Frage von Panderos, 10

Was soll ich bis September machen, nachdem ich die Schule temporär abgebrochen habe?

Ich werde die FOS beenden. Meine Mutter hat auch zugestimmt, weil sie bemerkt hat, wie sehr sie mir zusetzt und dass das einfach nix wird. Zumal ich den Zweig selbst auch hasse. Hab ungelogen seit zwei Wochen nicht mehr geduscht, weil ich einfach nicht mehr kann. o.o Natürlich liegt das nicht nur an der Schule, aber ich brauche Raum zum Atmen. Dringend. Ich hab nach der ersten Schulwoche in nem Wutanfall meine Hand so blutig geschlagen, dass sie jetzt immer noch leicht gerötete Knöchel hat.xp Ich krieg mich nich zum Lernen, aber auch nich zur Freizeit.

Nun, darum geht's nicht. Der Entschluss steht, denn ich will die FOS auf dem Sozialzweig beenden. Werd ich auch. Vielleicht besuche ich davor aber das Fremdspracheninstitut München, vielleicht. Das werd ich noch feststellen.

Aber das heißt, dass ich von Mitte November 16 bis Anfang September 17 nix zu tun habe. Oh, nein: Mein (naiver, but well) Traum ist es, Autor zu werden, und ich werde schreiben, viel schreiben, da ich das sonst nur in den Ferien schaffe. Dann werde ich Verlage anschreiben, die 0,01-prozentige Chance als genug nehmend. Aber auch an Ausschreibungen und so was partizipieren.

Allerdings kann ich das schlecht in Bewerbungen sagen und so, wenn da die Lücke aufkommt. Ich bin daher am Überlegen, wie mein Kumpel so eine "Einrichtung" zu besuchen, bei der dir geholfen wird, deine Berufswahl zu finden, wobei dir dort auch kürzere Praktika vermittelt werden. Weiß nicht mehr, wie es hieß, werd ich morgen erfahren.

Aber bevorzugt würde ich selbst Praktika machen. Alle zwei Monate ein einmonatiges Praktikum vielleicht.. Ich weiß nur nicht recht wo. Ich müsste jetzt zig Bewerbungen schreiben, aber ich hab wenig Anhaltspunkte. Ich wünsche mir inbrünstig, einen Praktikum in einem der großen Buchverläge in München zu machen, aber ich wohne 60 Kilometer entfernt, einen Monat zu pendeln wäre also viel zu teuer. Ansonsten einen in einer Bibliothek, denke ich. Ggf der in Augsburg. Will mich vielleicht auch endlich ernsthaft für einen Nebenjob, den ich bis zur Schule dann aktiver mache, umschauen. Aber das würde sich mit etwaigen Praktika beißen, oder?

Und wie schaut das mit dem Staat aus? 17-jähriger Typ, der bei seiner Mum wohnt, dann über den Zeitraum im März 18 wird, und im Endeffekt immer mal wieder nix tut? Diese "Einrichtung" da ist irgendwas mit dem Staat oder so. Aber da würde ich halt fast schon wahllos Praktika machen, schätze ich. Ich weiß so ungefähr, was ich da lernen werde. Aber das ist ja dann auch einerlei, wenn ich eh weiß, dass ich auf die FOS gehe (oder ggf eben aufs Institut, dazu muss ich mich eingehender informieren; wäre auch nur eine Art Lückenfüller, um mit meiner Psyche endlich klarzukommen und ggf sogar 'ne Therapie zu starten. Außerdem lerne ich dann gleich eine zweite Fremdsprache und hab in der FOS dann fürs erstrebte allgemeine Abi. Umweg, aber einer, der sich im Lebenslauf macht., zumal ich Sprachen liebe.

Weiß jemand ein wenig Rat? :)

Antwort
von Fonsl, 4

Ich versuch mal in Stichworten zu antworten, hoffe, das ist okay.

- keine Praktika, zu viel Aufwand. In der Zeit so viele? Überleg mal! Nicht böse gemeint.
- unbedingt beim Jobcenter einen Antrag auf Harz 4 stellen, war auch meine erste Aufgabe, nachdem ich die Erzieherschule aus vielleicht ähnlichen Gründen wie du abgebrochen habe.
- Du wirst dort antanzen müssen und Jobangebote bekommen, auf die du dich bewerben musst.
- habe nie bei einem Jobangebot gearbeitet, ein paar mal kamen Rückmeldungen, ist aber nie was geworden (habe eine 1,6 Mittlere Reife)
- konzentrier dich auf dich, such dir ein Soziales Engagement - Einkaufen für Omis, Babysitten, Gassi gehen. So hast du lockere Aufgaben für den Tag und hast auch gut Ruhe dazwischen

Bitte schau unbedingt nach dir. Geh wenigstens zu einer Psychologin. Der Kinderschutzbund hilft auch. Nur zum reden, reden hilft immer. Bis zur Nächsten Etappe kannst du dir Ruhig Zeit nehmen!

Alles Gute für dich!

Kommentar von Panderos ,

Oha, so sehr in die vollen gehen wollte ich jetzt nicht. Ich bin zwar psychisch angeschlagen, aber ... weiß nicht. Ist irgendwie mal so, mal so. Wenn ich mir dann denke: "Geh zum Psychiater, herrgott", kommt auf einmal die "Das ist doch alles so relativ, dein Leben ist gar nicht so schlimm, wird schon"-Phase, auf die dann eine wie die jetzige folgt ... aber während der Schule ist das meist. Während der Ferien seltener. .... jetzt, wo ich einen klareren Plan habe, geht es mir auch wieder etwas besser. Glaube ich. Keine Ahnung.

Ich will ja aber wie gesagt gleich nächstes Jahr wieder in die Schule gehen. Ich glaube nicht, dass ich depressiv bin, sondern dass ich mich da einfach viel, viel, viel, viel, viel zu sehr reinsteiger und dadurch Stillstand ist. Überall. Aber in den Ferien jetzt, diesen einwöchigen Ferien, habe ich geschrieben. Meine Leidenschaft ausgelebt. Zaghaft zwar, durchgehend nur im Bett gelegen und gegrübelt, aber trotzdem ein wenig Spaß gehabt. Hat jetzt wieder aufgehört, kabumm, alles wieder fort. Schule ist wieder da. Das hat doch nix mit psychischer Krankheit zu tun. In den Sommerferien bspw ging es mr prächtig.

Ich will keine SGB II-Leistungen (jahaaa, Praktikum beim Rechtsanwalt... xP), ich will nur den richtigen Weg finden und dann nächsten September entweder als Überbrückung dieses Institut besuchen und dann erst nach zwei Jahren in der FOS richtig, richtig durchzustarten, oder eben gleich nächstes Jahr.

... zumal ich bis ich den Psychiater habe auch ein halbes Jahr warten muss und die Befürchtung habe, dass der mich dann anschaut, den Kopf schüttelt und so was wie "du bist nicht krank, nur verwirrt und faul" sagt. Was ich ja selbst auch irgendwo glaube. Wenn man von meinen stressbedingten Bauchschmerzen absieht. Aber ich bin ja trotzdem am Überlegen, ob ich das mal versuchen sollte. Nur werde ich diese Überlegung wieder aus dem Geist streichen, sobald ich nicht mehr Schule und so was habe, nur damit das alles wieder volle Kanne zurückkommt. Davor habe ich Angst.

Ich will wirklich nur wissen, was ich bis dahin machen soll. Du verunsicherst mich gerade ein wenig, sieh nur, wie viel ich geschrieben habe, oh je. :D Aber vielen Dank für die Worte, hatte ehrlich gesagt befürchtet, dass nur "nicht rumheulen, sondern machen"-Kommentare kommen.

Kommentar von Fonsl ,

Ach, bei mir nie, nur im Spaß (nicht rumheulen...) :P

Wollte dich ehrlich, ehrlich nicht verunsichern. Ich find aber, jeder sollte mal ne Therapiestunde gehabt haben, einfach der Erfahrung wegen. Und so wie dus beschreibst kenne ich es zu gut. Mir hat es gut getan, zu reden! Nach 5 Jahren Therapie hab ich jetzt aber auch die Schnauze voll, trotzdem: es hat geholfen.

Du MUSST sogar Leistungen beziehen, wenn du Praktika machst, wie willst du dich sonst finanzieren, da gibts ja kein Geld! Wollte auch anfangs Praktika hier Praktika da, bis dann meine Betreuerin meinte: Geld gibts da nicht, das weißt du schon! Also an den leistungsantrag kommste nicht drum herum.

Es gibt Schulangst. Es gibt Versagensangst. Man kann dir helfen und so wie du schreibst, muss ich ganz blöde sagen: Du bist es wert, sich um dich zu kümmern! Fang damit an! :-)

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