Frage von Nrmrgn, 23

Was soll dieser Spruch bedeutenn?

Wer wirklich leben will, darf die einsamkeit nicht fürchten.

Antwort
von Utopiosus, 17

Hallo Nrmrgn,

Die Frage bedeutet in erster Linie, dass Du Erfahrung mit dem Leben sammeln sollst.

Einsamkeit ist etwas was wir aus sozial-emotionaler Sicht in unserer Gesellschaft zu viel und zu wenig haben.

Einsamkeit schult uns darüber nachzudenken wohin wir gehen wollen, was wir mit der Zeit anfangen wollen, die uns gegeben ist, was für ein Leben wir leben wollen (beruflich, familiär,...).

Einsamkeit bedeutet mit sich, der Natur, dem Universum, Gott und vor allem aber mit Dir selbst klar zu kommen. Vieles wird uns heute aus der Hand genommen, teilweise aus gutem Grund:

- Wir haben Fachkräfte (Ärzte, Richter, Psychologen...), die sich um Probleme kümmern, die aufgrund der hohen Anzahl von Menschen immer schwieriger wird zu regeln.

- Wir sind nicht mehr - um des Überlebens willen - davon abhängig zu jagen, da unsere Nahrungsbeschaffung nun andere Menschen übernehmen, wie auf die Handhabung der ([meine Meinung] drittschlechtesten) Erfindung des Geldes.

- Wir brauchen uns nicht mehr allzusehr um uns selber zu kümmern, was das Materielle angeht. Wir müssen "nur" arbeiten gehen und anhand der Tätigkeit bekommen wir einen "Beleg" (Geld) dafür uns können unsere Leistung gegen eine andere Eintauschen, was durch das Geld vereinfacht wird.

Was hat das nun mit Einsamkeit zu tun und warum sollten wir sie nicht fürchten?

Einerseits wirst Du mir zustimmen, dass wir mit unseren Medien (Handy, Internet, Smartphones, ...) schnell erreichbar sind und immer mit wem reden könnten wenn wir wollen.

Andererseits stimmst du mir vielleicht zu, dass der Mensch immer Angst vor etwas hat, was er nicht kennt (Xenophobie)?

Wenn Du die Einsamkeit fürchtest, fürchtest Du dich, vor dir selbst, deinen Ängsten und kommst zu nichts, weil Du dich immer von anderem beeinflussen lässt und immer weniger auf deine innere Stimme hört.

Um die innere Stimme zu hören braucht man Ruhe.

.. die Natur, ein Spaziergang, ein Gebet, Meditation, was auch immer dir dabei hilft.

Ich hoffe ich konnte dir diese sehr komplizierte Frage ein wenig beantworten.

LG

Kommentar von simsataby ,

Was sind die beiden schlechtesten Erfindungen deiner Meinung?

Kommentar von Utopiosus ,

Meiner Meinung nach sind das Waffen und Zeit. Aber wie gesagt, das ist meine Meinung. Jeder hat in seinem Erfahrungshorizont andere "schlechtere" Dinge.. denke ich mal.

Antwort
von CounterMonkey, 23

Meine Interpretation:

Man muss lernen ein glückliches Leben zu führen auch wenn man allein ist. Es mit Hobbies und Dingen füllen, die einem Spaß machen. Nur dann ist man gefestigt genug in Konstellation mit anderen Menschen zu funktionieren.

Zu viele Menschen haben nichts und hängen sich verzweifelt an irgendwen, in der Hoffnung, dass diese Person ihr leben toll macht. Sie haben aber selbst nichts zu bieten und nehmen nur, weswegen sie irgendwann lästig werden und wieder alleine sind, nur um sich dann an den nächsten Menschen zu hängen. Man beachte die Menschen, die alle 2 Wochen die neue Liebe ihres Lebens finden, das ist genau das Phänomen. Sie begreifen nicht, dass sie erstmal mit sich selber im Reinen und zufrieden sein müssen bevor Zwischenmenschliche Beziehungen Früchte tragen können.

Antwort
von Bodesurry, 14

Für manche ist das heutige Leben mit zu viel Stress verbunden. Ohne es richtig zu merken, erhöhen sie mit ihrer Lebensweise etwas, was ihnen eigentlich nicht gut tut. Immer erreichbar sein, überall  mitreden, keine Party / Anlass verpassen, nach immer mehr Statussymbolen hetzen usw.

Manche dieser Menschen fürchten nichts so sehr wie die Stille. Alleine die Zeit zu verbringen und keine Ablenkung wie Handys, Computer oder Fernseher zu haben ist für sie der reinste Horrorgedanken. Erst wenn sie durch eine Krankheit oder auf andere Weise zur Ruhe oder Einsamkeit gezwungen werden, erkennen sie das "wahre" Leben.

Antwort
von alina0804, 16

Die meinen das man sich nicht fürchten soll vor der einsamkeit zbs wenn der freund schluss mach oder so und dann alleine ist!

Expertenantwort
von elenore, Community-Experte für Sprüche, 10

Du kommst alleine auf diese Welt, du lebst alleine und du stirbst alleine. Ein ganz einfacher Fakt.

Was für viele erstmal abschreckend klingt, ist in Wirklichkeit absolut herrlich. Denn dieser Fakt bedeutet, dass alleine in dir die Möglichkeit steckt, glücklich zu werden. Du brauchst niemand anderen dazu. Du alleine bist genug – wenn du mit diesem Alleinsein richtig umgehen kannst.

Einsamkeit und Alleinsein beschreiben oberflächlich die gleiche Situation. Der Unterscheid liegt darin, mit welcher Einstellung du diese Situation betrachtest. Einmal sagst du: Ich fühle mich schlecht und einsam, weil niemand da ist. Und ein andermal sagst du: Ich fühle mich gut und erfüllt, einfach nur mit mir selber.

http://www.selbstbewusstsein-staerken.net/einsam-alleine/

Einsamkeit bedeutet Abhängigkeit. Alleinsein bedeutet totale Unabhängigkeit.

Also würde ich dein Zitat ändern und Einsamkeit mit Alleinsein tauschen!!!!

Antwort
von OHBRF, 9

Alles auf der Welt hat seine Gegenspieler. Schön/häßlich, gut/schlecht, auf/ab usw. Paul Watzlawik hat einmal geschrieben: nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen!

Wenn es mir permanent gut geht, merke ich es nach einer Zeit gar nicht mehr und es ist normal. Es sei denn, dass ich bewußt lebe und mir immer vor Augen halte, wie gut es mir geht. Wenn ich dauerhaft leben will, dann ist es normal, dass auch Pausen dazu gehören. Pausen, in den ich mich zurücklehnen kann, das Erfahrene reflektiere und ausruhe. Das geht am besten in der Einsamkeit.  

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community