Was sind Vor- und Nachteile von einem Zweithund?

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6 Antworten

Bevor Du Vor- und Nachteile abwägst, solltest Du Dir ersteinmal die Frage stellen, ob Du mit Deinem Ersthund die Voraussetzungen für einen Zweithund erfüllst.

Für mich ist es unerläßlich, daß der Ersthund "fertig" ist. Das heißt, er sollte aus jeder Situation zuverlässig abrufbar sein, ordentlich an der Leine laufen, alle Kommandos sicher ausführen und möglichst sozial gefestigt und verträglich sein. Wenn Du an diesen Stellen noch "Baustellen" hast, dann solltest Du die erst beheben, bevor Du über einen Zweithund nachdenkst.

Funktioniert das mit dem Ersthund alles super, dann kann man über einen Zweithund nachdenken.

Für mich selber überwiegen die Vorteile. Mein Hund hat einen Artgenossen, mit dem er Dinge erleben und Spielen kann, die ich ihm als Mensch nicht bieten kann.

Das bedeutet aber nicht, daß man die Hunde dann nicht mehr einzeln beschäftigen muß. Auch das gehört zu einem glücklichen Hundeleben dazu. Insofern bedeuten zwei Hunde auch einen höheren Zeitaufwand als ein Hund.

Ein weiterer Nachteil sind die höheren Kosten. Viele Städte und Gemeinden haben für Mehrhundehalter höhere Steuersätze - das bedeutet, man zahlt nicht einfach nur doppelt so viel wie bei einem Hund, sondern unter Umständen sogar drei- oder viermal soviel.

Auch Tierarztkosten sind für zwei Hunde natürlich entsprechend mehr. Im schlimmsten Fall kann man zwei chronisch kranke Hunde haben, für die hohe TA-Kosten anfallen, oder es werden bei beiden Hunden teure Operationen nötig. Man muß sich also vorher unbedingt überlegen, ob man in der Lage ist, diese Kosten aufzubringen.

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Dazu könnte ich Dir einen halben Roman antworten.... ich versuche es aber kürzer. ;-)

Zwei Hunde sind natürlich toll, wenn sie als Team funktionieren und es gibt fast nichts Schöneres, als ihnen beim Spielen oder Schmusen zuzusehen. Zwei Hunde bedeutet aber auch doppelte Zeit und Arbeit.

Welcher Zweithund es wird, hängt von Deinem Ersthund ab. Sinnvoll ist es, zwei Hunde zu halten, die die gleichen Bedürfnisse haben und sich charakterlich ergänzen. Hat Dein Hund mehr Hütetendenzen, würde ich einen Hütehund nehmen. Schlägt der JRT durch, würde ich einen JRT oder Parson nehmen. Wenn Du zwei unterschiedliche Rassen nimmst, musst Du beide täglich parallel auslasten, weil der Hütehund andere Aufgaben braucht als der JRT, um zufrieden zu sein. Ist Deine Hündin aufgedreht, würde ich einen ruhigen Hund nehmen. Ist sie unsicher, einen in sich ruhenden, selbstbewussten Hund usw.. Ganz wichtig ist aber, dass Dein Ersthund keine Baustellen mehr hat. Die verdoppeln sich mit Zweithund nicht nur, sondern potenzieren sich richtig.

Zu einer älteren Hündin würde ich persönlich einen jüngeren Rüden nehmen. Bei zwei erwachsenen Hündinnen hast Du das Risiko, dass es gerade während der Läufigkeit zu ernstem Zoff zwischen beiden kommt. Wei einem Welpen (Hündin) und einer erwachsenen das Risiko, dass sie sich nach der Geschlechtsreife des Zweithundes plötzlich nicht mehr verstehen. Ein Rüde ordnet sich tendenziell einer älteren Hündin unter und ist mMn damit stressfreier. Klären musst Du dann, ob Du einen von beiden kastrieren lassen willst (den Rüden z.B. mit Chip). Und Dir muss klar sein, dass ein Rüde seine Hündin draußen u.U. vor anderen Rüden verteidigt. Du musst also trainieren und managen.

Zum Thema: "Die beschäftigen sich". Ja, tun sie. Aber Du musst z.B. einen Welpen alleine sozialisieren, weil er sonst alle Erfahrungen mit dem Ersthund verknüpft und u.U. alleine unsicher wird. Stubenreinheit, Alleinsein, Leinenführigkeit etc. musst Du auch alleine trainieren. Außerdem musst Du daran arbeiten, dass der Zweithund Bindung zu Dir entwickelt. Wenn er sich nur am Ersthund orientiert und Du außen vor bist, hast Du ein Problem. Zwei Hunde kosten also doppelte Zeit und Dir muss klar sein, dass Dein Ersthund zurückstecken wird, wenn ein zweiter einzieht, weil die Erziehung des zweiten von der Zeit des ersten abgeht.

Klären musst Du für Dich auch die Unterbringung. Einen Hund bekommst Du gut bei Freunden oder in einer Huta unter. Zwei nicht mehr so leicht. Ein Hund in der Ferienwohnung oder im Restaurant funktioniert, zwei nicht mehr so leicht. Das muss Dir vorher klar sein.

Zu den Kosten: Die Hundesteuer verdoppelt sich oft nicht nur, sondern wird deutlich teurer. Hat ein Hund Dünnpfiff, steckt sich der zweite Hund oft sofort an und die Tierarztkosten für Kleinigkeiten verdoppeln sich ebenfalls.

Ist das alles für Dich geklärt?

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Vorteile:

• dein bereits vorhandener Hund hätte einen Artgenossen zum Spielen, Schmusen und gemeinsam die Welt erkunden (vorausgesetzt sie verstehen sich)

• du hättest zwei Fellnasen (was, natürlich, eine tolle Erfahrung ist und sich sehr von der Haltung »eines« Hundes unterscheidet)

———

Nachteile:

• mehr Kosten (doppelt Futter, doppelt Steuer, doppelt Versicherung, doppelt Zubehör wie Bettchen, Leine, Halsband etc. und vor allem: doppelte TA-Kosten)

• größerer Zeitaufwand (vor allem wenn beide Hunde unterschiedlich ausgelastet werden wollen)

• eingeschränkt was zukünftige Wohnungen/Häuser/Urlaub etc. angeht (da viele entweder keinen oder einen Hund dulden - mit zwei oder mehr wird es schwieriger)

Im Prinzip überwiegen die Nachteile, was aber nicht heißt, das es sich nicht "lohnt".

Voraussetzung sollte aber sein, das dein bereits vorhandener Hund "perfekt" erzogen ist.
Für die meisten heißt das: Sitz, Platz, Komm und ggf. Fuß.
- Dein Hund muss keine Kunststückchen aufführen können, aber er sollte hören (- Hauptsache bei ihm sind keine Baustellen offen).

Zweithunde schauen sich sehr oft sehr viel vom Ersthund ab - manchmal nicht ganz zufriedenstellend für den Halter.

Mein Rüde (Zweithund und noch nicht sehr lange bei mir) orientiert sich unheimlich an meiner Hündin (Ersthund). Sei es wie er mit einem Kuscheltier "umgeht" oder wer seine Bezugsperson ist.

Zum Alter: Aus meiner persönlichen Erfahrung momentan mit meinen Zwei würde ich einen gleichaltrigen Hund empfehlen. - Aber ich würde dir raten, da lieber auf bessere Antworten zu warten bzw. dich an denen zu orientieren, da ich mir auf dem Gebiet noch keinen ausdrücklichen Rat traue. ;o)

Und, sollte es ein Rüde werden, solltest du einen der beiden kastrieren lassen (Grund ist ja bestimmt klar).

LG

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Wir haben auch einen Jackrussel Mischling und bekam später eine Hündin dazu, aber kein Welpe mehr. Unser Jackrussel fand sehr Freude an eine Partnerin zum spielen und so, aber er gewöhnte sich auch Sachen von ihr an und macht ihr viel nach, was dann ganz süß aus sieht, denn sie ist ein kleiner zwergrehpinscher und wenn dann ein etwas größer Jackrussel Sache nachmacht, ist es manchmal lustig :D
Ein Nachteil sehe und bemerkte ich nicht, wenn man sich im klaren ist, dass dann etwas mehr Arbeit entsteht; Gassi, baden, pflegen usw... Aber sowas gehört dazu zum Hund ist kein Nachteil.. Aber einen Welpen würde ich nicht empfehlen, da Jackrussel gerne aufgewühlt sind und sehr Energiegeladen und sowas kann einen kleinen Welpen vielleicht (nicht zwingend) zu viel werden

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Nachteile: viele Mehr Zeitauswand. Es ist nicht gesagt das ihr immer zusammen spazieren gehn könnt. Ich geh z.b. So oft wie möglich getrennt, da meine Hunde unterschiedliche Bedürfnisse haben und ich mich nicht zwei teilen kann. Das heißt ich geh an manchen Tagen 10mal vor die Tür...

Dazu kommt viel mehr Kosten und Dreck. 

Meine könnten auf einen zweit Hund verzichten. Sie spielen nicht miteinander oder mit anderen Hunden, sondern hauptsächlich mit mir. 

Du kennst deinen Hund am besten.

Wenn dein Hund fertig erzogen ist und keine Baustellen mehr hat, spricht im Grunde nichts dagegen.

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Die Erfahrungen werden unterschiedlich sein, hier mein persönlicher Rat:

- Der "Ersthund" sollte ein Alter haben, in dem er nicht zu alt für einen Junghundgefährten (Welpen)ist. 3 - 4 Jahre erscheint mir genau richtig.

- Die Charaktere sollten zueinander passen. Ist der "Ersthund" sehr dominant, wäre ein dominanter Zweithund eine Katastrophe.

- Bei einem Nicht-Welpen lässt sich der Charakter recht gut einschätzen, bei Welpen ist das schwieriger. Hier wäre ein erfahrener Züchter gefragt.

- Zwei Doggys, die sich verstehen, spielen miteinander, leisten sich Gesellschaft - auch wenn Frau- und Herrchen einmal nicht zuhause sein sollten. Sehr vorteilhaft.


Wichtig ist später, im Umgang mit beiden immer klarzustellen, wer "die erste Geige" spielt - als das Über- bzw. Unterordnungsverhältnis immer zu beachten!


Nachteile:

Meiner Erfahrung nach keine.  Natürlich Mehrkosten, aber das ist ja nicht so wichtig.

Und mehr Dreck schleppen die beiden auch nicht in die Wohnung, als es ein Einzelner macht.










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