Was sind Vorinkasso-kosten?

... komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Das ist im Prinzip ein Fantasieposten, um dem Schuldner noch ein bisschen mehr Geld abzuknöpfen.

Bei Zahlungsverzug sind vom Schuldner nur die tatsächlich angefallenen, unvermeidlichen, direkten Kosten zu erstatten (z.B: Briefporto, Rücklastschriftgebühren usw.). Ausdrücklich davon ausgenommen ist z.B. Personalaufwand, der häufig als Begründung aufgeführt wird (vgl. Rechtsprechung des BGH)

Ich halte diese 30 Euro also für nicht gerechtfertigt und auch nicht durchsetzbar. Da parallel dazu schon Mahngebühren gefordert werden, würde ich das komplett streichen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von mepeisen
06.10.2016, 17:25

Eine Ergänzung: Stromunternehmen sind ggf. berechtigt, Kosten für die Forderungs-Verfolgung geltend zu machen. Es gibt da einen Mini-Passus in den Gesetzen (StromGVV). Allerdings sind 30€ purer Unfug und frei erfunden.

1
Kommentar von mepeisen
06.10.2016, 17:28

Ich würde das Unstrittige überweisen und folgendes schreiben: "Wertes Stromunternehmen. Die Außenstände sind UNTER VORBEHALT bezahlt. Sie werden aufgefordert, binnen 7 Tagen die Stromlieferung wieder aufzunehmen. Bei Weigerung werde ich einen Anwalt mit dem Antrag einer einstweiligen Verfügung beauftragen. Im übrigen weise ich den Posten 'Vorinkasso' als unbegründet und frei erfunden zurück. beachten Sie, dass sie verpflichtet sind, etwaige zusätzlich geforderte Gebühren genauestens aufzuschlüsseln und zu begründen. Insofern erwarte ich eine Begründung und genaue Aufschlüsselung dieses Postens, sowie eine Rechnungskopie des Leitungsbetreibers hinsichtlich der Kosten für Abschaltung und Wieder-Einschaltung."

2

Ich denke, dahinter verbergen Kosten für die Sachbearbeitung den Mahnprozesses. Ich zweifel aber, dass das ohne Nachweis der tatsächlichen Kosten zulässig ist.

Mahnkosten sind vom Gesetzgeber ziemlich klar geregelt. Nicht alle Kosten kann ein Unternehmen auf diese Weise eintreiben. Also denken sie sich neue Postionen aus.

Ich würde einfach mal nachfragen, was sich dahinter verbirgt und ggf. um Kostennachweis bitten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Auf jeden Fall solltest Du zumindest die Hauptforderung plus  + Mahngebüren, aus+wieder Einschaltung umgehend zweckgebunden an den Versorger bezahlen.(im Verwendungszweck des Überweisungsträgers fixieren)

In wie weit die 30 € rechtens sind kann ich nicht sagen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung