Habe gehört, das Pfandbriefe etwas mehr Geld abwerfen als Bundesschaftzbriefe. Wie funktionieren Pfandbriefe und unter welchen Umständen sind sie eine sinnvolle Anlage.

Ergänzend zu Dirk: Im Unterschied zu Bundesschatzbriefen haben sie i.d.R. eine höhere Verzinsung. Salopp ausgedrückt: ein ausländischer Investor vertaut der Bundesrepublik Deutschland (als Herausgeberin der Bundesschatzbriefe) im Durchschnitt mehr als einer einzelnen Hypothekenbank o.ä. Kreditinstituten (als Herausgeberin eines Pfandbriefes), wodurch die Nachfrage nach Bundesschatzbriefen durchschnittlich höher und damit der Zins niedriger ist als bei Pfandbriefen.
Empfehlen kann man es (a) im Vergleich zu Bundesschatzbriefen eingentlich immer, es sei denn, daß die herausgebende Bank tatsächlich einen dubiosen Eindruck macht. (Schwarze Schafe sind aber diesbezüglich im Euro-Raum durch die strengen EU-Auflagen kaum noch möglich.) und (b) im allgemeinen ist es immer dann empfehlenswert, wenn festverzinsliche Wertpapiere anstelle von kursabhängigen Wertpapieren (wie v.a. Aktien) sinnvoll sind. Das ist aber immer eine Frage der Zusammenstellung des Gesamtportfolios! Hier ist es auf jeden Fall sinnvoll, sich unabhängig beraten zu lassen, weil dabei nicht nur die größe des Gesamtvermögens, seine verschiedenen Anlageformen, die Verfügbarkeit usw. sondern auch rechtliche und vor allem steuerliche Aspekte zu berücksichtigen sind.
Mein Tip: die Bank, die einem ein Wertpapier o.ä. verkauft, ist eigentlich immer der schlechteste Berater - es sei denn, die Beratung wird separat bezahlt! Filialbanken bieten eine solche separat honorierte, umfassende Beratung praktisch erst ab einem Vermögen von 5 Mio. Euro an. Bei einigen Online-Brokern ist das besser geregelt. Hier zählt auch der "kleine Kunde", wenn er zumindest ein bißchen mit dem PC und dem Internet umgehen kann. Mit etwas Glück bekommt man die Beratung am Ende doch noch kostenlos (und trotzdem neutral), wenn einem als Aktionsprämie für Neukunden der Preis für die Erstberatung geschenkt wird.
Gruß, Logo

Ein Pfandbrief ist eine von einer Pfandbriefbank begebene Anleihe. Er zeichnet sich dadurch aus, dass dem Investor neben der Bonität der emittierenden Bank im - allerdings noch nie eingetretenen - Fall einer Insolvenz dieser Bank zusätzlich eine sog. Deckungsmasse zur Verfügung steht. Diese Deckungsmasse besteht
bei Hypothekenpfandbriefen aus Darlehensforderungen, die durch Grundpfandrechte auf Grundstücke besichert sind, bei Schiffspfandbriefen aus Darlehensforderungen, die durch Schiffshypotheken im Schiffsregister besichert sind, und bei Öffentlichen Pfandbriefen (früherer Name: Kommunalobligationen) aus Forderungen gegen die öffentliche Hand.
ganzer text > http://de.wikipedia.org/wiki/Pfandbrief