Frage von beefsteaks, 320

Was sind Vor-/ Nachteile der einzelnen Gruppen der mittelalterlichen Ständegesellschaft?

Klerus Adel Bauern

Was sind jeweils die Vor-/Nachteile der einzelnen Gruppen?

z.B. Nachteil der Bauern-> können ihre Existenz nicht sichern

Danke:)

Expertenantwort
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Geschichte, 200

Vorteile des Klerus: göttlich legitimiertes Befugnis Gesetze zu ändern

Nein, keineswegs. Rechtsetzung war Aufgabe insbesondere der weltlichen Gewalten.

weitreichende finanzielle Mittel

Wie man es nimmt. Der ländliche Klerus lebte nicht selten arm wie eine Kirchenmaus und ist mit dem hohen Klerus überhaupt nicht zu vergleichen.

Einfluss auf die Moralvorstellung und dadurch Einfluss auf die öffentliche Meinung

Wie man es nimmt. Es gehört zu den ständigen Vorwürfen gegen den Klerus, nicht eben besonders "sittlich" zu leben, im Gegenteil.  :-)

Das, was wir als "die öffentliche Meinung" bezeichnen, war im Mittelalter auf den hohen Klerus und hohen Reichsadel beschränkt. Und die waren äußerst eng miteinander verwandt und vertraten zumeist gleichgerichtete Interessen.

Nachteile des Klerus: Machtkämpfe innerhalb der Kirche, Machtkämpfe mit dem Adel 

Sicher, innerhalb der Kirche gab es Machtkämpfe. Wenn es dem Papst in Rom an den Kragen ging, dann kümmerte das beispielsweise einen Erzbischof von Köln nur am Rande, solange seine Territorialherrschaft und sein Einfluss auf die Reichspolitik nicht gefahrdet waren.

Dass der hohe Klerus und der Adel im Grunde eine Gruppe waren, hatte ich schon erwähnt.

MfG

Arnold

Antwort
von CanisMajoris94, 182

interessante Frage ^^. Meiner Meinung nach:

Vorteile des Klerus: göttlich legitimiertes Befugnis Gesetze zu ändern, weitreichende finanzielle Mittel (z.B. durch den Almosenablass in der Renaissance), Einfluss auf die Moralvorstellung und dadurch Einfluss auf die öffentliche Meinung

Nachteile des Klerus: Machtkämpfe innerhalb der Kirche, Machtkämpfe mit dem Adel 

Kommentar von beefsteaks ,

Könnten sie mir bitte noch die Vor-/Nachteile des Adels verdeutlichen?^^

Kommentar von CanisMajoris94 ,

Interessante Frage oder sollte ich lieber sagen interessante Hausaufgabe? :-P Der andere Kommentator hatte schon Recht, es ist wichtig, dass du selber nachdenkst.

Stell dir vor, du im Mittelalter auf 'nem fetten Thron und 'ner Kammer voll Goldbarren. Was könnte es da für Vor- und Nachteile geben? ;-) 

Kommentar von ArnoldBentheim ,

Bedauerlich nur, dass z. B. die meisten Ritter oft nur das Nötigste zum Leben hatten und froh waren, wenn es darüber hinaus zur Finanzierung der teuren Ausrüstung reichte. Kein "fetter Thron", keine "Kammer von Goldbarren", ein paar Silbermünzen - allenfalls.

Expertenantwort
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Geschichte, 159

Die Fragestellung ist unsinnig. Nach welchen "Vor-/Nachteilen" soll man die Standeszugehörigkeiten denn beurteilen? Nach Einkommen? Nach Lebensdauer? Nach gesunder Lebensführung? Nach politischer Macht? Nach Bildungsmöglichkeiten? Nach Belieben?  ...

Dein Beispiel zu den Bauern, die angeblich "ihre Existenz nicht sichern" konnten, ist ebenso falsch wie nichtssagend. Wenn klimatische Zufälle für Missernten sorgten, waren alle Stände zum Darben verdammt!

Du musst dir deine Fragestellung also noch einmal durch den Kopf gehen lassen.

MfG

Arnold

Kommentar von Chaimitzucker ,

Es war eher auf einen bauer bezogen wenn ein bauer keine ernte mehr einbringt bekommt er kein lohn von seinem Gutsherren und somit auch kapital um sein Existenzminimum zu decken jedoch ist es für den Gutsherren bzw. für den adel bzw. für die geistigen überhaupt nicht schlimm da diese dann ihr Essen von anderen bauern bekommen

Kommentar von ArnoldBentheim ,

Wenn ein Bauer keine Ernte einbringen konnte, weil sie ihm z. B. verhagelt war, dann mussten der Bauer und seine Familie ebenso hungern wie der Grundherr und seine Familie, der keine Abgaben erhielt. Kluge Grundherren legten Saatgutvorräte an, die ihren Bauern dann wenigstens wieder eine nächste Ernte ermöglichte. Sie kümmerten sich um ihre Bauern, denn wenn diese wegstarben und die Felder nicht mehr besellten, hatten auch die Grundherren keinerlei Einkommen mehr und konnten sich nichts, auch keine Lebensmittel kaufen.

Kommentar von Chaimitzucker ,

kein kapital*

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