Werte sind Verhaltensweisen, die das Leben miteinander angenehm gestalten. Grenzen, die Du Dir setzt, um Dich gutzu fuehlen, anstaendig wenn man das so ausdruecken will. Moralische Werte zeugen von menschlicher Reife, unterscheiden uns vom Tier oder vom reinen Egoisten.

Unbrauchbare "möchte-gern" Verhaltensregeln, welche aber eher Gebots- und Verbotsregeln sind. Hinter der moralischen Maske lauert immer schon der blinde Instinkt der Rache. Die Verurteilung des "Fremden", des "Abweichlers", des "Gegners", beruht auf das traditionell religiöse "Gut - und - Böse - Schema", welches eine Eskalation von Gewalt erst erlaubt und welches sich im Kampf um eine humanere Gesellschaft wie ein blutroter Faden durch die Geschichte der Menschheit zieht. Denn unsere Gehirne wurden über Jahrhunderte hinweg auf der Basis von "Schuld und Sühne" und "Gut und Böse" indoktriniert.
Bei Moral und Ethik handelt es sich um zwei diametral entgegengesetzte Ansätze zur Begründung von Verhaltensnormen.
Diese Differenz von ethischer und moralischer Argumentation hat weitreichende Konsequenzen für das Selbstbestimmungsrecht des Menschen. Am deutlichsten zeigt sich dies vielleicht auf dem Gebiet der Sexualität: Aus ethischer Perspektive (Beurteilungskriterium: fair / unfair) ist es völlig irrelevant, ob ein Mensch homosexuelle Partnerschaften pflegt, ob er masturbiert, Oral- oder Analverkehr praktiziert, aus moralischer Perspektive jedoch (gut / böse) werden diese Handlungen häufig als „besonders verwerflich“ eingestuft und – sofern Moralisten die erforderliche Macht dazu haben – auch rigoros unterbunden (nicht ohne Grund sind homosexuelle Handlungen auch heute noch dort, wo [religiöse] Moralisten uneingeschränkt das Sagen haben, mit der Todesstrafe belegt).
Aus all diesen Gründen können wir in unserer Ethik auf die vermeintlichen Hilfestellungen einer „Moral“ getrost verzichten.
Unchrist am 21. Oktober 2009 18:51 DH!

Da gibt es viele: nicht mehr draufhauen, wenn einer schon am Boden liegt. Ehrlichkeit. Aufrichtigkeit. Hilfsbereitschaft. Achtung der Menschenwürde.
Werte haben mit Regeln, wie hier immer wieder behauptet wird zunächst gar nichts zu tun. Werte (gleichbedeutend kann auch der Begriff "Güter" verwendete werden) sind etwas, was man besitzen kann - z.B. Gesundheit, Geld, Schönheit, Bildung, Vaterland (na ja) usw.
Wenn man diese Werte erhalten will, benötigt man auch Regeln, nach denen das funktioniert. Die ungeschriebenen Regeln heißen dann Moral (töte nicht, zerstöre die Beziehung zu deinem Partner nicht ...), die geschriebenen Regeln heißen Norm (Gesetze, DIN ...). Und wenn sich Leute wie die antiken Philosophen diese Prinzipien selbst herleiten, dann heißt das Herleitungsprinzip "Tugend".
Es gibt natürlich auch Leute, die verhalten sich so oder wenigstens so ähnlich, wie es die Moral oder die Normen vorsehen. Die Verhaltensmuster, die diese Leute verwenden, nennt man dann "Tugenden" wie Ehrlichkeit, Mäßigung ...
Sie dienen zum Schutz und zur Bewahrung des Lebens und des Eigentums.
Konflikte, Auseinandersetzungen, Streit, Kampf usw. sind die Folgen. Sie wirken sich negativ in alle Bereiche des Lebens aus.
auch die Gebote sind Regeln und keine Werte
Verhaltensweisen und Einstellungen, die für gut (im Sinne von nicht böse, nicht von nicht schlecht) befunden werden, in unserer Gesellschaft z. B. Toleranz, Nächstenliebe und Achtung des Menschen als einmaliges, besonderes und schützenswertes Individuum.
Zivilcourage haben Sozial sein,keinen ausschließen Hilfsbereitschaft Eigene Meinung durchsetzen können/Selbstbewusstsein Zuverlässigkeit Probleme erkennen und lösen authentisch sein(also,sich so zeigen wie man ist und sich nicht verstellen) Ehrlichkeit Mitgefühl besitzen
And last but not least
Über unbegründete schleche Aussagen anderer hinwegsehen können
die von der Allgemeinheit als normal definierten Eigenschaften
sehr schön formuliert!
Dankeschön
Was du beschreibst sind ethische Werte, keine moralischen Werte - wenn auch gut zusammengefasst. :- )
ob moralisch oder ethisch - die beiden Begriff bedeuten das Gleiche: Aber was da genannt wird sind "Tugenden" keine "Werte" - siehe die Antwort unten
Wer Moral und Ethik gleichsetzt, hat noch viel zu lernen. Den groben Unterschied habe ich bereits in meiner Antwort verdeutlicht.