ weit unten ist (-: ) erst mal schon eine ganze Weile Zeit hat, bevor es kritisch wird. Viel gefährlicher ist der Weg dorthin, den hat man aber auch, wenn die Tür unverschlossen ist.
      • Wenn es brennt, die Feuerwehr rein möchte, und die Tür verschlossen ist, dann ist die Feuerwehr nicht zimperlich mit der Tür. Dann ist es ziiemlich egal, wie oft die abgeschlossen wird. Dann kommt z.B. so ein Gerät(esatz) hier zum Einsatz: http://u.jimdo.com/www30/o/s668ed751414e8a0f/img/i0bf21842f9f33420/1336726742/st... Wie man unschwer erkennt, ist das nichts, womit man versucht, das Schloss vorsichtig zu öffnen. ;-)

    TOT

    Tod <-> tot ;-)

    wie kann ich mich wieder sicher fühlen was hab ich bzw meine Eltern als Mieter bei so einer Situation für Rechte?

    Ihr habt z.B. das Recht, in eurer Wohnung Rauchmelder zu installieren. Damit helft ihr euch wesentlich mehr, als mit einer aufgesperrten Haustür. Ich würde die verschlossene Haustür jetzt nicht für ein maßgebliches Problem halten. Zur Not klettert man eben bei den Bewohnern des Erdgeschosses aus dem Fenster.

  • Antwort von kosy3 23.08.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hier steht mehr zum Thema:

    http://dittmann-wohnungsverwalter.de/index2.php?option=com_content&do_pdf=1&...

    Wichtig für dich: Der letzte Absatz.

  • Antwort von mell87 22.08.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    geht zum mieterbund.da bekommt ihr die nötigen infos

  • Antwort von Davidtheanswer 23.08.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Da hat jemand extra mal Türen erfunden, die man von innen, also die leute die aus dem haus rausgehen immer öffen können, aber man von draussen immer einen schlüssel braucht... Mieter haben auch Rechte, sie müssen sich aber auch mit dem vermieter und den Mitmietern unterhsalten und vertragen und probleme lösen...

    manche schreiben hier ja ganz schön viel Text, manches wird auch wohl richtig sein, sei es von der Mietrechtseite her oder von Bauordungen und Feuerwehr...aber verdammt nochmal, es heisst Treppenraum und nicht Treppenhaus (es gibt innenliegende und aussenliegende und Sicherheitstreppenräume und bestimmungen für die Fensterbeschaffenheit und das material was verbaut wird...)

  • Antwort von demosthenes 23.08.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Mieter oder nicht Mieter: Wenn die Hausregeln so sind, dann müsst Ihr Euch daran halten.

    Und eine abgeschlossene Haustür ist allemal weniger gefährlich als Kinderwagen, Fahrräder, Schuhe oder was auch immer, die im Treppenhaus leider häufig "gelagert" werden und über die man dann bei der Flucht im verrauchten Treppenhaus stolpert, sich verletzt und dann ganz schlechte Karten hat, rechtzeitig rauszukommen.

  • Antwort von Jurex 23.08.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Hallo, ich kann dir versprechen, dass wir Feuerwehrleute (Hauptamtliche sowie Freiwillige) die Türe binnen Sekunden öffnen können. Seofern es keine Hochsicherheitsschlösser sind, beträgt die Zeit ca 45 Sekunden. In deinem Beispiel sagtest du "wenn das Treppenhaus verraucht ist". Bei einem Mehrfamilienhaus werden Grundsätzlich zwei Rettungswege geschaffen. Meist betritt der Angriffstrupp das Gebäude durch die Haustüre oder die Fenster im EG. Im Löschzug (der immer Ausrückt) ist auch eine Drehleiter. In der Regel wird diese für den zweiten Rettungsweg genutzt. Je nach größe des Objektes werden zusätzliche Trupps zur Menschenrettung gestellt und noch mehr Fluchtwege geschaffen. Wenn es nachts brennt, und du aufwachst, hast du die halbe Miete schon, denn die meisten Brandopfer versterben, da sie im Schlaf den Brandrauch einatmen.
    Ich hoffe ich konnte dir etwas die Angst nehmen.

    Liebe Grüße Felix

  • Antwort von JohnAdcokk 23.08.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Wenn es ernst ist und wir bekommen die Tür nicht auf, geht es halt mit der Axt durchs Fenster. Wenn ihr euch so viele Sorgen macht, dass ihr bei nem Brand zu wenig Zeit habt. Dann installiert doch Rauchmelder. Jeder Raum ein Rauchmelder und wenn es brennt habt ihr genug Zeit um Schlüssel zu holen und in Ruhe aufzuschließen.

  • Antwort von Mariechen11 23.08.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Also, Haustüren dürfen seit einiger Zeit wirklich aus Sicherheitsgründen, Wie Du sagst, Brand etc. nich mehr abgeschlossen werden. Das ist auch richtig so. Ich habe auch so extrem Sicherheitsbewuste im Haus, hat mich auch aufgeregt. Die lassen aber jetzt die Finger davon immer wieder abzuschließen, der Hausherr hat mit einem Aushang darauf aufmerksam gemacht, dass das nicht mehr sein darf.

  • Antwort von MosqitoKiller 23.08.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ein wirkliches Recht habt Ihr nicht, schau' mal hier:

    http://www.relaw.de/recht/mietrecht/mietrecht-top-themen/458-haustuer-in-mehrfam...

  • Antwort von dawala 23.08.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Das Problem mit der Haustüre ist nicht nur eine Frage was geschieht wenn es brennt sondern auch wenn eingebrochen wird. Versicherungen übernehmen keinen Versicherungsschutz war die Haustüre nicht abgeschlossen. Tagsüber wird der normale Verkehr sicher als ausreichender Schutz angesehen. Nachts aber nicht.

    Sicher gefällt es Juristen zu empfehlen sie oder ihre Kollegen aufzusuchen. Schaut einfach vorher mal bei lexetius und anwalt-online.de nach was da dazu steht.

    Übrigens verbrennt es sich nicht so schnell wenn ein Brand ausbricht. Da vertraue ich einfach auf die Brandschutzordnung. Kann sicher auch online gelesen werden.

    Weiter könnt Ihr beim Statistischen Bundesamt nachsehen wie viele Wohnungseinbrüche es im Jahr gibt mit welcher Aufklärungsquote und wie viele Hausbrände mit welchem Ausgang. Ich kann mir vorstellen dass das erhellend sein kann.

  • Antwort von Soldat1991 23.08.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ich kann dir bzw. deinen Eltern nur empfehlen, zu versuchen über den Privatklageweg zum gewünschten Erfolg zu gelangen.

    Auf diesem Wege ist zu beachten, dass deine Eltern die Kosten selbst tragen müssen.

    An Stelle deiner Eltern, würde ich die Hausverwaltung, über die bestehenden Missstände zu informieren.

    Sollte sich keiner diesem Problem annehmen, würde ich die Miete um einen bestimmten Prozentsatz zu mindern.

    Ich wünsche dir und deinen Eltern viel Erfolg.

    LG

  • Antwort von mollymayer 22.08.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    es gibt halt nicht für alles ein Gesetz und ihr müsst euch dem Wunsch der Mehrheit beugen.

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