Was sind Vorteile, wenn man Studium und Ausbildung parallel macht? Hat das jemand gemacht und kann mir davon berichten?

"Vorteile" dürfen dabei allenfalls bestehen, wenn das spezielle Studium wenig Praxisbezug bietet (was bei meinem sicher nicht der Fall war). Ansonsten musst du dir bei der Einstellunf zuerst die Frage gefallen lassen, warum du für das Studium solange gebraucht hast, was eher nachteilig ist. Wenn du wenig Geld hast, musst du eh neben dem Studium Geld verdienen und erhälst so den Praxisbezug, wenn du das Glück hast, in deiner Fachrichtung arbeiten zu können. Die richtige Praxis und die richtige (gefragte) Erfahrung erhälst du ohnehin erst nach dem Studium bei der Arbeit in deinem Job; man sollte also das Studium als Einstiegs-Voraussetzung und Vor-Qualifikation sehen und danach sich in der echten Praxis richtig ausbilden. Ein duales Studium ist da eher kontra-produktiv.

Aus meiner Sicht ist der Vorteil, dass es keine so große Kluft zwischen Praxis und Theorie gibt! Was man aus Büchern lernt, kann man dann gleich in der Firma abgleichen und ausprobieren. Man sieht viel schneller, wo es hängt und wo man die Theorie vertiefen muss! Wir bekamen früher oft Absolventen mit super Abschlüssen! Die ersten ein oder zwei Jahre waren bei denen aber oft eine Katastrophe, da in vielen Bereichen die Theorie von der Praxis meilenweit entfernt ist! Bestes Beispiel war für mich immer die Buchhaltung! Im Studium lernt man zwar die Grundbegriffe, aber nach welchen Grundsätzen und Maßstäben dann in der Firma gebucht wird, sieht oft ganz anders aus! Ich finde das auf jeden Fall sinnvoll und für den Studenten auch abwechslungsreicher!

Wirkliche Votrteile sehe ich darin nicht. Vie Aufwand, vie Stress, wenig Geld. Dann schon besser erst Berufsschule, dann paar Jahre Arbeiten und ggf. anschließen Studium.
RBMannheim am 5. April 2008 14:39 Da hast Du aber das Problem, dass Du erst Geld hast und dann im Studium wieder keines! Oder Du mußt sparen, dann hast Du aber auch nicht mehr! Und es dauert halt insgesamt viel länger!
Indy72 am 5. April 2008 14:42 Studieren kann man auch nebenbei. Die Kosten kannst Du absetzen. Fernunis gibt es obendreinauch. Manche Arbeitgeber fördern das Stdium auch noch.

Ich hab Berufsakademie gemacht und kann Dir sagen, dass man natürlich viel mehr Praxisbezug hat als Leute von der Uni und dass es zudem ein ziemlich Stress ist. Die 3 Jahre werden mit voller Power durchgezogen, die Theoriephasen an der BA sind z.T. schon hammermäßig. Andererseits steht man danach trotz aller Aufwertungsversuche in der Hierarchie der Uni- und FH-Absolventen ganz unten. Selbst der "Titel" Dipl. Betriebwirt ist keiner. Trotzdem fand ich die Ausbildung gut, aber wer wirklich sehr erfolgreich werden will und die große Karriere plant, ist sicher mit Uni oder FH besser dran.
Indy72 am 5. April 2008 14:38 Das liest sich nicht garade nach Vorteilen?
butz1510 am 5. April 2008 14:43 So ist es. "Nur" BA ist sicher nicht das Gelbe vom Ei. Da muss man noch einiges an Trainings und evtl. Auslandsaufenthalten dranhängen, das sehe ich bei meinen ehemaligen Kommilitonen, die super Jobs haben - die mussten nach der BA schon noch einiges leisten.
ein duales Studium bietet die ideale Plattform Theorie und Praxis zu vereinen. Zudem kann man bereits innerhalb des dualen Studium in der Firma sehr schnell aufsteigen, bekommt ein gutes Gehalt und wird sehr geschätzt da man sich dem Stress aussetzt beides gleichzeitig zu machen.
Infos unter: http://www.fh-studiengang.de/glossar/dualesstudium.html