Was sind pro und contra Argumente für ein Verbot von Moscheen in Deutschland?

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17 Antworten

Also zunächst mal haben wir Religionsfreiheit hier in Deutschland, man darf eine christliche Kirche, eine jüdische Synagoge, eine muslimische Moschee und einen buddhistischen Tempel bauen (solange die entsprechenden Vorschriften eingehalten wurden, Bauen ist ohnehin - auch abgesehen von der Religion - in Deutschland an viele solcher Vorschriften gebunden).

Was aber vermutlich gemeint ist (aber in der Formulierung nicht gemacht wurde), ist die Idee, "Hassprediger" zu stoppen. Die stoppt man aber nicht dadurch, dass man Gebäude verbietet. Ein Hassprediger kann auch in privaten Räumen ähnlichen Schaden anrichten.

Es hängt also an den Personen (übrigens gibt es auch deutsche "Hassprediger" im rechten Lager, auch das hat nichts mit Gebäuden zu tun). (Ironie on) Trotz anderslautender Gerüchte gibt es keine "Benito-Mussolini-Gedächtnishalle" in Bitterfeld.

Ich bin dafür, dass man Hassprediger entsprechend sanktioniert und stoppt. Egal aus welcher politischer/religiöser Richtung dieser kommt. Weder die Moschee noch der "Germanenkrug" können was dafür, welcher ggf. Fehlgeleitete dort "predigt".

Das ist ähnlich wie das (gut gemeinte) Burkaverbot. Auch ich bin dafür, Unterdrückung von Frauen zu bekämpfen. Das muss aber grundlegender ansetzen, und nicht nur am Symptom rumdoktern (nur, weil man vielleicht keine Burka mehr auf der Straße sieht, heißt das nicht, dass keine Frauen mehr unterdrückt werden).

Wenn ich mit hohem Fieber zum Arzt gehe, erwarte ich eine grundlegende Lösung, und kein "Verbot von Fieber" und kein "Verbot von Thermometern, die mehr als 40°C anzeigen". Und das obige Problem hängt mit (manchen) Leuten zusammen. Nicht mit den Gebäuden. 

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Kommentar von 1988Ritter
31.03.2016, 22:26

Du hast Deine Antwort sehr gut überlegt und durchdacht.

Allerdings solltest Du berücksichtigen, dass:

  • Hassprediger in einer Moschee ein breites Publikum haben
  • Moscheen gelten unter Muslimen als Institution. Dementsprechend sind Verlautbarungen besonders gewichtet.

Nach meiner Ansicht gibt es nur ein einziges Argument gegen ein Verbot von Moscheen, und dies ist zu befürchtende Repressalien christlicher Einrichtungen in islamischen Ländern.

Dies muss tatsächlich abgewogen werden.

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Kommentar von Maxieu
01.04.2016, 16:38

Im letzten Teil hast du schwach argumentiert:

1. Das Tragen der Burka ermuntert das Umfeld, es der Trägerin gleich zu tun - unabhängig davon, ob sie es aus innerer Überzeugung oder auf familiären Druck hin tut - und erhöht den Druck auf weitere Mädchen oder Frauen.

2. Es gibt unterschiedliche Grade von Frauenunterdrückung.
Wollte man immer gaaanz grundsätzlich ansetzen, bevor man überhaupt etwas täte, würde sich überhaupt nichts ändern.

3. Ein Burka-Verbot gibt muslimischen Mädchen eine "Waffe" in die
Hand für die innerfamiliären Auseinandersetzungen.

4. Der Vergleich mit dem Fieber hingt gleich mehrfach:

a) Fieber ist keine soziale Veranstaltung, Burka-Tragen hingegen schon.

b) Fieber ist in der Regel selbst bereits eine die Gesundheit wieder herstellende Reaktion des Körpers.
An welcher Stelle hat die Burka eine vergleichbare Funktion?

c) Wenn ich mit hohem Fieber zum Arzt gehe, hoffe ich nicht, dass er mir sagt: "Das Fieber wollen wir mal getrost ignorieren. Ob 38° oder 42° - was spielt das schon für eine Rolle, wenn wir die Ursachen nicht kennen und angehen?"

Es kann ja - je nach Fall - durchaus angezeigt sein, das Fieber zu senken, auch wenn die Ursachen nicht beseitigt werden, weil sonst der Organismus insgesamt kollabiert.
 

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In Deutschland gilt mit gutem Grund die Religionsfreiheit.

Überall auf der Welt kann man sehen, welche Folgen es hat, wenn religiöse Menschen unterdrückt werden.
Ich finde es beschämend, in wie vielen Ländern keine Kirchen gebaut werden dürfen.

Und ich bin nicht bereit, mich auf das Niveau dieser Länder herabziehen zu lassen.

Sie sollen sehen, dass es Deutschland mit der Religionsfreiheit ernst ist und dass Menschen unterschiedlichen Glaubens gut zusammen leben können.

Das heißt nicht, dass man nicht kritisch darauf achtet, ob nicht in Moscheen oder anderen Gotteshäusern Hassprediger auftauchen, die die Religionsfreiheit ausnutzen wollen gegen die Religionsfreiheit.
Da sollten wir hübsch wachsam sein, zum Gespräch einladen und dabei auch sehr deutlich werden, wenn sich in anderen Religionen hier intollerante Entwicklungen zeigen.
Und da immer drei Finger zurück zeigen, schließt das intolerante Entwcklungen im eigenen Laden ein.

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Kommentar von 148713Mails
25.06.2016, 19:28

Natürlich herrscht Religionsfreiheit, aber meiner Meinung nach ist die Grenzziehung zwischen Hasspredigern und Imanen und zwischen "Islam als Religion" und "Islam als gewaltverherrlichende Ideologie" dermassen fliessend, dass ich hier de facto eine staatliche Kontrolle zur Beschränkung und Beobachtung einer solchen Religionsgruppe fordere.

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Argument gegen Moscheen-Verbote: Die gesetzlich zugesicherte Religionsfreiheit. Es gibt zahlreiche Moscheen, die baulich nicht auffällig sind und niemanden stören.

Argumente für Moscheen-Verbote: Baurechtliche Bedenken bei großen Gebäuden, Lärmbelästigung falls ein Adhan (Gebetsruf) erfolgt, Möglicherweise Einfluss auf ein historisches Stadtbild.

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Kommentar von Bitterkraut
31.03.2016, 18:48

Die baurechtlichen Bedenken gibt es bei allen Bauten, dafür gibts ja Vorschriften. Und es gibt auch Leute, die Glockengeläut als Lärm empfinden - wo ist da der Unterschied? Ist mögliches Glockengeläut dann ein Argument gegen Kirchenbauten?

Auch für die Sache mit dem Stadtbild gibts Vorschriften,  an die sich alle halten müssen.

Deine Kontra-Argumente sind  nichtig. Bzw.passen auf jedes beliebige Gebäude.

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Kommentar von Typausulm
31.03.2016, 19:37

Sind die Gebetsrufe nicht sowieso schon verboten?

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Kommentar von eleteroj
01.04.2016, 15:49

die Begründung für ein Minarettverbot zielt eher darauf, dass Minaretts Siegesembleme des politischen Islam sind, die so von den Sunniten verstanden und eingesetzt werden (Erdogan: die Minarette sind unsere Lanzen). Minaretts sind also auch nicht geschützt durch das Grundrecht auf freie Religionsausübung.

Ein Kompromiss wäre es - hätten wir so etwas wie eine christliche Regierung - für jede Kirche, die in der Türkei neu gebaut werden darf, darf das türkische Religionsministerium in DE eine Moschee errichten. Und keine mehr.

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Aus Gründen der fast 1500 jährigen Kultur sollte der Bau von Moscheen sich in Grenzen halten!! Aber gibt man den kleinen Finger......Und noch das der Bau von Kirchen dort unerwünscht ist,keine Priester ausgebildet werden (verboten).

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Kommentar von Bitterkraut
02.04.2016, 01:52

??? 1500  Jahre Kultur sprechen gegen den Bau von Moscheen?

Den Zusammenhang muß mit mal einer erklären...

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Das Pro gibt es schon. Man muss es ja unterm Strich nicht teilen,  aber man sollte es doch zur Kenntnis nehmen:

*Der Islam ist eine demokratie- und menschenrechtsfeindliche "Religion".

*Der Koran hetzt gegen Andersdenkende, die "Ungläubigen" und droht ihnen
 "hier unten" - bei fehlender Lernbereitschaft - mit dem Tode, nach dem irdischen Ableben mit ewiger Folter ("Höllenqualen"). Ist doch wirklich unfreundlich, oder?

Als Gottes Wort hat er - anders als die entsprechenden Quellen bei Juden und Christen - "unmittelbare" Gültigkeit und ist - nicht in allen seinen Teilen, aber insgesamt dann doch - somit eine volksverhetzende Schrift.
Das zeigt sich ja auch in vielen islamisch beherrschten Ländern - wie zuletzt in Pakistan beim Anschlag auf die christliche Minderheit dort.

Handelte es sich beim Koran nur um eine politische Schrift, wäre er als rechtsextreme Kampfschrift vermutlich längst verboten.

Da man nun annehmen darf, dass der Koran in Moscheen komplett ausliegt,
verbreitet und in Predigten wiedergegeben wird, liegt es nahe anzunehmen, dass Moscheen Orte verfassungsfeindlicher Aktivitäten sind.

Ich selbst bin dennoch nicht für ein Verbot, sondern ziehe vor, den jeweiligen Predigern strafrechtlich Relevantes im Einzelfall nachzuweisen, kann aber kaum verstehen, dass sich hier Linke für - nach gängigen Begriffen Rechtsextremisten (freilich im islamischen Gewand) - derart ins Zeug legen.

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Kommentar von flyingbooks
02.04.2016, 09:46

Hast du den Koran gelesen oder ein Buch aus dem Hitler Regim?

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Es gibt keine Contra-Argumente zu den Verbots-Anträgen.

Begründung:

Der Islam ist keine allgemeine Religion, da der Islam neben der Religiosität auch das weltliche Herrschaftssystem einfordert. Dieses System ist das totalitäre System des Kalifates

Was dieses System für Schrecken anrichtet, kann Dir jeder Balkanstaat berichten. Frag mal einen Griechen der über 400 Jahre osmanisch islamische Diktatur berichten kann.

Die Moscheen sind die Lehrmeister des Islam. Was geschieht in den Moscheen ?

  • In den Moscheen wird gepredigt, nur der Islam ist die wahre Religion.
  • Wer Mohammed beleidigt ist des Todes.
  • Wer Allah beleidigt ist des Todes.
  • Wer den Islam verlässt ist des Todes.
  • Das Ziel des Islam ist das weltweite Kalifat.
  • Die demokratischen Gesetze gelten nicht für Muslime, für Muslime gilt nur die Scharia
  • Kein Andersgläubiger darf eine Muslima berühren oder gar heiraten
  • Wer Andersgläubige zum Konvertieren überredet bekommt Punkte für das Paradies.
  • Hassprediger werden als Gastredner geladen.
  • Sammlungen für "humanitäre" Zwecke in Konfliktgebiete.

 ......und.....wenn man die Damen und Herren zur Rede stellen will, dann ist der Islam die friedfertigste Religion der Welt, die Terroristen sind gar keine Muslime und die Kritiker sind Islamhater. Überhaupt ist der Islam streng genommen nur ein Opfer.

Wer bei www.opendoors.de vorbeischaut, der lernt wir haben weltweit 100 Millionen verfolgte Christen, hauptsächlich verfolgt durch den Islam. Redet da einer drüber ?

 

Wir haben eine "Religion" namens Islam, die in allen islamischen Ländern nur den Konflikt kennt. Ist das friedlich ?

Nach meiner Ansicht braucht der Islam einfach mal einen ordentlichen Schuss vor den Bug, indem man die juristische Frage stellt, ob der Islam überhaupt als eine reine Religion im Rahmen der Religionsfreiheit gilt.

Täglich höre ich aus allen erdenklichen Medien Unerfreulichkeiten über und durch den Islam. Höre ich das Muslime dagegen protestieren oder gar dagegen eingreifen ? Nein.

Bei den Gegebenheiten bleibt einem nur das Verbot von Moscheen.

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Kommentar von Bitterkraut
31.03.2016, 22:06

Du plapperst irgendwas, was du gar nicht belegen kannst, ich denke, du kennst keinen einzigen Moslem. Du redest wie ein Blinder von der Farbe.

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Kommentar von Accountowner08
31.03.2016, 22:46

Interessant, dass gerade die christlichen Ober-Fundamentalisten sich so vehement gegen den angeblich so fundamentalistischen Islam aussprechen.

Was es nach Leuten wie Ritter und Waldfrosch ginge, würde auch bei uns noch tiefster Obskurantismus herrschen, ja Ritter und waldfrosch haben es sich geradezu zur Aufgabe gemacht, Obskurantismus zu verbreiten und gegen Aufklärung zu kämpfen. Eigentlich müssten die sich viel besser mit dem Moslem-fundamentalisten verstehen... Aber dazu ist natürlich ihr Fremdenhass und ihr Glaube an das alleinseligmachende Christentum zu gross.

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Warum bitte sucht man so etwas? Muslime sind eine Minderheit in DE. Trotz dieser Minderheit haben sie das Recht auf Eigentum und da Deutschland ein ziemlich Offenes Land ist können und würden das mie verbieten. *PRO* und *Contra* gibt es *NICHT*

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Kommentar von 1988Ritter
31.03.2016, 21:51

Nazis haben auch Eigentum.

Monarchisten haben auch Eigentum.

Kommunisten haben auch Eigentum.

Sind die Teil der Demokratie ?

Sind die Teil eines modernen demokratischen Staatssystems ?

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Religionsfreiheit kann nur die Religion beanspruchen, deren Religion demokratisch und frei von staatlichen Zwängen ist, sonst bestimmt ein fremder Staat in dem Gastland mit und das geht gar nicht.

 

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Contra? Welche Contras bitte?? Jeder hat das Recht seine Religion ausüben zu dürfen!

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Kommentar von 1988Ritter
31.03.2016, 21:58

Insofern dabei nicht gegen die demokratische Grundordnung verstoßen wird.......gell.

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Kommentar von TrippleDC
31.03.2016, 21:58

Haha sry kann nur lachen.

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Da es Religionsfreiheit gibt kann man keine Moscheen zu verbieten. Ein Grund wäre ein Verbot für einige Moscheen (Pierre Vogel hat dazu aufgerufen Moscheen in DE zu übernehmen) wenn es da salafistische Umtriebe gäbe. Das wären aber Verbote gegen einzelne Moscheenbetreiber.

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Kommentar von 1988Ritter
31.03.2016, 22:01

Zum ersten Mal in all den Jahren gebe ich Dir ein DR. Wenn eine Religion von ihren Grundzügen eine Ideologie darstellt, die die weltliche totalitäre und diktatorische Form des Kalifates bevorzugt, kann die Religionsfreiheit nicht mehr greifen, da die demokratische Grundordnung in Zweifel gestellt ist.

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Ich sehe da keine Argumente die für ein Verbot sprechen.

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Warum sollte man das verbieten? Weil ein paar verückte eine Religion missbrauchen?

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Kommentar von 1988Ritter
31.03.2016, 21:58

....oder weil die Religion so ausgelegt ist ?

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Kommentar von Typausulm
01.04.2016, 10:55

Dann müßten aber alle Moslems Terroristen sein.

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Kommentar von Washburn
02.04.2016, 20:14

👏👏👏👌👍👏👏👏

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Kommentar von Typausulm
05.04.2016, 22:34

Washbrun Wen meinst du?

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Moscheen in Deutschland denke daran lässt sich nichts ändern ,obwohl die ein Sammelpunkt für Terroristmus sein sollen.

Aber es wird viel erzählt.

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Ich wüßte nicht, was als Pro-Argument zulässig wäre.

Unser Grundgesetzt gewährt Religionsfreiheit.

Ein Verbot von Moscheen würde nur Sinn machen, wenn man Kirchen auch verbietet.

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Kommentar von Bitterkraut
02.04.2016, 01:49

Und Synagogen und Königreichsäle und was es da sonst noch so alles an Versammlungsgebäuden für Religiöse gibt... Fußballstadien :-))

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So lange die Glocken hierzulande läuten, sollte auch der Muezzin rufen dürfen.

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Kommentar von 3plus2
31.03.2016, 22:10

Dieses krächzende  Muezzingeschrei ist schrecklich

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Pro-Verbot gibts keine Argumente

Kontra: Es ist ein Gotteshaus und jeder Gläubige sollte ein Gotteshaus seiner Wahl zur Verfügung haben, bzw. errichten dürfen.

Komisch, daß hier noch nie jemand gefragt hat, ob man Hindu-Tempel oder Buddhistische Tempel verbieten sollte... Nach einem Verbot für Synagogen fragt auch keiner, das haben wir hinter uns...

Und warum du Politik in deinen Tags hast, weiß ich auch nicht...

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